Artikel-ID: 321721 - Geändert am: Montag, 3. Dezember 2007 - Version: 7.2 Gemeinsame Nutzung von SMTP-Adressräumen in Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 321721 (http://support.microsoft.com/kb/321721/EN-US/ ) How to share an SMTP address space in Exchange 2000 Server or in Exchange Server 2003 Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung. Auf dieser SeiteEinführung
Dieser Artikel beschreibt, wie Sie Microsoft Exchange Server 2003 oder Microsoft Exchange 2000 Server für die gemeinsame Nutzung eines SMTP-Adressraums (SMTP = Simple Mail Transfer Protocol) konfigurieren können. Weitere Informationen zur Konfiguration von Exchange Server 5.5 für die gemeinsame Nutzung des SMTP-Domänennamespace finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base: 258203
(http://support.microsoft.com/kb/258203/DE/
)
XFOR: Konfigurieren von Exchange zu SMTP-Domäne-Name-Freigabe-Bereich Weitere InformationenAufgrund betrieblicher Anforderungen kann es notwendig sein, denselben SMTP-Adressraum für zwei oder mehr E-Mail-Systeme gemeinsam zu nutzen. In einer Exchange Server-Umgebung kann dies bedeuten, dass Sie den SMTP-Adressraum für Exchange Server und ein UNIX-basiertes E-Mail-System oder für Exchange-Umgebungen in verschiedenen Active Directory-Gesamtstrukturen gemeinsam nutzen müssen. In diesem Fall haben die Benutzer in allen E-Mail-Systemen dasselbe Domänensuffix in ihren E-Mail-Adressen. In diesem Artikel werden die Begriffe "Adressraum" und "Domäne" synonym verwendet. Der Artikel geht davon aus, dass Exchange Server das eingehende SMTP-Gateway aus dem Internet ist. Beim Empfang einer eingehenden SMTP-Nachricht aus dem Internet versucht Exchange zuerst, die E-Mail-Adressen im Empfängerfeld zu Active Directory-Objekten aufzulösen. Wenn die E-Mail-Adresse zu einem Exchange-Postfach aufgelöst werden kann, leitet Exchange die Nachricht an dieses Postfach weiter. Wenn die E-Mail-Adresse nicht zu einem Exchange-Postfach aufgelöst werden kann, leitet Exchange die Nachricht an das E-Mail-System weiter, mit dem der SMTP-Adressraum gemeinsam genutzt wird. Das empfangende E-Mail-System übermittelt die Nachricht dann an ein lokales Postfach oder erstellt einen Unzustellbarkeitsbericht über den Übermittlungsstatus. Das E-Mail-System, mit dem der SMTP-Adressraum gemeinsam genutzt wird, kann die nicht aufgelösten Empfänger nicht zum eingehenden Exchange SMTP-Gateway zurückleiten. Wenn Sie das letzte E-Mail-System einer E-Mail-System-Kette so konfigurieren, dass es nicht aufgelöste Empfänger an das eingehende E-Mail-Gateway weiterleitet, entsteht zwischen den E-Mail-Servern eine endlose E-Mail-Schleife. Methode 1: Nutzen des SMTP-Adressraums gemeinsam mit einem anderen E-Mail-SystemNur ein E-Mail-System kann für einen bestimmten SMTP-Adressraum autorisierend sein. Wenn ein E-Mail-System für einen SMTP-Adressraum nicht autorisierend ist, muss die E-Mail schließlich zu einem E-Mail-System weitergeleitet werden, das für den SMTP-Adressraum autorisierend ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass ein Unzustellbarkeitsbericht erstellt wird, wenn eine E-Mail-Nachricht nicht an den Empfänger übermittelt werden kann. Ein SMTP-Adressraum kann mit einer beliebigen Anzahl verschiedener E-Mail-Systeme gemeinsam genutzt werden. In dieser Konfiguration ist jedes E-Mail-System ein Glied in einer Kette von E-Mail-Systemen. Das erste E-Mail-System in der Kette sendet Nachrichten an das zweite E-Mail-System usw. Dieses Verhalten tritt solange auf, bis die Nachricht an einen Empfänger übermittelt wurde oder bis das letzte E-Mail-System in der Kette für diese Nachricht einen Unzustellbarkeitsbericht erstellt.Für den SMTP-Hauptadressraum, der in der Standard-Empfängerrichtlinie angegeben ist, muss Exchange autorisierend sein. Für andere SMTP-Adressräume muss Exchange nicht autorisierend sein. In diesem Fall müssen Sie den gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum nur einer anderen Empfängerrichtlinie hinzufügen. Legen Sie fest, dass dieser SMTP-Adressraum der SMTP-Hauptadressraum ist, und deaktivieren Sie anschließend im Dialogfeld Eigenschaften von SMTP-Adresse das Kontrollkästchen Diese Exchange-Organisation ist für die gesamte E-Mail-Übermittlung an diese Adresse verantwortlich. Wichtig: Sie können einen SMTP-Adressraum, für den Exchange autorisierend ist, nicht gemeinsam nutzen. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base: 823158
(http://support.microsoft.com/kb/823158/DE/
)
Autorisierende und nicht autorisierende Domänen in Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 Empfängerrichtlinien bestimmen die SMTP-Adressräume, für die Exchange autorisierend ist. Gehen Sie folgendermaßen vor, um festzustellen, ob Exchange für einen bestimmten SMTP-Adressraum autorisierend ist:
Schritt 1: SMTP-Hauptadresse für die Standard-Empfängerrichtlinie ändernWenn Sie den SMTP-Adressraum, der in der Standard-Empfängerrichtlinie als SMTP-Hauptadressraum festgelegt ist, gemeinsam nutzen wollen, müssen Sie einen neuen SMTP-Adressraum erstellen, der dann in der Standard-Empfängerrichtlinie als SMTP-Hauptadressraum fungiert. Der neu erstellte SMTP-Hauptadressraum muss im Internet-DNS nicht gültig sein. Sie können einen privaten SMTP-Adressraum wie @localhost oder @beispiel.local verwenden. Dieser Adressraum ist der SMTP-Adressraum, den Exchange zur Weiterleitung interner E-Mail-Nachrichten verwendet.Gehen Sie folgendermaßen vor, um den SMTP-Hauptadressraum, der in der Standard-Empfängerrichtlinie festgelegt ist, zu ändern. Hinweis: Standardmäßig ist die Domäne, die Sie bei der Installation von Active Directory angeben, der SMTP-Adressraum, für den Exchange autorisierend ist. Wenn dieser SMTP-Hauptadressraum nicht der SMTP-Adressraum ist, den Sie gemeinsam nutzen wollen, überspringen Sie die Schritte a bis g. Fahren Sie stattdessen bei "Schritt 2: Gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum konfigurieren" fort. Diese Vorgehensweise gilt nur, wenn Exchange für den SMTP-Adressraum, den Sie gemeinsam nutzen wollen, autorisierend ist.
Schritt 2: Gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum konfigurierenGehen Sie folgendermaßen vor, um den gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum zu konfigurieren:
Schritt 3: Eigenschaften des virtuellen SMTP-Servers so ändern, dass die Nachrichtenweiterleitung für nicht aufgelöste Empfänger entfernt wirdGehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
Schritt 4: SMTP-Connector für den gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum konfigurierenNachdem Sie den gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum konfiguriert haben, müssen Sie festlegen, an wen Exchange die Nachrichten weiterleiten soll, die nicht zu einem Active Directory-Objekt aufgelöst werden können. Erstellen Sie hierzu einen SMTP-Connector, bei dem im Dialogfeld Adressraum hinzufügen des Connector-Objekts der gemeinsam genutzte SMTP-Adressraum aufgeführt ist. Wenn Sie den SMTP-Connector nicht mit dem gemeinsam genutzten Adressraum hinzufügen, wird jede eingehende, an den gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum adressierte Nachricht als Relayversuch interpretiert. In diesem Fall akzeptiert Exchange die eingehende E-Mail nicht. Geben Sie außerdem einen Server an, an den Exchange nicht aufgelöste E-Mails weiterleiten soll. Sie können den Zielserver über dessen Hostnamen oder IP-Adresse angeben.Gehen Sie folgendermaßen vor, um den SMTP-Connector zu konfigurieren:
Schritt 5: Routing- und SMTP-Dienst neu startenGehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
Methode 2: Gemeinsame Nutzung des SMTP-Adressraums durch Umleiten von E-Mails an ein Remote-E-Mail-System mit Hilfe von KontaktenExchange kann einen SMTP-Adressraum mit mehreren E-Mail-Systemen gemeinsam nutzen, wenn Kontakte und SMTP-Connectors zur Ermittlung des Pfads für E-Mail-Nachrichten verwendet werden. Der Domänenteil des Attributs targetAddress eines Kontakts bestimmt das Ziel-E-Mail-System. Die E-Mail-Adressen, die auf der Registerkarte E-Mail-Adressen des Kontakts angezeigt werden, legen fest, welche E-Mail-Adressen zum Kontakt aufgelöst werden. Anhand dieser Informationen kann Exchange die E-Mail-Nachricht zur richtigen targetAddress weiterleiten. Die targetAddress entspricht der E-Mail-Adresse auf der Registerkarte Allgemein des Kontakts. Die targetAddress wird für den Kontakt auch als SMTP-Hauptadresse verwendet. Die SMTP-Hauptadresse ist durch das Akronym "SMTP" gekennzeichnet, das in fett gedruckten Großbuchstaben vor der jeweiligen SMTP-E-Mail-Adresse steht.Wenn ein Exchange-System eine SMTP-E-Mail-Nachricht empfängt, fragt Exchange Active Directory ab und versucht, die E-Mail-Adresse im Empfängerfeld der Nachricht zu einer E-Mail-Adresse eines Active Directory-Objekts aufzulösen. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wurde, leitet Exchange die Nachricht an die E-Mail-Adresse weiter, die im Attribut targetAddress des Objekts angegeben ist. Für die Zwecke dieses Artikels ist diese E-Mail-Adresse diejenige, die in einem Remote-E-Mail-System vorhanden ist, das eine spezifische SMTP-Domäne hat. Dank dieser Routingfunktion kann Exchange als Nachrichten-"Tauschdienst" für eine beliebige Anzahl von SMTP-Domänen in verschiedenen E-Mail-Systemen fungieren. Der Kontakt hat eine SMTP-Hauptadresse, die dem Remote-Messaging-System entspricht, und eine sekundäre SMTP-Adresse, die der SMTP-Domäne des Exchange-Systems entspricht. Für die Weiterleitung von E-Mails an Remote-E-Mail-Systeme verwenden Sie SMTP-Connectors, die spezifische Adressräume für die Domäne des Remote-E-Mail-Systems aufweisen. Benutzerkonten im Remote-E-Mail-System müssen eine Haupt-E-Mail-Adresse für SMTP haben, die dem gemeinsam genutzten SMTP-Adressraum entspricht, und eine sekundäre SMTP-E-Mail-Adresse, die der Haupt-E-Mail-Adresse für SMTP des Kontakts in Active Directory entspricht. Diese wird auch als targetAddress bezeichnet. In diesem Szenario findet Folgendes statt:
Schritt 1: Empfängerrichtlinien für Kontakte konfigurierenExchange akzeptiert E-Mails für jeden SMTP-Adressraum, für den eine Empfängerrichtlinie konfiguriert wurde. Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Remote-SMTP-Domäne einer Empfängerrichtlinie hinzuzufügen:Hinweis: Diese Empfängerrichtlinie verwendet eine NULL-Filterregel. Diese Regel ist zulässig, weil Sie den richtigen targetAddress-Wert verwenden, wenn Sie in Active Directory Kontakte hinzufügen. Eine NULL-Filterregel verhindert auch, dass der Empfängeraktualisierungsdienst Exchange-Objekte mit dem SMTP-Adressraum des Remote-E-Mail-Systems stempelt.
Schritt 2: Kontakte in Active Directory hinzufügen, um Remotebenutzer zu repräsentierenVerwenden Sie eine der folgenden Methoden, um Kontakte zu Active Directory hinzuzufügen:
Mit dem Tool "Csvde.exe" können Sie auf einfache Art und Weise viele Kontakte in Active Directory hinzufügen. Das Tool "Csvde.exe" verwendet ein CSV-Dateiformat, bei dem die erste Zeile als Header dient. Diese Kopfzeile enthält eine kommagetrennte Liste von Active Directory-Attributen. Die folgende Beispiel-Headerdatei listet die Attribute auf, die mindestens erforderlich sind, um einen E-Mail-fähigen Kontakt zu erstellen: objectClass,dn,name,cn,sn,givenName,displayName,proxyAddresses,targetAddress,mail,mailnickname Die kommagetrennten Werte für den Header müssen in der Importdatei für "Csvde.exe" pro Eintrag in einer eigenen Zeile stehen. Außerdem müssen die kommagetrennten Werte für jeden einzelnen Kontakt in der Importdatei für "Csvde.exe" in einer eigenen Zeile stehen.Wichtig: Das Attribut mailnickname ist wichtig. Ohne das Attribut mailnickname wird in Active Directory-Benutzer und -Computer im Dialogfeld Eigenschaften von Benutzername die Registerkarte E-Mail-Adressen nicht angezeigt. Das folgende Beispiel verdeutlicht anhand von Beispielwerten für einen SMTP-Kontakt die Verwendung des Headers objectClass,dn,name,cn,sn,givenName,displayName,proxyAddresses,targetAddress,mail,mailnickname contact,"cn=Internet User,ou=internet users,dc=xo,dc=one",Internet User,Internet User,User,Internet,Internet User,SMTP:internetUser@remote.domain; smtp:internetuser@xo.one,SMTP:internetUser@remote.domain,internetUser@remote.domain,internetuser Hinweis: Das Kontaktattribut DN bestimmt die Organisationseinheit, der der Kontakt hinzugefügt wird. csvde ?I ?f ImportDateiname.csv Schritt 3: Eigenschaften des virtuellen SMTP-Servers so ändern, dass die Nachrichtenweiterleitung für nicht aufgelöste Empfänger entfernt wirdGehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
Schritt 4: Einen SMTP-Connector für die Weiterleitung von E-Mails an das Remote-E-Mail-System erstellenGehen Sie folgendermaßen vor, um einen SMTP-Connector für die Weiterleitung von E-Mails an ein Remote-E-Mail-System zu erstellen:
Schritt 5: Routing- und SMTP-Dienst neu startenGehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
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