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Heraufstufen der Funktionsebenen von Active Directory-Domänen und -GesamtstrukturArtikel-ID: 322692 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht Auf dieser SeiteZusammenfassungDieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise zum Heraufstufen der Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebenen, die von Microsoft Windows Server 2003-basierten oder neueren Domänencontrollern unterstützt werden. Es gibt vier Versionen von Active Directory, und nur die Ebenen, die sich seit Windows NT Server 4.0 geändert haben, erfordern besondere Berücksichtigung. Daher werden die übrigen Ebenenänderungen unter Verwendung der neueren, aktuellen oder älteren Versionen des Domänencontroller-Betriebssystems, der Domäne oder der Funktionsebene der Gesamtstrukur erwähnt. Funktionsebenen sind eine Erweiterung der Konzepte "gemischter Modus" und "einheitlicher Modus", die in Microsoft Windows 2000 Server eingeführt wurden, um neue Active Directory-Features zu ermöglichen. Einige zusätzliche Active-Directory-Features stehen zur Verfügung, wenn auf allen Domänencontrollern in einer Domäne oder Gesamtstruktur die neueste Version von Windows Server ausgeführt wird und der Administrator die entsprechende Funktionsebene in der Domäne oder Gesamtstruktur aktiviert. Damit die neuen Domänenfeatures aktiviert werden können, müssen alle Domänencontroller in der Domäne mit der neuesten Version des Windows Server-Betriebssystems arbeiten. Wenn das der Fall ist, kann der Administrator die Domänenfunktionsebene heraufstufen. Damit die neuen, gesamtstrukturweit geltenden Features aktiviert werden können, müssen alle Domänencontroller in der Gesamtstruktur mit der neuesten Version des Windows Server-Betriebssystems arbeiten, die der erwünschten Gesamtstrukturfunktionsebene entsprechen. Außerdem muss die aktuelle Domänenfunktionsebene sich bereits auf der neuesten Ebene befinden. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann der Administrator die Gesamtstrukturfunktionsebene heraufstufen. Generell können die Änderungen an den Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebenen nicht rückgängig gemacht werden. Wenn die Änderung rückgängig gemacht werden kann, muss dazu eine Gesamtstrukturwiederherstellung durchgeführt werden. Mit dem Windows Server 2008 R2-Betriebssystem kann für die Änderungen an den Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebenen ein Rollback ausgeführt werden. Das Rollback ist allerdings nur in den speziellen Szenarien möglich, die im Technet-Artikel über die Active Directory-Funktionsebenen
(http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc787290(WS.10).aspx)
beschrieben sind.Hinweis Die neuesten Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebenen haben nur Auswirkungen darauf, wie die Domänencontroller als Gruppe zusammenarbeiten. Die Clients, die mit der Domäne oder Gesamtstruktur interagieren, sind davon nicht betroffen. Außerdem bleiben auch die Anwendungen von den Änderungen an den Domänen- oder Gesamtstrukturfunktionsebenen unberührt. Anwendungen können jedoch von den neuesten Domänen- und Gesamtstrukturfeatures profitieren. Weitere Informationen finden Sie im TechNet-Artikel über die Features der verschiedenen Funktionsebenen
(http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc771294.aspx)
.Heraufstufen der FunktionsebeneAchtung Stufen Sie die Funktionsebene nicht herauf, wenn die Domäne über einen Domänencontroller verfügt oder verfügen wird, der eine ältere als die für diese Ebene vorgegebene Version aufweist. Eine Windows Server 2008-Funktionsebene setzt beispielsweise voraus, dass auf allen Domänencontrollern in der Domäne oder Gesamtstruktur Windows Server 2008 oder ein höheres Betriebssystem installiert ist. Nachdem die Domänenfunktionsebene auf eine höhere Ebene heraufgestuft wurde, kann sie nur mithilfe einer Gesamtstrukturwiederherstellung auf eine ältere Ebene zurückgestuft werden. Diese Einschränkung besteht, weil durch die Features oft die Kommunikation zwischen den Domänencontrollern geändert wird oder weil die Features die Speicherung der Active Directory-Daten in der Datenbank ändern.Die am häufigsten verwendete Methode zum Aktivieren der Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebenen besteht in der Verwendung der Benutzeroberflächen-Verwaltungstools, die im TechNet-Artikel über die Windows Server 2003 Active Directory-Funktionsebenen dokumentiert sind
(http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc759280(WS.10).aspx)
. Dieser Artikel befasst sich mit Windows Server 2003, die Schritte sind in den neueren Betriebssystemversionen jedoch dieselben. Außerdem kann die Funktionsebene manuell oder unter Verwendung von Windows PowerShell-Skripts konfiguriert werden. Weitere Informationen zum manuellen Konfigurieren der Funktionsebene finden Sie im Abschnitt "Anzeigen und manuelles Einrichten der Funktionsebene".
Weitere Informationen zur Verwendung eines Windows PowerShell-Skripts zum Konfigurieren der Funktionsebene finden Sie im TechNet-Artikel, in dem diese Methode beschrieben wird
(http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc730985.aspx)
. Anzeigen und manuelles Einrichten der FunktionsebeneLDAP-Programme (Lightweight Directory Access Protocol) wie "Ldp.exe" und "Adsiedit.msc" können dazu verwendet werden, die aktuellen Einstellungen für die Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebene anzuzeigen und zu ändern. Wenn Sie die Attribute der Funktionsebene manuell ändern, besteht die bewährte Methode darin, die Attributänderungen am FSMO-Domänencontroller (Flexible Single Master Operations) vorzunehmen, auf den die Microsoft-Verwaltungstools normalerweise ausgerichtet sind.Einstellungen der DomänenfunktionsebeneDas Attribut msDS-Behavior-Version befindet sich im Kopf des Stammnamenskontexts (Naming Context, NC) in jeder der folgenden Domänen:
Einstellungen des gemischten und des einheitlichen ModusDas Attribut ntMixedDomain befindet sich im Kopf des Stammnamenskontexts (Naming Context, NC) in jeder der folgenden Domänen:
Einstellung der GesamtstrukturfunktionsebeneDas Attribut msDS-Behavior-Version befindet sich im Kopf des Stammnamenskontexts (Naming Context, NC) in jeder der folgenden Domänen:
Schnelles Anzeigen der aktuellen Einstellungen über die Datei "Ldp.exe"
Hinweis Die Domänencontrollerfunktionalität stellt die höchste mögliche Funktionsebene für diesen Domänencontroller dar.
Voraussetzungen für das manuelle Ändern der Funktionsebene
Für Windows 2000 Server relevante FunktionsebenenWindows 2000 Server unterstützt nur den gemischten Modus und den einheitlichen Modus. Außerdem werden nur diese Modi auf die Domänenfunktionalität angewendet. In den folgenden Abschnitten sind die Windows Server 2003-Domänenmodi aufgeführt, weil diese Modi Auswirkungen darauf haben, wie Windows NT 4.0- und Windows 2000 Server-Domänen aktualisiert werden.Beim Heraufstufen der Betriebssystemebene des Domänencontrollers sind eine Reihe von Überlegungen zu berücksichtigen, die sich aus den Speicherungs- und Replikationsbeschränkungen der verlinkten Attribute in Windows 2000 Server-Modi ergeben. Windows 2000 Server-gemischt (Standard)
Windows 2000 Server-pur
Windows Server 2003-interim
Windows Server 2003
Interimebene - Upgrade von einer Windows NT 4.0-DomäneWindows Server 2003 Active Directory ermöglicht eine spezielle Gesamtstruktur- und Domänenfunktionsebene namens "Windows Server 2003-interim". Diese Funktionsebene steht für Upgrades vorhandener Windows NT 4.0-Domänen zur Verfügung, wenn einer oder mehrere Windows NT 4.0-Reservedomänencontroller (Backup Domain Controller, BDC) nach dem Upgrade funktionsfähig sein müssen. Windows 2000 Server-Domänencontroller werden in diesem Modus nicht unterstützt. Windows Server 2003-interim ist für folgende Szenarien relevant:
Einstellen der Gesamtstrukturfunktionsebene "Windows Server 2003-interim"Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, Windows Server 2003-interim zu aktivieren. Die ersten zwei Methoden sind sehr zu empfehlen, da Sicherheitsgruppen nach einem Upgrade des primären Domänencontrollers (PDC) der Windows NT 4.0-Domäne auf einen Windows Server 2003-Domänencontroller die Linked-Value-Replikation (LVR) verwenden. Die dritte Option ist weniger zu empfehlen, da für die Mitgliedschaft in Sicherheitsgruppen ein einziges mehrwertiges Attribut verwendet wird, das zu Replikationsproblemen führen kann. Es gibt folgende Möglichkeiten, Windows Server 2003-interim zu aktivieren:
Empfohlene VorgehensweisenDer folgende Abschnitt erläutert die Verfahren, die für die Heraufstufung von Funktionsebenen empfohlen werden. Der Abschnitt besteht aus zwei Teilen. "Vorbereitende Maßnahmen vor der Heraufstufung der Funktionsebene" beschreibt die Schritte, die vor der Heraufstufung durchzuführen sind, und "Optimales Konfigurieren von Funktionsebenen" behandelt die Voraussetzungen und Methoden für verschiedene Szenarien bei der Heraufstufung von Funktionsebenen.Gehen Sie folgendermaßen vor, um Windows NT 4.0-Domänencontroller zu ermitteln:
Hinweis Im Gegensatz zu Windows Server 2000-Domänencontrollern blockieren die Windows NT 4.0-Domänencontroller eine Heraufstufung der Funktionsebene nicht. Wenn Sie die Domänenfunktionsebene ändern, wird die Replikation auf die Windows NT 4.0-Domänencontroller beendet. Wenn Sie jedoch versuchen, eine Heraufstufung auf die Windows Server 2003-Gesamtstrukturebene mit Domänen in Windows Server 2000 durchzuführen, wird die gemischte Ebene blockiert. Das Fehlen von Windows NT 4.0-BDCs ist impliziert, indem die Anforderung der Gesamtstrukturebene, dass alle Domänen die Ebene "Windows Server 2000-pur" oder höher haben müssen, erfüllt wird. Beispiel: Vorbereitende Maßnahmen vor der Heraufstufung der FunktionsebeneIn diesem Beispiel wird die Umgebung vom Modus "Windows Server 2000-gemischt" auf den Windows Server 2003-Gesamtstrukturmodus heraufgestuft.Ermitteln Sie Domänencontroller älterer Versionen in der Gesamtstruktur. Wenn eine genaue Serverliste nicht zur Verfügung steht, gehen Sie folgendermaßen vor:
216498
(http://support.microsoft.com/kb/216498/
)
Entfernen von Daten aus Active Directory nach fehlgeschlagener Domänencontroller-HerabstufungÜberprüfen, ob die durchgängige Replikation in der Gesamtstruktur funktioniertUm zu überprüfen, ob die durchgängige Replikation in der Gesamtstruktur funktioniert, wenden Sie Repadmin aus Windows Server 2003 oder einer neueren Version auf die Windows Server 2000- oder Windows Server 2003-Domänencontroller an:
Bereiten Sie einen Ausweichplan vor, der eine der folgenden Aktionen vorsieht:
Hinweis Heraufstufungen können nicht autorisierend wiederhergestellt werden. Das bedeutet, dass alle Domänencontroller außer Betrieb gesetzt werden müssen, die die Heraufstufung repliziert haben. Fahren Sie danach die zuvor getrennten Domänencontroller hoch, oder stellen Sie die Domänencontroller aus der Sicherung wieder her. Entfernen Sie die Metadaten von allen anderen Domänencontrollern und stufen Sie sie erneut herauf. Diese Vorgehensweise ist schwierig und sollte vermieden werden. Beispiel: Übergang von der Ebene "Windows Server 2000-gemischt" zur Windows Server 2003-GesamtstrukturebeneStufen Sie alle Domänen auf die Ebene "Windows Server 2000-pur" herauf. Stufen Sie danach die Funktionsebene für die Gesamtstrukturstammdomäne auf die Gesamtstrukturebene "Windows Server 2003" herauf. Wenn die Gesamtstrukturebene auf die PDCs für die einzelnen Domänen in der Gesamtstruktur repliziert wird, wird die Domänenebene automatisch auf "Windows Server 2003" heraufgestuft. Diese Vorgehensweise hat folgende Vorteile:
Windows NT 4.0-UpgradesBei Windows NT 4.0-Upgrades sollten Sie während des PDC-Upgrades immer die Interimebene verwenden, es sei denn, Windows Server 2000-Domänencontroller werden in die Gesamtstruktur aufgenommen, in die der PDC aktualisiert wird. Wenn der Interimmodus während des PDC-Upgrades verwendet wird, verwenden die vorhandenen großen Gruppen direkt die LVR-Replikation, wodurch die zuvor erwähnten, möglichen Replikationsprobleme vermieden werden können. Verwenden Sie eine der folgenden Methoden, um während des Upgrades auf die Interimebene zu gelangen:
Besondere Erwägungen bei großen Gruppen in Windows NT 4.0In manchen Windows NT 4.0-Domänen kann es Sicherheitsgruppen mit weit mehr als 5000 Mitgliedern geben. Wenn sich in Windows NT 4.0 ein Mitglied einer Sicherheitsgruppe ändert, wird nur die Einzeländerung der Mitgliedschaft auf die Reservedomänencontroller repliziert. In Windows Server 2000 sind Gruppenmitgliedschaften verknüpfte Attribute, die in einem einzelnen, mehrwertigen Attribut des Gruppenobjekts gespeichert sind. Wenn an der Mitgliedschaft einer Gruppe eine einzelne Änderung vorgenommen wird, wird die gesamte Gruppe als eine Einheit repliziert. Da die Gruppenmitgliedschaft als Einheit repliziert wird, besteht die Möglichkeit, dass Aktualisierungen der Gruppenmitgliedschaft verloren gehen, wenn verschiedene Mitglieder gleichzeitig auf verschiedenen Domänencontrollern hinzugefügt oder entfernt werden. Außerdem kann die Größe dieses Einzelobjekts die Größe des Puffers überschreiten, der dazu verwendet wird, einen Eintrag in die Datenbank zu übertragen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Versionsspeicherprobleme bei großen Gruppen" in diesem Artikel. Aus diesen Gründen beträgt die empfohlene Höchstanzahl für Gruppenmitglieder 5000.Die Ausnahme bei dieser Regel ist die primäre Gruppe (standardmäßig die Gruppe "Domänenbenutzer"). Die primäre Gruppe verwendet einen "berechneten" Mechanismus, der auf der "primarygroupID" des Benutzers basiert, um die Mitgliedschaft zu ermitteln, und speichert Mitglieder nicht als mehrwertige, verknüpfte Attribute. Wird die primäre Gruppe des Benutzers in eine benutzerdefinierte Gruppe geändert, wird ihre Mitgliedschaft in der Gruppe der Domänenbenutzer in das verknüpfte Attribut für die Gruppe geschrieben und nicht mehr berechnet. Die neue RID der primären Gruppe wird in "primarygroupID" geschrieben, und der Benutzer wird aus dem Mitgliedsattribut der Gruppe entfernt. Wenn der Administrator nicht die Interimebene für die Upgradedomäne auswählt, müssen Sie diese Schritte vor dem Upgrade ausführen:
Versionsspeicherprobleme bei großen GruppenWährend lang andauernden Operationen (intensive Suchen oder Übertragungen an ein einzelnes, großes Attribut) muss Active Directory sicherstellen, dass der Zustand der Datenbank bis zum Abschluss der Operation "statisch" ist. Ein Beispiel für intensive Suchen oder Übertragungen an große Attribute ist eine große Gruppe, die Legacy-Speicherung verwendet.Da fortlaufend Aktualisierungen der Datenbank (lokal und von Replikationspartnern) stattfinden, stellt Active Directory einen statischen Zustand her, indem alle ankommenden Änderungen in eine Warteschlange gesetzt werden, bis die lang andauernde Operation abgeschlossen ist. Nach Abschluss der Operation werden die Änderungen im Wartezustand in die Datenbank übernommen. Der Speicherort für diese Änderungen im Wartezustand wird als "Versionsspeicher" bezeichnet und hat eine Größe von ca. 100 MB. Die Größe des Versionsspeichers ist variabel und hängt vom physischen Speicher ab. Wenn der Versionsspeicher verbraucht ist, bevor eine lang andauernde Operation abgeschlossen ist, akzeptiert der Domänencontroller keine Aktualisierungen mehr, bis die lang andauernde Operation abgeschlossen ist und die im Wartezustand befindlichen Änderungen übertragen wurden. Wenn Gruppen sehr groß werden (mehr als 5000 Mitglieder), besteht die Gefahr für den Domänencontroller, dass der Versionsspeicher verbraucht wird, während die große Gruppe übertragen wird. Mit Windows Server 2003 wird ein neuer Replikationsmechanismus für mehrwertige, verknüpfte Attribute eingeführt, der als LVR (Linked-Value-Replikation) bezeichnet wird. Statt die gesamte Gruppe in einem einzigen Replikationsvorgang zu replizieren, repliziert LVR zum Beheben dieses Problems jedes einzelne Gruppenmitglied in einem separaten Replikationsvorgang. LVR wird aktiviert, wenn die Gesamtstrukturfunktionsebene auf die Windows Server 2003-Interimebene oder Windows Server 2003-Gesamtstrukturebene heraufgestuft wird. Auf dieser Funktionsebene wird LVR dazu verwendet, Gruppen zwischen Windows Server 2003-Domänencontrollern zu replizieren. EigenschaftenArtikel-ID: 322692 - Geändert am: Freitag, 14. Mai 2010 - Version: 16.0 Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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