So konfigurieren Sie DNS für den Internetzugang in Windows Server 2003

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie bei Betriebssystemen der Windows Server 2003-Produktfamilie DNS (Domain Name System) für den Internetzugang konfiguriert wird. Bei DNS (Domain Name System) handelt es sich um das im Internet hauptsächlich eingesetzte Verfahren zur Namensauflösung. DNS übernimmt die Auflösung zwischen Hostnamen und Internetadressen.

Beginnen mit einem eigenständigen Server unter Windows Server 2003

Der eigenständige Server mit Windows Server 2003 übernimmt in Ihrem Netzwerk die Rolle des DNS-Servers. Im ersten Schritt weisen Sie diesem Server eine statische IP-Adresse zu. DNS-Server dürfen keine dynamisch zugewiesenen IP-Adressen verwenden, da eine dynamische Adressenänderung möglicherweise die Clientverbindung zum DNS-Server unterbrechen könnte.

Schritt 1: Konfigurieren von TCP/IP

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Systemsteuerung, zeigen Sie auf Netzwerkverbindungen, und klicken Sie anschließend auf LAN-Verbindung.
  2. Klicken Sie auf Eigenschaften.
  3. Klicken Sie auf Internetprotokoll (TCP/IP) und anschließend auf Eigenschaften.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Allgemein.
  5. Klicken Sie auf Folgende IP-Adresse verwenden, und geben Sie dann die IP-Adresse, die Subnetzmaske und die Adresse des Standardgateways in den entsprechenden Feldern ein.
  6. Klicken Sie auf Erweitert und anschließend auf die Registerkarte DNS.
  7. Klicken Sie auf Primäre und verbindungsspezifische DNS-Suffixe anhängen.
  8. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Übergeordnete Suffixe des primären DNS-Suffixes anhängen.
  9. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Adressen dieser Verbindung in DNS registrieren.

    Beachten Sie, dass auf DNS-Servern unter Windows Server 2003 die eigene Adresse als DNS-Server konfiguriert sein muss. Wenn für diesen Server die Notwendigkeit besteht, Namen über den Internetdienstanbieter aufzulösen, muss eine Weiterleitung konfiguriert werden. Weiterleitungen werden im Abschnitt Konfigurieren von Weiterleitungen beschrieben.
  10. Klicken Sie dreimal hintereinander auf OK.

    Hinweis: Wenn eine Warnmeldung vom DNS-Cacheauflösungsdienst angezeigt wird, klicken Sie auf OK. Sie können die Meldung ignorieren. Der Cacheauflösungsdienst versucht, eine Verbindung zum DNS-Server herzustellen, die Serverkonfiguration ist jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen.

Schritt 2: Installieren des Microsoft DNS-Servers

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Systemsteuerung, und klicken Sie anschließend auf Software.
  2. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen.
  3. Klicken Sie in der Liste Komponenten auf Netzwerkdienste (aber aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht), und klicken Sie anschließend auf Details.
  4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen DNS-Server (Domain Name System), und klicken Sie auf OK.
  5. Klicken Sie auf Weiter.
  6. Legen Sie die Windows Server 2003-CD in das CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk Ihres Computers ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  7. Klicken Sie auf der Seite Fertigstellen des Assistenten auf Fertig stellen, wenn Setup abgeschlossen ist.
  8. Klicken Sie auf Schließen, um das Fenster Software zu schließen.

Schritt 3: Konfigurieren des DNS-Servers

Gehen Sie wie folgt vor, um DNS in der Microsoft Management Console (MMC) mit dem DNS-Snap-In zu konfigurieren:
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Programme, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf DNS.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Forward-Lookupzonen, und klicken Sie anschließend auf Neue Zone.
  3. Wenn der Assistent zum Erstellen neuer Zonen gestartet wurde, klicken Sie auf Weiter.

    Sie werden dazu aufgefordert, einen Zonentyp einzugeben. Es stehen Ihnen folgende Zonentypen zur Auswahl:

    • Primäre Zone: Erstellt eine Kopie einer Zone, die direkt auf diesem Server aktualisiert werden kann. Die Zoneninformationen werden in einer Textdatei mit der Endung ".dns" gespeichert.
    • Sekundäre Zone: Eine sekundäre Standardzone kopiert alle Informationen vom Master-DNS-Server. Als Master-DNS-Server kann eine Active Directory-, eine primäre oder eine sekundäre Zone definiert sein, die für Zonentransfer konfiguriert wurde. Beachten Sie, dass die Zonendaten auf dem sekundären DNS-Server nicht geändert werden können. Alle Daten werden vom entsprechenden Master-DNS-Server kopiert.
    • Stubzone: Eine Stubzone enthält nur die Ressourceneinträge, die zur Identifizierung des autorisierenden DNS-Servers dieser Zone erforderlich sind. Zu diesen Ressourceneinträgen gehören NS- (Name Server), SOA- (Start of Authority) und möglicherweise A-Einträge ("Glue Host").
    Es gibt auch die Möglichkeit, die Zone in Active Directory zu speichern. Diese Möglichkeit besteht nur, wenn der DNS-Server ein Domänencontroller ist.
  4. Die neue Forward-Lookupzone muss als primäre oder Active Directory-integrierte Zone definiert sein, so dass dynamische Aktualisierungen ausgeführt werden können. Klicken Sie auf Primär und anschließend auf Weiter.
  5. Die neue Zone enthält die Suchdatensätze für diese Active Directory-basierte Domäne. Der Zonenname muss dem Namen der Active Directory-basierten Domäne entsprechen bzw. einen logischen DNS-Container für diesen Namen darstellen. Wenn der Name der Active Directory- basierten Domäne beispielsweise "support.microsoft.com" lautet, wird als gültiger Zonenname ausschließlich der Name "support.microsoft.com" akzeptiert.

    Übernehmen Sie den Standardnamen für die neue Zonendatei. Klicken Sie auf Weiter.

    HINWEIS: Administratoren mit Erfahrung in der Verwaltung von DNS möchten möglicherweise eine Reverse-Lookupzone erstellen. In diesem Fall sollten die entsprechenden Funktionen des Assistenten verwendet werden. Ein DNS-Server kann zwei grundlegende Anforderungen bearbeiten: Forward-Lookups und Reverse-Lookups. Der Forward-Lookup ist der häufiger verwendete Anforderungstyp. Bei einem Forward-Lookup wird ein Hostname mittels eines A-Eintrags oder Hostressourceneintrags zu einer IP-Adresse aufgelöst. Bei einem Reverse-Lookup wird eine IP-Adresse über einen PTR- oder Zeigerressourceneintrag zu einem Hostnamen aufgelöst. Wenn Sie Ihre Reverse-DNS-Zonen konfiguriert haben, können Sie beim Erstellen der ursprünglichen Forward-Einträge automatisch Reverse-Einträge erstellen.

Entfernen der DNS-Stammzone

Ein DNS-Server mit Windows Server 2003 führt bei der Namensauflösung eine bestimmte Abfolge von Schritten aus. Zunächst befragt der DNS-Server den Cache, dann werden die Zoneneinträge überprüft, anschließend werden Anforderungen an die Weiterleitungen gesendet, und schließlich wird unter Verwendung von Stammservern die Auflösung vorgenommen.

Standardmäßig stellt ein Microsoft DNS-Server eine Verbindung zum Internet her, um die DNS-Anforderungen mithilfe von Stammhinweisen weiter zu bearbeiten. Bei der Verwendung des Dcpromo-Tools für eine Heraufstufung von einem Server zu einem Domänencontroller ist DNS erforderlich. Wenn Sie im Verlauf des Heraufstufungsvorgangs DNS installieren, wird eine Stammzone erstellt. An dieser Angabe der Stammzone erkennt Ihr DNS-Server, dass es sich um einen Stamm-Internetserver handelt. Daher verwendet der DNS-Server bei der Namensauflösung keine Weiterleitungen oder Stammhinweise.

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf DNS.
  2. Blenden Sie den Knoten Servername ein, wobei Servername für den Namen des jeweiligen Servers steht, klicken Sie auf Eigenschaften, und blenden Sie dann den Knoten Forward-Lookupzonen ein.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zone ".", und klicken Sie dann auf Entfernen.

Konfigurieren von Weiterleitungen

Mit Windows Server 2003 können Sie die Vorteile von DNS-Weiterleitungen nutzen. Mit Hilfe dieser Funktion werden DNS-Anforderungen an externe Server weitergeleitet. Wenn ein DNS-Server keinen Ressourceneintrag in den eigenen Zonen finden kann, kann die Anforderung an einen anderen DNS-Server weitergeleitet werden, um einen zusätzlichen Auflösungsvorgang auszuführen. Eine häufig angewendete Methode besteht beispielsweise darin, Weiterleitungen an die DNS-Server Ihres Internetdienstanbieters zu konfigurieren.
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf DNS.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Servername, wobei Servername für den Namen des jeweiligen Servers steht, und klicken Sie danach auf die Registerkarte Weiterleitungen.
  3. Klicken Sie in der Liste DNS-Domäne auf eine DNS-Domäne. Sie können auch auf Neu klicken, im Feld DNS-Domäne den Namen der DNS-Domäne eingeben, für die Anforderungen weitergeleitet werden sollen, und dann auf OK klicken.
  4. Geben Sie im Feld Weiterleitungs-IP-Adressliste der gewählten Domänen die IP-Adresse des ersten DNS-Servers ein, an den weitergeleitet werden soll, und klicken Sie dann auf Hinzufügen.
  5. Wiederholen Sie Schritt 4, um alle DNS-Server hinzuzufügen, an die eine Weiterleitung erfolgen soll.
  6. Klicken Sie auf OK.

Konfigurieren der Stammhinweise

Windows kann DNS-Stammhinweise verarbeiten. Die Ressourceneinträge für die Stammhinweise können sowohl in Active Directory als auch in einer Textdatei gespeichert werden ("%SystemRoot%\System32\DNS\Cache.dns"). Windows verwendet den standardmäßigen Internic-Stammserver. Wenn ein Server mit Windows Server 2003 einen Stammserver befragt, bezieht er von diesem die aktuelle Stammserverliste.
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf DNS.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Servername, wobei Servername für den Namen des jeweiligen Servers steht, und klicken Sie danach auf Eigenschaften.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Stammhinweise. Die Stammserver des DNS-Servers sind in der Liste Namenserver aufgeführt.

    Wenn die Registerkarte Stammhinweise nicht verfügbar ist, ist der Server immer noch selbst als Stammserver konfiguriert. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Entfernen der DNS-Stammzone weiter oben in diesem Artikel. Möglicherweise müssen Sie benutzerdefinierte Stammhinweise verwenden, die von den standardmäßig konfigurierten abweichen. Eine Konfiguration, bei der der Server die Stammhinweise von sich selbst bezieht, ist jedoch immer ungültig. Ändern Sie die Stammhinweise daher nicht. Falls die Stammhinweise fehlerhaft sind und erneuert werden müssen, finden Sie weitere Informationen in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    237675 Einrichten von DNS für Active Directory

Konfigurieren von DNS hinter einer Firewall

Bei Verwendung von Proxys und NAT (Network Address Translation - Netzwerkadressübersetzung) kann der Zugriff auf TCP/IP-Ports eingeschränkt sein. DNS verwendet UDP-Port 53 und TCP-Port 53. Die Verwaltungskonsole des DNS-Diensts verwendet zusätzlich RCP. RCP verwendet Port 135. Beim Konfigurieren von DNS in Verbindung mit Firewalls können demnach Probleme auftreten.

Informationsquellen

Weitere Informationen zum Integrieren einer DNS-Infrastruktur bei aktiviertem Active Directory in Windows Server 2003 finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
323418 Integrieren von DNS in eine vorhandene DNS-Infrastruktur, wenn Active Directory in Windows Server 2003 aktiviert ist
Weitere Informationen zum Integrieren eines neuen DNS-Servers in eine vorhandene DNS-Infrastruktur in Windows Server 2003 finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
323417 Integrieren von Windows Server 2003 DNS in eine vorhandenen DNS-Infrastruktur in Windows Server 2003
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
816567 Problembehandlung der DNS-Namensauflösung im Internet in Windows Server 2003
249868 Ersetzen von Stammhinweisen mit der Datei "Cache.dns"
Hinweis Dies ist ein Artikel, der im Schnellverfahren direkt von der Microsoft-Supportorganisation erstellt wurde. Die hierin enthaltenen Informationen werden als Reaktion auf neue Probleme wie besehen bereitgestellt. Da dieser Artikel im Schnellverfahren erstellt wurde, kann er Tippfehler enthalten und zu einem späteren Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung überarbeitet werden. Weitere zu berücksichtigende Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Eigenschaften

Artikel-ID: 323380 - Geändert am: Mittwoch, 26. März 2014 - Version: 1.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Small Business Server 2003 Standard Edition
  • Microsoft Windows Small Business Server 2003 Premium Edition
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