Beschreibung der UPnP-Features in Windows XP (Universelles Plug & Play)

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Artikel-ID: 323713 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
323713 Description of Universal Plug and Play Features in Windows XP
In Artikel 262458 wird dieses Thema für Microsoft Windows Millennium Edition behandelt.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Universelles Plug&Play (UPnP) ist eine Architektur in Windows XP, die Peer-to-Peer-Plug&Play-Funktionalität für Netzwerkgeräte bereitstellt. Die UPnP-Spezifikation soll die Installation und Verwaltung von Geräten und Netzwerkdiensten vereinfachen. UPnP ermöglicht die Erkennung und Überwachung von Geräten und Diensten durch treiberlose, auf Standards basierende Protokollmechanismen. UPnP-Geräte können die Netzwerkadressierung automatisch konfigurieren, können sich selbst in einem Netzwerk-Subnetz zu erkennen geben und ermöglichen den Austausch von Geräte- und Dienstbeschreibungen. Ein Windows XP-Computer kann als UPnP-Steuerungspunkt fungieren, um die Geräte über eine Web- oder Programmschnittstelle zu identifizieren und zu steuern.

Sie können die UPnP-Unterstützung in Windows XP über die Option Software in der Systemsteuerung hinzufügen. Wenn die Unterstützung für UPnP installiert ist und im Netzwerk ein UPnP-Gerät hinzugefügt wird, fungiert der Windows-Computer als Steuerungspunkt für dieses Gerät, und in der Taskleiste wird angezeigt, dass ein neues Gerät zur Verfügung steht.

Weitere Informationen

Die folgende Liste definiert die wichtigsten UPnP-Begriffe:
  • Maßnahme: Befehl, der einen Dienst dazu veranlasst, eine Funktion auszuführen.
  • Steuerungspunkt (Control Point): Software, die Beschreibungen von UPnP-Diensten und -Geräten bereitstellt, Aktionen an Dienste sendet und Ereignisse von Diensten empfängt.
  • Gerät (Device): Containerobjekt für einen oder mehrere Dienste, unabhängig davon, ob es sich um ein physisches Gerät (wie z. B. einen Camcorder) oder ein logisches Gerät (wie z. B. einen Computer, der als Camcorder fungiert) handelt.
  • Ereignis (Event): Nachricht von einem Gerät an einen Steuerungspunkt, um abonnierte Steuerungspunkte über den aktuellen Status des Geräts zu informieren.
  • Dienst (Service): Funktionalität eines Geräts, die mithilfe von Steuerungspunkten gesteuert werden kann.
  • Abonnement (Subscription): Beziehung zwischen einem Steuerungspunkt und einem Dienst.
An der UPnP-Funktionalität sind fünf Prozesse beteiligt:
  • Suche (Discovery): Ein UPnP-Gerät gibt sich in einem Netzwerk anderen Geräten und Steuerungspunkten zu erkennen und verwendet hierzu das Simple Service Discovery Protocol (SSDP). Ein neu hinzugefügter Steuerungspunkt verwendet SSDP, um UPnP-Geräte im Netzwerk zu erkennen. Die Informationen, die zwischen dem Gerät und dem Steuerungspunkt ausgetauscht werden, beschränken sich auf Suchnachrichten, die grundlegende Informationen über die Geräte und ihre Dienste enthalten. Des Weiteren wird ein Beschreibungs-URL übermittelt, mit dem weitere Informationen über das Gerät gewonnen werden können.
  • Beschreibung: Anhand des im Suchprozess bereitgestellten URL erhält ein Steuerungspunkt Informationen über das Gerät (wie Marke, Modell und Seriennummer) im XML-Format. Zusätzlich kann der Beschreibungsprozess auch eine Liste mit eingebetteten Geräten, Diensten und URLs enthalten, mit deren Hilfe auf Features des Geräts zugegriffen werden kann.
  • Steuerung (Control): Steuerungspunkte verwenden URLs, die während des Beschreibungsprozesses bereitgestellt werden; mit ihrer Hilfe kann auf weitere XML-Informationen zugegriffen werden, die Aktionen (und die entsprechenden Parameter) beschreiben, auf die UPnP-Geräte und -Dienste reagieren. Steuerungsnachrichten sind in XML formatiert und verwenden SOAP.
  • Ereignismeldung (Eventing): Wenn ein Steuerungspunkt einen Dienst abonniert, sendet der Dienst Ereignismeldungen an den Steuerungspunkt, um den Steuerungspunkt über Änderungen des Gerätestatus zu informieren. Ereignismeldungen werden im XML-Format ausgetauscht und basieren auf der GENA (General Event Notification Architecture).
  • Präsentation (Presentation): Wenn ein UPnP-Gerät einen Präsentations-URL liefert, kann mit einem Browser auf Features zur Schnittstellensteuerung, Dienst- oder Geräteinformationen oder sonstige vom Hersteller implementierte gerätespezifische Funktionalität zugegriffen werden.
In Windows XP wird die UPnP-Funktionalität durch folgende Dateien und Dienste bereitgestellt:
  • UPnP
    Upnpcont.exe
    Unphost.dll - zum Hosting von UPnP-Geräten
    Unp.dll - die Haupt-UPnP-DLL
    Upnpui.dll - wird von Windows XP zur Erstellung der Schnittstelle verwendet
  • SSDP
    Sdpaip.dll - API-DLL (API = Application Programming Interface) für SSDP
    Sdpsrv.dll - wird für SSDP-Nachrichten als Host verwendet
  • Dienste: Der SSDP-Suchdienst ermöglicht die Erkennung von UPnP-Geräten in Ihrem Heimnetzwerk.
  • UPnP-Geräte-Host: Bietet Unterstützung für das Hosting von UPnP-Geräten.

Eigenschaften

Artikel-ID: 323713 - Geändert am: Samstag, 1. Dezember 2007 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional x64 Edition
Keywords: 
kbinfo kbhardware KB323713
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