Verwalten der SQL Server Desktop Engine (MSDE 2000) oder SQL Server 2005 Express Edition mithilfe des Dienstprogramms "Osql"

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
325003 How to manage the SQL Server Desktop Engine (MSDE 2000) or SQL Server 2005 Express Edition by using the osql utility
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Die SQL Server Desktop Engine (auch unter der Bezeichnung MSDE 2000 bekannt) hat keine eigene Benutzeroberfläche, weil sie hauptsächlich dafür konzipiert wurde, im Hintergrund ausgeführt zu werden. Die Interaktion zwischen Benutzer und MSDE 2000 erfolgt über das Programm, in das MSDE 2000 eingebettet ist. Das einzige Tool, das mit MSDE 2000 ausgeliefert wird, ist das Dienstprogramm osql. Die ausführbare Datei, "Sql.exe", befindet sich bei einer Standardinstanz von MSDE 2000 im Ordner "MSSQL\Binn". Hauptgegenstand dieses Artikels ist das Verwalten von MSDE 2000 mithilfe des Dienstprogramms osql.

Wenn Sie mit SQL Server 2005 arbeiten, können Sie mithilfe des Dienstprogramms osql auch SQL Server 2005 Express Edition verwalten. Diese Funktion wird jedoch in der zukünftigen Version von Microsoft SQL Server 2005 entfernt. Microsoft empfiehlt, diese Funktion nicht in der neuen Entwicklungsarbeit zu verwenden und darüber nachzudenken, Anwendungen, die gegenwärtig mit dieser Funktion arbeiten, zu modifizieren. Verwenden Sie stattdessen das Dienstprogramm "Sqlcmd". Weitere Informationen zur Verwendung des Dienstprogramms "Sqlcmd", finden Sie auf der folgenden Microsoft Developer Network (MSDN)-Website:
http://msdn2.microsoft.com/de-de/library/ms170207.aspx

Was ist Osql?

Das Dienstprogramm osql ist ein Microsoft Windows 32-Befehlszeilenprogramm, das Sie verwenden können, um Transact-SQL-Anweisungen und Skriptdateien auszuführen. Das Dienstprogramm osql verwendet die API (Application Programming Interface) der ODBC-Datenbank, um mit dem Server zu kommunizieren.

Wie wird Osql verwendet?

Typische Anwendungsbereiche des Dienstprogramms osql sind:
  • Interaktive Eingabe von Transact-SQL-Anweisungen durch den Benutzer in einer Art und Weise, die dem Arbeiten mit der Eingabeaufforderung ähnelt.
  • Absenden eines osql-Auftrags durch:
    • Festlegen und Ausführen einer einzelnen Transact-SQL-Anweisung.

      -oder-

    • Dadurch, dass sie das Dienstprogramm auf eine Skriptdatei verweisen lassen, die die Transact-SQL-Anweisungen enthält, die ausgeführt werden sollen

Interaktive Eingabe von Transact-SQL-Anweisungen

Geben Sie in die Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE], um eine Liste der Optionen für das Dienstprogramm osql anzeigen zu lassen (bei diesen Optionen ist die Groß- und Kleinschreibung zu beachten):

osql -?

Weitere Informationen zu den einzelnen Befehlszeilenoptionen für das Dienstprogramm osql finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um interaktiv Transact-SQL-Anweisungen einzugeben:

  1. Vergewissern Sie sich, dass MSDE 2000 ausgeführt wird.
  2. Bauen Sie eine Verbindung zu MSDE 2000 auf (weitere Informationen finden Sie im nachstehenden Abschnitt "Herstellen einer Verbindung zur SQL Server Desktop Engine (MSDE 2000)").
  3. In die osql-Eingabeaufforderung geben Sie die Transact-SQL-Anweisungen ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE]: Wenn Sie nach jeder eingegebenen Zeile jeweils die [EINGABETASTE] drücken, führt osql eine Zwischenspeicherung der in der Zeile enthaltenen Anweisungen durch.

    • Geben Sie "Go" ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE], um die aktuell zwischengespeicherten Anweisungen ausführen zu lassen.

    • Geben Sie jeden Transact-SQL-Befehl in einer separaten Zeile ein, um einen Batch von Transact-SQL-Anweisungen ausführen zu lassen. Geben Sie dann nach der letzten Zeile "Go" ein, um zu signalisieren, dass das Batchende erreicht ist und die aktuell zwischengespeicherten Anweisungen ausführen zu lassen.

    Die Ergebnisse werden im Konsolenfenster angezeigt.

  4. Geben Sie den Befehl "QUIT" oder "EXIT" ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE], um osql zu beenden.

Absenden eines Osql-Auftrags

In der Regel verwenden Sie eine von zwei Möglichkeiten, um einen osql-Auftrag abzusenden. Sie können entweder:
  • Eine einzelne Transact-SQL-Anweisung festlegen.

    -oder-

  • Das Dienstprogramm auf eine Skriptdatei verweisen lassen.
Nachstehend werden diese Methoden näher erklärt.

Festlegen einer einzelnen Transact-SQL-Anweisung

Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Transact-SQL-Anweisung für die lokale Standardinstanz von MSDE 2000 auszuführen: Geben Sie einen Befehl etwa folgender Art ein:

osql -E -q "Transact-SQL statement"

Dabei gilt

  • -E bewirkt die Verwendung der Microsoft Windows NT-Authentifizierung.

    -und-

  • -q bewirkt die Ausführung der Transact-SQL-Anweisung, osql wird jedoch nicht beendet, wenn die Verarbeitung der Abfrage abgeschlossen ist.
Verwenden Sie die Befehlszeilenoption -Q an Stelle von -q, um die Transact-SQL-Anweisung ausführen und osql beenden zu lassen.

Lassen Sie das Dienstprogramm auf eine Skriptdatei verweisen

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Dienstprogramm auf eine Skriptdatei verweisen zu lassen:
  1. Erstellen Sie eine Skriptdatei, die mehrere Transact-SQL-Anweisungen enthält (zum Beispiel mit dem Namen "myQueries.sql").
  2. Geben Sie in eine Eingabeaufforderung einen Befehl ein, der dem folgenden ähnelt, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE]:

    osql -E -i Eingabedatei

    Dabei steht

    Eingabedatei für den vollständigen Pfad zu der Skriptdatei. Ist beispielsweise die Skriptdatei "myQueries.sql" im Ordner "C:\Queries" gespeichert, ersetzen Sie den Parameter Eingabedatei durch C:\Queries\myQueries.sql.

    Die Ergebnisse der Skriptdatei werden im Konsolenfenster angezeigt. Wenn Sie die Ergebnisse in eine Datei umleiten möchten, fügen Sie dem vorstehend genannten Befehl das Argument -oAusgabedatei hinzu. Beispiel:

    osql -E -i Eingabedatei -o Ausgabedatei

    dabei steht

    Ausgabedatei für den vollständigen Pfad zu der Datei, in der Sie die Ergebnisse speichern lassen möchten.

    Fügen Sie dem zuvor aufgeführten Befehl die Option -n hinzu, um die Symbole für Nummerierung und Eingabeaufforderungen aus der Ausgabedatei zu entfernen. Beispiel:

    osql -E -i Eingabedatei -o Ausgabedatei -n

Herstellen einer Verbindung zur SQL Server Desktop Engine (MSDE 2000)

Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Verbindung zu MSDE 2000 herzustellen:
  1. Vergewissern Sie sich, dass MSDE 2000 ausgeführt wird.
  2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung auf dem Computer, auf dem sich die Instanz von MSDE 2000 befindet, zu der Sie eine Verbindung herstellen möchten.
  3. Geben Sie den folgenden Befehl ein, und drücken Sie danach die [EINGABETASTE]:

    osql -E

    Dadurch werden Sie unter Verwendung der Windows-Authentifizierung mit der lokalen Standardinstanz von MSDE 2000 verbunden.

    Geben Sie folgenden Befehl ein, um eine Verbindung zu einer benannten Instanz von MSDE 2000 herzustellen:

    osql -E -S Servername\Instanzname

    Falls Ihnen die folgende Fehlermeldung angezeigt wird, wird MSDE 2000 entweder nicht ausgeführt, oder Sie haben einen falschen Namen für die installierte benannte Instanz von MSDE 2000 eingegeben:
    [Shared Memory]SQL Server ist nicht vorhanden, oder der Zugriff wurde verweigert.
    [Shared Memory]ConnectionOpen (Connect()).
    Wenn die Verbindung zu dem Server erfolgreich hergestellt werden konnte, wird Folgendes angezeigt:

       1>
    						
    Dieses Symbol weist darauf hin, dass osql gestartet wurde. Sie können jetzt interaktiv Transact-SQL-Anweisungen eingeben. Die Ergebnisse werden dann in der Eingabeaufforderung angezeigt.

MSDE 2000 verwalten

Die verbleibenden Abschnitte dieses Artikels enthalten eine kurze Beschreibung der Transact-SQL-Befehle, die bei der Verwaltung von MSDE 2000 am häufigsten verwendet werden.

Erstellen einer neuen Anmeldung

Ein Benutzer kann nur dann eine Verbindung zu SQL Server herstellen, wenn er einen gültigen Benutzernamen eingibt. Die gespeicherte Prozedur sp_grantlogin wird verwendet, um ein Microsoft Windows-Netzwerkkonto (entweder ein Gruppenkonto oder ein Benutzerkonto) als SQL Server-Benutzername für den Aufbau einer Verbindung zu einer Instanz von SQL Server unter Verwendung der Windows-Authentifizierung zu autorisieren. Durch den folgenden Code wird einem Windows NT-Benutzer mit dem Namen "Corporate\Test" erlaubt, eine Verbindung zu einer SQL Server-Instanz herzustellen:
EXEC sp_grantlogin 'Corporate\Test'
				
Nur Mitglieder der festen Serverrollen sysadmin oder securityadmin sind berechtigt, die gespeicherte Prozedur sp_grantlogin auszuführen. Weitere Informationen zu verschiedenen Rollen finden Sie unter dem Thema "Roles, SQL Server Architecture" (Rollen, SQL Server-Architektur) in der SQL Server-Onlinedokumentation. Weitere Informationen zu der gespeicherten Prozedur sp_grantlogin finden Sie unter dem Thema "sp_grantlogin, Transact-SQL Reference" (sp_grantlogin, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Die gespeicherte Prozedur sp_addlogin wird eingesetzt, um ein neues Anmeldekonto für SQL Server-Verbindungen zu erstellen, bei denen die SQL Server-Authentifizierung verwendet wird. Durch den folgenden Code wird ein SQL Server-Anmeldekonto für einen Benutzer mit dem Namen "test" und dem Kennwort "hello" erstellt:
EXEC sp_addlogin 'test','hello'
				
Nur Mitglieder der festen Serverrollen sysadmin und securityadmin sind berechtigt, die gespeicherte Prozedur sp_addlogin auszuführen. Weitere Informationen zu der gespeicherten Prozedur sp_addlogin finden Sie unter dem Thema "sp_addlogin, Transact-SQL Reference" (sp_addlogin, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Zugriff auf eine Datenbank

Nachdem Benutzer eine Verbindung zu einer Instanz von SQL Server hergestellt haben, können sie erst dann Aktionen in der Datenbank ausführen, wenn ihnen der Datenbankbesitzer (DBO) den Zugriff auf die Datenbank gestattet. Sie können die gespeicherte Prozedur sp_grantdbaccess verwenden, um der aktuellen Datenbank ein Sicherheitskonto für einen neuen Benutzer hinzuzufügen. Das folgende Codebeispiel fügt der aktuellen Datenbank ein Konto für einen Microsoft Windows NT-Benutzer mit dem Namen "Corporate\BobJ" hinzu, und gibt diesem Konto den Namen "Bob":
EXEC sp_grantdbaccess 'Corporate\BobJ', 'Bob'
				

Die gespeicherte Prozedur sp_adduser erfüllt die gleiche Funktion wie die gespeicherte Prozedur sp_grantdbaccess. Da die gespeicherte Prozedur sp_adduser nur aus Gründen der Abwärtskompatibilität Bestandteil des Programms ist, empfiehlt Microsoft, die gespeicherte Prozedur sp_grantdbacess zu verwenden.

Nur Mitglieder der festen Serverrolle sysadmin sowie der festen Datenbankrollen db_accessadmin und db_owner sind berechtigt, die gespeicherte Prozedur sp_grantdbaccess auszuführen. Weitere Informationen zu der gespeicherten Prozedur sp_grantdbaccess finden Sie unter dem Thema "sp_grantdbaccess, Transact-SQL Reference" (sp_grantdbaccess, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Kennwort für eine Anmeldung ändern

Verwenden Sie die gespeicherte Prozedur sp_password, um das Kennwort für eine Anmeldung zu ändern. Durch den folgenden Code wird das Kennwort für die Anmeldung "test" von "ok" zu "hello" geändert:
EXEC sp_password 'ok', 'hello','test'
				

Die Ausführungsberechtigungen entsprechen standardmäßig der public-Rolle für den Benutzer, der das Kennwort für seine Anmeldung ändert. Nur Mitglieder der festen Serverrolle sysadmin können das Kennwort für die Anmeldung eines anderen Benutzers ändern. Weitere Informationen zu der gespeicherten Prozedur sp_password finden Sie unter dem Thema "sp_password, Transact-SQL Reference" (sp_password, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Erstellen einer Datenbank

Eine MSDE 2000-Datenbank besteht aus einer Sammlung von Tabellen, die Daten und sonstige Objekte enthalten, wie zum Beispiel Ansichten, Indizes, gespeicherte Prozeduren und Trigger, die definiert wurden, um die mit den Daten ausgeführten Aktivitäten zu unterstützen. Verwenden Sie den Transact-SQL-Befehl "CREATE DATABASE", um eine MSDE 2000-Datenbank zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation unter dem Thema "Creating a Database" (Erstellen einer Datenbank).

Der folgende Beispielcode erstellt eine Datenbank mit dem Namen Test. Da dem Befehl keine weiteren Parameter beigefügt sind, wird die Datenbank Test die gleiche Größe haben wie die model-Datenbank:
CREATE DATABASE Test
				
Über die Berechtigung CREATE DATABASE (Datenbank erstellen) verfügen standardmäßig nur Mitglieder der festen Serverrollen sysadmin und dbcreator. Weitere Informationen zu dem Befehl "CREATE DATABASE" finden Sie unter dem Thema "CREATE DATABASE, Transact-SQL Reference" (CREATE DATABASE, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Verwenden Sie den Transact-SQL-Befehl "CREATE", um ein neues Datenbankobjekt zu erstellen. Verwenden Sie zum Beispiel den Transact-SQL-Befehl "CREATE TABLE", um eine neue Tabelle zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation.

Datenbanken sichern und wiederherstellen

Die Sicherungs- und Wiederherstellungskomponente von SQL Server bietet einen guten Schutz gegen den Verlust wichtiger Daten, die in SQL Server-Datenbanken gespeichert sind.

Bei entsprechender Planung ist nach vielerlei Fehlfunktionen die Möglichkeit einer Wiederherstellung gegeben; zum Beispiel bei:
  • Fehlerhaften Speichermedien.
  • Benutzerfehlern.
  • Dauerhaftem Ausfall eines Servers.
Außerdem ist das Sichern und Wiederherstellen von Datenbanken auch zu anderen Zwecken äußerst nützlich. Zum Beispiel wenn Sie eine Datenbank von einem Server auf einen anderen kopieren möchten. Indem Sie eine Datenbank auf einem Computer sichern und dann auf einem anderen wiederherstellen, können Sie schnell und einfach eine Kopie einer Datenbank erstellen.

Weitere Informationen finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation unter dem Thema "Backing Up and Restoring Databases" (Sichern und Wiederherstellen von Datenbanken).

Der folgende Beispielcode führt eine vollständige Sicherung für eine Datenbank mit dem Namen mydb aus, gibt der Sicherungskopie den Namen "Mydb.bak", und speichert die Sicherungskopie dann im Ordner "C:\Msde\Backup":

BACKUP DATABASE mydb TO DISK = 'C:\MSDE\Backup\mydb.bak'
				

Der folgende Beispielcode führt eine vollständige Protokollsicherung für eine Datenbank mit dem Namen mydb aus, gibt der Sicherungskopie den Namen "Mydb_log.bak", und speichert die Sicherungskopie dann im Ordner "C:\Msde\Backup":

BACKUP LOG mydb TO DISK = 'C:\MSDE\Backup\mydb_log.bak'
				

Über die Berechtigungen BACKUP DATABASE (Datenbank sichern) und BACKUP LOG (Protokoll sichern) verfügen standardmäßig nur Mitglieder der festen Serverrollen sysadmin sowie der festen Datenbankrollen db_owner und db_backupoperator. Weitere Informationen zu dem Befehl "BACKUP" finden Sie unter dem Thema "BACKUP, Transact-SQL Reference" (BACKUP, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.


MSDE beinhaltet den Dienst SQL Server-Agent zum Verwalten geplanter Aufträge. Sie können zum Beispiel einen Transact-SQL-Sicherungsauftrag erstellen und einplanen. Der Dienst "SQL Server-Agent" verwaltet die Planung von Aufträgen. Weitere Informationen zur Verwendung der diversen gespeicherten Prozeduren von MSDE 2000 zum Erstellen und Einplanen einer Sicherung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
241397Sichern einer Microsoft Data Engine-Datenbank mithilfe von Transact-SQL
Weitere Informationen zu dem Dienst "SQL Server-Agent "finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation unter dem Thema "SQL Server Agent Service" (SQL Server Agent-Dienst).

Das Erstellen einer Sicherungskopie der Datenbank ist jedoch nur eine Hälfte des Prozesses. Sie müssen auch wissen, wie Sie die Datenbank aus einer Sicherungskopie wiederherstellen können. Das folgende Codebeispiel stellt eine Datenbank mit dem Namen mydb aus der Sicherungsdatei "C:\Msde\Backup\Mydb.bak" wieder her:

RESTORE DATABASE mydb FROM DISK ='C:\MSDE\Backup\mydb.bak'
				
Falls die Datenbank, die wiederhergestellt werden soll, nicht existiert, muss der Benutzer über die Berechtigung CREATE DATABASE (Datenbank erstellen) verfügen, um die RESTORE-Anweisung ausführen zu können. Falls die Datenbank existiert, sind die RESTORE-Berechtigungen standardmäßig den Mitgliedern der festen Serverrollen sysadmin und dbcreator und dem Besitzer der Datenbank (dbo) zugewiesen. Weitere Informationen zu dem Befehl "RESTORE" finden Sie unter dem Thema "RESTORE, Transact-SQL Reference" (RESTORE, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Anfügen und Trennen einer Datenbank

Die Daten und Transaktionsprotokolldateien einer Datenbank können getrennt und dann einem anderen Server oder wieder demselben Server angefügt werden. Durch das Trennen einer Datenbank wird diese zwar aus SQL Server entfernt, sie bleibt jedoch in Bezug auf die Daten und Transaktionsprotokolldateien, aus denen sich die Datenbank zusammensetzt, intakt. Sie können dann diese Daten und Transaktionsprotokolldateien verwenden, um die Datenbank einer beliebigen Instanz von SQL Server anzufügen (auch dem Server, von dem die Datenbank ursprünglich getrennt wurde). So ist die Datenbank exakt in dem Zustand wieder verfügbar, in dem sie sich zum Zeitpunkt der Trennung befand. Weitere Informationen finden Sie unter dem Thema "Attaching and Detaching a Database" (Anfügen und Trennen einer Datenbank) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Das folgende Codebeispiel trennt eine Datenbank mit dem Namen mydb von der aktuellen SQL-Server-Instanz:
EXEC sp_detach_db 'mydb'
				
Nur Mitglieder der festen Serverrolle sysadmin sind berechtigt, die gespeicherte Prozedur sp_detach_db auszuführen. Weitere Informationen zu der gespeicherten Prozedur sp_detach_db finden Sie unter dem Thema "sp_detach_db, Transact-SQL Reference" (sp_detach_db, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Durch das folgende Codebeispiel werden zwei Dateien aus einer Datenbank mit dem Namen mydb der aktuellen SQL-Server-Instanz angefügt:
EXEC sp_attach_db @dbname = N'mydb', 
   @filename1 = N'C:\MSDE\Backup\mydb.mdf', 
   @filename2 = N'C:\MSDE\Backup\mydb.ldf'
				
Der Großbuchstabe N wird als Präfix einer Unicode-Zeichenfolgenkonstante verwendet. Das Präfix "N" steht im SQL-92-Standard für "National Language" (Landessprache). Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
239530Sie müssen vor jeder Unicode-Zeichenfolge mit einem Präfix N stehen, wenn Sie mit Uni-Code-Zeichenfolge-Konstanten in SQL Server umgehen
Nur Mitglieder der festen Serverrollen sysadmin und dbcreator sind berechtigt, diese Prozedur auszuführen. Weitere Informationen zu der gespeicherten Prozedur sp_attach_db finden Sie unter dem Thema "sp_attach_db, Transact-SQL Reference" (sp_attach_db, Transact-SQL-Referenz) in der Onlinedokumentation zu SQL Server.

Die folgenden Informationen zur Verwendung des Dienstprogramms osql gelten auch für alle Editionen von Microsoft SQL Server 2000.

Informationsquellen

Die neueste Version der SQL Server 2000-Onlinedokumentation können Sie von der folgenden Microsoft-Website herunterladen:
http://www.microsoft.com/sql/techinfo/books.mspx
Die neueste Version der SQL Server 7.0-Onlinedokumentation können Sie von der folgenden Microsoft-Website herunterladen:
http://download.microsoft.com/download/SQL70/File/2/Win98/En-US/SQLBOL.exe
Weitere Informationen zu MSDE 2000 finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
319930 SO WIRD'S GEMACHT: Verbinden mit der Microsoft Desktop Engine (MSDE)
241397 Sichern einer Microsoft Data Engine-Datenbank mithilfe von Transact-SQL

Eigenschaften

Artikel-ID: 325003 - Geändert am: Mittwoch, 21. Februar 2007 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft SQL Server 2000 Desktop Engine (Windows)
  • Microsoft SQL Server 2000 Desktop Engine (MSDE) SP3a
Keywords: 
kbdownload kbhowtomaster KB325003
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