Verwenden des Remoteinstallationsdienstes zur Installation von Windows 2003 auf Remotecomputern

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
325862 How To Use Remote Installation Service to Install Windows Server 2003 on Remote Computers
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie den Remoteinstallationsdienst (Remote Installation Service/RIS) verwenden können, um Windows Server 2003 auf Remotecomputern zu installieren.

RIS ermöglicht die Remoteeinrichtung neuer Microsoft Windows Server 2003-Computer unter Verwendung eines im Netzwerk freigegebenen Remoteinstallationsdienste-Ordners (RIS-Ordners) als Quelle für die Windows Server 2003-Dateien. Sie können Betriebssysteme auf Clientcomputern installieren, die remote gestartet werden können. Clientcomputer werden mit dem Netzwerk verbunden und dann mit einem PXE-fähigen (PXE = Pre-Boot eXecution Environment) Netzwerkadapter oder einer Remotestartdiskette gestartet. Der Client meldet sich dann mit einem gültigen Benutzerkonto an.

Hardwarevoraussetzungen für den Remoteinstallationsdienst (RIS)

Für die Hardware des RIS-Servers gelten die folgenden Mindestvoraussetzungen:
  • Der Server muss die minimalen Hardwarevoraussetzungen erfüllen, die für die jeweils installierte Version von Windows Server 2003 gelten.
  • Laufwerk mit 4 Gigabyte (GB) freiem Speicher für die RIS-Verzeichnisstruktur auf dem RIS-Server.
  • Netzwerkkarte mit 10 oder 100 Mbit/s, die TCP/IP unterstützt. (Vorzugsweise 100 Mbit/s)

    Hinweis: Reservieren Sie eine ganze Festplatte oder Partition ausschließlich für die RIS-Verzeichnisstruktur. Bevorzugt werden SCSI-basierte Festplattencontroller und Festplatten.

    Das Laufwerk auf dem Server, auf dem RIS installiert werden soll, muss mit dem NTFS-Dateisystem formatiert sein. RIS erfordert eine erhebliche Menge Speicherplatz auf der Festplatte und kann nicht auf dem gleichen Laufwerk oder in der gleichen Partition wie Windows Server 2003 installiert werden. Stellen Sie sicher, dass auf dem entsprechenden Laufwerk genügend freier Speicherplatz für mindestens einen vollständigen Satz der Dateien des Betriebssystems zur Verfügung steht, das Sie remote installieren möchten.

Anforderungen an die Client-Hardware

Für die Hardware des RIS-Clientcomputers gelten die folgenden Mindestvoraussetzungen:
  • Sie muss die Hardwarevoraussetzungen erfüllen, die für das jeweilige Betriebssystem gelten.
  • DHCP-basierte PXE-Start-ROM-Version 1.00 oder höher, oder ein von der RIS-Startdiskette unterstützter Netzwerkadapter.

    Hinweis: Wenden Sie sich immer an den Hersteller Ihres Netzwerkadapters, um jeweils die neueste DHCP-basierte PXE-Start-ROM-Version zu erhalten.

Softwareanforderungen

Diverse Netzwerkdienste müssen aktiv und für RIS verfügbar sein. Sie können die folgenden Dienste entweder auf dem RIS-Server oder auf anderen Servern installieren, die im Netzwerk verfügbar sind:
  • Domain Name System (DNS-Dienst)
  • DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
  • Active Directory-Verzeichnisdienst

Voraussetzungen für Clientinstallationen

Stellen Sie sicher, dass der Netzwerkadapter des Clientcomputers im System-BIOS als primäres Startgerät festgelegt wurde. Wenn der Netzwerkadapter als primäres Startgerät konfiguriert ist, fordert der Client den Start des Netzwerkdienstes beim RIS-Server im Netzwerk an, wenn der Client gestartet wird. Nachdem der Client die Verbindung zum RIS-Server hergestellt hat, fordert dieser den Benutzer des Clientcomputers auf, die Taste [F12] zu drücken, um den Clientinstallations-Assistenten zu downloaden. Drücken Sie die Taste [F12] nur, wenn Sie eine neue Betriebssysteminstallation oder Zugriff auf Wartungs- und Problembehandlungstools benötigen.

Nachdem das Clientbetriebssystem mithilfe von RIS installiert wurde, können Sie die Aufforderung zum Drücken der Taste [F12] bei späteren Starts des Clientcomputers ignorieren. Zudem können Sie das BIOS des Clients so anpassen, dass das Diskettenlaufwerk, die Festplatte oder das CD-ROM-Laufwerk als primäres Startgerät konfiguriert sind.

Wenn Sie die Remotestartdiskette verwenden, um die Installation zu starten, müssen Sie diese einfach nur in das Diskettenlaufwerk einlegen und dann den Clientcomputer starten. Das Diskettenlaufwerk muss im Client-BIOS als primäres Startgerät festgelegt sein. Nachdem der Computer von der Diskette gestartet wurde, werden Sie aufgefordert, die Taste [F12] zu drücken, um den Netzwerkdienst zu starten. Sie müssen die Startdiskette aus dem Laufwerk nehmen, nachdem Sie die Taste [F12] gedrückt haben und bevor der Textmodusteil der Betriebssysteminstallation abgeschlossen ist.

Hinweis: Bei manchen Compaq-Computern müssen Sie eventuell während des Startvorgangs die Taste [F12] drücken. In diesem Fall müssen Sie die Taste [F12] zunächst auf dem Compaq-Startbildschirm und danach erneut drücken, wenn Sie durch den RIS-Server dazu aufgefordert werden.

Installieren von Windows Server 2003-RIS

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Systemsteuerung, und klicken Sie anschließend auf Software.
  2. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen oder entfernen.
  3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Remoteinstallationsdienste, und klicken Sie danach auf Weiter.

    Hinweis: Wenn Sie nach den Windows Server 2003-Installationsdateien gefragt werden, legen Sie die Windows Server 2003-CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerk ein, und klicken Sie dann auf OK. Danach wird Ihnen möglicherweise eine Meldung mit Optionen zum Aktualisieren des Betriebssystems angezeigt. Klicken Sie auf Nein.
  4. Klicken Sie auf Fertig stellen und anschließend auf Ja, um den Computer neu zu starten.

RIS einrichten

  1. Melden Sie sich als Benutzer mit administrativen Berechtigungen an.
  2. Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Ausführen, geben Sie risetup.exe ein, und klicken Sie dann auf OK, um den RIS-Setupassistenten zu starten.
  3. Wenn der Willkommensbildschirm angezeigt wird, klicken Sie auf Weiter.
  4. Geben Sie den Buchstaben des Laufwerks und den Ordner zur Speicherung der RIS-Dateien ein, und klicken Sie dann auf Weiter. Sie könnten zum Beispiel E:\RemoteInstall eingeben und dann auf Weiter klicken.
  5. Nachdem der RIS-Setupassistent die Dateien kopiert hat, werden Sie gefragt, ob Sie den RIS-Dienst aktivieren oder deaktivieren möchten. Die folgenden Optionen werden angeboten:
    • Auf Dienstanfragen von Clients antworten. Wenn Sie diese Option auswählen, wird RIS aktiviert und beantwortet Dienstanfragen von Clientcomputern.
    • Unbekannten Clients nicht antworten. Wenn Sie diese Option auswählen, werden nur die Anfragen bekannter Clientcomputer durch RIS beantwortet.
  6. Klicken Sie auf die Option Auf Dienstanfragen von Clients antworten und danach auf Weiter.
  7. Danach werden Sie aufgefordert, den Speicherort der Installationsdateien des Client-Betriebssystems anzugeben. Legen Sie die CD-ROM mit dem Client-Betriebssystem in das CD-ROM-Laufwerk ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

    Hinweis: Für die Erstellung von Abbildern eines Client-Betriebssystems unterstützt Microsoft nur Microsoft-Speichermedien. Die Verwendung von Speichermedien, die nicht von Microsoft stammen, wird nicht unterstützt.
  8. Geben Sie den Namen des Ordners an, in dem die Installationsdateien des Client-Betriebssystems auf dem RIS-Server gespeichert sind, und klicken Sie dann auf Weiter.
  9. Geben Sie eine Beschreibung des Betriebssystemabbilds ein. Diese Beschreibung wird Benutzern angezeigt, nachdem sie einen Remoteclient gestartet und den Clientinstallations-Assistenten ausgeführt haben.
  10. Klicken Sie auf Weiter, klicken Sie auf Fertig stellen, und klicken Sie anschließend auf Fertig.

Autorisieren von RIS in Active Directory

Nachdem Sie RIS installiert haben, muss der RIS-Server in Active Directory autorisiert werden. Durch die Autorisierung wird gesteuert, welche RIS-Server Clientcomputer im Netzwerk bedienen können. Wurde der RIS-Server nicht in Active Directory autorisiert, können Clientcomputer mit Dienstanfragen keine Verbindung zu dem RIS-Server herstellen.

Hinweis: Sie müssen als Unternehmensadministrator oder Domänenadministrator der Stammdomäne angemeldet sein, um einen RIS-Server in Active Directory autorisieren zu können.
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf DHCP.
  2. Klicken Sie im linken Bereich mit der rechten Maustaste auf DHCP, und klicken Sie dann auf Autorisierte Server verwalten.
  3. Falls Ihr Server nicht aufgelistet ist, klicken Sie auf Autorisieren, geben Sie die IP-Adresse des RIS-Servers ein, und klicken Sie dann auf OK.

    Hinweis: Wenn Sie dazu aufgefordert werden, den RIS-Server zu bestätigen, überprüfen Sie den Namen und die IP-Adresse, und klicken Sie anschließend auf OK.
  4. Klicken Sie auf Schließen, und beenden Sie dann die DHCP-Konsole.

Benutzerberechtigungen festlegen

Mit RIS können Clients ihr eigenes Client-Betriebssystem installieren. Außerdem müssen Benutzer über die Berechtigungen verfügen, in der Domäne Computerkonten einzurichten. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Benutzern die Möglichkeit einzuräumen, überall in der Domäne Computerkonten einzurichten:
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf Active Directory-Benutzer und -Computer.
  2. Klicken Sie im linken Fensterbereich mit der rechten Maustaste auf den Namen Ihrer Domäne, und klicken Sie dann auf Objektverwaltung zuweisen.
  3. Klicken Sie im Assistenten zum Zuweisen der Objektverwaltung auf Weiter.
  4. Klicken Sie auf Hinzufügen.
  5. Geben Sie den Namen der Gruppe ein, die die Berechtigung zum Hinzufügen von Computerkonten zu der Domäne benötigt, und klicken Sie anschließend auf OK.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Fügt einen Computer einer Domäne hinzu, und klicken Sie dann auf Weiter.
  8. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Installieren von Clients mithilfe von RIS

In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie ein Client-Betriebssystem auf einem Computer installieren, dessen Netzwerkadapter DHCP-basiertes PXE-Start-ROM unterstützt. Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein Client-Betriebssystem zu installieren:
  1. Stellen Sie sicher, dass der Netzwerkadapter im BIOS des Computers als primäres Startgerät definiert ist.
  2. Starten Sie den Clientcomputer vom Netzwerkadapter aus neu.
  3. Drücken Sie die Taste [F12], wenn Sie dazu aufgefordert werden, um den Download des Clientinstallations-Assistenten zu starten.
  4. Drücken Sie auf der Willkommenseite die [EINGABETASTE].
  5. Geben Sie den Namen eines Benutzers ein, der über die Berechtigung verfügt, der Domäne Computerkonten hinzuzufügen, und geben Sie dann den Domänennamen und das Kennwort für diesen Benutzer ein.
  6. Drücken Sie die [EINGABETASTE].
  7. Wenn eine Warnmeldung angezeigt wird, dass alle Daten auf der Festplatte des Clientcomputers gelöscht werden, drücken Sie die [EINGABETASTE].
  8. Für diese Arbeitsstation werden jetzt ein Computerkonto und ein GUID angezeigt. Drücken Sie die [EINGABETASTE], um die Installation zu starten.
  9. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Installation des Client-Betriebssystems abzuschließen.

Verwendung einer Remoteinstallations-Startdiskette

Sie können die Remoteinstallations-Startdiskette auf Computern verwenden, die keinen Netzwerkadapter haben, der DHCP-basiertes PXE-Start-ROM unterstützt. Die Startdiskette soll den PXE-Startvorgang simulieren.

"Rbfg.exe" ist ein Dienstprogramm zur Erstellung von Netzwerk-Installationsdisketten, das auf allen RIS-Servern im Ordner "RemoteInstall\Admin" gespeichert ist.

Erstellen einer Startdiskette mit der Microsoft Windows-Remotestart-Diskettenerstellung

Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Startdiskette für die Remoteinstallation zu erstellen:
  1. Gehen Sie auf dem RIS-Server zu dem Ordner "Laufwerk:\RemoteInstall\Admin\I386", wobei Laufwerk für das Laufwerk steht, auf dem RIS installiert ist.
  2. Doppelklicken Sie auf die Datei "Rbfg.exe".
  3. Legen Sie eine Diskette in das Diskettenlaufwerk ein, und klicken Sie dann auf Diskette erstellen.
  4. Klicken Sie auf Nein, wenn Sie gefragt werden, ob Sie eine weitere Diskette erstellen möchten, und klicken Sie anschließend auf Schließen.
Hinweis: Klicken Sie auf Adapterliste, um eine Liste der unterstützten Netzwerkadapter anzeigen zu lassen. Sie können dieser Liste keine Netzwerkadapter hinzufügen.

Informationsquellen

Weitere Informationen zur Kontaktaufnahme mit der Compaq Computer Corporation finden Sie im entsprechenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
65416 Hardware- und Softwarehersteller stellen Information, A-K her

60781 Hardware- und Softwarehersteller stellen Information, L-P her

60782 Hardware- und Softwarehersteller stellen Information, Q-Z her

Eigenschaften

Artikel-ID: 325862 - Geändert am: Montag, 3. Dezember 2007 - Version: 9.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, 64-Bit Datacenter Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Small Business Server 2003 Premium Edition
  • Microsoft Windows Small Business Server 2003 Standard Edition
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