Artikel-ID: 326444 - Geändert am: Mittwoch, 14. März 2007 - Version: 5.3 Konfigurieren des Dienstprogramms "URLScan"
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 326444 (http://support.microsoft.com/kb/326444/EN-US/ ) How to configure the URLScan Tool Wir empfehlen allen Benutzern dringend ein Update auf die Version
6.0 von Microsoft Internet Information Services (IIS), die unter Microsoft
Windows Server 2003 ausgeführt wird. IIS 6.0 verbessert die Sicherheit der
Web-Infrastruktur erheblich. Weitere Informationen zu IIS-Sicherheitsfragen
finden Sie auf folgender Microsoft-Website: http://www.microsoft.com/technet/security/prodtech/IIS.mspx
(http://www.microsoft.com/technet/security/prodtech/IIS.mspx)
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung. Auf dieser SeiteZusammenfassung Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt die
Konfiguration des Programms "URLScan", um Ihren Webserver vor Angriffen und
Sicherheitsanfälligkeiten zu schützen. Installieren von URLScanBesuchen Sie die folgende MSDN-Website, um "URLScan" zu installieren:http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa302368.aspx
(http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa302368.aspx)
Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge
Base: 307608
(http://support.microsoft.com/kb/307608/DE/
)
Verwenden von URLScan auf IIS
Ändern der Datei "URLScan.ini"Die gesamte Konfiguration von URLScan wird über die Datei "URLScan.ini" durchgeführt, die sich im Ordner "%WINDIR%\System32\Inetsrv\URLscan" befindet. Um URLScan zu konfigurieren, öffnen Sie diese Datei in einem Texteditor wie z. B. Editor, führen Sie die entsprechenden Änderungen durch, und speichern Sie anschließend die Datei.Hinweis: Sie müssen Internetinformationsdienste (IIS) neu starten, damit Ihre Änderungen wirksam werden. Eine Möglichkeit, dies schnell zu tun, ist die Ausführung des Befehls IISRESET an einer Eingabeaufforderung. Die Datei "URLScan.ini" enthält folgende Abschnitte:
Der Abschnitt [Options]Im Abschnitt [Options] können Sie eine Anzahl an URLScan-Optionen konfigurieren. Jede Zeile in diesem Abschnitt hat das folgende Format:Optionsname=Optionswert Im Folgenden finden Sie die verfügbaren Optionen und ihre
standardmäßigen Werte:
Die Abschnitte [AllowVerbs] und [DenyVerbs]Die Abschnitte [AllowVerbs] und [DenyVerbs] definieren die HTTP-Verben (auch als Methoden bekannt), die URLScan zulässt. Zu den allgemeinen HTTP-Verben gehören GET, POST, HEAD und PUT. Andere Anwendungen, wie etwa FPSE und Web Distributed Authoring and Versioning (WebDAV), verwenden zusätzliche Verben.Die Abschnitte [AllowVerbs] und [DenyVerbs] haben dieselbe Syntax. Sie bestehen aus einer Liste an HTTP-Verben, und jedes Verb wird in einer eigenen Zeile angezeigt. URLScan entscheidet basierend auf dem Wert der Option UseAllowVerbs im Abschnitt [Options], welcher Abschnitt verwendet wird. Diese Option hat standardmäßig den Wert 1. Wenn UseAllowVerbs auf 1 gesetzt ist, lässt URLScan nur Anforderungen zu, die die Verben verwenden, die im Abschnitt [AllowVerbs] aufgeführt sind. Eine Anforderung, die nicht eines dieser Verben verwendet, wird abgelehnt. In diesem Fall wird der Abschnitt [DenyVerbs] ignoriert. Wenn UseAllowVerbs auf 0 eingestellt ist, lehnt URLScan Anforderungen ab, die Verben verwenden, die explizit im Abschnitt [DenyVerbs] aufgeführt sind. Alle Anforderung, die Verben verwenden, die nicht in diesem Abschnitt erscheinen, werden zugelassen. In diesem Fall ignoriert URLScan den Abschnitt [AllowVerbs]. Der Abschnitt [DenyHeaders]Wenn ein Client eine Seite von einem Webserver anfordert, sendet er üblicherweise einige HTTP-Header, die zusätzliche Informationen über die Anforderung enthalten. Zu den häufigsten HTTP-Headern gehören:
Im Abschnitt [DenyHeaders] definieren Sie die HTTP-Header, die von URLScan abgelehnt werden. Wenn URLScan eine Anforderung empfängt, die einen in diesem Abschnitt aufgeführten Header enthält, wird die Anforderung abgelehnt. Dieser Abschnitt besteht aus einer Liste von HTTP-Headern, wobei jeder Header in einer eigenen Zeile angezeigt wird. Nach Headernamen muss ein Doppelpunkt (:) stehen (beispielsweise Headername:). Die Abschnitte [AllowExtensions] und [DenyExtensions]Die meisten Dateien haben eine Dateinamenerweiterung, die angibt, zu welchem Dateityp sie gehören. Dateinamen für Word-Dokumente enden üblicherweise mit .doc, HTML-Dateinamen enden normalerweise mit .htm oder .html, und reine Textdateinamen enden für gewöhnlich mit .txt. Die Abschnitte [AllowExtensions] und [DenyExtensions] ermöglichen Ihnen, die Erweiterungen festzulegen, die von URLScan blockiert werden. Sie können beispielsweise URLScan so konfigurieren, dass Anforderungen für .exe-Dateien abgelehnt werden, um zu verhindern, dass Webbenutzer Anwendungen auf Ihrem System ausführen.Die Abschnitte [AllowExtensions] und [DenyExtensions] haben dieselbe Syntax. Sie bestehen aus einer Liste an Dateinamenerweiterungen, und jede Erweiterung wird in einer eigenen Zeile angezeigt. Die Erweiterung beginnt mit einem Punkt (.) (beispielsweise .ext). URLScan entscheidet basierend auf dem Wert von UseAllowExtensions im Abschnitt [Options], welcher Abschnitt verwendet wird. Diese Option hat standardmäßig den Wert 0. Wenn UseAllowExtensions auf 0 gesetzt ist, lehnt URLScan nur Anforderungen für Dateinamenerweiterungen ab, die im Abschnitt [DenyExtensions] aufgelistet sind. Alle Dateinamenerweiterungen, die nicht in diesem Bereich aufgeführt sind, werden zugelassen. Der Abschnitt [AllowExtensions] wird ignoriert. Wenn UseAllowExtensions auf 1 gesetzt ist, lehnt URLScan nur Anforderungen für Dateinamenerweiterungen ab, die nicht explizit im Abschnitt [AllowExtensions] aufgelistet sind. Nur Anforderungen für eine Dateinamenerweiterung, die in diesem Abschnitt aufgeführt ist, werden zugelassen. Der Abschnitt [DenyExtensions] wird ignoriert. Weitere Informationen dazu, wie Sie URLScan so konfigurieren, dass Anforderungen für Dateien, die keine Erweiterung haben, zugelassen werden, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base: 312376
(http://support.microsoft.com/kb/312376/DE/
)
URLScan in IIS auf das Zulassen von Requests mit Nullerweiterung konfigurieren
Der Abschnitt [DenyUrlSequences]Sie können URLScan so konfigurieren, dass Anforderungen blockiert werden, die bestimmte Zeichenfolgen im URL enthalten. Sie können z. B. Anforderungen blockieren, die zwei aufeinander folgende Punkte (..) enthalten, die häufig mit Angriffen verwendet werden, die Sicherheitsanfälligkeiten bei Verzeichnistraversalen ausnutzen. Um eine Zeichenfolge festzulegen, die blockiert werden soll, geben Sie die Zeichenfolge in einer eigenen Zeile in den Abschnitt [DenyUrlSequences] ein.Beachten Sie, dass das Hinzufügen von Zeichenfolgen Outlook Web Access (OWA) für Microsoft Exchange beeinträchtigen kann. Wenn Sie eine Nachricht von OWA öffnen, ist die Betreffzeile der Nachricht im URL enthalten, der vom Server angefordert wird. Da die Datei "URLScan.ini" alle Anforderungen blockiert, die das Prozentzeichen (%) und das kaufmännische Und-Zeichen (&) enthalten, erhalten Benutzer eine Fehlermeldung des Typs 404, wenn sie versuchen, eine Nachricht mit einer Betreffzeile wie "Umsatzsteigerung von 100%" oder "Andreas & Nina kommen in die Stadt" zu öffnen. Um dieses Problem zu beheben, können Sie diese Zeichenfolgen aus dem Abschnitt [DenyUrlSequences] entfernen. Beachten Sie, dass hierdurch die Sicherheit verringert wird, da so schädlichen Anforderungen potenziell ermöglicht wird, den Server zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base: 325965
(http://support.microsoft.com/kb/325965/DE/
)
Das Tool URLScan kann Probleme in Access des Outlook Web verursachen
Konfigurieren von URLScan für die Verwendung mit IIS-abhängigen AnwendungenDie ordnungsgemäße Funktion von Anwendungen wie Exchange, FPSE und Microsoft Visual Studio .NET hängt von IIS ab. Wenn Sie URLScan nicht ordnungsgemäß konfigurieren, funktionieren diese Anwendungen möglicherweise nicht mehr richtig.Weitere Informationen dazu, wie Sie URLScan für die Verwendung mit diesen Anwendungen konfigurieren, finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base: 309508
(http://support.microsoft.com/kb/309508/DE/
)
IIS-Lockdown- und URLscan-Konfigurationen in einer Exchange-Umgebung
309394
(http://support.microsoft.com/kb/309394/DE/
)
Wie Verwenden von URLScan für FrontPage 2000 318290
(http://support.microsoft.com/kb/318290/DE/
)
URLScan in FrontPage 2002 verwenden 310588
(http://support.microsoft.com/kb/310588/DE/
)
Security Toolkit bricht ASP.NET-Debuggen in Visual Studio .NET ab Informationsquellen Weitere Informationen
finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base: 325864
(http://support.microsoft.com/kb/325864/DE/
)
Installieren und Verwenden des IIS-Lockdown-Assistenten
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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