INFO: SQL Server-Hotfixinstaller

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Artikel-ID: 330391 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
330391 INF: SQL Server Hotfix Installer
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Microsoft SQL Server 2000-Updates (Hotfixes) werden in selbstextrahierenden, ausführbaren Dateien verpackt ausgeliefert. Dieser Hotfixinstaller verfügt über eine grafische Benutzeröberfläche (GUI, Graphical User Interface), mit deren Hilfe Sie die Updates installieren können. Sie können den Hotfixinstaller dazu verwenden, die Installation für Ihr gesamtes Firmennetzwerk zu automatisieren.

Der Name der ausführbaren Datei für den Hotfixinstaller weist das folgende Format auf:

X.YY.ZZZZ_Sprache.exe
  • X steht dabei für die Nummer der Hauptversion.
  • YY repräsentiert die zweistellige Nummer der Nebenversion.
  • ZZZZ gibt die Hotfixnummer an.
  • Sprache steht für die aus drei Buchstaben bestehende Abkürzung für die Sprache, in die das Hotfix lokalisiert wurde.
Der Dateiname der US-Version für das SQL Server 2000-Hotfix mit der Nummer 701 wäre also:

8.00.0701_enu.exe.

Wenn beim Extrahieren des Pakets Fehlermeldungen in Bezug auf nicht genügend Speicherplatz angezeigt werden, lesen Sie bitte den folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base:
301913 BUG: Error "There is not enough space on drive" When Extracting SQL Server 2000 SP1

Weitere Informationen

Bevor Sie den Hotfixinstaller installieren

Microsoft empfiehlt, vor der Installation des Hotfixinstallers Sicherungskopien der folgenden Datenbanken zu erstellen:
  • Master
  • MSDB
  • Model
Sollten Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt dafür entscheiden, die Hotfix-Installation rückgängig zu machen (also ein so genanntes "Rollback" vorzunehmen), müssen Sie eine Wiederherstellung auf der Basis dieser Sicherungskopien durchführen. Weitere Informationen zu einem Rollback-Prozess finden Sie im nachstehenden Abschnitt "Update entfernen oder Rollback durchführen" in diesem Artikel. Durch die Installation des Hotfixinstallers werden zwar die Benutzerdatenbanken nicht geändert, es können jedoch Änderungen an den Systemdatenbanken vorgenommen werden.

Verwendung des Hotfixinstallers

Sie müssen die ausführbare Datei für das Update ausführen, um den Update-Installationsprozess zu starten. Für eine standardmäßige Updateinstallation müssen Sie die ausführbare Datei für das Update auf dem Servercomputer speichern und ausführen. Anweisungen zur Update-Installation in Form einer Clusterinstallation finden Sie im nachstehenden Abschnitt "Clusterinstallation" in diesem Artikel. Sie müssen sich mit einem Benutzerkonto bei dem Betriebssystem anmelden, das über die Berechtigungen eines lokalen Administrators verfügt, um die Installation durchführen zu können.

Bei der Installation werden die Paketdateien in den Ordner TEMP extrahiert. Dann wird ein Hotfixinstaller-Tool mit Benutzeroberfläche gestartet, das Sie durch den Rest des Installationsvorgangs geleitet.

Welche Dateien werden durch dieses Update aktualisiert?

Eine Liste der durch dieses Update aktualisierten Dateien ist in einer entsprechenden INF-Datei gespeichert. Sie müssen die ausführbare Datei für das Update ausführen und die INF-Datei extrahieren, um diese Liste einsehen zu können.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Liste der durch das Update aktualisierten Dateien einzusehen: 1. Starten Sie die ausführbare Datei für das Update. Setzen Sie die Ausführung des Programms fort, bis Sie zu der Extraktionsseite gelangen. Die Dateien werden dann in den Ordner TEMP extrahiert. Brechen Sie den Installationsvorgang bitte jetzt noch nicht ab. Wenn Sie den Installationsvorgang abbrechen, werden die extrahierten Dateien wieder aus dem Ordner TEMP entfernt.

2. Nachdem der Bildschirm Willkommen für den Hotfixinstaller angezeigt wurde, gehen Sie bitte zu dem Ordner TEMP. Identifizieren Sie mithilfe der Zeitstempel der Ordner, die im Ordner TEMP gespeichert sind, einen Ordner mit dem Namen "pftXX~tmp", wobei XX für eine nach dem Zufallsprinzip generierte Zahl steht.

Gehen Sie in diesem Ordner zu der Datei "Hotfix.inf". Im Abschnitt [FILES] dieser INF-Datei finden Sie eine vollständige Dateiliste. Außerdem können Sie den Abschnitt [SCRIPTS] in der Datei "Hotfix.inf" darauf überprüfen, ob das Update Skripts ausführt, die sich auf Ihre SQL Server-Installation auswirken.

4. Jetzt können Sie den Installationsvorgang abbrechen, um den temporären Ordner zu entfernen.

Hinweis: Die Liste der durch das Update aktualisierten Dateien finden Sie auch in dem zu dem Update verfassten Microsoft Knowledge Base-Artikel. Die Artikelnummer wird im Bildschirm Willkommen des Hotfixinstallers angezeigt.

Funktionsweise des Installers

Der Hotfixinstaller führt die folgenden Schritte aus, um den Installationsvorgang abzuschließen:
  1. Wenn Sie die selbstextrahierende EXE-Datei ausführen, werden die darin enthaltenen Dateien in einen temporären Ordner (TEMP) auf dem betreffenden Computer extrahiert.
  2. Der Hotfixinstaller überprüft dann, ob der aktuell angemeldete Benutzer über die Berechtigungen eines Administrators verfügt, bevor er die Erstellung der Setupprotokolldatei initiiert.
  3. Der Installer erkennt automatisch alle Instanzen einer SQL Server-Installation und erstellt eine Auflistung der Instanzen, die für eine Aktualisierung durch das Update qualifiziert sind. Die SQL Server-Installation muss bestimmte Anforderungen erfüllen, um sich für die Aktualisierung durch das Update zu qualifizieren. Der Microsoft Knowledge Base-Artikel, der sich auf dieses Update bezieht, enthält weitere Informationen zu diesen Anforderungen. Wenn das Update beispielsweise erfordert, dass Microsoft SQL Server 2000 Service Pack 2 installiert ist, müssen Sie SQL Server 2000 Service Pack 2 installieren, bevor Sie das Update anwenden können. Befinden sich auf dem Computer keine SQL Server-Installationen, die für die Updateinstallation qualifiziert sind, wird die Installation abgebrochen und Ihnen wird eine Meldung angezeigt, die der folgenden ähnelt:
    Auf diesem Computer ist keine SQL-Instanz installiert, die für dieses Update qualifiziert ist. Bitte überprüfen Sie die Anforderungen für dieses Update in Bezug auf Version und Service Packs.
  4. Nachdem Sie eine bestimmte Instanz von SQL Server für die Aktualisierung durch das Update ausgewählt haben, löst der Hotfixinstaller die Ordnernamen und Speicherorte der ausgewählten SQL Server-Installation auf und liest diese in den Speicher ein.
  5. Das Setupprogramm fordert Sie dann zur Eingabe bestimmter Informationen auf. Sie müssen zum Beispiel angeben, ob Sie die SQL Server-Authentifizierung oder die Windows-Authentifizierung verwenden möchten. Wenn Sie sich für die SQL Server-Authentifizierung entscheiden, müssen Sie das sa-Kennwort für die Anmeldung in das Setupprogramm eingeben. Wenn Sie die Windows-Authentifizierung wählen, muss das Setupprogramm ausgeführt werden, während Sie bei Windows mit einem Windows-Anmeldekonto angemeldet sind. Dieses Anmeldekonto muss Mitglied der festen Serverrolle sysadmin für die Instanz von SQL Server sein, die Sie aktualisieren wollen. Wenn Sie die SQL Server-Authentifizierung verwenden möchten, müssen Sie sicherstellen, dass die betreffende SQL Server-Instanz auf Sicherheit für den gemischten Modus konfiguriert ist. Andernfalls ist die Authentifizierung nicht erfolgreich, obwohl Sie möglicherweise ein gültiges sa-Kennwort eingegeben haben, und es wird Ihnen die folgende Fehlermeldung angezeigt:
    Ungültige Anmeldeinformationen. Bitte versuchen Sie es erneut.
  6. Nachdem Sie sich unter Verwendung der Anmeldeinformationen aus Schritt 5 bei SQL Server angemeldet haben, stoppt das Setupprogramm den MSSQLSERVER-Dienst und die SQL Server-Agentendienste für die zu aktualisierende Instanz.
  7. Jetzt führt der Hotfixinstaller den entscheidenden Schritt des Ersetzens vorhandener Dateien durch die neuen Dateien aus, die in dem Update enthalten sind. Hierzu durchsucht das Programm den Zielcomputer, um zu ermitteln, ob die Dateien dort wirklich vorhanden sind. Sind die betreffenden Dateien auf dem Zielcomputer gespeichert, ist dieser für die Ersetzung der alten durch die neuen Dateien qualifiziert. Nachdem eine Datei diese Prüfung bestanden hat, wird die Dateiversion mit derjenigen der Quelldatei verglichen. Bei Dateien ohne Versionsnummern stützt sich das Programm bei der Prüfung auf die Informationen zu Datum und Uhrzeit. Durch den geschilderten Vorgang wird eine Liste der Dateien erstellt, die installiert werden müssen.
  8. Für alle Dateien, die ersetzt werden sollen, wird zunächst eine Sicherungskopie in einem Backup-Ordner erstellt. Dieser Backup-Ordner befindet sich im selben Ordner wie die betreffende Datei. Unter dem Backup-Ordner ist ein Unterordner gespeichert, dessen Name der Buildnummer für das Update entspricht.
    Wenn Sie zum Beispiel das SQL Server 2000-Hotfix 701 installieren und die Datei "Sqlservr.exe" an ihrem gegenwärtigen Speicherort (C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL\Binn\) ersetzt werden muss, erstellt der Installer eine neue Ordnerstruktur, wie etwa "C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL\Binn\Backup\0701", und eine Sicherungskopie der vorhandenen Datei an diesem neuen Speicherort, bevor er die Datei durch die neue Version aus dem Update ersetzt.

    Wenn Sie eine Datei zum Ersetzen auswählen, die im Ordner "C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL\Binn\Ressourcen\1033" gespeichert ist, wird diese entsprechend zunächst in einen Backup-Ordner kopiert (wie zum Beispiel "C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL\Binn\Ressourcen\1033\Backup\0701") und dann durch ihr Gegenstück aus dem Update ersetzt.

    Hinweis: Wenn Sie den Hotfixinstaller auf eine Instanz von SQL Server angewendet haben und diese Instanz danach entfernen, werden die zuvor beschriebenen Backup-Ordner durch das SQL Server-Deinstallationssprogramm nicht entfernt. Sie müssen diese durch den Installer erstellten Backup-Ordner manuell löschen. Werden diese Ordner nicht entfernt, scheitern zukünftige Versuche, Microsoft SQL Server 2000 auf diesem Computer unter Verwendung desselben Instanzennamens neu zu installieren.
  9. Nachdem der Installer alle Dienste gestoppt hat, ist die Sperrung bei allen Dateien aufgehoben. Diese können dann also durch einfaches Kopieren ersetzt werden. Falls die betreffende Datei doch gesperrt sein sollte, wird der Installer abgebrochen und Sie sehen die folgende Meldung (sinngemäß):
    Eine oder mehrere der ausgewählten Dateien ist/sind durch andere Prozesse gesperrt. Die Protokolldatei enthält detaillierte Informationen zu den gesperrten Dateien.

    Schließen Sie alle Anwendungen, und starten Sie den Hotfixinstaller neu. Wenn das Problem erneut auftritt, müssen Sie möglicherweise den Computer und den Hotfixinstaller neu starten.

Sollte es Skripts geben, die ausgeführt werden müssen, startet der Installer alle Dienste und führt dann diese Skripts aus.


Clusterinstallation

SQL Server 2000-Clusterinstallationen

Wenn Sie das Updatepaket auf eine SQL 2000-Clusterinstallation anwenden möchten, müssen Sie das Updatepaket auf dem Knoten ausführen, der als Besitzer der SQL Server-Ressource fungiert. Dann bringt der Hotfixinstaller die SQL Server-Ressource offline und aktualisiert die Binärdateien auf allen Knoten des Clusters. Schließlich wird die SQL Server-Ressource wieder online gebracht und der Installer führt etwaige Installationsskripts (.sql) aus, die mit dem Update ausgeliefert wurden.

SQL Server 7.0-Clusterinstallationen

Bei Clusterinstallationen von SQL Server 7.0 müssen Sie zunächst die Clusterkonfiguration von SQL Server aufheben, indem Sie den SQL Server-Failover-Assistenten von dem primären Clusterknoten jedes virtuellen SQL-Servers aus ausführen.

Aktiv/Aktiv-Installationen

Bei einer Aktiv/Aktiv-Installation gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
  1. Stellen Sie sicher, dass der Computerknoten, auf dem SQL Server 7.0 ursprünglich installiert wurde, beide SQL Server-Ressourcengruppen kontrolliert.
  2. Führen Sie auf allen Knoten des Clusters den Failover-Setupassistenten aus, um den betreffenden virtuellen SQL-Server zu entfernen.
  3. Nachdem Sie die Clusterkonfiguration von SQL Server aufgehoben haben, müssen Sie die ausführbare Datei für das Update auf beiden Knoten ausführen und die Updateinstallation erfolgreich abschließen, bevor Sie die SQL Server-Clusterkonfiguration wiederherstellen.

Aktiv/Passiv-Installationen

Bei einer Aktiv/Passiv-Installation gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
  1. Stellen Sie sicher, dass der Computerknoten, auf dem SQL Server 7.0 ursprünglich installiert wurde, die SQL Server-Ressourcen kontrolliert.
  2. Führen Sie auf diesem Computerknoten den Failover-Setupassistenten aus, um den betreffenden virtuellen SQL-Server zu entfernen.
  3. Nachdem Sie die Clusterkonfiguration von SQL Server aufgehoben haben, müssen Sie die ausführbare Datei für das Update nur auf dem primären Knoten ausführen und die Updateinstallation erfolgreich abschließen, bevor Sie die SQL Server-Clusterkonfiguration wiederherstellen.

Befehlszeilenparameter

Es folgt eine Liste der Befehlszeilenparameter, die für dieses Updatepaket verfügbar sind.
Option         Definition
------         ----------

/s             Deaktiviert die Fortschrittsanzeige für die Selbstextraktion. Muss
               vor /a verwendet werden.

/a             Dieser Parameter muss vor allen Parametern außer /s verwendet
               werden, falls Sie das Update mit der selbstextrahierenden EXE-Datei
               ausführen und Sie Parameter für unbeaufsichtigte Installationen
               einbeziehen möchten. Dieser Parameter ist obligatorisch, um den 
               Installer im unbeaufsichtigten Modus ausführen zu können. 

/q             Dieses Flag veranlasst die Ausführung des Setupprogramms im stillen 
               Modus ohne Benutzeroberfläche. 

INSTANCENAME   Name der SQL Server-Instanz. Muss in der Form
               INSTANCENAME=NameIhrerInstanz eingegeben werden.

BLANKSAPWD     Bedeutet, dass das sa-Kennwort für die SQL-Authentifizierung leer
               ist. Falls Sie diesen Parameter auf Computern eingeben, auf denen
               Microsoft Windows NT oder Microsoft Windows 2000 ausgeführt wird,
               wird die standardmäßige Windows-Authentifizierung überschrieben und
               versucht, die Anmeldung mit einem leeren sa-Kennwort vorzunehmen.  
               Das korrekte Format für diesen Parameter ist BLANKSAPWD=1.
               Dieser Parameter wird nur bei unbeaufsichtigten Installationen
               erkannt.

SAPWD          sa-Kennwort ist nicht leer. Dieser Parameter muss im Format
               SAPWD=Ihr sa-Kennwort eingegeben werden. Dieser Parameter
               überschreibt die standardmäßige Windows-Authentifizierung auf
               Computern mit Windows NT oder Windows 2000, oder ein leeres
               sa-Kennwort, falls ein solches eingeben wurde.
Hinweis: Sie können das standardmäßige Windows-Befehlszeilenpräfix start /wait vor dem Befehl verwenden, um die Kontrolle nach erfolgter Ausführung des Hotfixinstallers wieder an die Eingabeaufforderung zu übergeben.

Beispiele für Befehlszeilen

  • Die Befehlszeilensyntax für eine unbeaufsichtigte Installation eines Updates auf einer Standardinstanz von SQL Server mit deaktivierter Fortschrittsanzeige für die Selbstextraktion lautet:
    8.00.0701_enu.exe /s /a /q
    Da in der Befehlszeile keine Authentifizierungsinformationen enthalten sind, kommt eine standardmäßige Anmeldung mit Windows-Authentifizierung zur Anwendung.
  • Die Befehlszeilensyntax für eine unbeaufsichtigte Installation eines Updates auf einer benannten Instanz von SQL Server ist:
    8.00.0701_enu.exe /a /q INSTANCENAME=FRIDAY SAPWD=MyPwd
    . Dabei steht "FRIDAY" für den Namen der SQL Server 2000-Instanz. Die Installation schlägt fehl, wenn der Parameter INSTANCENAME im Format Servername\Instanzenname eingegeben wird.
  • Die Befehlszeilensyntax für eine unbeaufsichtigte Installation eines Updates mit der Option start /wait lautet:
    start /wait 8.00.0701_enu.exe /s /a /q INSTANCENAME=sqlinstance02

So führen Sie eine unbeaufsichtigte Installation durch

Eine unbeaufsichtigte Installation weist Ähnlichkeiten mit der zuvor beschriebenen interaktiven Installation auf. Für eine unbeaufsichtigte Installation müssen Sie die selbstextrahierende EXE-Datei mit dem Parameter /q ausführen. Wenn Sie das Update auf eine benannte Instanz anwenden, müssen Sie den Instanzennamen mithilfe des Parameters INSTANCENAME in der Befehlszeile angeben. Falls die ausgewählte Instanz für das Update qualifiziert ist, wendet der Installer das Update wie vorstehend beschrieben an. Wird der Parameter INSTANCENAME nicht angegeben, verwendet das Update die Standardinstanz für SQL Server.

Für unbeaufsichtigte Installationen auf einem Cluster können Sie die gleiche Syntax verwenden wie bei einem Szenario ohne Cluster. Gibt es in einem Cluster beispielsweise eine benannte Instanz "HELLO\Inst1", wobei "HELLO" für den Namen des virtuellen Servers steht, sieht die Syntax etwa wie folgt aus:
start /wait 8.00.0701_enu.exe /q instancename=inst1

Protokolldatei

Jede im Rahmen der Updateinstallation ausgeführte Aktion wird in der Setup-Protokolldatei protokolliert. In der Protokolldatei befinden sich umfassende Informationen zu jeder Aktion, die in den verschiedenen Phasen der Installation ausgeführt wurde, sowie zu den Operationen in Bezug auf die einzelnen Dateien. Das Update speichert die Protokolldatei im Ordner "%WINDIR%\SQLHotfix". Für jede Protokolldatei erstellt das Programm einen eindeutigen Namen:

SQLHotfix?.Log

Dabei gibt das Fragezeichen (?) an, wie oft Sie versucht haben, das Update auf dem Computer zu installieren.

Bei einer erfolgreichen Installation sehen Sie am bottom der Protokolldatei den folgenden Eintrag:
INSTALL SUCCESS (Installation erfolgreich)
Entsprechend bedeutet die folgende Meldung, dass bei der Update-Installation ein Fehler aufgetreten ist:
INSTALL FAILURE (Installation gescheitert)

Die folgende Meldung ist ein Hinweis darauf, dass die Installation während des Setupvorgangs abgebrochen wurde:

User canceled the installation (Die Installation wurde durch den Benutzer abgebrochen)


Bei nicht erfolgreichen Installationsversuchen wird ein entsprechender Fehlercode in das Protokoll des Hotfixinstallers geschrieben.

Update entfernen oder Rollback durchführen

Wenn Sie sich dafür entscheiden, für ein Updatepaket ein Rollback durchzuführen, also den Zustand vor der Updateinstallation wiederherzustellen, müssen Sie die aktualisierten Dateien manuell entfernen. In der Setup-Protokolldatei finden Sie eine vollständige Liste der durch das Update erstellten Dateien und Backup-Verzeichnisse. Wie zuvor bereits erwähnt, erstellt der Installer Sicherungskopien der aktuellen Dateien in der Backup-Ordnerstruktur (ebenfalls zuvor in diesem Artikel dokumentiert), bevor er diese Dateien durch neue Versionen ersetzt. Sie müssen alle Dienste anhalten und alle in der Protokolldatei genannten Dateien durch die Versionen aus dem Backup-Ordner ersetzen, um ein Rollback für das Update durchzuführen. Sollte das Update im Rahmen der Installation irgendwelche Skripts ausgeführt haben, gibt es keinen schnellen und automatischen Weg, die an den Systemdatenbanken vorgenommenen Änderungen rückgängig zu machen. Deshalb ist es überaus wichtig, Sicherungskopien der Systemdatenbanken zu erstellen, bevor Sie das Update anwenden.

Wenn Sie die durch das Update vorgenommenen Änderungen rückgängig machen müssen und sich in der Setup-Protokolldatei (oder der INF-Datei) Hinweise darauf finden, dass das Update SQL-Skripts auf Ihrem Server ausgeführt hat, müssen Sie wie folgt vorgehen:

Wichtig: Bei den folgenden Schritten wird Ihre Master-Datenbank aus der Sicherungskopie wiederhergestellt, die vor Anwendung des Update erstellt worden ist. Sollten Sie nach der Updateanwendung neue Benutzerdatenbanken erstellt haben, müssen Sie Sicherungskopien dieser Benutzerdatenbanken erstellen, damit nach der Ausführung der folgenden Schritte eine Wiederherstellung dieser Datenbanken möglich ist:
  1. Trennen Sie alle Benutzerdatenbanken. Weitere Informationen finden Sie unter dem Thema "Anfügen und Trennen von Datenbanken" in der SQL Server 7.0-Onlinedokumentation oder unter dem Thema "Anfügen und Trennen einer Datenbank (Enterprise Manager)" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    Hinweis: Falls auch Datenbanken Bestandteil der Replikation sind, müssen Sie zunächst Publizierung und Verteilung deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter dem Thema "Deaktivieren von Publizierung und Verteilung" in der Onlinedokumentation zu SQL Server.
  2. Stoppen Sie alle SQL Server-Dienste (MSSQLServer, SQLServerAgent, Microsoft Distributed Transaction Coordinator [MS-DTC] und Microsoft Search).
  3. Kopieren Sie den Ordner Data an einen sicheren Speicherort. Falls Sie auch in einem anderen Ordner als dem standardmäßigen Ordner Data Daten- und Protokolldateien gespeichert haben, kopieren Sie bitte auch diese Dateien.
  4. Suchen Sie auf dem betreffenden Computer nach dem Backup-Ordner, und ersetzen Sie die neuen Versionen aller Dateien durch die entsprechenden alten Dateien.
  5. Erstellen Sie die Master-Datenbank neu.
  6. Stellen Sie die Datenbanken Master, Model und MSDB aus den Sicherungskopien wieder her, die vor Anwendung des Update erstellt worden sind. Dadurch werden die Benutzerdatenbanken automatisch wieder angefügt, die zu dem Zeitpunkt angefügt waren, zu dem Sie die Sicherungskopie erstellten. Fügen Sie die Benutzerdatenbanken wieder an, die nach der letzten Sicherungskopie der Master-Datenbank erstellt wurden.
  7. Falls Sie Volltextkataloge hatten, stellen Sie diese wieder her, und synchronisieren Sie sie dann neu. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    240867 INF: How to Move, Copy, and Back Up Full-Text Catalog Folders and Files
  8. Falls Sie die Replikation einsetzen, müssen Sie die Replikation manuell neu konfigurieren.
  9. Falls Sie mit SQL Mail arbeiten, müssen Sie SQL Mail neu konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    263556 INF: So konfigurieren Sie SQL Mail

Eigenschaften

Artikel-ID: 330391 - Geändert am: Dienstag, 16. September 2003 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft SQL Server 2000 Standard Edition
  • Microsoft SQL Server 7.0 Standard Edition
Keywords: 
kbinfo KB330391
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