Reihenfolge Zuweisung Laufwerkbuchstaben MS-DOS/Win95

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
51978 Order in Which MS-DOS and Windows 95 Assigns Drive Letters Order in Which MS-DOS and Windows 95 Assigns Drive Letters
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Zusammenfassung

Microsoft MS-DOS weist beim Starten den ersten beiden physischen Disketten- und Festplattenlaufwerken, die es entdeckt, in einer festgelegten Reihenfolge Laufwerkbuchstaben zu (dabei werden auch mehrere vorhandene Partitionen und logische Laufwerke berücksichtigt). Diese Reihenfolge können Sie nicht ändern.

Welche Laufwerkbuchstaben zusätzlichen Laufwerken zugewiesen werden, die mit DRIVER.SYS und anderen installierbaren Gerätetreibern installiert werden, ist von der Reihenfolge abhängig, in der die Treiber in der Datei CONFIG.SYS geladen werden. Diese Zuweisung von Laufwerkbuchstaben können Sie beeinflussen, indem Sie die Reihenfolge der Anweisungen in der CONFIG.SYS ändern oder "Dummy-Laufwerke" laden, um Laufwerkbuchstaben zu "verbrauchen".

Die Zuweisung der Laufwerkbuchstaben kann sich ändern, wenn Sie von einer Microsoft-MS-DOS-Version auf eine andere umstellen, oder wenn Sie von einer OEM-Version von MS-DOS auf eine andere Version umsteigen, bei der die Zuweisung der Laufwerkbuchstaben anders geregelt ist. (Die Reihenfolge, in der Laufwerkbuchstaben zugewiesen werden, wurde in früheren Versionen von MS-DOS durch das Umsteigen auf OEM-Versionen verändert). In diesem Artikel wird beschrieben, wie MS-DOS Laufwerkbuchstaben zuweist; es wird nicht erklärt, wie bestimmte OEM-Versionen von MS-DOS Laufwerkbuchstaben zuweisen.

Weitere Informationen

Während des Startvorgangs passiert folgendes:
  1. MS-DOS prüft alle installierten Datenträgergeräte und weist dem ersten physischen Diskettenlaufwerk, das es findet, den Laufwerkbuchstaben A zu.
  2. Ist ein zweites physisches Diskettenlaufwerk vorhanden, wird ihm der Laufwerkbuchstabe B zugewiesen. Ist kein physisches Laufwerk vorhanden, wird ein logisches Laufwerk B erstellt, welches das erste physische Diskettenlaufwerk verwendet.
  3. Unabhängig davon, ob ein zweites Diskettenlaufwerk vorhanden ist, weist MS-DOS der primären MS-DOS-Partition auf der ersten physischen Festplatte den Laufwerkbuchstaben C zu und sucht dann weiter nach einer zweiten Festplatte.
  4. Wird eine zweite physische Festplatte gefunden, und existiert auf der zweiten physischen Festplatte eine primäre Partition, wird der primären MS-DOS-Partition auf der zweiten physischen Festplatte der Laufwerkbuchstabe D zugewiesen.
Die MS-DOS-Version 5.0, die bis zu acht physische Laufwerke unterstützt, setzt an diesem Punkt die Suche nach weiteren physischen Festplattenlaufwerken fort. Wird zum Beispiel eine dritte physische Festplatte gefunden, und existiert auf dieser dritten physischen Festplatte eine primäre Partition, wird der primären MS-DOS-Partition auf der dritten physischen Festplatte der Laufwerkbuchstabe E zugewiesen.
  1. MS-DOS kehrt nun zu dem ersten physischen Festplattenlaufwerk zurück und weist den dort in erweiterten MS-DOS-Partitionen vorhandenen logischen Laufwerken der Reihe nach Laufwerkbuchstaben zu.
  2. Falls vorhanden, wiederholt MS-DOS diesen Prozeß für das zweite physische Festplattenlaufwerk.
    MS-DOS 5.0 wiederholt diesen Prozeß gegebenenfalls für bis zu acht physische Festplattenlaufwerke.
Nachdem allen logischen Laufwerken (in erweiterten MS-DOS-Partitionen) Laufwerkbuchstaben zugewiesen wurden, kehrt MS-DOS 5.0 zu dem ersten physischen Laufwerk zurück und weist den dort möglicherweise vorhandenen, sonstigen primären MS-DOS-Partitionen Laufwerkbuchstaben zu. Dann durchsucht MS-DOS 5.0 die anderen physischen Laufwerke nach weiteren primären MS-DOS-Partitionen. Diese Unterstützung für mehrere primäre MS-DOS-Partitionen wurde in der Version 5.0 hinzugefügt, um die Abwärtskompatibilität mit vorherigen OEM-Versionen von MS-DOS zu gewährleisten, die bereits mehrere primäre Partitionen unterstützten.
  1. Nachdem allen logischen Laufwerken auf der/den Festplatte(n) Laufwerkbuchstaben zugewiesen worden sind, werden den Laufwerken Laufwerkbuchstaben zugewiesen, die mit DRIVER.SYS installiert oder mit RAMDRIVE.SYS erstellt worden sind. Die Zuweisung erfolgt in der Reihenfolge, in der die Treiber in der Datei CONFIG.SYS geladen werden. Welche Laufwerkbuchstaben welchen Geräten zugewiesen werden, können Sie beeinflussen, indem Sie die Reihenfolge der Gerätetreiber ändern oder bei Bedarf mit DRIVER.SYS "Dummy-Laufwerkbuchstaben" erstellen.
Das MS-DOS-Programm SUBST sowie Netzwerke und Programme, wie z.B. CD-ROM-Erweiterungen, welche die MS-DOS-Netzwerkschnittstelle verwenden, können es erforderlich machen, daß einem Blockgerät ein bestimmter Laufwerkbuchstabe zugewiesen wird.

Beispiel 1
Stellen Sie sich ein System mit einem Diskettenlaufwerk und einer Festplatte vor, wobei sich auf der Festplatte zwei MS-DOS-Partitionen befinden (eine primäre Partition und eine erweiterte Partition mit einem einzigen logischen Laufwerk). Bei dieser Konfiguration weist MS-DOS dem Diskettenlaufwerk die Laufwerkbuchstaben A und B zu. Die primäre Partition auf dem Festplattenlaufwerk erhält den Buchstaben C und das logische Laufwerk in der erweiterten Partition den Buchstaben D.

Beispiel 2
Stellen Sie sich ein anderes System vor, das über drei Diskettenlaufwerke verfügt, wobei das dritte Laufwerk mit DRIVER.SYS installiert wurde. Ferner verfügt das System über zwei Festplattenlaufwerke, wobei sich auf jedem dieser Laufwerke eine primäre und eine erweiterte Partition befinden. Die erweiterte Partition auf dem ersten Festplattenlaufwerk enthält zwei logische Laufwerke, und die erweiterte MS-DOS-Partition auf der zweiten Festplatte enthält ein logisches Laufwerk. Außerdem wird mit RAMDRIVE.SYS ein RAM-Datenträger erstellt.

Bei dieser Konfiguration weist MS-DOS den beiden ersten Diskettenlaufwerken die Laufwerkbuchstaben A und B und dann den primären Partitionen auf dem ersten und dem zweiten Festplattenlaufwerk die Laufwerkbuchstaben C und D zu. MS-DOS weist dann die Laufwerkbuchstaben E und F den zwei logischen Laufwerken in der erweiterten Partition auf dem ersten physischen Laufwerk zu. Dann wird dem logischen Laufwerk in der erweiterten Partition auf dem zweiten physischen Laufwerk der Laufwerkbuchstabe G zugewiesen.

Dem dritten Diskettenlaufwerk, das mit DRIVER.SYS installiert wurde, und dem RAM-Datenträger, der mit RAMDRIVE.SYS erstellt wurde, werden die Buchstaben H und I in der Reihenfolge zugewiesen, in der die entsprechenden DEVICE=Anweisungen in der Datei CONFIG.SYS erscheinen.

Partitionierungsschemata
Die nachstehende Liste enthält beispielhafte Partitionierungsschemata für zwei 40-Megabyte-Festplattenlaufwerke sowie die entsprechenden Laufwerkbuchstabenzuweisungen:
  • Laufwerk 1:
    C: Primäre MS-DOS-Partition von 20 MB
    E: Logisches Laufwerk 1 von 20 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    Laufwerk 2:
    D: Primäre MS-DOS-Partition von 20 MB
    F: Logisches Laufwerk 1 von 20 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
  • Laufwerk 1:
    C: Primäre MS-DOS-Partition von 20 MB
    D: Logisches Laufwerk 1 von 20 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    Laufwerk 2:
    E: Logisches Laufwerk 1 von 20 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    F: Logisches Laufwerk 2 von 20 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
  • Laufwerk 1:
    C: Primäre MS-DOS-Partition von 10 MB
    E: Logisches Laufwerk 1 von 10 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    F: Logisches Laufwerk 2 von 10 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    G: Logisches Laufwerk 3 von 10 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    Laufwerk 2:
    D: Primäre MS-DOS-Partition von 10 MB
    H: Logisches Laufwerk 1 von 10 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    I: Logisches Laufwerk 2 von 10 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
    J: Logisches Laufwerk 3 von 10 MB in erweiterter MS-DOS-Partition
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, daß nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachige(n) Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 51978 - Geändert am: Dienstag, 21. Dezember 2004 - Version: 2.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft MS-DOS 3.1
  • Microsoft MS-DOS 3.2 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 3.21 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 3.3 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 3.3a
  • Microsoft MS-DOS 4.0 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 4.01 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 5.0 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 5.0a
  • Microsoft MS-DOS 6.0 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 6.2 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 6.21 Standard Edition
  • Microsoft MS-DOS 6.22 Standard Edition
  • Microsoft Windows 95
  • Microsoft Windows 98 Standard Edition
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