Artikel-ID: 814847 - Geändert am: Mittwoch, 21. Mai 2003 - Version: 1.3

Wie Sie Slipstream-Updates erstellen können, die vorhandene Treiberdateien ersetzen.

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
814847  (http://support.microsoft.com/kb/814847/EN-US/ ) How to Slipstream Hotfixes That Replace Pre-existing Driver Files
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie eine bereits gepatchte Version einer Datei, die in der Datei "Driver.cab" einer Distributionsfreigabe von Windows 2000 Service Pack 3 (SP3) oder höher, von Windows XP oder Windows 2003 Server enthalten ist, richtig installieren (slipstreamen).

Weitere Informationen

Einige Updates, die von Microsoft zur Verfügung gestellt werden, ersetzen vorhandene Dateien, die in der Datei "Driver.cab" enthalten sind. Windows Setup benutzt die aktualisierte Datei womöglich nicht und verwendet stattdessen die Datei aus der Datei "Driver.cab".

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Datei mit dem Update in einer Distributionsfreigabe zu verwenden und um sicherzustellen, dass Windows Setup nicht die vorhandene Originalversion der Datei benutzt:
  1. Stellen Sie eine Verbindung zu dem Netzwerk oder Computer her, auf dem Sie den Distributionsordner erstellen möchten.
  2. Erstellen Sie eine i386-Distributionsordner. Geben Sie dazu Folgendes ein (unter Verwendung der entsprechenden Laufwerksbezeichnung):
    MD E:\i386
  3. Benutzen Sie das Befehlszeilendienstprogramm xcopy, um die Dateien und Unterordner der Windows 2000 SP3-CD (integrierte Installation) in den Ordner E:\i386 zu kopieren. Wenn es sich zum Beispiel bei Ihrem CD-ROM-Laufwerk um das Laufwerk D handelt, geben Sie Folgendes ein:
    XCOPY /E /I /V D:\i386 E:\i386
  4. Erstellen Sie einen Ordner namens E:\i386\svcpack. Wenn Sie beispielsweise den Unterordner "svcpack" im Ordner "i386" erstellen möchten, geben Sie Folgendes ein:
    MD E:\i386\SVCPACK
  5. Kopieren Sie die ausführbare Update-Datei (Q######_XXX_YYY_ZZZ_LL.exe) in den Ordner "E:\i386\svcpack" und benutzen Sie das 8.3-Format für Dateinamen (Q######.exe). Dabei steht ###### für die entsprechende Nummer des Updates.

    Wenn Sie mehrere Updates verteilen, müssen Sie alle Dateien des Updatepakets umbenennen.
  6. Extrahieren Sie das Update in ein eindeutiges temporäres Verzeichnis. Geben Sie Folgendes ein, um die Dateien zum Beispiel in einen Ordner names Beispielordner zu extrahieren:
    E:\i386\svcpack\Q###### /X E:\samplefolder
  7. Kopieren Sie die Katalogdateien (.cat) und die Update-Binärdateien (beispielsweise .exe, .dll, .sys) wie folgt:
    1. Kopieren Sie die Datei "Q######.cat" in den Ordner "E:\i386\svcpack". Wenn Sie mehrere Updates gleichzeitig verteilen, stellen Sie sicher, dass Sie alle Katalogdateien aller Updates kopieren, die Sie verteilen möchten. Jedes Update besitzt eine eindeutige Katalogdatei, die Sie im Format Q######.cat kopieren müssen.
    2. Falls Binärdateien gibt, die in mehreren Paketen vorhanden sind, so behalten Sie lediglich die Datei mit der höchsten Versionsnummer.
    3. Löschen Sie alle Binärdateien, die im Ordner "i386" ersetzt werden sollen (normalerweise können Sie diese Dateien im freigegebenen Ordner am Unterstrich [_] am Ende des Dateinamens erkennen).
    4. Kopieren Sie die Update-Binärdateien in den Ordner "i386".

      Die Dateien "Update.exe", "Update.inf", "SPmsg.dll", "SPcustom.dll", "SPuninst.exe", "Update.ver" und Symboldateien (.pdb) müssen nicht kopiert werden.
  8. Löschen Sie die Datei "E:\i386\Svcpack.inf".
  9. Erstellen Sie eine neue Svcpack.inf-Datei im Ordner "E:\i386" mit folgendem Inhalt:
    [Version]
    Signature="$Windows NT$"

    [SetupData]
    CatalogSubDir="\i386\svcpack"

    [ProductCatalogsToInstall]
    Q810400.cat

    [SetupHotfixesToRun]
    Q810400.exe /q /n /z
    Wichtig Wenn Sie mehrere Updates gleichzeitig zur Verfügung stellen möchten, fügen Sie unter [ProductCatalogsToInstal] und unter [SetupHotfixesToRun] für jedes Update einen Eintrag hinzu (siehe unten). Die folgenden Zeilen geben ein Beispiel dieser Abschnitte für eine Installation wider, in der mehrere Updates installiert sind. Wenn Sie ein Service Pack installieren, brauchen Sie keine Detailinformationen zu dem Service Pack angeben, da diese in der Installation unabhängig von dieser Vorgehensweise enthalten sind.
    [ProductCatalogsToInstall]
    Q123456.cat
    Q123478.cat
    Q123490.cat

    [SetupHotfixesToRun]
    Q123456.exe /q /n /z
    Q123478.exe /q /n /z
    Q123490.exe /q /n /z
  10. Bearbeiten Sie die Datei "E:\i386\Dosnet.inf", und nehmen Sie folgende Änderungen vor:
    1. Fügen Sie den Ordner "svcpack" im Abschnitt [OptionalSrcDirs] hinzu:
      [OptionalSrcDirs]
      svcpack
    2. Fügen Sie die Namen der Dateien, auf die Updates bereits angewendet wurden, im Abschnitt [ForceCopyDriverCabFiles] hinzu. Dieser Abschnitt befindet sich am Ende der Datei "Dosnet.inf". Beispiel:
      [ForceCopyDriverCabFiles]
      usbhub.sys
Die Distributionsfreigabe ist nun konfiguriert und kann zur Installation des Betriebssystems mit den vorhandenen Updates verwenden werden.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Service Pack 3
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Media Center Edition
  • Microsoft Windows XP Tablet PC Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
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