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Artikel-ID: 816042 - Geändert am: Dienstag, 20. Juni 2006 - Version: 6.1

Konfigurieren eines autorisierenden Zeitservers in Windows Server 2003

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
816042  (http://support.microsoft.com/kb/816042/EN-US/ ) How to configure an authoritative time server in Windows Server 2003
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Sie müssen wissen, wie die Registrierung wiederhergestellt werden kann, wenn ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986  (http://support.microsoft.com/kb/256986/DE/ ) Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Einführung

Windows enthält W32Time, das Zeitdienst-Programm, das vom Kerberos-Authentifizierungsprotokoll benötigt wird. Der Zeitdienst stellt sicher, dass alle Computer in einer Organisation, die mit Microsoft Windows 2000 oder höher arbeiten, eine gemeinsame Zeit verwenden.

Der Windows-Zeitdienst verwendet hierarchische Beziehungen zum Kontrollieren der Autorität und lässt keine Schleifen innerhalb der Hierarchie zu, um so die korrekte Verwendung der gemeinsamen Zeit sicherzustellen. Windows-Computer verwenden standardmäßig die folgende Hierarchie:
  • Alle Client-Desktopcomputer nominieren den authentifizierenden Domänencontroller als ihren eingehenden Zeitpartner.
  • Alle Mitgliedsserver folgen demselben Prozess wie die Client-Desktopcomputer.
  • Alle Domänencontroller in einer Domäne nominieren den primären Domänencontroller (PDC)-Betriebsmaster als ihren eingehenden Zeitpartner.
  • Alle PDC-Betriebsmaster folgen bei der Auswahl ihrer eingehenden Zeitpartner der Domänenhierarchie.
In dieser Hierarchie nimmt der PDC-Betriebsmaster am Gesamtstrukturstamm die autorisierende Rolle für die Organisation ein. Sie sollten den autorisierenden Zeitserver darauf konfigurieren, die Uhrzeit von einer Hardwarequelle zu übernehmen. Wenn Sie den autorisierenden Zeitserver für die Synchronisierung mit einer Internetzeitquelle konfigurieren, findet keine Authentifizierung statt. Sie sollten außerdem niedrigere Zeitkorrektureinstellungen für Ihre Server und eigenständigen Clients wählen. Diese Empfehlungen ermöglichen eine höhere Genauigkeit und Sicherheit für Ihre Domäne.

Konfigurieren des Windows-Zeitdienstes für die Verwendung einer internen Hardware-Uhr

Warnung: Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung mithilfe des Registrierungs-Editors oder einer anderen Methode können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Diese Probleme können eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht dafür garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Änderungen in der Registrierung geschehen auf eigene Verantwortung.

Wenn Sie den PDC-Master ohne Verwendung einer externen Zeitquelle konfigurieren möchten, ändern Sie das Announce-Flag auf dem PDC-Master. Der PDC-Master ist der Server, der die Rolle des Gesamtstrukturstamm-PDC-Masters für die Domäne innehat. Diese Konfiguration veranlasst den PDC-Master, sich als zuverlässige Zeitquelle anzukündigen, und arbeitet mit der integrierten CMOS-Uhr (CMOS = Complementary Metal Oxide Semiconductor). Wenn Sie den PDC-Master mit einer internen Hardware-Uhr konfigurieren möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Suchen Sie den folgenden Registrierungsunterschlüssel, und klicken Sie darauf:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config\AnnounceFlags
  3. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf AnnounceFlags, und klicken Sie dann auf Ändern.
  4. Geben Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten den Wert A im Feld Wert ein, und klicken Sie auf OK.
  5. Beenden Sie den Registrierungseditor.
  6. Geben Sie folgenden Befehl an der Befehlszeile ein, um den Windows-Zeitdienst neu zu starten, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE]:
    net stop w32time && net start w32time
Hinweis: Der PDC darf nicht für die Synchronisierung mit sich selbst konfiguriert werden. Wenn der PDC-Master für die Synchronisierung mit sich selbst konfiguriert ist, werden folgende Ereignisse im Anwendungsprotokoll verzeichnet:

Der Zeitanbieter "NtpClient" empfängt momentan ungültige Zeitdaten von 192.168.1.1 (ntp.m|0x0|192.168.1.1:123->192.168.1.1:123) bzw. kann das Ziel nicht erreichen.

Von dem manuell konfigurierten Peer 192.168.1.1 wurde nach 8 Kontaktversuchen keine gültige Antwort empfangen. Dieser Peer wird als Zeitquelle verworfen. NtpClient versucht, einen neuen Peer mit diesem DNS-Namen zu ermitteln.

Der Zeitanbieter "NtpClient" wurde für die Zeiterfassung von mehreren Zeitquellen konfiguriert. Es ist jedoch keine der Quellen verfügbar. Innerhalb der nächsten 960 Minuten wird kein Versuch unternommen, eine Verbindung mit der Quelle herzustellen. Der NtpClient verfügt über keine Quelle mit genauer Zeit.

Wenn der PDC-Master keine externe Zeitquelle verwendet, wird folgendes Ereignis im Anwendungsprotokoll verzeichnet:

Zeitanbieter "NtpClient": Dieser Computer ist für die Verwendung der Domänenhierarchie zum Ermitteln der Zeitquelle konfiguriert. Er ist aber der PDC-Emulator der Domäne, der erste Computer in der Gesamtstruktur. Daher gibt es keinen Computer oberhalb der Domänenhierarchie, der als Zeitquelle verwendet werden kann. Es wird empfohlen, dass Sie entweder einen zuverlässigen Zeitdienst in der Stammdomäne konfigurieren oder den PDC manuell zur Synchronisierung der externen Zeitquelle konfigurieren. Anderenfalls arbeitet dieser Computer als verbindliche Zeitquelle in der Domänenhierarchie. Wenn keine externe Zeitquelle konfiguriert ist, bzw. von dem Computer nicht verwendet wird, kann der NtpClient deaktiviert werden.

Dieser Text soll daran erinnern, dass eine externe Zeitquelle verwendet werden soll, und kann ignoriert werden.

Konfigurieren des Windows-Zeitdienstes für die Verwendung einer externen Zeitquelle

Gehen Sie folgendermaßen vor, um einen internen Zeitserver für die Synchronisierung mit einer externen Zeitquelle zu konfigurieren:
  1. Ändern Sie den Servertyp in NTP. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf OK.
    2. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Parameters\Type
    3. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf Type, und klicken Sie dann auf Ändern.
    4. Geben Sie im Feld Zeichenfolge bearbeiten unter Wert den Wert NTP ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Setzen Sie AnnounceFlags auf 5. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Suchen Sie den folgenden Registrierungsunterschlüssel, und klicken Sie darauf:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config\AnnounceFlags
    2. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf AnnounceFlags, und klicken Sie dann auf Ändern.
    3. Geben Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten unter Wert den Wert 5 ein, und klicken Sie auf OK.
  3. Aktivieren Sie NTPServer. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\TimeProviders\NtpServer
    2. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf Enabled, und klicken Sie dann auf Ändern.
    3. Geben Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten unter Wert den Wert 1 ein, und klicken Sie auf OK.
  4. Geben Sie die Zeitquellen an. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Parameters\NtpServer
    2. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf NtpServer, und klicken Sie dann auf Ändern.
    3. Geben Sie im Feld Zeichenfolge bearbeiten unter Wert den Wert Peers ein, und klicken Sie auf OK.

      Hinweis:Peers ist ein Platzhalter für eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Peers, von denen Ihr Computer Zeitstempel erhält. Die aufgeführten DNS-Namen müssen jeweils eindeutig sein. Sie müssen ,0x1 an das Ende der einzelnen DNS-Namen anhängen. Wenn Sie nicht ,0x1 an das Ende der einzelnen DNS-Namen anhängen, werden die in Schritt 5 vorgenommenen Änderungen nicht wirksam.
  5. Wählen Sie das Pollintervall aus. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\TimeProviders\NtpClient\SpecialPollInterval
    2. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf SpecialPollInterval, und klicken Sie dann auf Ändern.
    3. Geben Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten unter Wert den Wert TimeInSeconds ein, und klicken Sie auf OK.

      Hinweis: TimeInSeconds ist ein Platzhalter für die Anzahl der Sekunden zwischen den einzelnen Polls. Der empfohlene Dezimalwert ist 900. Dieser Wert konfiguriert den Zeitserver für ein Pollintervall von 15 Minuten.
  6. Konfigurieren Sie die Einstellungen für die Zeitkorrektur. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config\MaxPosPhaseCorrection
    2. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf MaxPosPhaseCorrection, und klicken Sie dann auf Ändern.
    3. Klicken Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten im Feld Basis auf Dezimal.
    4. Geben Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten unter Wert den Wert TimeInSeconds ein, und klicken Sie auf OK.

      Hinweis: TimeInSeconds ist ein Platzhalter für einen sinnvollen Wert, z. B. 1 Stunde (3600) oder 30 Minuten (1800). Der Wert, den Sie wählen, hängt vom Pollintervall, den Netzwerkbedingungen und der externen Zeitquelle ab.
    5. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config\MaxNegPhaseCorrection
    6. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf MaxNegPhaseCorrection, und klicken Sie dann auf Ändern.
    7. Klicken Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten im Feld Basis auf Dezimal.
    8. Geben Sie im Feld DWORD-Wert bearbeiten unter Wert den Wert TimeInSeconds ein, und klicken Sie auf OK.

      Hinweis: TimeInSeconds ist ein Platzhalter für einen sinnvollen Wert, z. B. 1 Stunde (3600) oder 30 Minuten (1800). Der Wert, den Sie wählen, hängt vom Pollintervall, den Netzwerkbedingungen und der externen Zeitquelle ab.
  7. Beenden Sie den Registrierungseditor.
  8. Geben Sie folgenden Befehl an der Befehlszeile ein, um den Windows-Zeitdienst neu zu starten, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE]:
    net stop w32time && net start w32time

Problembehandlung

Damit der Windows-Zeitdienst ordnungsgemäß funktioniert, muss die Netzwerkinfrastruktur richtig funktionieren. Zu den häufigsten Problemen, die sich auf den Windows-Zeitdienst auswirken, gehören die folgenden:
  • Es gibt ein Problem mit den TCP/IP-Verbindungen, z. B. ein deaktiviertes Gateway.
  • Der Namensauflösungsdienst funktioniert nicht richtig.
  • Im Netzwerk treten Verzögerungen bei hohem Volumen auf, insbesondere dann, wenn die Synchronisierung über WAN-Verbindungen (WAN = Wide Area Network) mit hoher Latenz stattfindet.
  • Der Windows-Zeitdienst versucht, eine Synchronisierung mit ungenauen Zeitquellen durchzuführen.
Microsoft empfiehlt die Verwendung des Programms "Netdiag.exe" zur Behebung netzwerkbezogener Probleme. Netdiag.exe ist Bestandteil der Windows Server 2003 Support Tools. In der Hilfe zu den Support Tools finden Sie eine vollständige Liste von Befehlszeilenparametern, die Sie in Verbindung mit Netdiag.exe verwenden können. Wenn Ihr Problem weiterhin besteht, können Sie das Debugprotokoll des Windows-Zeitdienstes aktivieren. Da das Debugprotokoll sehr detaillierte Informationen enthalten kann, sollten Sie sich mit den Microsoft Product Support Services in Verbindung setzen, wenn Sie das Debugprotokoll des Windows-Zeitdienstes aktivieren.Die Telefonnummern des Technischen Supports lauten:

Deutschland: 0180 567 23 30
Österreich: 01 50222 23 30
Schweiz: 0848 80 23 30

Alternativ erhalten Sie auch eine vollständige Liste mit Telefonnummern der Microsoft Product Support Services unter der folgenden Adresse im World Wide Web:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=fh;DE;CNTACTMS (http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=fh;de;cntactms)


Weitere Informationen

NTP unterstützt unterschiedliche Pakettypen. In der Regel senden NTP-Clients und SNTP-Clients (SNTP = Simple Network Time Protocol) Request-Pakete im Clientmodus an den NTP-Server. Der NTP-Server gibt ein Paket im Servermodus zurück. Um den W32-Zeitdienst so zu konfigurieren, dass Pakete im "Symmetric Active Mode" statt im Clientmodus an den NTP-Server gesendet werden, geben Sie den folgenden Befehl an einer Eingabeaufforderung ein:
w32tm /config /manualpeerlist:<server>,0x4 /syncfromflags:MANUAL
Hinweis: Verwenden Sie den Flag "0x8", um zu erzwingen, dass W32Time normale Clientanfragen statt Pakete im "Symmetric Active Mode" sendet. Der NTP-Server reagiert auf diese normalen Clientanfragen auf gewöhnliche Weise.

Konfigurieren einer zuverlässigen Zeitquelle

Ein Computer, der als zuverlässige Zeitquelle konfiguriert ist, wird als Stamm des Windows-Zeitdienstes identifiziert. Der Stamm des Windows-Zeitdienstes ist der autorisierende Server für die Domäne und ist in der Regel dafür konfiguriert, die Zeit von einem externen NTP-Server oder Hardwaregerät zu beziehen. Ein Zeitserver kann als zuverlässige Zeitquelle konfiguriert werden, um die Übermittlung der Zeit durch die gesamte Domänenhierarchie hindurch zu optimieren. Wenn ein Domänencontroller als zuverlässige Zeitquelle konfiguriert ist, kündigt der Anmeldedienst diesen Domänencontroller bei der Anmeldung am Netzwerk als zuverlässige Zeitquelle an. Wenn andere Domänencontroller nach einer Zeitquelle für die Synchronisierung suchen, wählen sie zuerst eine zuverlässige Quelle, sofern verfügbar.

Manuell konfigurierte Synchronisierung

Bei manuell konfigurierter Synchronisierung können Sie einen einzelnen Peer oder eine Liste von Peers festlegen, von denen ein Computer die Zeit bezieht. Wenn der Computer nicht Mitglied einer Domäne ist, muss er manuell für die Synchronisierung mit einer bestimmten Zeitquelle konfiguriert werden. Standardmäßig wird ein Computer, der Mitglied einer Domäne ist, für die Synchronisierung über die Domänenhierarchie konfiguriert. Die manuell konfigurierte Synchronisierung ist in erster Linie sinnvoll für den Gesamtstrukturstamm der Domäne oder für Computer, die nicht Mitglied einer Domäne sind. Wenn Sie für einen externen NTP-Server manuell festlegen, dass dieser mit dem autorisierenden Computer für Ihre Domäne synchronisiert wird, ermöglichen Sie zuverlässige Zeitdaten. Um eine hohe Genauigkeit und Sicherheit für Ihre Domäne zu gewährleisten, empfiehlt es sich jedoch, den autorisierenden Computer für Ihre Domäne für die Synchronisierung mit einer Hardware-Uhr zu konfigurieren.

Ohne Hardware-Zeitquelle wird W32Time jedoch als ein NTP-Typ konfiguriert. Sie müssen die Registrierungseinträge "MaxPosPhaseCorrection" und "MaxNegPhaseCorrection" neu konfigurieren. Der empfohlene Wert beträgt 15 Minuten oder noch weniger, abhängig von der Zeitquelle, den Netzwerkbedingungen und den Sicherheitsanforderungen. Diese Anforderung gilt auch für jegliche zuverlässige Zeitquelle, die im Subnetz für die Zeitsynchronisierung als Gesamtstrukturstamm-Zeitquelle konfiguriert ist. Weitere Informationen zu diesen Registrierungseinträgen finden Sie im Abschnitt "Registrierungseinträge für den Windows-Zeitdienst" in diesem Artikel.

Hinweis:Manuell angegebene Zeitquellen werden nicht authentifiziert (es sei denn, ein spezieller Zeitanbieter wird für sie geschrieben) und sind deshalb anfällig für Angriffe. Außerdem kann es vorkommen, dass zwei Computer nicht mehr synchron sind, wenn ein Computer sich nicht mit dem Domänencontroller synchronisiert, der die Authentifizierung durchführt, sondern mit einer manuell angegebenen Zeitquelle. Dieses Szenario hat zur Folge, dass die Kerberos-Authentifizierung fehlschlägt, und könnte das Scheitern weiterer Vorgänge zur Folge haben, die die Netzwerkauthentifizierung benötigen, z. B. Drucken oder Dateifreigabe. Wenn nur der Gesamtstrukturstamm für die Synchronisierung mit einer externen Zeitquelle konfiguriert ist, bleiben alle anderen Computer innerhalb der Gesamtstruktur synchron. Diese Konfiguration erschwert Replay-Angriffe.

Alle verfügbaren Synchronisierungsmechanismen

Die Option "alle verfügbaren Synchronisierungsmechanismen" ist das nützlichste Synchronisierungsverfahren für Benutzer in einem Netzwerk. Dieses Verfahren ermöglicht die Synchronisierung mit der Domänenhierarchie und kann je nach Konfiguration eine alternative Zeitquelle bereitstellen, wenn die Domänenhierarchie nicht verfügbar ist. Wenn der Client die Zeit nicht mit der Domänenhierarchie synchronisieren kann, wird automatisch auf die Zeitquelle zurückgegriffen, die durch die Einstellung NtpServer vorgegeben ist. Dieses Synchronisierungsverfahren liefert den Clients mit hoher Wahrscheinlichkeit eine genaue Zeit.

Registrierungseinträge des Windows-Zeitdienstes

Die folgenden Registrierungseinträge sind unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\ zu finden:
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RegistrierungseintragMaxPosPhaseCorrection
PfadHKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config
HinweiseDieser Eintrag gibt die größte positive Zeitkorrektur in Sekunden an, die der Dienst durchführt. Wenn der Dienst feststellt, dass eine größere Änderung erforderlich ist, protokolliert er ein Ereignis. (0xFFFFFFFF ist ein Sonderfall, bei dem immer eine Zeitkorrektur stattfindet). Der Standardwert für Domänenmitglieder ist 0xFFFFFFFF. Der Standardwert für eigenständige Clients und Server ist 54.000 (15 Stunden).
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RegistrierungseintragMaxNegPhaseCorrection
PfadHKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config
HinweiseDieser Eintrag gibt die größte negative Zeitkorrektur in Sekunden an, die der Dienst durchführt. Wenn der Dienst feststellt, dass eine größere Änderung erforderlich ist, protokolliert er ein Ereignis. (-1 ist ein Sonderfall, bei dem immer eine Zeitkorrektur stattfindet). Der Standardwert für Domänenmitglieder ist 0xFFFFFFFF. Der Standardwert für eigenständige Clients und Server ist 54.000 (15 Stunden).
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RegistrierungseintragMaxPollInterval
PfadHKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config
Hinweis:Dieser Eintrag gibt das größte zulässige Pollintervall für das System in Sekunden an. Ein System muss die Abfragen zwar gemäß dem festgelegten Intervall durchführen, ein Anbieter kann Abfragen jedoch zurückweisen. Der Standardwert für Domänenmitglieder ist 10. Der Standardwert für eigenständige Clients und Server ist 15.
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RegistrierungseintragSpecialPollInterval
PfadHKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\TimeProviders\NtpClient
Hinweis:Dieser Eintrag gibt das spezielle Pollintervall in Sekunden für manuell konfigurierte Peers an. Wenn das Flag "SpecialInterval 0x1" aktiviert ist, verwendet W32Time dieses Pollintervall anstelle eines durch das Betriebssystem vorgegebenen Intervalls. Der Standardwert für Domänenmitglieder ist 3.600. Der Standardwert für eigenständige Clients und Server ist 604.800.
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RegistrierungseintragMaxAllowedPhaseOffset
PfadHKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config
Hinweis:Dieser Eintrag gibt das maximale Offset in Sekunden an, für das W32Time versucht, die Computeruhr anhand der Taktfrequenz anzupassen. Wenn das Offset diese Taktfrequenz überschreitet, stellt W32Time die Computeruhr direkt ein. Der Standardwert für Domänenmitglieder ist 300. Der Standardwert für eigenständige Clients und Server ist 1.

Informationsquellen

Weitere Informationen zum Windows-Zeitdienst finden Sie in folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
816043  (http://support.microsoft.com/kb/816043/DE/ ) Welcher VERFAHRENSWEISE: TO: Sie aktivieren Debug, das sich den Windows-Zeitdienst anmeldet
884776  (http://support.microsoft.com/kb/884776/DE/ ) Konfigurieren des Windows-Zeitdienstes zum Verhindern eines großen Zeitoffsets
321708  (http://support.microsoft.com/kb/321708/DE/ ) SO WIRD'S GEMACHT: Das Netzwerkdiagnosetool (Netdiag.exe) in Windows 2000 verwenden
314054  (http://support.microsoft.com/kb/314054/DE/ ) Konfigurieren eines autorisierenden Zeitservers in Windows XP
216734  (http://support.microsoft.com/kb/216734/DE/ ) Konfigurieren eines autorisierenden Zeitservers in Windows 2000
Weitere Informationen zum Windows-Zeitdienst auf einer Windows Server 2003-Gesamtstruktur finden Sie auf folgender Microsoft-Website:
http://technet2.microsoft.com/windowsserver/en/library/A0FCD250-E5F7-41B3-B0E8-240F8236E2101033.mspx


Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition for Itanium-Based Systems
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition for Itanium-based Systems
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