Vorübergehende Deaktivierung des Kernelmodus-Filtertreibers in Windows

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Artikel-ID: 816071 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
816071 How to temporarily deactivate the kernel mode filter driver in Windows
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen darüber, wie Sie Sicherheitseinstellungen herabsetzen oder Sicherheitsfunktionen auf einem Computer deaktivieren. Sie können diese Änderungen vornehmen, um ein bestimmtes Problem zu umgehen. Wir raten Ihnen jedoch, zunächst die Risiken dieser Umgehungslösung für Ihre Umgebung abzuschätzen, bevor Sie die genannten Änderungen vornehmen. Falls Sie diese Abhilfe einsetzen, sollten Sie entsprechende Maßnahmen treffen, um Ihr System zu schützen.

Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986 Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie den Kernelmodus-Filtertreiber deaktivieren, ohne die zugehörige Software zu entfernen. Ein Deaktivieren des Filtertreibers empfiehlt sich beispielsweise bei der Behandlung der folgenden Probleme:
  • Probleme mit dem Kopieren oder Sichern von Dateien.
  • Programmfehler, die auftreten, wenn Sie Dateien von Netzlaufwerken öffnen oder auf Netzlaufwerken speichern. Weitere Informationen zu diesen Programmfehlern finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    814112 Dateien auf Netzwerkfreigaben werden langsam oder schreibgeschützt geöffnet, oder eine Fehlermeldung wird angezeigt
  • Fehlermeldungen mit der Ereigniskennung 2022 im Systemprotokoll, zum Beispiel:

    Ereigniskennung: 2022
    Quelle: SRV
    Typ: Fehler
    Beschreibung: Der Server konnte in den letzten Anzahl Sekunden Anzahl Mal keine freie Verbindung finden.

Weitere Informationen

Wenn Sie eines dieser Probleme behandeln, reicht es oftmals nicht aus, die mit der Software verbundenen Dienste zu beenden oder zu deaktivieren. Selbst wenn Sie die Softwarekomponente deaktivieren, wird weiterhin beim Neustart des Computers der Filtertreiber geladen. Sie müssen dann möglicherweise eine Softwarekomponente entfernen, um die Ursache eines Problems zu ermitteln. Als Alternative zum Entfernen der Softwarekomponente können Sie die betreffenden Dienste beenden und die zugehörigen Filtertreiber in der Registrierung deaktivieren. Wenn Sie zum Beispiel verhindern möchten, dass Antivirussoftware Dateien auf Ihrem Computer scannt oder filtert, müssen Sie auch den zugehörigen Filtertreiber deaktivieren.

Zum Deaktivieren von Filtertreibern müssen Sie zunächst Fremdanbieterdienste und ihre zugehörigen Filtertreiber identifizieren. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor.

Warnung: Durch diese Abhilfe wird Ihr Computer oder Ihr Netzwerk möglicherweise anfälliger für Angriffe durch böswillige Benutzer oder gefährliche Software, wie etwa Viren. Diese Abhilfe wird zwar nicht direkt von Microsoft empfohlen, sie wird jedoch hier beschrieben, sodass Sie die Wahl haben, diese Option nach eigenem Ermessen anzuwenden. Verwenden Sie diese Abhilfe auf eigene Verantwortung.

Wichtig: Durch ein Antivirenprogramm soll Ihr Computer vor Viren geschützt werden. Sie dürfen keine Dateien von Quellen downloaden oder öffnen, die nicht vertrauenswürdig sind. Weiterhin sollten Sie keine Websites aufrufen, die nicht vertrauenswürdig sind, oder E-Mail-Anlagen öffnen, wenn das Antivirenprogramm deaktiviert ist. Weitere Informationen zu Computerviren finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
129972 Computerviren: Beschreibung, Vorbeugung und Wiederherstellung
  1. Beenden Sie alle zu dem Softwarepaket gehörenden Dienste.
  2. Setzen Sie den Starttyp auf Deaktiviert. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf Start und auf Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Verwaltung und anschließend auf Dienste.
    2. Klicken Sie im Detailfenster mit der rechten Maustaste auf den zu konfigurierenden Dienst, und klicken Sie auf Eigenschaften.
    3. Klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein in der Liste Starttyp auf Deaktiviert.
  3. Setzen Sie den Registrierungsschlüssel
    Start
    der zugehörigen Filtertreiber auf 0x4. Durch den Wert 0x4 wird der Filtertreiber deaktiviert. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor.

    Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung.
    1. Starten Sie den Registrierungseditor.
    2. Erstellen Sie eine Sicherung der Registrierungsstruktur "HKEY_LOCAL_MACHINE\System".
    3. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services
    4. Klicken Sie auf den Eintrag für den Filtertreiber, den Sie deaktivieren möchten.
    5. Doppelklicken Sie auf die Registrierungseinstellung
      Start
      , und setzen Sie sie auf den Wert 0x4.

      Hinweis: Dieser Registrierungseintrag hat gewöhnlich den Wert 0x3.
  4. Starten Sie den Computer neu.
Die meisten Antivirenprogramme verwenden Filtertreiber, die mit einem Dienst zusammenarbeiten, um Dateien auf Viren zu scannen. Diese Filtertreiber werden auch nach dem Deaktivieren des Dienstes weiter geladen. Diese Filtertreiber scannen Dateien, wenn diese auf einer Festplatte geöffnet und geschlossen werden. Entfernen Sie zur Problembehandlung vorübergehend die Antivirussoftware, oder wenden Sie sich an den Hersteller der Software, um sich zu informieren, ob eine neuere Version verfügbar ist.

Weitere Informationen zum Deaktivieren von Antivirussoftware finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
240309 Deaktivieren von Anti-Virussoftware wie vollständig von dem Filtern von Dateien

Beispiele für Filtertreiber

Dieser Abschnitt beschreibt einige typische Filtertreibernamen nach Produkt:

Virenschutz

  • Inoculan: INO_FLPY und INO_FLTR
  • Norton: SYMEVENT, NAVAP, NAVEN und NAVEX
  • McAfee (NAI): NaiFiltr und NaiFsRec
  • Trend Micro: Tmfilter.sys und Vsapint.sys

Sicherungs-Agent

  • Backup Agent for Open Files: Ofant.sys
  • Open Transaction Manager von Veritas BackupExec: Otman.sys (Otman4.sys oder Otman5.sys)

    Hinweis: Gehen Sie vorsichtig vor, wenn Sie diese Filtertreiber mit der in diesem Artikel beschriebenen Methode deaktivieren. Beim Durchführen dieser Methode wird möglicherweise eine Fehlermeldung "Stop 0x7b" angezeigt.

    Die Fehlermeldung "Stop 0x7b Inaccessible_Boot_Device" kann auftreten, wenn die folgenden Registrierungsschlüssel vorhanden sind und Verweise auf den Treiber "Otman5" enthalten, obwohl der Treiber "Otman5.sys" entweder nicht auf der Festplatte vorhanden ist oder auf "Deaktiviert" gesetzt ist.
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Class\{4D36E967-E325 -11CE-BFC1-08002BE10318}\UpperFilters


    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Class\{71A27CDD-812A -11D0-BEC7-08002BE2092F}\UpperFilters

    Wenn die Fehlermeldung "Stop 0x7b" angezeigt wird, sollten Sie diese Registrierungsschlüssel sichern und den Verweis auf "Otman5" löschen.

Registrierungseinstellungen für Treiber

Die folgende Tabelle enthält gültige Einstellungen und ihre Beschreibung für die Treiber-Registrierungseinstellungen
Start
und
Type
:
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
Name Einstellung Beschreibung der Einstellung
Start 0 = SERVICE_BOOT_STARTNtldr oder Osloader laden den Treiber vorab, sodass er sich beim Starten des Computers im Speicher befindet.
Diese Treiber werden unmittelbar vor den SERVICE_SYSTEM_START-Treibern initialisiert.
Start 1 = SERVICE_SYSTEM_START Der Treiber wird geladen und initialisiert, nachdem die SERVICE_BOOT_START-Treiber initialisiert wurden.
Start 2 = SERVICE_AUTO_START Der Dienststeuerungs-Manager (Service Control Manager, SCM) startet den Treiber oder den Dienst.
Start 3 = SERVICE_DEMAND_STARTDer SCM muss den Treiber oder den Dienst auf Anforderung starten.
Start 4 = SERVICE_DISABLEDDer Treiber oder der Dienst werden nicht geladen oder initialisiert.
Type 1 = SERVICE_KERNEL_DRIVER Gerätetreiber.
Type 2 = SERVICE_FILE_SYSTEM_DRIVER Kernelmodus-Dateisystemtreiber.
Type 8 = SERVICE_RECOGNIZER_DRIVER Dateisystem-Erkennungstreiber.

Informationsquellen

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
314743 Wie Aktivieren der ausführlichen De-Bugverfolgung in verschiedenen Treibern und Teilsystem
Die in diesem Artikel genannten Fremdanbieterprodukte stammen von Herstellern, die von Microsoft unabhängig sind. Microsoft gewährt keine implizite oder sonstige Garantie in Bezug auf die Leistung oder Zuverlässigkeit dieser Produkte.

Eigenschaften

Artikel-ID: 816071 - Geändert am: Samstag, 1. Dezember 2007 - Version: 5.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional x64 Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
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