Übersicht über das Advanced Networking Pack für Windows XP

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Artikel-ID: 817778 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
817778 Overview of the Advanced Networking Pack for Windows XP
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Auf dieser Seite

Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt das Advanced Networking Pack für Microsoft Windows XP Service Pack 1 (SP1). Das Advanced Networking Pack ist ein Add-On für für Windows XP SP1, das einen aktualisierten Netzwerkstapel für Internet Protocol Version 6 (IPv6), eine IPv6-Internetverbindungsfirewall (Internet Connection Firewall, ICF) und eine Microsoft P2P-Netzwerkplattform (P2P = Peer-to-Peer) enthält. Die optionale Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente enthält ein Framework für Peer-to-Peer-Programme, um eine direkte Verbindung zwischen Computern über NAT-Geräte (NAT = Network Address Translation) sowie über das Internet zu ermöglichen.

Dieser Artikel enthält Informationen über die Installation des Advanced Networking Pack für Windows XP und der Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente. Außerdem wird die IPv6 Teredo NAT Traversal-Technologie beschrieben, und es werden einige bekannte Probleme aufgelistet. Weiterhin beschreibt der Artikel, wie diese Probleme behoben werden.

Weitere Informationen

Wichtig: Das Advanced Networking Pack ist nur für Windows XP-Computer mit SP1 geeignet. Die Komponenten aus dem Advanced Networking Pack, sind im Windows XP Service Pack 2 (SP2) enthalten. Daher müssen Sie nach der Installation des SP2 das Advanced Networking Pack nicht separat installieren. Die IPv6-Internetverbindungsfirewall wurde jedoch mit der integrierten IPv6-Unterstützung in der neuen Windows Firewall ersetzt.

Advanced Networking Pack für Windows XP

Das Advanced Networking Pack für Windows XP aktualisiert IPv6 und Installiert die Internetverbindungsfirewall für IPv6. Standardmäßig werden nach der Installation des Updates keine Ports in der Firewall automatisch geöffnet. Verwenden Sie das Advanced Networking Pack für Windows XP für Software, die diese Funktionalität erfordert, oder wenn Sie benutzerdefinierte Programme entwerfen möchten, die die Windows Peer-to-Peer-Netzwerkinfrastruktur verwenden.

Download und Installation des Advanced Networking Pack für Windows XP SP1

Rufen Sie zum Downloaden und Installieren dieses Updates die Microsoft Windows Update-Website auf, und installieren Sie dann das Update 817778:
http://v4.update.microsoft.com/de/default.asp
Administratoren können dieses Update aus dem Microsoft Download Center oder Windows Update-Katalog für die Bereitstellung auf mehreren Computern herunterladen. Wenn Sie dieses Update für eine spätere Installation auf einem Computer benötigen, suchen Sie über die erweiterten Suchoptionen im Windows Update-Katalog nach dieser Artikelnummer.

Weitere Informationen zum Downloaden von Updates aus dem Windows Update-Katalog finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
323166 Download von Windows-Updates und Treibern aus dem Windows Update-Katalog
Downloadcenter


Die folgende Datei steht im Microsoft-Downloadcenter zum Download zur Verfügung:

Bild minimierenBild vergrößern
Download
"WindowsXP-KB817778-x86-DEU.exe" jetzt downloaden.
Weitere Informationen zum Download von Microsoft Support-Dateien finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
119591 So erhalten Sie Microsoft Support-Dateien im Internet
Microsoft hat dazu die neueste Software zur Virenerkennung verwendet, die zum Zeitpunkt der Bereitstellung verfügbar war. Nach der Bereitstellung befindet sich die Datei auf Servern mit verstärkter Sicherheit, wodurch nicht autorisierte Änderungen an der Datei weitestgehend verhindert werden.
Um dieses Update zu installieren, führen Sie die Datei aus, die Sie mithilfe der entsprechenden Befehlszeilenoptionen gedownloadet haben.

Setup-Befehlszeilenoptionen


Dieses Update-Paket unterstützt die folgenden Befehlszeilenoptionen:
  • /? Zeigt eine Liste der Installationsoptionen an.
  • /u Unbeaufsichtigter Modus.
  • /f Erzwingt beim Herunterfahren des Computers das Schließen der anderen Programme.
  • /n Erstellt keine Sicherungsdateien für eine Deinstallation.
  • /o Überschreibt OEM-Dateien ohne Nachfrage.
  • /z Nach Abschluss der Installation erfolgt kein Neustart.
  • /q Stiller Modus (keinerlei Eingriffe durch den Benutzer).
  • /l Listet die installierten Hotfixes auf.
  • /x Extrahiert die Dateien, ohne das Setup-Programm auszuführen.
Wenn Sie beispielsweise die folgende Befehlszeile verwenden, wird das Paket installiert, ohne dass von Seiten des Benutzers weitere Eingaben erforderlich sind:
windowsxp-kb817778-x86-deu.exe /u /q
Verwenden Sie folgende Befehlszeile, wenn Sie das Paket ohne anschließenden Neustart installieren möchten:
windowsxp-kb817778-x86-deu.exe/z
Hinweis: Diese Befehlszeilenoptionen können ebenfalls in einer einzigen Befehlszeile verwendet werden.

Administratoren können dieses Update auch über die Microsoft Software Update Services (SUS) bereitstellen.

Weitere Informationen über SUS finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
810796 Whitepaper: Whitepaper "Software Update Services Overview"

Installation des Advanced Networking Pack für Windows XP

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Advanced Networking Pack für Windows XP zu installieren:
  1. Melden Sie sich als Administrator bei Windows an.
  2. Wenn die Betaversion von Windows XP Peer-to-Peer Update auf dem Computer installiert ist, entfernen Sie sie.
  3. Starten Sie Microsoft Windows Explorer, und öffnen Sie den Ordner, der die heruntergeladene Setup-Datei enthält.
  4. Führen Sie das Installationsprogramm aus. Doppelklicken Sie hierfür auf die ausführbare Datei (.exe).
  5. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, um das Advanced Networking Pack für Windows XP auf dem Computer zu installieren.
  6. Starten Sie den Computer neu, wenn der Installationsvorgang beendet ist.

Entfernen des Advanced Networking Pack für Windows XP

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Advanced Networking Pack für Windows XP zu entfernen:
  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie auf Software.
  3. Klicken Sie in der Liste Zurzeit installierte Programme auf Advanced Networking Pack für Windows XP, und klicken Sie anschließend auf Entfernen.
  4. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, um das Advanced Networking Pack für Windows XP von dem Computer zu entfernen.
  5. Starten Sie den Computer neu, wenn das Programm entfernt wurde.
Administratoren können das Paket auch mithilfe des Dienstprogramms "Spunist.exe" entfernen. Die ausführbare Datei "Spunist.exe" befindet sich im Ordner %WINDIR%\$NTUninstallKB818529$\Spuninst. Dieses Dienstprogramm unterstützt die folgenden Befehlszeilenoptionen:
  • /? Zeigt eine Liste der Installationsoptionen an.
  • /u Unbeaufsichtigter Modus.
  • /f Erzwingt beim Herunterfahren des Computers das Schließen der anderen Programme.
  • /z Nach Abschluss der Installation erfolgt kein Neustart.
  • /q Stiller Modus (keinerlei Eingriffe durch den Benutzer).

Prüfung, ob Advanced Networking Pack für Windows XP installiert ist

Um zu überprüfen, ob Advanced Networking Pack für Windows XP installiert ist, vergleichen Sie die Dateien auf dem Computer mit den folgenden Dateiinformationen, oder überprüfen Sie, dass der DWORD-Wert Installiert vorhanden ist und im folgenden Registrierungsschlüssel auf 1 gesetzt ist:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Hotfix\KB817778
Die englische Version dieses Hotfixes weist die in der nachstehenden Tabelle aufgelisteten Dateiattribute (oder später) auf. Datums- und Uhrzeitangaben für diese Dateien sind in der "Coordinated Universal Time" (UTC) angegeben. Wenn Sie sich die Dateiinformationen ansehen, werden diese Angaben in die lokale Zeit konvertiert. Die Abweichung zwischen UTC-Zeit und lokaler Zeit können Sie im Systemsteuerungsprogramm "Datum/Uhrzeit" mithilfe der Registerkarte Zeitzone ermitteln.
Datum        Uhrzeit   Version         Größe   Dateiname 
------------------------------------------------------------
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      95,232  6to4svc.dll 
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      31,232  Inetmib1.dll 
30-Jun-2003  17:56                      3,397  Ip6fw.inf 
30-Jun-2003  20:35  5.1.2600.1240      29,952  Ip6fw.sys 
30-Jun-2003  20:35  5.1.2600.1240      49,152  Ip6fwapi.dll 
30-Jun-2003  20:35  5.1.2600.1240      16,384  Ip6fwcfg.dll 
30-Jun-2003  20:35  5.1.2600.1240      40,448  Ip6fwhlp.dll 
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      79,872  Iphlpapi.dll 
30-Jun-2003  20:30  5.1.2600.1240      48,640  Ipv6.exe 
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      54,272  Ipv6mon.dll 
30-Jun-2003  17:56                      6,157  Netip6.inf 
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      71,168  Netoc.dll 
30-Jun-2003  20:10                      9,328  Netoc.inf 
30-Jun-2003  20:33  5.1.2600.1240      83,456  Netsh.exe 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240     109,056  P2p.dll 
30-Jun-2003  17:56                      6,592  P2p.inf 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240      79,872  P2pgasvc.dll 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240     294,912  P2pgraph.dll 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240      81,408  P2pnetsh.dll 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240     494,080  P2psvc.dll 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240      45,568  Pnrpnsp.dll 
12-Jun-2003  20:36  2.1.4701.0        151,552  Sqldb20.dll 
12-Jun-2003  20:36  2.1.4701.0        462,848  Sqlqp20.dll 
12-Jun-2003  20:36  2.1.4701.0        110,592  Sqlse20.dll 
30-Jun-2003  20:30  5.1.2600.1240     203,008  Tcpip6.sys 
30-Jun-2003  20:35  5.1.2600.1240      11,776  Tunmp.sys 
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      70,656  Ws2_32.dll 
10-Jul-2003  16:19  5.1.2600.1240      13,312  Wship6.dll 
30-Jun-2003  17:49  5.1.2600.1240     172,544  Xpob2res.dll 
30-Jun-2003  20:38  5.1.2600.1240      26,624  Npcustom.dll  

Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente

Die Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente ist eine Entwicklerplattform zur Erstellung von P2P-Anwendungen für Windows XP-Computer. Programmentwickler können leistungsstarke Computer mit Internetverbindung verwenden, um interessante verteilte Programme zu erstellen oder um vorhandene Programme so zu verbessern, dass diese auf neue und hilfreiche Art und Weise zusammenarbeiten.

Die Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente aktiviert IPv6 und IPv6 ICF (sofern sie noch nicht auf dem Computer aktiviert sind) und öffnet die Ports 3587 (TCP) und 3540 (UDP) der IPv6 ICF.

Wenn Sie das Advanced Networking Pack für Windows XP installieren und die optionale Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente auf dem Computer aktivieren, aktivieren Sie die folgenden Technologien:
  • Windows Peer-to-Peer Networking-Namensauflösung

    Der PNRP-Namespace-Provider (Peer Name Resolution Protocol) stellt eine API bereit, die eine Peer-to-Peer-Auflösung von Namen in Endpunkte ermöglicht (IPv6-Adresse oder Portnummer).
  • Windows Peer-to-Peer Networking-Diagramme

    Diagramme ermöglichen eine effiziente Verbindung mehrerer Punkte in einem eng miteinander verbunden Satz von Peers. Durch Diagramme können Programme ihre eigenen Sicherheitsmodelle und IP-Auflösungsmechanismen verwenden.
  • Windows Peer-to-Peer Networking-Gruppierung

    Eine Gruppierung ist standardmäßig die oberste Sicherheitsebene eines Diagramms. Durch die Sicherheitsebene wird das Sicherheitsmodell hinter der Gruppenerstellung, Einladung und Verbindung zu der Gruppe definiert. Die Gruppierung verwendet außerdem PNRP als Protokoll für die Namensauflösung und ermöglicht, dass mehrere Programme das gleiche Diagramm verwenden.
  • Windows Peer-to-Peer Networking-Identitätsmanager

    Der Identitätsmanager ermöglicht die Erstellung und Verwendung von Peer-to-Peer-Identitäten in PNRP sowie eine Gruppierung.

Aktivieren der Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomonente

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente zu aktivieren.

Hinweis: Bevor Sie die optionale Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente aktivieren, muss das Advanced Networking Pack für Windows XP auf dem Computer installiert sein, falls es noch nicht installiert ist.
  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie auf Software.
  3. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen. Der Assistent für Windows-Komponenten wird gestartet.
  4. Klicken Sie auf Netzwerkdienste (aber deaktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht), und klicken Sie dann auf Details.
  5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Peer-to-Peer, und klicken Sie auf OK.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Folgen Sie den Anweisungen auf den verbleibenden Seiten des Assistenten, um die Komponente auf dem Computer zu installieren.

Deaktivieren der Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente zu deaktivieren:
  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie auf Software.
  3. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen. Der Assistent für Windows-Komponenten wird gestartet.
  4. Klicken Sie auf Netzwerkdienste (aber deaktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht), und klicken Sie dann auf Details.
  5. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Peer-to-Peer, und klicken Sie auf OK.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Folgen Sie den Anweisungen auf den verbleibenden Seiten des Assistenten, um die Komponente von dem Computer zu entfernen.
Hinweis: Wenn die IPv6-Internetverbindungsfirewall aktiviert ist, wenn Sie die Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente deaktivieren, werden die Ports 3587 (TCP) und 3540 (UDP) automatisch geschlossen.

IPv6 Teredo NAT Traversal-Technologie

IPv6 ist die nächste Generation von Internetprotokollen, die eine Kommunikation über verschiedene Netzwerke ermöglichen. IPv6 Teredo ist eine Übergangstechnologie, die einen automatischen "IPv6-Tunnel" zwischen Hosts ermöglicht, die über ein oder mehrere IPv4 NAT-Geräte verteilt sind.

IPv6-Datenverkehr von Teredo-Hosts kann über NAT-Geräte fließen, da eine IPv4-User Datagram Protocol-Meldung (UDP) den Datenverkehr einkapselt. Wenn das NAT-Gerät eine UDP-Portübersetzung unterstützt, unterstützt das NAT-Gerät Teredo. Die einzige Ausnahme ist ein "symmetrisches" NAT. Die Verwendung eines symmetrischen NAT-Geräts wird nicht unterstützt. Derzeit werden symmetrische NAT-Geräte selten verwendet.

Die Microsoft-Implementierung von IPv6 Teredo basiert auf dem Internet-Draft Version 8 der Internet Engineer Task Force (IETF): "Teredo: Tunneling IPv6 over UDP through NATs". Teredo ermöglicht, dass andere Hosts im Internet direkt mit Ihrem Computer kommunizieren können. Teredo ermöglicht außerdem eine direkte Kommunikation zwischen Peer-Clients im Internet.

Die folgenden Komponenten der IPv6 Teredo NAT Traversal-Technologie sind im Advanced Networking Pack für Windows XP enthalten:
  • Teredo-Client

    Bei einem Teredo-Client handelt es sich um einen Host, der eine Teredo-Adresszuweisung erhalten, NAT-Zuordnungen verwalten und IPv6-Datenverkehr über das IPv4-Internet untertunneln kann. Teredo-Clients leiten NAT-Zuordnungs-Initialisierungspakete zwischen Teredo-Clients und Knoten im IPv6-Internet weiter.
  • Spezifisches Relay für Teredo-Hosts

    Ein spezifisches Relay für Teredo-Hosts ist ein Host, der Pakete zwischen Teredo-Clients- und IPv6-Internetknoten weiterleitet.
Hinweis: Derzeit werden nur Teredo-Clients im Advanced Networking Pack für Windows XP unterstützt. Das für Teredo-Hosts spezifische Relay wird automatisch konfiguriert, wenn es erforderlich ist. IPv6-Internetknoten müssen das Advanced Networking Pack für Windows XP ausführen, damit ein hostspezifisches Relay bereitgestellt wird, mit der der Teredo-Client erreicht wird, oder eine öffentliches Teredo-Relay verwenden. Wenn kein öffentliches Teredo-Relay verfügbar ist, müssen Teredo-Clients, die eine Verbindung mit einem IPv6-Host herstellen, der nicht mit Advanced Networking Pack für Windows XP kompatibel ist, IPv4 verwenden.

Konfigurieren eines IPv6 Teredo-Clients

Wenn Sie das Advanced Networking Pack für Windows XP installieren, wird der Computer automatisch so konfiguriert, dass der Teredo-Client aktiviert wird. In der Regel müssen Sie diese Konfiguration nicht ändern. Wenn Sie diese Einstellungen jedoch ändern müssen, verwenden Sie Befehlszeilenprogramm netsh interface ipv6. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Ausführen.
  2. Im Feld Öffnen geben Sie cmd ein. Drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE].
  3. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung die folgenden Zeilen ein, und drücken Sie nach jeder Zeile die [EINGABETASTE]:
    netsh
    interface
    ipv6
Um den IPv6 Teredo-Client zu konfigurieren, verwenden Sie an der Eingabeaufforderung netsh interface ipv6 den Befehl set teredo. Der Befehl set teredo verwendet folgende Syntax:
set teredo [[type]=disabled | client | enterpriseclient | default] [[Servername=]Hostname | IPv4-Adresse | default] [[RefreshInterval=]Wert | default][[ClientPort=] Wert setzen | default
Die Parameter, die Sie zusammen mit dem Befehl set teredo verwenden können, sind wie folgt:
  • type: Legt eine der folgenden Optionen fest:
    • disabled: Deaktiviert den Teredo-Dienst.
    • client: Aktiviert den Teredo-Client.
    • enterpriseclient: Ermöglicht dem Teredo-Client die Arbeit in einem verwalteten Netzwerk
  • Servername: Legt den Namen oder die IPv4-Adresse des Teredo-Servers fest.
  • RefreshInterval: Legt das Aktualisierungsintervall des Teredo-Clients fest (in Sekunden).
  • ClientPort: Ermöglicht Benutzern die Festlegung eines UDP-Ports. Wenn Sie diese Option nicht verwenden, legt der Computer die Option "UDP" fest.
Weitere Informationen darüber, wann die Optionen enterpriseclient und ClientPort verwendet werden, finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen über die Konfiguration von NAT-Geräten".

Weitere Informationen über netsh, finden Sie im Hilfe- und Supportcenter in Windows XP. Klicken Sie hierfür auf Start, klicken Sie auf Hilfe und Support, geben Sie im Feld Suchen den Befehl using netsh ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE], um die Hilfethemen anzuzeigen.

NAT und IPv6-Teredo-Interoperabilität

Teredo gehört zur IPv6-Technologie, die NAT-Geräte traversiert, um eine Verbindung von Endpunkt zu Endpunkt zwischen IPv6-Knoten herzustellen. Aufgrund der vielen verschiedenen NAT-Geräte, die von verschiedenen Händlern verfügbar sind, kann es passieren, dass Teredo mit einem bestimmten NAT-Gerät möglicherweise nicht ordnungsgemäß funktioniert. Folgende NAT-Geräte wurden sorgfältig getestet. Von ihnen ist bekannt, dass Sie mit Teredo arbeiten:
LinkSys BEFW11S4 v.1
Linksys BEFSR41
Linksys BEFSR1
D-Link DI-713 mit Firmware Version 2.53b9
NETGEAR RP614
NETGEAR RP114
NETGEAR MR314
NETGEAR FVS318
Microsoft MN-100 Wired Base Station
Siemens SpeedStream 2602 NAT Router
SMC 7004VBR
SMC 7004AWBR
Belkin F5D6230-3
3Com 3C855
Windows XP Internet Connection Sharing
Folgende Geräte können für eine Verwendung mit Teredo aktualisiert werden:
D-Link DI-604
D-Link DI-614
Folgende Geräte können für eine Verwendung mit Teredo konfiguriert werden:
Microsoft Broadband Wireless Base Station - MN-500
Wenn Ihr NAT-Gerät nicht in der Liste enthalten ist, bedeutet dies nicht, dass Teredo für Ihr NAT-Gerät nicht funktioniert. Um zu überprüfen, ob Teredo ordnungsgemäß funktioniert, können Sie das Befehlszeilenprogramm netsh interface ipv6 verwenden. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Ausführen.
  2. Im Feld Öffnen geben Sie cmd ein. Drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE].
  3. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE]:
    netsh interface ipv6 show teredo
    Die Ausgabe enthält eine Liste, in der der aktuelle Status von Teredo angezeigt wird. Wenn Ihr Client Teredo nicht verwenden kann, ist der Status als Offline gekennzeichnet. Unter Fehler erhalten Sie weitere Informationen, die erklären, warum der Client Teredo nicht verwenden kann. Möglicherweise können Sie Ihr Gerät für die Verwendung von Teredo konfigurieren.
Weitere Informationen über die Konfiguration von NAT-Geräten erhalten Sie im Abschnitt "Weitere Informationen über die Konfiguration von NAT-Geräten".

Die in diesem Artikel erwähnten Fremdanbieterprodukte werden von Lieferanten hergestellt, die von Microsoft unabhängig sind; Microsoft gewährt keine implizite oder sonstige Garantie in Bezug auf die Leistung oder Zuverlässigkeit dieser Produkte.

Weitere Informationen über die Konfiguration von NAT-Geräten

UPnP-Unterstützung

Sie verfügen möglicherweise über ein Gerät, das UPnP (Universal Plug and Play) unterstützt. UPnP ist ein Konfigurationsprotokoll, das von vielen Geräten unterstützt wird. Der Teredo-Client versucht, NAT-Geräte automatisch zu konfigurieren, die UPnP unterstützen, jedoch andererseits keinen Teredo-Datenverkehr zulassen. Dieser Vorgang wird automatisch ausgeführt. Sie müssen keine weiteren Einstellungen konfigurieren. Jedes NAT-Gerät ist jedoch unterschiedlich und unterstützt möglicherweise UPnP. In einigen Fällen muss dies jedoch vom Benutzer aktiviert werden. Um festzustellen, ob Ihr Gerät UPnP unterstützt, lesen Sie die Produktdokumentation für Ihr NAT-Gerät.

ClientPort

Sie können möglicherweise auch manuell einen bestimmten UDP-Port konfigurieren, den der Teredo-Client verwenden soll. Bei einigen NAT-Geräten ist es erforderlich, dass Netzwerkprogramme den gleichen Port bei jeder Verbindung verwenden. Wenn Ihr NAT-Gerät Teredo blockiert, können Sie die Option ClientPort verwenden, die zuvor im Abschnitt "Konfigurieren eines IPv6 Teredo-Clients" dieses Artikels beschrieben wurde, um einen bestimmten Port festzulegen. Der Port kann eine beliebige Zahl zwischen 1024 und 65356 sein.

EnterpriseClient

Der Teredo-Client wird automatisch deaktiviert, wenn der Computer Mitglied einer Domäne eines Unternehmens ist oder wenn eine Firewall erkannt wird. Wenn Sie Teredo von einem Firmennetzwerk aus verwenden möchten, wenden Sie sich an den Netzwerkadministrator, bevor Sie die Option EnterpriseClient verwenden. Diese Einstellung überschreibt das typische Verhalten und versucht, Teredo auf dem Clientcomputer zu aktivieren, selbst wenn der Client Mitglied einer Domäne ist.

Aktivieren von IPv6 ICF

Wenn Sie das Advanced Networking Pack für Windows XP installieren, werden IPv6 und IPv6 ICF installiert, jedoch noch nicht aktiviert. Wenn IPv6 aktiviert ist, wird die IPv6-Internetverbindungsfirewall automatisch für alle Netzwerkverbindungen aktiviert. IPv6 ICF ist von der IPv4-Internetverbindungsfirewall getrennt, die in Windows XP enthalten ist. Daher ist es nicht möglich, Konfigurationsinformationen sowie Statistiken über die IPv6-Internetverbindungsfirewall im Netzwerkverbindungsordner anzuzeigen. Sie können lediglich Informationen über die IPv4-Internetverbindungsfirewall im Netzwerkverbindungsordner anzeigen.

Die IPv6-Internetverbindungsfirewall bietet folgende Möglichkeiten:
  • Statussensitives Filtern nach ausgehendem Datenverkehr
  • Nicht angeforderter eingehender Datenverkehr wird automatisch und im Hintergrund unterbrochen
  • Portkonfiguration

    Wenn Sie das Advanced Networking Pack für Windows XP installieren, blockiert die IPv6-Internetverbindungsfirewall alle eingehenden Ports. Wenn Sie die optionale Windows Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente aktivieren, werden die Ports 3540 (UDP) sowie 3587 (TCP) für eingehenden Datenverkehr geöffnet. Außerdem können Sie die Ports manuell so konfigurieren, dass nicht angeforderter Datenverkehr aus dem Netzwerk zugelassen wird. Wenn Sie beispielsweise einen IPv6-aktivierten Webserver bereitstellen, können Sie die IPv6-Internetverbindungsfirewall so konfigurieren, dass nicht angeforderter IPv6-Datenverkehr am TCP-Port 80 zugelassen wird.
  • ICMP-Konfiguration

    Sie können Optionen für Internet Control Message Protocol (ICMP) konfigurieren.
  • Protokollinformationen

    Sie können die Protokollierung verworfener Pakete, erfolgreicher Verbindungen oder beides konfigurieren. Sie können die Protokolle verwenden, um Sicherheits- und Leistungsprobleme zu beheben.
Weitere Informationen zur Konfiguration der IPv6-Internetverbindungsfirewall erhalten Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600224.mspx

Manuelles Aktivieren von IPv6 ICF

IPv6 ICF wird automatisch aktiviert, wenn IPv6 auf dem Computer aktiviert ist. Sie müssen keine weiteren Schritte unternehmen. Wenn Sie die IPv6-Internetverbindungsfirewall jedoch deaktivieren, können Sie sie manuell aktivieren.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um IPv6 ICF zu aktivieren:
  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie auf Software.
  3. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen. Der Assistent für Windows-Komponenten wird gestartet.
  4. Klicken Sie auf Netzwerkdienste (aber deaktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht), und klicken Sie dann auf Details.
  5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen IPv6 Internet Connection Firewall, und klicken Sie dann auf OK.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Komponente auf dem Computer zu installieren.

Deaktivieren von IPv6 ICF

Gehen Sie folgendermaßen vor, um IPv6 ICF zu deaktivieren:
  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie auf Software.
  3. Klicken Sie auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen. Der Assistent für Windows-Komponenten wird gestartet.
  4. Klicken Sie auf Netzwerkdienste (aber deaktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht), und klicken Sie dann auf Details.
  5. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen IPv6 Internet Connection Firewall, und klicken Sie dann auf OK.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Komponente von dem Computer zu entfernen.

Bekannte Probleme

  • IPv6-Konnektivitätsprobleme bei Verwendung von falschen Firewalleinstellungen

    Es treten möglicherweise Konnektivitätsprobleme auf, wenn die Firewalleinstellungen für die Internetverbindungsfirewall für IPv4 oder IPv6 nicht richtig konfiguriert sind. Um dieses Problem zu beheben, geben Sie den folgenden Befehl in der Befehlszeile ein, um die Firewalleinstellungen zu aktualisieren:
    netsh interface ipv6 set teredo client
  • Windows XP Peer-to-Peer-Ports sind nicht geöffnet, wenn Sie einen neuen Netzwerkadapter installieren

    Wenn die Betaversion von Windows XP Peer-to-Peer Update auf dem Computer installiert ist und Sie sie nicht entfernen, bevor Sie das Advanced Networking Pack für Windows XP installieren, werden die entsprechenden Ports für die Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkinfrastruktur nicht geöffnet, wenn Sie einen neuen Netzwerkadapter installieren. Dieses Verhalten tritt auf, da Ports in der Betaversion von Windows XP Peer-to-Peer Update nicht global geöffnet werden. Um dieses Problem zu beheben, deaktivieren Sie die Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkkomponente, und deaktivieren Sie sie anschließend erneut.
  • Das Gastkonto kann ein Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkprogramm nicht verwenden

    Um die Windows XP Peer-to-Peer-Netzwerkinfrastruktur zu verwenden, müssen Sie sich mit einem anderen Benutzerkonto als dem Gastkonto anmelden.
  • Ein Programm, z. B. Microsoft Internet Explorer, kann möglicherweise keine Domänennamen von einigen DNS-Servern (Domain Name System) auflösen, nachdem Sie IPv6 aktiviert haben. Aus diesem Grund können Sie möglicherweise auf einige Websites nicht zugreifen. Dieses Problem kann auftreten, wenn der DNS-Server eine Anfrage nach einem Nicht-"A"-Datensatz erhält und eine autorisierende Antwort zurückgibt, die "NXDOMAIN" oder "NAME_ERROR" (Antwortcode oder RCODE 3) enthält, obwohl ein "A"-(oder IPv4-Host-)Datensatz für den abgefragten Namen auf diesem DNS-Server existiert. "NXDOMAIN" oder "NAME_ERROR" in der Antwort weisen darauf hin, dass es "keine Datensätze irgendeines Typs für diesen Namen" gibt. Microsoft hat festgestellt, dass bestimmte DNS-Serversoftware "AAAA"-(IPv6-)Datensätze nicht unterstützt und unkorrekterweise mit NXDOMAIN antwortet, obwohl ein "A"-Datensatz für die Site existiert.

    Weitere Informationen zu diesem Problem finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    815768 Anwendung kann einige Domänennamen nicht auflösen
  • IPv6-Datenverkehr wird in Windows XP nicht von der IPv4-Internetverbindungsfirewall gefiltert. Um IPv6-Datenverkehr zu filtern, müssen Sie die im Advanced Networking Pack enthaltene IPv6-Internetverbindungsfirewall verwenden.

Informationsquellen

Weitere Informationen über IPv6 finden Sie auf der folgenden Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/windowsserver2003/technologies/ipv6/default.mspx
Weitere Informationen über Teredo finden Sie auf der folgenden Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600330.mspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 817778 - Geändert am: Sonntag, 15. Mai 2011 - Version: 9.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Tablet PC Edition
  • Microsoft Windows XP Media Center Edition 2005 Update Rollup 2
Keywords: 
atdownload kbqfe kbHotfixServer kbhowto kbwindowsupdate kbregistry kbnetwork KB817778
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