Beschreibung der NetBIOS-Suchkonsole ("Browcon.exe")

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Artikel-ID: 818092 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
818092 Description of NetBIOS Browsing Console (Browcon.exe)
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die NetBIOS-Suchkonsole ("Browcon.exe"), ein Dienstprogramm, mit dem Sie Probleme beim Durchsuchen von NetBIOS-Netzwerken behandeln können. Die NetBIOS-Suchkonsole basiert auf dem Befehlszeilenprogramm "Browstat.exe", das Bestandteil der Windows 2000-Supporttools ist.

Weitere Informationen

"Browstat.exe"

Viele Programme, die für Windows-Netzwerke geschrieben wurden, verwenden die NetBIOS-Suchfunktion. Programme, die Benutzern das Suchen von Computern oder Druckern im Netzwerk ermöglichen, nutzen in der Regel die NetBIOS-Suchfunktion. Wenn einzelne Computer oder ganze Computergruppen nicht in der Liste aufgeführt werden, muss der Netzwerkadministrator den Grund dafür ermitteln.

"Browstat.exe" ist ein äußerst leistungsfähiges Befehlszeilenprogramm, mit dessen Hilfe Sie die Ursache eines Problems beim Suchen ermitteln und beheben können. Damit Sie "Browstat.exe" effizient nutzen können, müssen Sie jedoch über Erfahrung in der Problembehandlung und präzise Kenntnisse der Funktionsweise der NetBIOS-Suche verfügen. In Umgebungen mit IP-Routing müssen Sie "Browstat.exe" möglicherweise auf mehreren Systemen in unterschiedlichen Netzwerkabschnitten ausführen und die Ergebnisdaten der einzelnen Tests koordinieren. Aufgrund dieser komplexen Zusammenhänge verwenden nur wenige Administratoren "Browstat.exe" bei der Problembehandlung. Weitere Informationen hierzu sowie schrittweise Anleitungen zur Verwendung von "Browstat.exe" finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
188305 Problembehandlung im Microsoft-Computersuchdienst
Außerdem sind Anweisungen zur Verwendung von "Browstat.exe" im Whitepaper "MS Windows NT Browser" enthalten. Das Whitepaper enthält außerdem ausführliche Informationen über die in Microsoft-Betriebssystemen verfügbaren Suchdienste. Sie finden dieses Whitepaper auf der folgenden Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/technet/treeview/default.asp?url=/technet/prodtechnol/winntas/deploy/prodspecs/ntbrowse.asp

NetBIOS-Suchkonsole

Die NetBIOS-Suchkonsole nutzt die Funktionen von "Browstat.exe", ist jedoch benutzerfreundlicher und verständlicher. Die NetBIOS-Suchkonsole ist ein Windows-Programm, das auf Grundlage von Microsoft .NET Framework, Version 1.1.4322, erstellt wurde. Wie auch "Browstat.exe" kann sie unter den Betriebssystemen Microsoft Windows NT 4.0 und Windows 2000 oder später ausgeführt werden, sofern das TCP/IP-Protokoll installiert ist. Nachdem Sie die Konsole installiert und gestartet haben, geben Sie wichtige Informationen in die Konsole ein, mit deren Hilfe Sie zahlreiche Schritte zur Problembehandlung automatisieren können.

Die folgenden Informationen müssen u. a. eingegeben werden:
  • Der NetBIOS-Name aller Windows-Domänen im Netzwerk
  • Der NetBIOS-Name des primären Domänencontrollers (PDC) jeder Windows-Domäne
  • Die IP-Adresse des PDCs jeder einzelnen Windows-Domäne
  • Die IP-Adressen aller WINS-Server im Netzwerk
  • Eine Liste aller IP-Subnetze im Netzwerk
  • Der NetBIOS-Name jedes Systems im Netzwerk, auf dem die NetBIOS-Suchkonsolen-Agentsoftware ausgeführt wird
Anhand all dieser Angaben ergibt sich ein Netzwerkprofil. Sie müssen diese Informationen nur einmal eingeben. Sie können jedoch jederzeit bei Bedarf neue Informationen hinzufügen bzw. veraltete Daten löschen. Das Netzwerkprofil wird im linken Bereich des Hauptformulars angezeigt.

Der NetBIOS-Suchkonsolen-Agent

Die NetBIOS-Suchkonsole nutzt den NetBIOS-Suchkonsolen-Agent, um NetBIOS-Suchdaten in Remotenetzwerken zu sammeln und zu übermitteln. Der Agent muss auf einem einzelnen System in jedem logischen Subnetz des Netzwerks installiert werden. Der Name des Systems wird in das Netzwerkprofil in der NetBIOS-Suchkonsole eingetragen, sodass im Rahmen der Problembehandlung auf den Agent zugegriffen werden kann. Der Agent ist eine kleine Konsolenanwendung und erfordert keinerlei Konfiguration. Er wird einfach durch Doppelklicken auf das Anwendungssymbol gestartet. Standardmäßig überwacht der Agent TCP-Port 49911 auf Konsolenverbindungen. Bei jedem Versuch, eine Konsolenverbindung herzustellen, zeigt der Agent Verbindungsdetails an. Für Version 2.0 des Agents ("Nbcagent.exe") ist Microsoft .NET Framework nicht erforderlich. Kopieren Sie die Agentsoftware und "Browstat.exe" einfach in ein beliebiges Verzeichnis in einem System, und führen Sie dann "Nbcagent.exe" aus. Die Agentsoftware und "Browstat.exe" sind zusammen weniger als 200 KB groß, und für keine der Dateien sind Registrierungseinträge erforderlich. Der NetBIOS-Suchkonsolen-Agent (Version 2.0) verfügt über zwei optionale Schalter:
  • [/p Portnummer] Mit dieser Option geben Sie an, welchen TCP-Port der Agent auf Konsolenverbindungen überwachen soll. Der angegebene TCP-Port darf nicht vergeben sein und muss im Gültigkeitsbereich von 1 ? 65535 liegen. Wenn kein TCP-Port angegeben wird, wird standardmäßig Port 49911 verwendet.
  • [/c IP_Adresse] Mit dieser Option geben Sie die IP-Adresse oder den Namen der Konsole an, von der der Agent Verbindungen akzeptiert. Verbindungsversuche anderer IP-Adressen oder Namen werden abgelehnt.

    Der Agent versucht, die IP-Adresse und den Namen des Systems aufzulösen, das eine Verbindung mit dem überwachten Port herzustellen versucht. Wurde die IP-Adresse bzw. der Name erfolgreich aufgelöst und stimmt sie bzw. er mit der mit dem Schalter /c angegebenen IP-Adresse bzw. dem angegeben Namen überein, wird die Verbindung akzeptiert. Andernfalls wird der Verbindungsversuch zurückgesetzt. Beachten Sie, dass der Agent, falls nach /c ein Name angegeben wurde, mithilfe von Reverse-Lookup versucht, den Namen in eine IP-Adresse der Systeme aufzulösen, die versuchen, eine Verbindung mit dem Agent herzustellen. Schlägt dieser Versuch fehl oder wird der Name falsch aufgeflöst, wird der Verbindungsversuch abgebrochen.

    Der aufgelöste Name muss genau mit dem nach dem Schalter /c angegebenen Namen übereinstimmen. Wird ein NetBIOS-Name angegeben, aber ein vollqualifizierter Domänenname aufgelöst, lehnt der Agent den Verbindungsversuch ab. Ein anderes Problem kann auftreten, wenn für eine IP-Adresse mehrere DNS-PTR-Einträge vorhanden sind. In diesem Fall nutzen DNS-Server zum Antworten in der Regel die "Round-Robin"-Methode. Wenn DNS einen anderen vollqualifizierten Domänennamen zurückgibt, als nach dem Schalter /c angegeben wurde, lehnt der Agent die Verbindung ab. Aus diesen Gründen sollten Sie mit dem Schalter /c eine IP-Adresse angeben. Der Agent verfügt zwar über diesen rudimentären Sicherheitsmechanismus, verwendet für eingehende Verbindungen jedoch keinerlei Authentifizierung oder Verschlüsselung. Der Agent sollte daher nach Beendigung der Problembehandlung nicht länger in unsicheren Netzwerken ausgeführt werden.

Verwenden der NetBIOS-Suchkonsole zur Problembehandlung in der NetBIOS-Suchinfrastruktur

Nach der Bereitstellung von Konsole und Agents können Sie in kurzer Zeit Daten für die Problembehandlung typischer Probleme bei der NetBIOS-Suche erfassen. Dadurch können Probleme in der NetBIOS-Suchinfrastruktur einfacher und schneller diagnostiziert und korrigiert werden.

Der linke Bereich der NetBIOS-Suchkonsole enthält Suchdaten, die während der Problembehandlung in den verwendeten Subnetzen gesammelt werden. Diese Informationen umfassen den Hauptsuchdienst der Domäne, alle Hauptsuchdienste der Subnetze sowie die beim Hauptsuchdienst der Domäne registrierten Sicherungshauptsuchdienste der Subnetze. Die Liste enthält außerdem die Hauptsuchdienste der Subnetze, die mit dem Problem in Zusammenhang stehen, sowie die direkt von diesen Hauptsuchdiensten abgerufenen Suchlisten. Anhand dieser Informationen können Sie ermitteln, welche Systeme bei einem bestimmten Suchdienst registriert sind und welche nicht. Die Liste umfasst auch einige Systemattribute, beispielsweise das auf einem System ausgeführte Betriebssystem und die Suchdienstrolle.

Die NetBIOS-Suchkonsole kann Sie bei der Problembehandlung unterstützen, wenn ein oder mehrere Systeme in der Suchliste eines Clients nicht aufgeführt werden. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Problembehandlung zu beginnen: Geben Sie den Namen des fehlenden Systems ein, die Windows-Domäne, deren Mitglied es ist, das logische IP-Subnetz, in dem es sich befindet, sowie das Subnetz, in dem sich der Client befindet, und klicken Sie dann auf Problembehandlung starten (Start Troubleshooting). Die Konsole sucht nach den Hauptsuchdiensten der Domäne und der verschiedenen Subnetze, die mit dem Problem in Zusammenhang stehen, und katalogisiert diese. Bei Bedarf stellt die Konsole Verbindungen mit Agents her und fragt deren Daten ab. Sie meldet eventuell während der Problembehandlung auftretende Verbindungsprobleme.

Das Netzwerkprofil wird jedes Mal mit den neuen Informationen aktualisiert, wenn Sie auf Problembehandlung starten (Start Troubleshooting) klicken. Anhand dieser Informationen können Sie ermitteln, welche Suchlisten die fehlenden Systeme enthalten und welche nicht. Falls die Konsole Probleme erkennt, werden diese im rechten Bereich des Hauptformulars gemeldet. Falls sie mögliche Ursachen des Problems ermittelt, werden Berichte im HTML-Format im Standardwebbrowser ausgegeben.

Downloaden der NetBIOS-Suchkonsole und des Agents

Die folgende Datei steht im Microsoft Download Center zum Download zur Verfügung:
Bild minimierenBild vergrößern
Download
Paket "Browcon.exe" jetzt downloaden. Datum der Freigabe: 30.05.03

Weitere Informationen über das Downloaden von Microsoft Support-Dateien finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
119591 So erhalten Sie Microsoft Support-Dateien im Internet
Microsoft hat diese Datei auf Viren überprüft. Microsoft hat dazu die neueste Software zur Virenerkennung verwendet, die zum Zeitpunkt der Bereitstellung verfügbar war. Die Datei befindet sich auf Servern mit verstärkter Sicherheit, wodurch nicht autorisierte Änderungen an der Datei weitestgehend verhindert werden.

Die Datei "Browcon.exe" enthält die folgenden Dateien:
Eula                             16 KB
NBCAgent-v2                     112 KB 
NetBIOS Browsing Console Setup  370 KB 
Readme                            1 KB 
Setup                           108 KB 
Setup                             1 KB

Eigenschaften

Artikel-ID: 818092 - Geändert am: Dienstag, 10. August 2004 - Version: 3.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Server
Keywords: 
kbinfo kbdownload KB818092
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