Erstellen einer Autorun-CD-ROM für Anwendungen, die Sie mithilfe von Microsoft Visual Studio .NET erstellen

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Artikel-ID: 818804 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
818804 HOW TO: Create an Autorun CD-ROM for Applications That You Create by Using Microsoft Visual Studio .NET
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Diese schrittweise Anleitung beschreibt, wie Sie CD-ROMs für Microsoft Visual Studio .NET-Anwendungen erstellen, bei denen Autorun aktiviert ist. Autorun ist ein Feature des Microsoft Windows-Betriebssystems. Dieses automatisiert die Prozeduren zur Installation und Konfiguration von Produkten, die für Windows-basierte Computer entwickelt wurden und auf CD-ROMS veröffentlicht werden. Wenn ein Benutzer eine CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerk einlegt, bei der Autorun aktiviert ist, führt Autorun automatisch ein Programm von der CD-ROM aus, welches das ausgewählte Produkt installiert, konfiguriert oder ausführt. Um eine CD-ROM für Ihre Visual Studio .NET-Anwendung zu erstellen, bei der Autorun aktiviert ist, müssen sich die folgenden Dateien auf der CD-ROM befinden:
  • Eine "Autorun.inf"-Datei
  • Startanwendung
Wenn ein Benutzer eine CD in ein CD-ROM-Laufwerk oder einen Autorun-kompatiblen Computer einlegt, überprüft das System sofort, ob die CD über ein PC-Dateisystem verfügt. Wenn dieses existiert, sucht das System nach einer Datei "Autorun.inf". Diese Datei legt eine Setupanwendung sowie einige optionale Einstellungen fest. Üblicherweise installiert, entfernt, konfiguriert und führt die Startanwendung die Anwendung auch aus. Visual Studio .NET-Anwendungen erfordern, dass .NET Framework auf dem Computer installiert ist, auf dem die Anwendung ausgeführt wird. Das verteilbare .NET Framework-Paket kann auf Computern verwendet werden, auf denen .NET Framework nicht installiert ist.

Anforderungen

Der Zielcomputer muss die folgenden Anforderungen erfüllen, damit Autorun ausgeführt werden kann:
  • Das Betriebssystem des Computers muss Microsoft Windows 95 oder höher sein.
  • Das CD-ROM-Laufwerk muss über 32-Bit-Gerätetreiber verfügen, die erfassen, wenn ein Benutzer eine CD-ROM einlegt, und dies dem System melden.

Erstellen einer Datei "Autorun.inf"

"Autorun.inf" ist eine Textdatei, die sich im Stammverzeichnis der Anwendungs-CD-ROM befindet. Diese informiert den Computer über den Namen und den Speicherort des Startprogramms der Anwendung, welches installiert wird, wenn die CD-ROM eingelegt wird. Die Datei "Autorun.inf" kann zusätzlich die folgenden optionalen Informationen enthalten:
  • Den Namen einer Datei, die ein Symbol enthält, welches das CD-ROM-Laufwerk der Anwendung darstellt. Dieses Symbol wird in Windows Explorer an Stelle des Standardlaufwerksymbols dargestellt.
  • Weitere Befehle für das Kontextmenü, die angezeigt werden, wenn ein Benutzer mit der rechten Maustaste auf das CD-ROM-Symbol klingt. Sie können auch den Standardbefehl festlegen, der ausgeführt wird, wenn der Benutzer doppelt auf das Symbol klickt.
"Autorun.inf"-Dateien sind wie ".ini"-Dateien. Sie beinhalten einen oder mehrere Abschnitte. Jeder Abschnitt hat einen Namen, der in eckige Klammern eingeschlossen ist. Jeder Abschnitt enthält eine Reihe von Befehlen, die die Windows Shell ausführt, wenn ein Benutzer die CD einlegt. Die folgenden zwei Abschnitte sind momentan für "Autorun.inf"-Dateien definiert:
  • Der Abschnitt [autorun] enthält die Standard Autorun-Befehle. Alle "Autorun.inf"-Dateien müssen einen Abschnitt [autorun] haben.
  • Ein optionaler Abschnitt [autorun.alpha] kann für Microsoft Windows NT 4.0-Systeme hinzugefügt werden, die auf RISC-basierten Computern ausgeführt werden. Wenn eine CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerk eines RISC-basierten Systems eingelegt wird, führt die Windows Shell die Befehle in diesem Abschnitt aus, anstatt derer im Abschnitt [autorun].
Jeder Abschnitt enthält eine Reihe von Befehlen, die festlegen, wie der Autorun-Vorgang ausgeführt wird. Die folgenden fünf Befehle sind verfügbar:
  • defaulticon: Legt das Standardsymbol für die Anwendung fest.
  • icon: Legt den Pfad und den Dateinamen eines anwendungsspezifischen Symbols für das CD-ROM-Laufwerk fest.
  • open: Legt den Pfad und den Dateinamen der Startanwendung fest.
  • shell: Legt den Standardbefehl im Kontextmenü der CD-ROM fest.
  • shell\verb: Fügt dem Kontextmenü der CD-ROM Befehle hinzu.
Beispiel für eine einfache "Autorun.inf"-Datei. Diese legt "Dateiname.exe" als Startanwendung fest. Das zweite Symbol steht für das CD-ROM-Laufwerk, anstelle des Standardlaufwerksymbols.
[autorun]  open=Filename.exe  icon=Filename.ico  		

Tipps für das Schreiben von Autorun-Startanwendungen

Im Wesentlichen gibt es keine Einschränkungen im Bezug auf das Schreiben einer Autorun-Startanwendung. Sie können diese implementieren, damit ausgeführt wird, was Sie möchten. Die Datei installieren, entfernen, konfigurieren oder ausführen. Die folgenden Hinweise enthalten einige Richtlinien zur Implementierung einer effektiven Autorun-Startanwendung:
  • Der Benutzer sollte so früh wie möglich eine Rückmeldung erhalten, wenn er eine Autorun-CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerk einlegt. Daher sollten Startanwendungen kleine Programme sein, die schnell geladen werden. Diese sollten die Anwendung klar identifizieren und die Möglichkeit bieten, den Vorgang abzubrechen.
  • Üblicherweise zeigt der erste Teil einer Startanwendung dem Benutzer eine Benutzeroberfläche an (bspw. ein Dialogfeld), welches ihn zur Eingabe auffordert, wie er fortfahren möchte. Nun sollte überprüft werden, ob das Programm bereits installiert ist. Wenn nicht, ist der nächste Schritt normalerweise der Installationsvorgang. Die Startanwendung kann die Zeit, die der Benutzer braucht, um das Dialogfeld zu lesen, dazu verwenden, einen weiteren Thread zu starten, um den Installationscode zu laden. Wenn der Benutzer auf OK klickt, ist das Setupprogramm dann bereits teilweise oder vollständig geladen. Dieser Ansatz reduziert die vom Benutzer wahrgenommene Zeit deutlich, die die Anwendung zum Laden benötigt.
  • Wenn die Anwendung bereits installiert ist, hat der Benutzer die CD eventuell eingelegt, um die Anwendung auszuführen. Genauso wie im Fall der Installation, können Sie einen weiteren Thread starten, um das Laden des Anwendungscodes zu starten. Dieser Ansatz verkürzt die Wartezeit des Benutzers.
  • .NET Framework oder das verteilbare .NET Framework-Paket muss auf dem Zielcomputer installiert sein, um Ihre Visual Studio .NET-Applikation zu starten. Daher ist es empfehlenswert, .NET Framework mit Ihrer Startanwendung zu verteilen.
    Weitere Informationen, wie Sie .NET Framework mit einer Visual Studio .NET-Anwendung verteilen, finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    324733 Welcher VERFAHRENSWEISE: TO: Sie verteilen das FRAMEWORK mit einem Weitergabe-Projekt von Visual Studio .NET
  • Festplattenspeicher kann auf manchen Systemen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Im Folgenden finden Sie Hinweise, wie Sie die Nutzung des Festplattenspeichers einschränken können:
    • Beschränken Sie die Anzahl der auf der Festplatte benötigten Dateien auf ein Minimum. Auf der Festplatte sollten sich nur Dateien befinden, die für die Ausführung des Programms benötigt werden oder unannehmbar lange Ladezeiten von der CD-ROM verursachen.
    • In vielen Fällen müssen Sie nicht unbedingt erforderliche Dateien nicht auf der Festplatte installieren. Dieser Ansatz kann aber Vorteile bringen, wie beispielsweise Leistungsverbesserungen. Geben Sie dem Benutzer die Möglichkeit, zwischen den Kosten und Nutzen der Festplattenspeicherung zu wählen.
    • Fügen Sie eine Methode hinzu, um alle Komponenten zu entfernen, die auf die Festplatte gespeichert wurden.
    • Wenn Ihre Anwendung Daten zwischenspeichert, geben Sie dem Benutzer die Möglichkeit, dies zu steuern. Fügen Sie der Startanwendung beispielsweise die Option hinzu, die maximale Größe der zwischengespeicherten Daten, die auf der Festplatte gespeichert werden, zu limitieren. Oder die Option, beim Beenden alle zwischengespeicherten Daten zu löschen.

Beispiel mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Starten Sie Visual Studio .NET.
  2. Erstellen Sie eine einfache Konsolenanwendung oder Windows-Anwendung.
  3. Erstellen Sie die Anwendung.
  4. Zeigen Sie im Menü Datei auf Neu, und klicken Sie dann auf Projekt.
  5. Klicken Sie unter Projekttypen auf Setup und Weitergabeprojekte. Klicken Sie unter Vorlagen auf Setup-Projekte.
  6. Benennen Sie das Projekt Setup, und klicken Sie dann auf OK.
  7. Klicken Sie im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf Ihr Setup-Projekt, zeigen Sie auf Hinzufügen, und klicken Sie anschließend auf Datei.
  8. Geben Sie in das Textfeld Dateiname den absoluten Pfad der ausführbaren Datei ein, die Sie in Schritt 3 erstellt haben. Klicken Sie dann auf Öffnen.
  9. Klicken Sie im Menü Erstellen auf Projektmappe erstellen.
  10. Öffnen Sie einen Texteditor (z.B. Editor).
  11. Kopieren Sie den folgenden Code in den Texteditor, speichern Sie dann die Datei als Autorun.inf:
    [autorun] 
    open=Setup.exe  
    		
  12. Um eine Autorun-CD-ROM für die Visual Studio .NET-Anwendung vorzubereiten, die Sie in Schritt 3 erstellt haben, kopieren Sie die Dateien aus Schritt 9 und die "Autorun.inf"-Datei aus Schritt 11 auf die CD-ROM.

Informationsquellen

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
172078 Aktivieren von Autorun für Visual FoxPro-Anwendungen, die auf CD-ROM verteilt werden
136214 SO WIRD'S GEMACHT: Testen von "Autorun.inf"-Dateien


Eigenschaften

Artikel-ID: 818804 - Geändert am: Freitag, 24. März 2006 - Version: 2.4
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Visual Studio .NET 2003 Professional Edition
  • Microsoft Visual Studio .NET 2003 Enterprise Architect
  • Microsoft Visual Studio .NET 2003 Enterprise Developer
  • Microsoft Visual Studio .NET 2003 Academic Edition
  • Microsoft Visual Studio .NET 2002 Professional Edition
  • Microsoft Visual Studio .NET 2002 Enterprise Architect
  • Microsoft Visual Studio .NET 2002 Enterprise Developer
  • Microsoft Visual Studio .NET 2002 Academic Edition
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