Beschreibung der Spalten "waittype" und "lastwaittype" in der Tabelle "master.dbo.sysprocesses" in SQL Server 2000 und SQL Server 2005

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
822101 Description of the waittype and lastwaittype columns in the master.dbo.sysprocesses table in SQL Server 2000 and SQL Server 2005
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Die Tabelle master.dbo.sysprocesses in Microsoft SQL Server 2000 und SQL Server 2005 ist eine Systemtabelle, die Informationen über aktive Serverprozess-IDs (SPIDs) enthält, die in SQL Server ausgeführt werden.

Wenn Sie Microsoft SQL Server 2005 verwenden, können Sie auch mithilfe der Kompatibilitätsansicht sys.sysprocesses auf diese Tabelle zugreifen.

Die Spalten waittype, lastwaittype, waittime und waitresource in der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses enthalten Informationen zu den Ressourcen, auf die die Prozesse warten.

Dieser Artikel listet mögliche lastwaittype-Werte und die ihnen zugeordneten waittype-Werte mit einer Kurzbeschreibung ihrer jeweiligen Bedeutungen auf.

Weitere Informationen

Die Systemtabelle master.dbo.sysprocesses wird in der master-Datenbank Ihrer Instanz von SQL Server gespeichert und enthält die folgenden Spalten, die dem Systemadministrator dabei helfen, die Prozesse auf Ressourcenauslastung und Sperrprobleme zu überwachen:
  • waittype (Wartetyp): Das Feld waittype ist eine reservierte, interne, binäre Spalte. Der Wert im Feld waittype gibt an, auf welchen Typ von Ressource die Verbindung wartet.
  • lastwaittype (Letzter Wartetyp): Das Feld lastwaittype ist eine Zeichenfolgendarstellung des Feldes waittype. Das Feld lastwaittype gibt den letzten oder derzeitigen Wartetyp einer SPID an. Wenn der Wert der Spalte waittype für eine SPID 0x0000 ist, wartet die SPID aktuell auf keine Ressource. In diesem Fall gibt die Spalte lastwaittype den letzten Wartetyp einer SPID an. Wenn der Wert der Spalte waittype für eine SPID nicht null ist, sind die Werte für die SPID in der Spalte lastwaittype und der Spalte waittype gleich. Diese Werte geben den aktuellen Wartestatus der SPID an.

    Hinweis: Der Wartetyp UMSTHREAD ist jedoch eine Ausnahme von dieser Regel. Weitere Details finden Sie in der Beschreibung von UMSTHREAD im Abschnitt "Andere Wartetypen".
  • waittime (Wartezeit): Die Spalte waittime gibt die Anzahl an Millisekunden an, die die SPID mit dem derzeitigen Wartetyp gewartet hat.
  • waitresource (Warteressource): Die Spalte waitresource enthält detailliertere Informationen zu der spezifischen Ressource, auf die die SPID wartet.
Die weiteren Abschnitte in diesem Artikel beschreiben einige der Wartetypen, die von SQL Server unterstützt und häufig in der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses protokolliert werden.

LOCK waittypes

(LOCK-Wartetypen)Die folgende Tabelle listet die LOCK-Wartetypen in der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses in SQL Server 2000 und SQL Server 2005 auf.
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LastwaittypeWaittypeBeschreibung
LCK_M_SCH_S0x01Schemastabilität
LCK_M_SCH_M0x02Schemamodifikation
LCK_M_S0x03Gemeinsam
LCK_M_U0x04Update
LCK_M_X0x05Exklusiv
LCK_M_IS0x06Beabsichtigt-Gemeinsam
LCK_M_IU0x07Beabsichtigt-Aktualisierung
LCK_M_IX0x08Beabsichtigt-Exklusiv
LCK_M_SIU0x09Gemeinsame Sperre mit beabsichtigter Aktualisierungssperre
LCK_M_SIU0x0aGemeinsam-Beabsichtigt-Exklusiv
LCK_M_UIX0x0bAktualisierung-Beabsichtigt-Exklusiv
LCK_M_BU0x0cMassenaktualisierungssperre
LCK_M_RS_S0x0dBereich-Gemeinsam-Gemeinsam (Range-share-share)
LCK_M_RS_U0x0eBereich-Gemeinsam-Aktualisierung (Range-share-Update)
LCK_M_RI_NL0x0FBereich-Einfügen-NULL (Range-Insert-NULL)
LCK_M_RI_S0x10Bereich-Einfügen-Gemeinsam (Range-Insert-Shared)
LCK_M_RI_U0x11Bereich-Einfügen-Aktualisierung (Range-Insert-Update)
LCK_M_RI_X0x12Bereich-Einfügen-Exklusiv (Range-Insert-Exclusive)
LCK_M_RX_S0x13Bereich-Exklusiv-Gemeinsam (Range-exclusive-Shared)
LCK_M_RX_U0x14Bereich-Exklusiv-Aktualisierung (Range-exclusive-update)
LCK_M_RX_X0x15Bereich-Exklusiv-Exklusiv (Range-exclusive-exclusive)
Weitere Informationen zu den LOCK-Typen (Sperrtypen), die in SQL Server 2000 und SQL Server 2005 unterstützt werden, finden Sie unter folgenden Themen in der Onlinedokumentation zu SQL Server:
  • Understanding locking in SQL Server (Verstehen der Sperre in SQL Server)
  • Lock compatibility (Kompatibilität von Sperren)
Wenn eine SPID mit einem der LOCK-Wartetypen wartet und der entsprechende Wert in der Spalte waittime, der in der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses protokolliert wird, sehr hoch ist, müssen Sie die Sperrprobleme in Ihrer Instanz von SQL Server behandeln.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
224453 INF: Verstehen und Lösen von Blockierproblemen in SQL Server 7.0 und SQL Server 2000

LATCH waittypes

(LATCH-Wartetypen)Ein Latch (Riegel) ist ein kurzfristiges Lightweight-Synchronisierungsobjekt. Die folgende Liste beschreibt die verschiedenen Typen von Latches:
  • Nicht-Puffer-Latch (Non-BUF latch): Die Nicht-Puffer-Latches bieten Synchronisierungsdienste für Datenstrukturen im Arbeitsspeicher oder Reentranzschutz für Codezeilen, bei denen die Parallelität von besonderer Bedeutung ist. Diese Latches können für diverse Zwecke eingesetzt werden, nicht jedoch für die Synchronisierung des Zugriffs auf Pufferseiten.
  • Pufferlatch (BUF): Pufferlatches werden für die Synchronisierung des Zugriffs auf Pufferstrukturen (BUF-Strukturen) und die ihnen zugeordneten Datenbankseiten verwendet. In der Regel werden Pufferlatches bei Operationen angewendet, die eine Serialisierung auf der Pufferseite erfordern (zum Beispiel während einer Seitenteilung oder der Zuordnung einer neuen Seite). Diese Latches werden nicht für die gesamte Dauer einer Transaktion aufrecht erhalten. In der Tabelle master.dbo.sysprocesses wird durch die PAGELATCH-Wartetypen (Seitenlatch-Wartetypen) auf sie verwiesen.

    Weitere Informationen zu einer der möglichen Ursachen für Pufferlatch-Konflikte finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    328551 UPDATE: Parallelitätsverbesserungen für die Tempdb-Datenbank
  • E/A-Latch: Die E/A-Latches sind eine Untermenge der Pufferlatches und werden verwendet, wenn für den Puffer und die ihm zugeordnete Datenseite oder die Indexseite gerade ein E/A-Vorgang ausgeführt wird. Seiten-E/A-Latch-Wartetypen (PAGEIOLATCH) werden für Transfers vom Datenträger in den Arbeitsspeicher verwendet. Längere Wartezeiten für diese Wartetypen deuten auf Probleme mit dem E/A-Subsystem hin.
Die folgende Tabelle listet die verschiedenen Latch-Wartetypen in der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses in SQL Server 2000 und SQL Server 2005 auf.
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LastwaittypeWaittypeBeschreibung
LATCH_NL0x400Kein Latch
LATCH_KP0x401Latch beibehalten
LATCH_SH0x402Gemeinsam genutzter Latch
LATCH_UP0x403Latch aktualisieren
LATCH_EX0x404Exklusiver Latch
LATCH_DT0x405Latch löschen
PAGELATCH_NL0x410Nullpuffer-Seitenlatch
PAGELATCH_KP0x411Pufferseitenlatch beibehalten
PAGELATCH_SH0x412Gemeinsam genutzter Pufferseitenlatch
PAGELATCH_UP0x413Pufferseitenlatch aktualisieren
PAGELATCH_EX0x414Exklusiver Pufferseitenlatch
PAGELATCH_DT0x415Pufferseitenlatch löschen
PAGEIOLATCH_NL0x420Nullpufferseiten-E/A-Latch
PAGEIOLATCH_KP0x421Pufferseiten-E/A-Latch beibehalten
PAGEIOLATCH_SH0x422Gemeinsam genutzter Pufferseiten-E/A-Latch
PAGEIOLATCH_UP0x423Pufferseiten-E/A-Latch aktualisieren
PAGEIOLATCH_EX0x424Exklusiver Pufferseiten-E/A-Latch
PAGEIOLATCH_DT0x425Pufferseiten-E/A-Latch löschen


Beginnend mit SQL Server 2000 SP4, wird die Spalte "waitresource" (Warteressource) für die häufigsten Nichtpufferlatches (Latch_XX-Latches) mit den Werten aus der folgenden Tabelle gefüllt. Vor SQL Server 2000 SP4 gab es keine Möglichkeit, ohne invasive Diagnosemethoden (z. B. einen Userdump) den Grund für die Anwendung von Nichtpufferlatches zu ermitteln. Der Wartetyp (waittype) oder die Warteressource (waitresource) sollten auf der Basis der Wartezeit (waittime) analysiert werden. Die Wartezeit gibt in Millisekunden an, wie lange der Thread gewartet hat.
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WaitresourceBeschreibungProblembehandlung
FCB FGCB_ALLOCDiese Latch_XX-Latches werden aufrechterhalten, wenn Seiten aus einer Datei zugewiesen werden (unabhängig davon, ob es sich um gleichförmige oder gemischte Blöcke handelt). Die Latches werden auch während der Durchführung von Zuordnungsoperationen aufrechterhalten. Zum Beispiel beim Vergrößern oder Verkleinern einer Datei, beim Umbenennen oder Löschen einer Datei, oder beim Hinzufügen oder Entfernen einer Datei.Überprüfen Sie, ob irgendwelche Dateien größer oder kleiner werden. Beginnend mit SQL Server 2000 SP4 wird die Option "Automatische Vergrößerung" im Fehlerprotokoll protokolliert, wenn der Vorgang mehr als 30 Sekunden dauert. Idealerweise sollte die Option "Automatische Vergrößerung" zu Sicherungszwecken verwendet werden. Außerdem sollten Sie eine sorgfältige Kapazitätsplanung vornehmen, damit Sie die Datei nicht zur Laufzeit vergrößern müssen. Sie können den Standardwert von 10 Prozent für die automatische Vergrößerung auch durch eine festgelegte Gesamtgröße ersetzen. Es ist nicht zu empfehlen, die automatische Verkleinerung in der Produktionsumgebung einzusetzen. Die Dateien in dieser Dateigruppe können außerdem eine Vielzahl von Zuordnungsanforderungen ausgeben. Sie können dieser Dateigruppe weitere Dateien hinzufügen.
TRACE TRACE_CONTROLLER TRACE_IO_SYNC Diese Latch_XX-Latches werden zu Synchronisierungszwecken bei Profiler-Ablaufverfolgungsoperationen aufrechterhalten. Zu den Sychronisierungsoperationen zählen das Starten und Stoppen, das Festlegen des Verfolgungsstatus und die Synchronisierung von Lese- und Schreibvorgängen. Stellen Sie fest, welche Profiler-Ablaufverfolgungen ausgeführt werden. Vermeiden Sie nach Möglichkeit das gleichzeitige Ausführen mehrerer Profiler-Ablaufverfolgungen. Wenn eine Profiler-Ablaufverfolgung gestartet wird, wird sie im Anwendungsereignisprotokoll protokolliert. Außerdem können Sie die folgende Abfrage im SQL Query Analyzer ausführen, um sich die aktiven Ablaufverfolgungen anzeigen zu lassen.
SELECT * FROM 
::fn_trace_getinfo(NULL)
PARALLEL_PAGE_SUPPLIERDiese Latch_XX-Latches werden bei der Synchronisierung und dem Abrufen von Seiten für eine parallele Abfrage verwendet. Dieser Latch ist ein Hinweis darauf, dass die Abfrage parallel ausgeführt wird.Optimieren Sie die Abfrage, wenn in der Spalte "waittime" ein hoher Wert verzeichnet ist und die Leistung der Abfrage mangelhaft ist.
IDESDie Warteressource "IDES-Latch" wird beim Scannen der PFS-Seite verwendet, um freien Speicherplatz zu finden, und bei der Aktualisierung der PFS-Seite, um die Zuordnung von Seiten bzw. das Aufheben von Seitenzuordnungen widerzuspiegeln. Dieser Latch wird auch angewendet, wenn einem vorhandenen Objekt einzelne Seiten zugeordnet werden.Stellen Sie fest, ob es in dem fraglichen Objekt einen Clusterindex gibt.

Sonstige Wartetypen

Die folgende Tabelle listet die sonstigen Wartetypen in der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses in SQL Server 2000 und SQL Server 2005 auf.
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LastwaittypeWaittypeBeschreibung
SLEEP0x20Dieser Wartetyp weist darauf hin, dass die SPID für eine festgelegte Zeitspanne wartet und ist ein häufiger Zustand für im Hintergrund ausgeführte Threads, die Lazywrites, Prüfpunkte oder serverseitige Profiler-Ablaufverfolgungen verarbeiten.
IO_COMPLETION0x21Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID darauf wartet, dass die E/A-Anforderungen abgeschlossen werden. Wenn dieser Wartetyp in der Systemtabelle sysprocesses für eine SPID verzeichnet ist, müssen Sie die Engpässe auf dem Datenträger ermitteln, indem Sie Leistungsindikatoren, Profiler-Ablaufverfolgungen, die Systemtabellenfunktion "fn_virtualfilestats" und die Option "SHOWPLAN" verwenden, um die Abfragepläne zu analysieren, die zu der SPID gehören. Sie können diesen Wartetyp reduzieren, indem Sie zusätzliche E/A-Bandbreite zur Verfügung stellen oder E/A-Vorgänge auf andere Laufwerke verteilen. Sie können E/A-Probleme auch reduzieren, indem Sie den Indexdienst verwenden und nach fehlerhaften Abfrageplänen oder Speicherproblemen suchen.
ASYNC_IO_COMPLETION0x22Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID darauf wartet, dass die asynchronen E/A-Anforderungen abgeschlossen werden. Wie der Wartetyp "IO_COMPLETION", ist auch dieser Wartetyp ein Hinweis auf Engpässe im E/A-System. Diesen Wartetyp sehen Sie eventuell für SPIDs während lange andauernder E/A-gebundener Operationen, wie z. B. BACKUP, CREATE DATABASE, ALTER DATABASE oder dem automatischen Vergrößern der Datenbank. Auch dieser Wartetyp kann eine Hinweis auf Engpässe auf dem Datenträger sein.
RESOURCE_SEMAPHORE0x40Dieser Wartetyp gibt an, dass die SPID auf eine Ressource wartet. Hierbei warten die SPIDs in der Regel darauf, den Speicher für die Sortier- oder Hash-Vorgänge während der Ausführung der Abfrage zu erhalten. Dieser Wartetyp kann ebenfalls auf Speicherprobleme im sichtbaren Teil des Pufferpools hindeuten.
DTC0x41Dieser Wartetyp weist darauf hin, dass die SPID auf den Dienst "Microsoft Distributed Transaction Coordinator" (MS DTC) wartet.
OLEDB0x42Dieser Wartetyp gibt an, dass eine SPID einen Funktionsaufruf an einen OLE DB-Provider gesendet hat und darauf wartet, dass die Funktion die angeforderten Daten zurückgibt. Dieser Wartetyp ist ebenfalls ein Hinweis darauf, dass die SPID darauf wartet, dass Remoteprozeduraufrufe oder verknüpfte Serverabfragen die angeforderten Daten zurückgeben. Die SPID kann auch darauf warten, dass Befehle des Typs BULK INSERT oder Volltextsuchabfragen die angeforderten Daten zurückgeben.

Der OLEDB-Wartetyp wird verwendet, um auf mehrere verschiedene Wartestatus wie die folgenden hinzuweisen: verknüpfte Serverabfragen, Volltextsuchabfragen, BULK INSERT-Befehle, clientseitige Profiler-Ablaufverfolgungen, Materialisierung virtueller Tabellen (wie der Tabelle "sysprocesses"), Protokollleser und DBCC CHECKDB.
RESOURCE_QUEUE0x44Dies ist der normale Leerlaufzustand für im Hintergrund ausgeführte Threads in SQL Server.
ASYNC_DISKPOOL_LOCK0x45Diesen Wartetyp sehen Sie eventuell während lange andauernder E/A-gebundener Operationen, wie z. B. dem Erstellen, Erweitern oder Löschen einer Datenbankdatei.
UMSTHREAD0x46Dieser Wartetyp ist ein Hinweis darauf, dass ein Batch von einer Clientanwendung empfangen wurde, aber keine Arbeitsthreads zur Verfügung stehen, um die Anforderung zu bearbeiten. Falls Sie ständig 0x0046-Wartetypen für mehrere SPIDs sehen, gibt es einen ernsthaften Engpass an einer anderen Stelle im System, der alle verfügbaren Arbeitsthreads verbraucht. Beachten Sie, dass in der Spalte waittime immer 0 für den Wartetyp UMSTHREAD angegeben wird, und dass in der Spalte lastwaittype irrtümlicherweise eine anderer Wartetyp als UMSTHREAD angegeben werden kann.
WRITELOG0x81Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID darauf wartet, dass eine E/A-Anforderung an das Transaktionsprotokoll abgeschlossen wird. Auch dieser Wartetyp kann eine Hinweis auf Engpässe auf dem Datenträger sein.
PSS_CHILD
EXCHANGE
CXPACKET
0x101
0x200
0x208
Diese Wartetypen treten alle bei der parallelen Ausführung von Abfragen auf. Diese Wartetypen weisen darauf hin, dass die SPID darauf wartet, dass ein paralleler Prozess gestartet oder abgeschlossen wird.
PAGESUPP0x209Dieser Wartetyp verfolgt die Wartezeit, die bei einer erforderlichen Serialisierung beim Verteilen von Zeilen auf mehrere Aurufer in einem parallelen Scan entsteht.
CURSOR0x20CDieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID an der Threadsynchronisierung teilnimmt, während sie asynchrone Cursor verwendet. Die Konfigurationseinstellung sp_configure ?cursorthreshold? kann festlegen, wann ein Cursor asynchron erstellt wird.
DBTABLE0x202Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass ein Thread darauf wartet, einen Prüfpunkt auszuführen, und dass ein anderer Thread bereits Prüfpunkte in der Datenbank analysiert.
EC0x203Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID auf Zugang zum Ausführungskontext wartet.
TEMPOBJ0x204Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID darauf wartet, ein temporäres Objekt zu löschen, das noch in Gebrauch ist.
XACTLOCKINFO0x205Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID darauf wartet, Wartungsarbeiten an ihrer Sperrliste durchführen zu können.
LOGMGR0x206Dieser Wartetyp wird verwendet, wenn die SPID versucht, eine Datenbank herunterzufahren, und darauf wartet, dass ausstehende E/A-Anforderungen an das Transaktionsprotokoll abgeschlossen werden.
CMEMTHREAD0x207Dieser Wartetyp deutet darauf hin, dass die SPID auf Zugang zu einem Thread-sicheren Speicherobjekt wartet. Durch die Serialisierung wird sichergestellt, dass während der Zuordnung oder Freigabe von Speicher des Speicherobjekts durch den Benutzer alle anderen SPIDs, die die gleiche Task ausführen wollen, warten müssen. Außerdem gewährleistet die Serialisierung, dass der Wartetyp CMEMTHREAD gesetzt wird, wenn die SPIDs warten.

Diesen Wartetyp sehen Sie in vielen verschiedenen Szenarien. Dieser Wartetyp wird am häufigsten dann protokolliert, wenn die Ad-hoc-Abfragepläne von vielen verschiedenen Verbindungen zu der betreffenden Instanz von SQL Server schnell in einen Prozedurcache eingefügt werden. Diesen Engpass können Sie beheben, indem Sie die Daten limitieren, die in den Prozedurcache eingefügt oder aus diesem entfernt werden müssen; zum Beispiel durch eine explizite Parametrisierung der Abfragen, sodass diese wiederverwendet werden können, oder durch die Verwendung gespeicherter Prozeduren, wo dies möglich ist.
SHUTDOWN0x20ADieser Wartetyp weist darauf hin, dass ein SHUTDOWN-Befehl durch die SPID ausgegeben wurde und dass die SPID darauf wartet, dass aktive Abfragen abgeschlossen werden.
WAITFOR0x20BDieser Wartetyp gibt an, dass sich die SPID wegen einer Transact-SQL-Anweisung des Typs WAITFOR DELAY im Ruhezustand befindet.
NETWORKIO0x800Dieser Wartetyp weist darauf hin, dass die SPID darauf wartet, dass die Clientanwendung die Daten abruft, bevor sie weitere Ergebnisse an die Clientanwendung senden kann.

Informationsquellen

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
244455 Definition der Sysprocesses-Spalte von Waittype und Lastwaittype für SQL Server 7.0
Weitere Informationen zu der Systemtabelle master.dbo.sysprocesses in SQL Server 2000 finden Sie auf der folgenden Microsoft-Website:
http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa260456(SQL.80).aspx
Weitere Informationen zu Latches in SQL Server 2000 finden Sie auf folgender Microsoft-Website:
http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa224727(SQL.80).aspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 822101 - Geändert am: Montag, 25. Juni 2007 - Version: 8.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft SQL Server 2000 Standard Edition
  • Microsoft SQL Server 2005 Standard Edition
  • Microsoft SQL Server 2005 Express Edition
  • Microsoft SQL Server 2005 Developer Edition
  • Microsoft SQL Server 2005 Enterprise Edition
  • Microsoft SQL Server 2005 Workgroup Edition
Keywords: 
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