Zusammenwirken von Antivirussoftware und Systemwiederherstellung

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
831829 How antivirus software and System Restore work together
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie die Systemwiederherstellung in Microsoft Windows XP mit Ihrer Antivirussoftware zusammenwirkt. Der Artikel beschreibt außerdem, wie Sie infizierte Dateien, die Sie nicht säubern können, aus dem Datenarchiv der Systemwiederherstellung entfernen. Dadurch können Sie Ihren Computer auf nicht beeinträchtigte Wiederherstellungspunkte zurücksetzen. Der Artikel beschreibt ebenfalls, wie Sie Ihren Computer auf einen zuvor infizierten Wiederherstellungspunkt zurücksetzen können. Diese Vorgehensweise ist sinnvoll, wenn Sie eine infizierte Datei wiederherstellen müssen.

Zusammenwirken von Antivirussoftware und Systemwiederherstellung

Mit der Systemwiederherstellung in Windows XP können Sie einen früheren Stand Ihres Computers wiederherstellen, ohne dass dabei persönliche Datendateien verloren gehen (z. B. Word-Dokumente, Grafikdateien und E-Mail-Nachrichten). Die Systemwiederherstellung überwacht Änderungen an Systemdateien und an bestimmten Programmdateien aktiv, um frühere Versionen vor Durchführung der Änderungen aufzuzeichnen oder zu speichern. Sie müssen keine Computer-Snapshots erzeugen, da die Systemwiederherstellung automatisch identifizierbare Wiederherstellungspunkte erstellt, die Sie zum Wiederherstellen des Systems in einem früheren Zustand verwenden können. Wiederherstellungspunkte werden periodisch (täglich) und bei wichtigen Systemereignissen erstellt (z. B. bei Installation einer Anwendung oder eines Treibers).

Um wichtige System- und Programmdateien zu schützen, überwacht die Systemwiederherstellung diese Dateien, zeichnet sie auf und kopiert sie in manchen Fällen, bevor sie geändert werden. Wenn beispielsweise eine Prozedur oder ein Programm (z. B. ein Upgrade, eine versehentliche Änderung eines Benutzers, eine Treiberinstallation oder ein Virus) eine wichtige System- oder Programmdatei ändert, zeichnet die Systemwiederherstellung vor der Änderung eine Kopie der Datei auf und speichert sie. Wenn ein Problem auftritt, kann ein Wiederherstellungsvorgang Dateien durch zuvor gespeicherte Versionen dieser Dateien ersetzen. Antivirusprogramme verwenden automatische Erkennungs- oder Scanmechanismen, um kritische und persönliche Dateien auf dem Computer auf Anzeichen einer Infektion zu überprüfen. Das Antivirusprogramm wird dann aktiv, um von bekannten Viren infizierte Dateien zu säubern, zu entfernen oder zu isolieren. Die Systemwiederherstellung überwacht auch Antivirusprogramme, wenn diese eine überwachte, kritische System- oder Programmdatei ändern (säubern), verschieben oder löschen.

Bei einer Wiederherstellung sucht ein aktives Antivirusprogramm nach infizierten Dateien. Wenn das Antivirusprogramm infizierte Dateien findet, versucht es, diese Dateien zu ändern, zu verschieben oder zu löschen. Wenn das Antivirusprogramm die infizierten Dateien erfolgreich säubert, stellt die Systemwiederherstellung die gesäuberten Dateien wieder her. Wenn die Antivirussoftware eine Datei jedoch nicht säubern kann, löscht oder isoliert sie die Datei. Dadurch funktioniert die Wiederherstellung nicht, da die Änderungen an der Datei einen inkonsistenten Wiederherstellungszustand zur Folge haben. Deshalb kehrt die Systemwiederherstellung zu dem Zustand unmittelbar vor der Wiederherstellung zurück.

Signaturdateien für Antivirusprogramme werden aktualisiert, wenn neue Viren bekannt werden. Deshalb ist es möglich, dass eine Wiederherstellung, die einige Tage zuvor nicht funktioniert hat, nach Aktualisierung des Antivirusprogramms erfolgreich ist. Wenn Sie jedoch eine zuvor erfolgreiche Wiederherstellung auf einen Punkt rückgängig machen und erneut durchführen, schlägt die Wiederherstellung eventuell fehl, wenn eine neue Signatur oder Definition einen Virus erkennt, der vom Antivirusprogramm in einer gesicherten Datei nicht entfernt werden kann.

Entfernen infizierter Dateien, die nicht gesäubert werden können, aus dem Datenarchiv der Systemwiederherstellung

Wenn Sie vermuten, dass frühere Wiederherstellungspunkte Kopien infizierter überwachter Dateien enthalten, die Ihr Antivirusprogramm nicht säubern konnte, können Sie diese Dateien und alle zugehörigen Wiederherstellungspunkte aus dem Archiv der Systemwiederherstellung entfernen. Deaktivieren Sie hierzu die Systemwiederherstellung, und aktivieren Sie sie anschließend wieder.

Hinweise
  • Wenn Sie die Systemwiederherstellung deaktivieren, entfernen Sie alle Wiederherstellungspunkte. Wenn Sie die Systemwiederherstellung wieder aktivieren, werden abhängig von Zeitplan und Ereignissen neue Wiederherstellungspunkte erstellt.
  • Vergewissern Sie sich, dass alle Signatur- oder Definitionsdateien auf dem aktuellen Stand sind. Stellen Sie sicher, dass Ihr Antivirusprogramm so konfiguriert ist, dass der Ordner "System Volume Information" (SVI), ein versteckter Systemordner, der sich im Stammorder des Systems (%SYSTEMDRIVE%) befindet, ausgeschlossen ist.
Wenn Sie die infizierte Datei bzw. die infizierten Dateien vollständig und sofort aus dem Datenspeicher entfernen möchten, deaktivieren Sie die Systemwiederherstellung, und aktivieren Sie sie anschließend wieder. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie auf Leistung und Wartung, und doppelklicken Sie anschließend auf System.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Systemwiederherstellung, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren.
  4. Klicken Sie auf OK, und klicken Sie anschließend auf Ja, um die Löschung des Wiederherstellungspunktes durchzuführen.
Um die Systemwiederherstellung nach Löschung des Wiederherstellungspunktes wieder zu aktivieren, wiederholen Sie diese Schritte, aber deaktivieren Sie dabei das Kontrollkästchen Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren.

Zurücksetzen eines Computers auf einen zuvor infizierten Wiederherstellungspunkt

Wenn Sie einen Computer auf einen zuvor infizierten Wiederherstellungspunkt zurücksetzen möchten, deaktivieren Sie das zugehörige Antivirusprogramm und aktivieren Sie es nach Durchführung der Wiederherstellung erneut, damit es auf dem wiederhergestellten Stand infizierte Dateien erkennen und ggf. entfernen kann.

Hinweise
  • Microsoft empfiehlt, den Antivirenschutz in der Regel nicht zu deaktivieren. Deaktivieren Sie ihn allenfalls temporär, um ein System wiederherzustellen.
  • Bevor Sie ein Antivirusprogramm deaktivieren, trennen Sie den Computer ggf. vom Netzwerk, um die Infizierung weiterer Computer zu verhindern.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um einen Computer auf einen zuvor infizierten Wiederherstellungspunkt zurückzusetzen:
  1. Trennen Sie den Computer ggf. vom Netzwerk, um die Infizierung weiterer Computer zu verhindern.
  2. Deaktivieren Sie Ihr Antivirusprogramm. In der Regel klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste im Infobereich auf das Antivirussymbol und klicken anschließend auf Beenden oder Deaktivieren. Weitere Informationen zur Deaktivierung Ihres Antivirusprogramms finden Sie in Ihrer Produktdokumentation.
  3. Verwenden Sie die Systemwiederherstellung, um Ihr System auf den jeweiligen Wiederherstellungspunkt zurückzusetzen.
  4. Wenn die Wiederherstellung abgeschlossen ist und bestätigt wird, dass der Vorgang erfolgreich durchgeführt wurde, aktivieren Sie Ihr Antivirusprogramm wieder.
  5. Stellen Sie sicher, dass das Antivirusprogramm alle Dateien durchsucht, die von der Systemwiederherstellung geändert wurde. Führen Sie hierzu einen manuellen Scan aller Laufwerke durch, die von der Systemwiederherstellung überwacht werden.


Informationsquellen

Weitere Informationen zur Systemwiederherstellung finden Sie auf folgender Microsoft-Website:
http://www.microsoft.com/windowsserver2003/community/centers/management/sysrestore_faq.mspx
Weitere Informationen zur Erstellung und Benennung eigener Wiederherstellungspunkte finden Sie im Dokument zur Systemwiederherstellung auf der folgenden TechNet-Webseite:
http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/maintain/xpsysrst.mspx
Weitere Informationen darüber, wie Ihre Antivirussoftware mit der Systemwiederherstellung in Microsoft Windows Millennium Edition zusammenwirkt, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
263455 Antivirenprogramme können infizierte Dateien im Ordner "_Restore" nicht bereinigen

Eigenschaften

Artikel-ID: 831829 - Geändert am: Mittwoch, 3. Mai 2006 - Version: 1.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional Edition
Keywords: 
kbinfo KB831829
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