Verfügbare Befehlszeilenoptionen für die Boot.ini-Dateien von Windows XP und Windows Server 2003

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Artikel-ID: 833721 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
833721 Available switch options for the Windows XP and the Windows Server 2003 Boot.ini files
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Sie können viele verschiedene Befehlszeilenoptionen zu der Boot.ini-Datei hinzufügen, durch die die Art und Weise des Starts von Microsoft Windows XP oder Microsoft Windows Server 2003 geändert wird.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
102873 Namenskonventionen und Verwendung für BOOT.INI und ARC-Pfade

Weitere Informationen

Sie können der Datei "Boot.ini" die folgenden Befehlszeilen hinzufügen.

Hinweis: Diese Befehlszeilenoptionen treffen auf Microsoft Windows XP und Microsoft Windows Server 2003 zu, sofern nicht anderweitig angegeben.

/basevideo

Die Befehlszeilenoption /basevideo erzwingt den Standard-VGA-Modus mit 640x480 und 16 Farben, indem ein Videotreiber verwendet wird, der mit allen Grafikkarten kompatibel ist. Mithilfe dieser Befehlszeilenoption kann das System geladen werden, wenn Sie die falsche Videoauflösung oder Aktualisierungsrate ausgewählt haben. Wenden Sie diese Befehlszeilenoption in Verbindung mit der Befehlszeilenoption /sos an. Wenn Sie einen neuen Videotreiber installieren und dieser nicht ordnungsgemäß funktioniert, können Sie diesen Parameter verwenden, um das Betriebssystem zu starten. Anschließend können Sie den defekten Videotreiber entfernen, aktualisieren oder zurücksetzen.

/baudrate=Zahl

Durch diese Befehlszeilenoption wird die Baudrate des Debugports festgelegt, der für das Kerneldebugging verwendet wird. Geben Sie beispielsweise /baudrate=9600 ein. Die Standardbaudrate beträgt 9600 Kilobit pro Sekunde (Kbps), wenn ein Modem angeschlossen ist. Die Standardbaudrate beträgt 115.200 Kbps bei einem Nullmodemkabel. 9.600 ist die normale Rate beim Remotedebuggen über ein Modem. Wenn sich die Befehlszeilenoption in der Boot.ini-Datei befindet, wird die Befehlszeilenoption /debug automatisch aktiviert.

Weitere Informationen zur Modemkonfiguration finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
148954 Welche Verfahrensweise zu dem Einrichten einer Remote-debug-Sitzung, die einen Modem verwendet
Weitere Informationen zur Nullmodemkonfiguration finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
151981 Eine Debug-Remotesitzung über ein Nullmodemkabel einrichten

/crashdebug

Durch diese Befehlszeilenoption wird der Kerneldebugger geladen, wenn Sie das Betriebssystem starten. Die Befehlszeilenoption bleibt inaktiv, bis eine Stop-Fehlermeldung angezeigt wird. /crashdebug ist hilfreich, wenn willkürliche Kernelfehler auftreten. Bei dieser Befehlszeilenoption können Sie den COM-Port für normale Operationen verwenden, während Windows ausgeführt wird. Wenn Windows abstürzt, wird der Port von der Befehlszeilenoption in einen Debugport umgewandelt. (Durch diesen Vorgang wird das Remotedebugging aktiviert.)

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
151981 Eine Debug-Remotesitzung über ein Nullmodemkabel einrichten

/debug

Durch diese Befehlszeilenoption wird der Kerneldebugger aktiviert, wenn Sie Windows starten. Die Befehlszeilenoption kann jederzeit von einem Hostdebugger aktiviert werden, der an den Computer angeschlossen ist, wenn Sie das Live-Remotedebugging eines Windows-Systems über die COM-Ports aktivieren möchten. Im Gegensatz zu der Befehlszeilenoption /crashdebug verwendet die Befehlszeilenoption /debug den COM-Port unabhängig davon, ob Sie ein Debugging ausführen oder nicht. Verwenden Sie diese Befehlszeilenoption, wenn Sie Probleme debuggen, die immer wieder reproduziert werden können.

Weitere Informationen zum Remotedebuggen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
121543 Einrichten des Debuggen in Remotetests

/debugport=comZahl

Durch diese Befehlszeilenoption wird der Kommunikationsport angegeben, der als Debugport verwendet werden soll, wobei Zahl für den Kommunikationsport steht, der verwendet werden soll, z. B. COM1. Standardmäßig verwendet /debugport COM2, falls dieser Port vorhanden ist. Andernfalls verwendet die Befehlszeilenoption COM1. Wenn Sie diese Befehlszeilenoption in die Boot.ini-Datei einschließen, wird die Befehlszeilenoption /debug aktiv.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
151981 Eine Debug-Remotesitzung über ein Nullmodemkabel einrichten

/maxmem=Zahl

Durch diese Befehlszeilenoption wird die maximale RAM-Menge angegeben, die Windows belegen kann. Wenn Sie beispielsweise möchten, dass Windows weniger als 64 MB Speicher belegt, verwenden Sie die Befehlszeilenoption /maxmem=64.

Die Befehlszeilenoption /maxmem berücksichtigt jedoch keine Speicherlecks. Microsoft empfiehlt daher, stattdessen die Befehlszeilenoption /burnmemory zu verwenden. Die Befehlszeilenoption /burnmemory berücksichtigt Speicherlecks.

Wenn Sie beispielsweise die Befehlszeilenoption /Maxmem=64 verwenden, und das System 64 MB Speicher zum Laden benötigt, sind aufgrund von Speicherlecks möglicherweise gar keine 64 MB für das System verfügbar. In diesem Fall wird Windows nicht gestartet.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
108393 Der /maxmem-Schalter in der Datei Windows Boot.ini

/noguiboot

Durch diese Befehlszeilenoption wird die Bitmap-Datei deaktiviert, die die Statusanzeige für den Start von Windows anzeigt. (Die Statusanzeige wird unmittelbar vor der Aufforderung zum Anmelden angezeigt.)

/nodebug

Durch diese Befehlszeilenoption wird das Debugging deaktiviert. Durch dieses Szenario kann ein Stop-Fehler verursacht werden, wenn ein Programm in der Software über einen hartcodierten Debughaltepunkt verfügt.

/numproc=Zahl

Durch diese Befehlszeilenoption wird die Anzahl von Prozessoren festgelegt, die Windows beim Starten aktiviert. Mit dieser Befehlszeilenoption können Sie erzwingen, dass ein System mit mehreren Prozessoren nur die Anzahl von Prozessoren (Zahl) verwendet, die Sie festlegen. Mithilfe dieser Befehlszeilenoption können Leistungsprobleme und fehlerhafte CPUs behoben werden.

/pcilock

Bei Systemen auf der Grundlage von x86 wird durch diese Befehlszeilenoption verhindert, dass das Betriebssystem PCI-Geräten (Peripheral Connect Interface) dynamisch Hardwareeingaben, Hardwareausgaben und Unterbrechungsanforderungsressourcen zuweist. Bei dieser Befehlszeilenoption wird das Gerät durch das BIOS konfiguriert.

/fastdetect:comNummer

Durch diese Befehlszeilenoption wird die serielle Mauserkennung und die Bus-Mauserkennung in der Datei "Ntdetect.com" für den angegebenen Port deaktiviert. Verwenden Sie diese Befehlszeilenoption, wenn Sie während des Startvorgangs eine andere Komponente als eine Maus an einen seriellen Port angeschlossen haben. Geben Sie beispielsweise /fastdetect:comNummer ein, wobei Nummer die Nummer des seriellen Ports ist. Trennen Sie die Ports mit Kommas, wenn Sie mehrere Ports deaktivieren möchten. Wenn Sie /fastdetect verwenden und keinen Kommunikationsport angeben, wird die serielle Mauserkennung für alle Kommunikationsports deaktiviert.

Hinweis In früheren Windows-Versionen, einschließlich Windows NT 4.0, trug diese Befehlszeilenoption den Namen /noserialmice.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
131976 Deaktivieren von Erkennung von Geräten auf seriellem Anschluss

/sos

Durch die Befehlszeilenoption /sos werden die Gerätetreibernamen angezeigt, während diese geladen werden. Der Windows-Ladebildschirm gibt standardmäßig nur Statuspunkte wieder. Verwenden Sie diese Befehlszeilenoption mit der Befehlszeilenoption /basevideo, um den Treiber zu ermitteln, der einen Fehler auslöst.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
99743 NT: Aufgaben der BOOT.INI-Datei in Windows 2000 oder Windows NT

/PAE

Verwenden Sie die Befehlszeilenoption /PAE mit dem entsprechenden Eintrag in der Datei "Boot.ini", damit ein Computer, der die physikalische Adresserweiterung (PAE) unterstützt, normal gestartet werden kann. Im abgesicherten Modus startet der Computer durch Verwendung normaler Kernels, selbst wenn die /PAE-Befehlszeilenoption angegeben wurde.

/HAL=Dateiname

Mit dieser Befehlszeilenoption können Sie die tatsächliche Hardwareabstraktionsschicht (Hardware Abstraction Layer, HAL) definieren, die beim Starten geladen wird. Geben Sie beispielsweise /HAL=halmps.dll ein, um die Datei "Halmps.dll" in den Ordner System32 zu laden. Diese Befehlszeilenoption ist hilfreich, um eine andere HAL zu testen, bevor Sie die Datei in "Hal.dll" umbenennen. Sie ist außerdem hilfreich, wenn Sie versuchen, zwischen dem Starten im Modus mit mehreren Prozessoren und dem Starten mit einem einzigen Prozessor zu wechseln. Verwenden Sie die Befehlszeilenoption hierzu mit der Befehlszeilenoption /kernel.

/kernel=filename

Mit dieser Befehlszeilenoption können Sie den tatsächlichen Kernel definieren, der beim Starten geladen wird. Geben Sie beispielsweise /kernel=ntkrnlmp.exe ein, um die Datei "Ntkrnlmp.exe" in den Ordner System32 zu laden. Mit dieser Befehlszeilenoption können Sie zwischen einem für das Debugging aktivierten Kernel mit Debugcode und einem herkömmlichen Kernel wechseln.

/bootlog

Durch diese Befehlszeilenoption wird die Startprotokollierung in eine Datei mit dem Namen "systemroot\Ntbtlog.txt" aktiviert. Weitere Informationen zur Startprotokollierung erhalten Sie in der Windows-Hilfe.

/burnmemory=Zahl

Durch diese Befehlszeilenoption wird die Speichermenge angegeben, die von Windows nicht belegt werden kann. Verwenden Sie diesen Parameter, um ein Leistungsproblem oder andere Probleme im Zusammenhang mit der Arbeitsspeicherauslastung zu ermitteln. Geben Sie beispielsweise /burnmemory=128 ein, um den physischen Speicher, der Windows zur Verfügung steht, um 128 MB zu reduzieren.

/3GB

Durch diese Befehlszeilenoption wird erzwungen, dass auf x86 basierende Systeme den Programmen 3 GB virtuellen Adressraum und dem Kernel sowie Ausführungskomponenten 1 GB Adressraum zuweisen. Ein Programm muss darauf ausgelegt sein, dass der zusätzliche Speicheradressraum genutzt werden kann. Mit dieser Befehlszeilenoption können Programme im Benutzermodus 3 GB Speicher anstelle der gewöhnlichen 2 GB belegen, die Windows Programmen im Benutzermodus zuweist. Durch die Befehlszeilenoption wird der Startpunkt des Kernelspeichers auf 3 GB verschoben. Für einige Konfigurationen von Microsoft Exchange Server 2003 und Microsoft Windows Server 2003 ist diese Befehlszeilenoption möglicherweise erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
823440 Sie müssen die Startoption "/3GB" verwenden, wenn Sie Exchange Server 2003 auf einem Windows Server 2003-System installieren


Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
171793 Informationen zu Verwendung von 4GT RAM Tuning

/safeboot:Parameter

Durch diese Befehlszeilenoption wird ein Starten von Windows im abgesicherten Modus bewirkt. Diese Befehlszeilenoption verwendet folgende Parameter:
  • minimal
  • network
  • safeboot:minimal(alternateshell)
  • Verzeichnisdienstwiederherstellung (nur für Windows Server 2003-Domänencontroller)
Sie können andere Boot.ini-Parameter mit /safeboot:Parameter kombinieren. Anhand der folgenden Beispiele werden die Parameter dargestellt, die aktiv sind, wenn Sie eine Option für den abgesicherten Modus aus dem Menü zur Wiederherstellung beim Start auswählen.
  • Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern
    /safeboot:minimal /sos /bootlog /noguiboot
  • Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern
    /safeboot:network /sos /bootlog /noguiboot
  • Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung
    /safeboot:minimal(alternateshell) /sos /bootlog /noguiboot
  • Windows im Modus "Verzeichnisdienstwiederherstellung"
    (Diese Befehlszeilenoption ist nur bei Domänencontrollern aktiviert)
    /safeboot:dsrepair /sos
Hinweis: Die Befehlszeilenoptionen /sos, /bootlog und /noguiboot sind bei all diesen Einstellungen nicht erforderlich, können jedoch bei der Problembehandlung hilfreich sein. Diese Befehlszeilenoptionen sind enthalten, wenn Sie [F8] drücken und einen der Modi auswählen.

/userva

Verwenden Sie diese Befehlszeilenoption, um die Speichermenge anzupassen, die Prozessen bei Verwendung der Befehlszeilenoption /3GB zugewiesen wird. Durch diese Befehlszeilenoption wird mehr Kernelspeicher für Seitentabelleneinträge (PTE) bereitgestellt, es werden jedoch weiterhin nahezu 3 GB Prozessspeicherplatz beibehalten.

Hinweis: Microsoft Support Services empfehlen dringend, einen Speicherbereich zwischen 2900 und 3030 für die Befehlszeilenoption /USERVA zu verwenden. Dieser Bereich ist umfangreich genug, um einen ausreichenden Pool für Seitentabelleneinträge darzustellen, die sich auf aktuell festgestellte Probleme beziehen. In der Regel erreichen Sie mit der Einstellung "/userva=2900" eine Anzahl von Seitentabelleneinträgen, die nahezu dem möglichen Maximum entspricht.

Weitere Informationen zur Verwendung der Befehlszeilenoption "/userva" finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
316739 Verwenden der Befehlszeilenoption /userva und der Befehlszeilenoption /3GB, um den Speicherbereich für den Benutzermodus auf einen Wert zwischen 2 GB und 3 GB festzulegen
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
810371 Verwenden der /Userva-Option auf Windows Server 2003-Computern, auf denen Exchange Server ausgeführt wird
323427 Wie manuell Bearbeiten der Datei Boot.ini in einer Umgebung von Windows Server 2003
317526 Bearbeiten der Datei "Boot.ini" in Windows Server 2003
317521 Beschreibung des BOOTCFG-Befehls und seiner Verwendungen
289022 Bearbeiten der Datei Boot.ini in Windows XP
291980 Beschreibung des Befehls Bootcfg und seiner Verwendung

/usepmtimer

Die Befehlszeilenoption /usepmtimer legt fest, dass die Betriebssysteme Windows XP und Windows Server 2003 anstelle der Time Stamp Counter (TSC)-Timereinstellungen die PM-TIMER-Einstellungen verwenden, sofern diese vom Prozessor unterstützt werden.

Weitere Informationen zur Verwendung der Befehlszeilenoption "/usepmtimer" finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
895980 Programme, die die QueryPerformanceCounterfunktion verwenden, können schlecht in Windows Server 2003 und Windows XP durchführen

/redirect

Verwenden Sie diese Befehlszeilenoption, um Notverwaltungsdienste (Emergency Management Services, EMS) auf einem Windows Server 2003 Enterprise Edition-Computer zu aktivieren. Um weitere Informationen zu EMS zu erhalten, suchen Sie unter Hilfe und Support in Windows nach "Notverwaltungsdienste".

Um EMS durch Bearbeiten der Datei "Boot.ini" auf einem x86-Computer zu aktivieren, bearbeiten Sie sowohl den Abschnitt [Bootloader] als auch den Abschnitt [Betriebssysteme] der Datei "Boot.ini". Konfigurieren Sie hierzu die folgenden Einträge:
  • Fügen Sie unter [Bootloader] eine der folgenden erforderlichen Anweisungen hinzu:
    redirect=COMx
    Ersetzen Sie in dieser Anweisung x durch eine der folgenden COM-Portnummern:
    1
    2
    3
    4
    redirect=USEBIOSSETTINGS
    Durch diese Anweisung kann das Computer-BIOS den für EMS zu verwendenden COM-Port ermitteln.
  • Fügen Sie unter [Bootloader] die folgende Optionsanweisung hinzu:
    redirectbaudrate=baudrate
    Ersetzen Sie baudrate durch einen der folgenden Werte:
    9600
    19200
    57600
    115200
    Standardmäßig verwendet EMS für die Baudrate die Einstellung 9600 Kbps.
  • Fügen Sie unter [Betriebssysteme] die Befehlszeilenoption /redirect zu dem Betriebssystemeintrag hinzu, für den EMS konfiguriert werden soll. In folgendem Beispiel ist die Verwendung dieser Befehlszeilenoptionen dargestellt:
    [boot loader] timeout=30 default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS redirect=COM1 redirectbaudrate=19200 [operating systems] multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows Server 2003, Enterprise" /fastdetect multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows Server 2003, EMS" /fastdetect /redirect

/channel

Verwenden Sie diese Befehlszeilenoption zusammen mit den Befehlszeilenoptionen /debug und /debugport, um Windows für das Senden von Debuginformationen über einen IEEE 1394-Port (IEEE = Institute of Electrical and Electronics Engineers) zu konfigurieren. Um ein Debugging über einen 1394-Port zu unterstützen, muss auf beiden Computern Microsoft Windows XP oder höher ausgeführt werden. Der Port 1394 verfügt über eine maximale Anzahl von 63 unabhängigen Kommunikationskanälen, die von 0 bis 62 nummeriert sind. Unterschiedliche Hardwareimplementierungen unterstützen eine unterschiedliche Anzahl von Kanälen in einem Bus. In Windows XP gilt eine Beschränkung auf vier Zielcomputer. Diese Beschränkung ist jedoch in Windows Server 2003 nicht mehr vorhanden. Um das Debugging durchzuführen, wählen Sie eine gemeinsame Kanalnummer aus, die sowohl auf dem Computer verwendet werden soll, auf dem der Debugger ausgeführt wird (auch als "Hostcomputer" bezeichnet), als auch auf dem Computer, für den das Debugging ausgeführt werden soll (auch als "Zielcomputer" bezeichnet). Sie können eine beliebige Zahl von 1 bis 62 verwenden.

So konfigurieren Sie den Zielcomputer

  1. Bearbeiten Sie die Datei "Boot.ini" dahin gehend, dass Sie die Option /CHANNEL=x zu dem Betriebssystemeintrag hinzufügen, den Sie für das Debugging konfiguriert haben. Ersetzen Sie x durch die Kanalnummer, die Sie verwenden möchten. Konfigurieren Sie beispielsweise den Abschnitt [Betriebssysteme] der Datei "Boot.ini" so, dass dieser folgendermaßen aussieht:
    [boot loader]
    timeout=30
    default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
    [operating systems]
    multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows Server 2003, Enterprise" /fastdetect /debug /debugport=1394 /CHANNEL=3
  2. Stecken Sie das 1394-Kabel in einen der 1394-Ports.
  3. Deaktivieren Sie den 1394-Hostcontroller auf dem Zielcomputer. Starten Sie hierfür den Geräte-Manager, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Gerät, und klicken Sie dann auf Deaktivieren.
  4. Starten Sie den Computer neu.

So konfigurieren Sie den Hostcomputer

  1. Stecken Sie das 1394-Kabel in einen der 1394-Ports.
  2. Installieren Sie die Binärdateien des Kerneldebuggers.
  3. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung. Drücken Sie nach Eingabe der folgenden Befehle die [EINGABETASTE]:
    set_NT_DEBUG_BUS=1394
    set_NT_DEBUG_1394_CHANNEL=x
    kd -k
  4. Wechseln Sie zu dem Ordner, in dem Sie den Kerneldebugger installiert haben, und geben Sie den folgenden Befehl ein:
    kd.exe
Wenn Sie den Debugger zum ersten Mal starten, wird ein virtueller 1394-Treiber installiert. Dieser Treiber ermöglicht, dass der Debugger mit dem Zielcomputer kommuniziert. Sie müssen als Administrator angemeldet sein, damit die Treiberinstallation erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Eigenschaften

Artikel-ID: 833721 - Geändert am: Montag, 10. Juni 2013 - Version: 6.4
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Home Edition
Keywords: 
KB833721
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