Exchange Server 2003 und Exchange 2000 Server erfordern die NetBIOS-Namensauflösung für volle Funktionalität

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
837391 Exchange Server 2003 and Exchange 2000 Server require NetBIOS name resolution for full functionality
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Problembeschreibung

In größeren Microsoft Exchange Server 2003- oder Microsoft Exchange 2000 Server-Organisationen können bestimmte Vorgänge nicht erfolgreich durchgeführt werden, wenn die NetBIOS-Namensauflösung nicht funktioniert.

Ursache

Exchange 2003 und Exchange 2000 sind immer noch in vielerlei Hinsicht von NetBIOS abhängig. In Abhängigkeit von der jeweiligen Netzwerktopologie müssen Sie eventuell die NetBIOS-Namensauflösung über verschiedene Subnetze verwenden, damit alle Exchange-Komponenten korrekt funktionieren.

Lösung

Microsoft empfiehlt für Exchange-Organisationen die Verwendung von Windows Internet Name Service (WINS) und DNS für die Namensauflösung. Installationen von Exchange 2003 und Exchange 2000 in großen Organisationen mit vielen Subnetzen und in Organisationen mit Subnetzen und ohne WINS sind nicht umfassend getestet worden. In großen Organisationen funktioniert die NetBIOS-Namensauflösung über Broadcasts möglicherweise nicht einwandfrei. Dadurch können auch Teile der Exchange-Funktionalität beeinträchtigt werden.

Weitere Informationen

Die folgenden Teile der Exchange-Funktionalität sind immer noch von der NetBIOS-Namensauflösung abhängig:
  • Die Setup-Programme von Exchange Server 2003 und Exchange 2000 Server, insbesondere auf Clusterservern.
  • Der Exchange Mailbox Merge Wizard (ExMerge) auf Exchange 2003- und Exchange 2000-Computern.
  • Das Ändern des Kennworts für ein Exchange 2003- oder Exchange 2000-Postfach mithilfe von Microsoft Outlook Web Access (OWA).
  • Der Exchange-System-Manager auf Exchange 2003- und Exchange 2000-Computern.

    Hinweis: Außerdem erfordern Microsoft Outlook-Clients mit Versionen vor Microsoft Office Outlook 2003 die NetBIOS-Namensauflösung.

    In der folgenden Liste sind Empfehlungen dazu zusammengefasst, wie Active Directory-Domänencontroller und globale Katalogserver platziert werden sollten, um Ihre Exchange-Organisation wirksam zu unterstützen:
    • Stellen Sie sicher, dass DNS auf der Hub-Seite und in allen Zweigstellen korrekt konfiguriert ist.
    • Vergewissern Sie sich, dass sowohl die Namensauflösung als auch DNS einwandfrei funktionieren.
    • Stellen Sie sicher, dass die Funktion des Infrastrukturmasters nicht auf einem globalen Katalogserver angesiedelt ist.
    • In Zweigstellen, die für mehr als 10 Benutzer zuständig sind, muss an jedem Standort mit Exchange-Servern ein globaler Katalogserver installiert werden. Microsoft empfiehlt die Bereitstellung von zwei globalen Katalogservern, um eine gewisse Redundanz zu gewährleisten. Gibt es an einem physischen Standort keine zwei globalen Katalogserver, können Sie vorhandene Domänencontroller als globale Katalogserver konfigurieren.
    Exchange 2003 verwendet Windows-Namensauflösungs-APIs, um nach "kurzen Namen" (auch als NetBIOS-Namen bekannt) zu suchen. Der Server erwartet daher während des Betriebs die Auflösung kurzer Namen, der ESM-Client erwartet die Auflösung kurzer Namen bei der Kontaktaufnahme mit Servern, und Outlook-Clients, die älter sind als Outlook 2003, erwarten die Auflösung des kurzen Namens eines Servers. Sofern sich nicht alle Clients und Server im gleichen Subnetz befinden, ist die einfachste Möglichkeit, die Auflösung kurzer Namen zu ermöglichen, die Einrichtung eines WINS-Servers.

    Die Server-Clusterbildung in Microsoft Windows Server 2003, Microsoft Windows 2000 Server und Microsoft Windows NT Server 4.0 erfordert zwar NetBIOS, nicht aber notwendigerweise auch WINS für die Namensauflösung. Falls Sie einen DNS-Server verwenden, der das Protokoll für dynamische DNS-Updates für virtuelle Server unterstützt, registrieren Servercluster in DNS "A"-Ressourceneinträge. Dann können Clients DNS abfragen, um die IP-Adresse des virtuellen Servers aufzulösen. Sie können jedoch nicht verhindern, dass Servercluster NetBIOS über TCP/IP-Objekte für die virtuellen Server erstellen.

    Bei der Verwendung von WINS können Namenskonflikte auftreten. In einer WINS-Umgebung darf es nur einen Computer mit dem Namen SERVERA geben. In DNS können jedoch mehrere Computer den Namen SERVERA tragen. So kann es zum Beispiel einen Computer namens SERVERA.EUROPE.DOMAIN.COM und einen anderen mit dem Namen SERVERA.AMERICA.DOMAIN.COM geben. Falls ein Benutzer aus der AMERICA-Domäne \\SERVERA eingibt, stellt er eine Verbindung zu SERVERA in der Domäne AMERICA her. Falls ein Benutzer aus der AMERICA-Domäne eine Verbindung zu SERVERA in der Domäne EUROPE aufbauen möchte, muss er den vollqualifizierten Domänennamen (FQDN) SERVERA.EUROPE.DOMAIN.COM eingeben. Einige Programme lassen jedoch nur Einträge aus maximal 15 Zeichen für NetBIOS-Namen zu. Diese Programme funktionieren eventuell trotzdem, wenn es einen Mechanismus zur Vermeidung doppelter Hostnamen gibt und die DNS-Suffixliste der Domänen allen Clients zur Verfügung steht.

    Während Windows Server 2003 und Exchange Server 2003 FQDNs und DNS für die Namensauflösung verwenden, verwenden Windows NT 4.0 und Microsoft Exchange Server 5.5 NetBIOS und WINS für die Auflösung von Hostnamen. Falls es auf dem Computer keine LMHOSTS-Datei gibt, muss ein WINS-Server verfügbar sein, damit der Exchange 5.5-Computer mit dem Exchange 2003-Computer kommunizieren kann.

    Viele Programme funktionieren eventuell, wenn NetBIOS deaktiviert ist, unterstützen jedoch diesen Typ von Konfiguration nicht. Exchange 2003 und Exchange 2000 sind beispielsweise nicht ohne NetBIOS getestet worden, funktionieren jedoch in einer nicht zu umfangreichen Domänenumgebung eventuell auch ohne NetBIOS.

    Der Nachrichtendienst und der Warndienst sind in Windows Server 2003 standardmäßig deaktiviert. Damit Netzwerknachrichten in Windows Server 2003 übermittelt werden können, müssen Sie diese Dienste aktivieren und starten, und in DNS muss das Empfängerkonto registriert sein.

    Weitere Informationen zu WINS finden Sie auf folgender Microsoft-Website:
    http://technet2.microsoft.com/windowsserver/en/technologies/wins.mspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 837391 - Geändert am: Dienstag, 12. Dezember 2006 - Version: 4.4
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Exchange Server 2003 Enterprise Edition
  • Microsoft Exchange Server 2003 Standard Edition
  • Microsoft Exchange 2000 Server Standard Edition
  • Microsoft Exchange 2000 Enterprise Server
Keywords: 
kbtshoot kbesm kbclustering kbdirectory KB837391
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