Behebung von Problemen mit dem Dialogfeld "Anforderung abbrechen" in Outlook 2003 oder Outlook 2002

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
839862 How to troubleshoot the RPC Cancel Request dialog box in Outlook 2003 or in Outlook 2002
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Sie müssen wissen, wie die Registrierung wiederhergestellt werden kann, wenn ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986 Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die typischen Problembehandlungsschritte, anhand deren Sie die Ursache für die Anzeige der folgenden Fehlermeldung ermitteln können:
Es werden Daten vom Microsoft Exchange Server <Servername> abgerufen. Sie können die Anforderung abbrechen oder das Fenster minimieren, bis es von Outlook automatisch geschlossen wird.

Einführung

Microsoft Outlook-Versionen vor Microsoft Outlook 2002 reagieren bisweilen scheinbar nicht mehr (hängen), wenn Benutzer E-Mail-Nachrichten senden bzw. empfangen oder Termine prüfen bzw. erstellen. Wenn Outlook nicht mehr reagiert, wird eine Sanduhr angezeigt, bis Outlook die benötigten Informationen abgerufen hat. Zu den Daten, die Outlook während dieser Zeit abruft, gehören unter anderem die Informationen im Posteingang des Benutzers, die Informationen in den öffentlichen Ordnern des Benutzers, Frei-/Gebucht-Informationen und Verzeichnissuchen (Namensprüfung). Der Server, den Outlook nach diesen Informationen abfragt, ist entweder ein Microsoft Exchange Server-Computer oder ein globaler Katalogserver. Wenn als Servername ein NetBIOS-Name angezeigt wird, werden die Daten von einem Exchange Server-Computer abgerufen. Wenn als Servername ein vollqualifizierter Domänenname (Fully Qualified Domain Name, FQDN) angezeigt wird, werden die Daten von einem globalen Katalogserver abgerufen.

Das Dialogfeld Anforderung abbrechen für Remoteprozeduraufrufe (Remote Procedure Call, RPC) ist eine Funktion, die in Microsoft Outlook 2002 hinzugefügt wurde. Diese Funktion zeigt den Benutzern den Namen des Servers an, auf den Outlook zugreift. Das Dialogfeld Anforderung abbrechen erlaubt es den Benutzern außerdem, den Datenabruf abzubrechen.

Wenn Outlook 2002 und spätere Versionen Daten von einem Exchange Server-Computer anfordern, ruft Outlook eine Funktion auf, die den Remoteprozeduraufruf als Wrapper an den Server sendet. Dieser neue Wrapper ist der aufhebbare RPC-Wrapper. Der aufhebbare RPC-Wrapper startet standardmäßig einen Zeitgeber und gibt den Remoteprozeduraufruf aus. Nach Abschluss des Remoteprozeduraufrufs schließt der Wrapper den Zeitgeber, führt eine Bereinigung aus und wird beendet. Wenn der Remoteprozeduraufruf jedoch mehr als 5 Sekunden für die Rückgabe der Daten benötigt, ruft der Wrapper das Dialogfeld Anforderung abbrechen auf. Das Dialogfeld Anforderung abbrechen wird solange angezeigt, bis der Remoteprozeduraufruf beantwortet wurde, oder bis der Benutzer auf Abbrechen klickt. Wenn die Aktion, die der Benutzer in Outlook ausführt, die Ausgabe mehrere Remoteprozeduraufrufe verursacht, wird dem Benutzer eventuell für jeden Remoteprozeduraufruf ein Dialogfeld Anforderung abbrechen angezeigt.

Das Dialogfeld Anforderung abbrechen war zwar zur Verbesserung der Benutzerführung gedacht, da Serverinformationen angezeigt werden, wenn Outlook nicht mehr reagiert, jedoch interpretieren viele Benutzer diese Meldung als Fehlermeldung und wenden sich an ihr Helpdesk. Sie wissen nicht, dass das Dialogfeld Anforderung abbrechen ein normaler Bestandteil im Zusammenspiel von Outlook und Exchange ist. Auch in sehr schnellen Netzwerken, mit der besten Hardware und der besten Architektur kann es manchmal mehr als 5 Sekunden dauern, bis eine Antwort auf einen Remoteprozeduraufruf eingeht. Wenn das Dialogfeld Anforderung abbrechen nur gelegentlich angezeigt wird, ist eine umfangreiche Problembehandlung nicht notwendig und auch nicht produktiv. Wenn das Dialogfeld Anforderung abbrechen jedoch häufig und für lange Zeiträume angezeigt wird, liegt eventuell ein Leistungsproblem auf einem der Server oder ein Problem mit dem Netzwerk vor. Dieser Artikel beschreibt die Problembehandlungsschritte, anhand deren Sie die Ursache für die häufige Anzeige des Dialogfeldes Anforderung abbrechen ermitteln können.

Weitere Informationen dazu, wie Sie die Funktion "Anforderung abbrechen" deaktivieren, bzw. wie Sie den Zeitüberschreitungswert erhöhen, wenn es häufig zu Netzwerküberlastungen oder anderen diesbezüglichen Problemen kommt, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
293650 So ändern Sie das Verhalten des Outlook-Dialogfelds "Anforderung abbrechen" in Outlook 2002

Probleme mit dem Dialogfeld "Anforderung abbrechen" beheben

Verwenden Sie zur Behebung dieses Problems das Hilfsprogramm "Microsoft Exchange Server Performance Troubleshooting Analyzer (ExPTA)". Sie können dieses Tool von der folgenden Microsoft-Website herunterladen:
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=55884
Wenn das Dialogfeld Anforderung abbrechen häufig oder für längere Zeiträume angezeigt wird, gehen Sie folgendermaßen vor, um das Problem zu beheben:

Informationen zur Problembehebung sammeln

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Informationen zur Problembehebung zu sammeln:
  1. Stellen Sie fest, was der Benutzer tut, wenn auf seinem Computer häufig das Dialogfeld Anforderung abbrechen angezeigt wird. Sammeln Sie dazu die folgenden Informationen:
    • Durchsucht der Benutzer gerade einen öffentlichen Ordner, der sich in einer anderen Administratorgruppe befindet, ohne eine Replikation des Ordners auf seiner eigenen Website zu besitzen?
    • Öffnet der Benutzer eine Besprechung mit vielen Teilnehmern?
    • Erstellt oder aktualisiert der Benutzer eine Besprechung, um die Frei-/Gebucht-Informationen für die Teilnehmer zu prüfen?
  2. Sehen Sie sich die Active Directory- und Exchange-Architektur Ihrer Umgebung an. Klären Sie die folgenden Punkte:
    • Befinden sich die globalen Katalogserver an einem lokalen oder an einem Remotestandort?
    • Werden die Verbindungen zur Remotesite über Router oder Firewalls geleitet?
    • Gibt es dedizierte Server für öffentliche Ordner?
    • Wo sind die Systemordner gespeichert?
    Die Antworten auf diese Punkte geben eventuell Aufschluss über die Ursache des Problems.

Ereignisprotokolle des Exchange Server-Computers prüfen

Eventuell werden Ereignisse im Anwendungsereignisprotokoll oder in den Systemereignisprotokollen aufgezeichnet. Diese Ereignisse weisen eventuell auf Verbindungsprobleme zwischen Ihrem Exchange-Server und Ihrem globalen Katalogserver hin. Wenn Sie von Exchange 5.5 auf Exchange 2000 oder auf Exchange 2003 migriert haben, müssen Sie prüfen, ob für den Exchange Server-Computer oder den dedizierten Server für den öffentlichen Ordner Ereignisse protokolliert wurden, die den folgenden ähnlich sind:


Ereignis 9548
Typ: Warnung
Quelle: MSExchangeIS
Kategorie: Allgemein
Beschreibung: Der deaktivierte Benutzer /o=Name der Exchange-Organisation/ou=Websitename/cn=Name des Empfängercontainers/cn=Benutzerkontoname verfügt über keine Hauptkonto-SID. Verwenden Sie die Active Directory MMC, um ein aktives Konto als Hauptkonto dieses Benutzers festzulegen.

Ereignis 9551
Typ: Warnung
Quelle: MSExchangeISPublic
Kategorie: Allgemein
Beschreibung: Beim Aktualisieren der ACL für Ordner Öffentlicher Ordnername in Datenbank "Erste Speichergruppe\Informationsspeicher für Öffentliche Ordner" ist ein Fehler aufgetreten. Der Informationsspeicher konnte die Sicherheit für /O=Name der Exchange-Organisation/OU=Administratorgruppe/CN=Name des Empfängercontainers/CN=Benutzerkontoname nicht in einen Windows 2000-Sicherheitsbezeichner konvertieren. Dies wird möglicherweise durch die Wartezeit im Active Directory-Dienst verursacht. Ist dies der Fall, warten Sie, bis der Benutzerdatensatz für das Active Directory repliziert wurde, und versuchen Sie, auf den Ordner zuzugreifen (dieser wird direkt aktualisiert). Wenn das angegebene Objekt nicht für das Active Directory repliziert wird, verwenden Sie den Microsoft Exchange System-Manager oder den Exchange-Client, um die ACL für den Ordner manuell zu aktualisieren. Die Zugriffsrechte in der ACE für diesen DN waren 0x41b.

Werden diese Ereignisse protokolliert, liegt wahrscheinlich ein Problem mit unbekannten Konten vor. Solche unbekannten Konten werden manchmal auch als "Zombies" bezeichnet. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
328880 Behandeln von Problemen mit der Leistung öffentlicher Ordner aufgrund von ACL-Konvertierungen in Exchange 2000 und in Exchange 2003

Es steht ein Hotfix zur Verfügung, der die Art und Weise ändert, wie Exchange Server 2003 ein deaktiviertes Active Directory Benutzerkonto mit einem zugeordneten Exchange Server 2003-Postfach behandelt. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
903158 Ein Hotfix steht zur Verfügung, der die Art und Weise ändert, wie Exchange Server 2003 ein deaktiviertes Active Directory-Benutzerkonto mit einem zugeordneten Exchange Server 2003-Postfach behandelt

Werden viele Ereignisse mit der Kennung 1016 im Anwendungsereignisprotokoll des Exchange Server-Computers angezeigt, wird das Problem eventuell durch Benutzer verursacht, die Kalenderelemente erstellen und aktualisieren. In diesem Szenario empfiehlt es sich, die Funktion "Planeroptionen" zu Testzwecken zu deaktivieren. Die Planeroptionen wurden in Outlook 2002 eingeführt. Die Planeroptionen sammeln mehr Daten als dies in früheren Versionen von Outlook der Fall war, wenn der Benutzer beim Erstellen, Aktualisieren oder Anzeigen einer Besprechung auf die Registerkarte Terminplanung klickt. Wenn durch die Deaktivierung dieser Funktion die übermäßig häufige Anzeige von RPC-Dialogfeldern behoben wird, müssen Sie prüfen, ob diese Möglichkeit für Ihr Unternehmen geeignet ist. Wurden die Planeroptionen deaktiviert, kann der Benutzer zwar die Frei-/Gebucht-Informationen der Teilnehmer, jedoch keine weiteren Details anzeigen.

Planeroptionen deaktivieren

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Planeroptionen zu deaktivieren:
  1. Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Einstellungen auf Kalenderoptionen.
  3. Klicken Sie im Dialogfeld Kalenderoptionen auf Planeroptionen.
  4. Deaktivieren Sie im Abschnitt Besprechungsplaner das Kontrollkästchen Popupkalenderdetails anzeigen, indem Sie darauf klicken.
  5. Klicken Sie dreimal hintereinander auf OK.
Weitere Informationen zu den Planeroptionen und zur Ereigniskennung 1016, die auf dem Exchange-Server protokolliert wird, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
301328 Nach Outlook-Aktualisierung zu Outlook 2002 oder einer späteren Version wird in dem Anwendungsereignisprotokoll ein Ereigniseintrag 1016 angezeigt

Instant Messaging-Integration in Outlook deaktivieren

Wenn der Wechsel zwischen den Nachrichten in Outlook nur langsam erfolgt und das Dialogfeld Anforderung abbrechen angezeigt wird, deaktivieren Sie Instant Messaging in Outlook. Wenden Sie hierzu eine der folgenden Methoden an.
Methode 1
  1. Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen und anschließend auf die Registerkarte Weitere.
  2. Deaktivieren Sie unter Personennamen das Kontrollkästchen Smarttag für Personennamen aktivieren, und deaktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen Messenger-Status im Feld "Von" anzeigen.
  3. Klicken Sie auf OK.
Methode 2
Administratoren können diese Funktion auch deaktivieren, indem sie den Registrierungswert "Enabled" im folgenden Unterschlüssel der Registrierung auf "0" abändern:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\10.0\Outlook\IM
Gehen Sie dazu folgendermaßen vor.

Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungs-Editors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungs-Editor auf eigene Verantwortung.
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  2. Suchen Sie den folgenden Registrierungsunterschlüssel, und klicken Sie darauf:
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\10.0\Outlook\IM
  3. Klicken Sie im rechten Teilfenster auf Enabled.
  4. Klicken Sie im Menü Bearbeiten auf Ändern.
  5. Geben Sie im Feld Wert den Wert 0 ein, und klicken Sie auf OK.
  6. Beenden Sie den Registrierungs-Editor.
Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
290025 OL2002: Verzögerung beim Öffnen einer Nachricht in Outlook 2002, wenn Instant Messaging aktiviert ist

Probleme mit Outlook-Profilen beheben

Stellen Sie fest, ob dieses Problem nur im Zusammenhang mit neuen E-Mail-Profilen auftritt.

Weitere Informationen dazu, wie Sie bestimmen, ob dieses Problem im Zusammenhang mit neuen Outlook-Profilen auftritt, finden Sie in folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
287072 OL2002: Erstellen eines neuen E-Mail-Profils für Outlook
829918 In Outlook 2007 und Outlook 2003 ein neues E-Mail-Profil erstellen

Add-Ins von Fremdanbietern in Outlook deaktivieren

Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Ihr Profil Add-Ins von Fremdanbietern, wie etwa Antivirussoftware, BlackBerry-Software oder Fax-Software, enthält:
  1. Klicken Sie im Menü Extras von Outlook auf Optionen.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Weitere und anschließend auf die Schaltfläche Erweiterte Optionen.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Add-In-Manager.
  4. Deaktivieren Sie alle Kontrollkästchen für Add-Ins von Fremdanbietern, die eventuell noch aktiviert sind.
  5. Klicken Sie dreimal hintereinander auf OK.
  6. Starten Sie Outlook neu.
Weitere Informationen dazu, wie Sie ermitteln, ob die BlackBerry-Software das auftretende Problem verursacht, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
216076 In Exchange kann es langsam werden, dass auf Informationsspeicherordner zugreifen kann

Leistungsprobleme beheben

Um Leistungsprobleme zu beheben, sammeln Sie Daten mithilfe des Systemmonitors. Es treten häufig Wartezeiten bei Remoteprozeduraufrufen auf, wenn es bei einem Exchange Server-Computer oder einem globalen Katalogserver zu Leistungsproblemen kommt.

Wenn im RPC-Dialogfeld auf einen Exchange Server (NetBIOS-Name) verwiesen wird, konfigurieren Sie den Systemmonitor für die Echtzeitüberwachung der folgenden Indikatoren:

Physischer Datenträger (Alle Instanzen)
- Mittlere Sek./Lesevorgänge
- Mittlere Sek./Schreibvorgänge
- Aktuelle Warteschlangenlänge

MSExchangeIS
- Durchschnittl. RPC-Wartezeit
- RPC-Anfragen
- RPC-Operationen/Sek.

Prozessor
- %Prozessorzeit

Datenbank (Informationsspeicher-Instanz)
- Protokolldatensatzverzögerungen/Sek.

Hinweis: Es empfiehlt sich, den Systemmonitor von einer Remote-Arbeitsstation auszuführen, auf der ausreichend freier Festplattenspeicherplatz zur Verfügung steht.

In der Regel sollte der Indikator für RPC-Anfragen einen Wert unter 10 besitzen. Wenn der Wert über 25 liegt, weist dies auf einen Ressourcenengpass hin. Es können nur 100 Anfragen gleichzeitig verarbeitet werden. Wenn die Anzahl der RPC-Anfragen einen Wert von 100 erreicht, wird die Verbindungsherstellung verweigert.

Der Indikator "Durchschnittl. RPC-Wartezeit" zeigt die durchschnittliche Zeit an, die der Server für die Beantwortung von Client-Anfragen benötigt. Für typische Vorgänge liegt der Wert des Indikators in der Regel unter 50 Millisekunden. Falls der Wert bei Outlook 2002 oder Outlook 2003 dauerhaft über 50 Millisekunden liegt, wenn sich die meisten Benutzer im Onlinemodus befinden, bedeutet dies, dass der Informationsspeicher sehr lange für die Verarbeitung von Benutzeranfragen braucht. Wenn die meisten Benutzer Outlook 2003 im Cache-Modus ausführen, steigt dieser Grenzwert auf 100 Millisekunden an. Wenn der Informationsspeicher eine lange Zeit für die Verarbeitung benötigt, liegt in der Regel ein Datenträgerengpass vor.

Die empfohlenen Werte für den Indikator "Mittlere Sek./Lesevorgänge" und den Indikator "Mittlere Sek./Schreibvorgänge" sind:
  • Gut < 20 Millisekunden
  • Mittel < 30 Millisekunden
  • Schlecht < 40 Millisekunden
  • Cache/Exec < 1 Millisekunde
  • Cache/Gut < 2 Millisekunden
  • Cache/Mittel < 4 Millisekunden
Wenn die Werte der Indikatoren über 0,05 Sekunden (50 Millisekunden) liegen, besteht wahrscheinlich ein Datenträgerengpass.

Hinweis: Kurze Spitzen mit Werten über 0,05 sind nicht ungewöhnlich. Wenn die Indikatoren jedoch 30 oder 60 Sekunden lang über 0,05 liegen, besteht wahrscheinlich ein Problem.

Um festzustellen, ob ein Problem mit der aktuellen Warteschlangenlänge vorliegt, sehen Sie nach, wie häufig der Wert auf Null fällt. Wenn der Indikator für die Warteschlangenlänge regelmäßig auf Null fällt (beispielsweise vier Mal pro Minute), wird die Warteschlange geleert, und es besteht wahrscheinlich kein Datenträgerengpass.

Der Indikator "Protokolldatensatzverzögerungen/Sek." sollte idealerweise den Wert Null haben. Wenn es auf einem Exchange 2000 Server-Computer zu einer hohen Anzahl von Protokolldatensatzverzögerungen kommt, ändern Sie den Wert der Eigenschaft msExchESEParamLogBuffers. Weitere Informationen dazu, wie Sie den Wert der Eigenschaft "msExchESEParamLogBuffers" ändern, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
328466 ESE-Protokollpuffer, die zu niedrig eingestellt sind, können bewirken, den Microsoft Exchange-Informationsspeicherdienst nicht mehr zu reagieren
Wenn das Dialogfeld Anforderung abbrechen auf einen globalen Katalogserver verweist, der einen vollqualifizierten Domänennamen (Fully Qualified Domain Name, FQDN) besitzt, konfigurieren Sie den Systemmonitor für die Überwachung des Indikators "% Prozessorzeit" auf dem globalen Katalogserver, um sicherzustellen, dass der Wert nicht zu hoch ist. Ein Wert von > 90 über einen längeren Zeitraum ist zu hoch. Besitzt der Indikator "% Prozessorzeit" einen hohen Wert, dann ist der globale Katalogserver überlastet. Weitere Informationen zur Verwendung des Systemmonitors finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
811237 Wie Sammeln von Leistungsdaten eines Remote-Windows 2000-Computers, der Systemmonitor verwendet

Netzwerkprobleme beheben

Verwenden Sie den Netzwerkmonitor oder einen anderen Protokoll-Sniffer, um festzustellen, ob Probleme mit dem Netzwerk vorliegen.

Detaillierte Anweisungen zur Konfiguration und Verwendung von Protokoll-Sniffern können im Rahmen dieses Artikels nicht gegeben werden. Wenn Sie bereits mit der Verwendung solcher Dienstprogramme vertraut sind, empfiehlt es sich, das Problem zu reproduzieren, während Sie den Verkehr auf dem Client und dem Server überwachen. Analysieren Sie die Daten auf Rückübertragungen. Eine Rückübertragung findet statt, wenn der Client oder der Server dasselbe Datenpaket erneut senden muss. In der Regel geschieht dies, wenn Pakete zwischen dem Client und dem Server verloren gehen. Wenn Sie Netzwerksammlungen analysieren, stellen Sie fest, ob die Client-Anfragen den Server tatsächlich erreichen, bzw. ob der Server antwortet, die Antwort jedoch verloren geht, bevor der Client sie erhält.

So ändern Sie das Popupverhalten des Dialogfelds "RPC"

Weitere Informationen dazu, wie Sie die Funktion "Anforderung abbrechen" deaktivieren, bzw. wie Sie den Zeitüberschreitungswert erhöhen, wenn es häufig zu Netzwerküberlastungen oder anderen diesbezüglichen Problemen kommt, finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
293650 So ändern Sie das Verhalten des Outlook-Dialogfelds "Anforderung abbrechen" in Outlook 2002
833007 Wie Ändern des Verhaltens des Dialogfelds Anforderung abbrechen in Outlook 2003


Die in diesem Artikel genannten Fremdanbieterprodukte stammen von Herstellern, die von Microsoft unabhängig sind. Microsoft gewährt keine implizite oder sonstige Garantie in Bezug auf die Leistung oder Zuverlässigkeit dieser Produkte.

Eigenschaften

Artikel-ID: 839862 - Geändert am: Mittwoch, 30. Mai 2007 - Version: 7.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Office Outlook 2003
  • Microsoft Outlook 2002 Standard Edition
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