Beheben von Problemen mit dem POP3-Connector in Windows Small Business Server 2003

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Artikel-ID: 885685 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
885685 How to troubleshoot the POP3 Connector in Windows Small Business Server 2003
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Sie können den Dienst "Microsoft Exchange-Connector für POP3-Postfächer" in Microsoft Windows Small Business Server 2003 verwenden, um E-Mail-Nachrichten von Ihrem Internetdienstanbieter herunterzuladen und die Nachrichten an die entsprechenden Benutzer zu übermitteln. Der POP3-Connector überträgt die E-Mail-Nachrichten anhand des folgenden Verfahrens an den entsprechenden Benutzer in Ihrer Organisation:
  1. Er stellt eine Verbindung zum POP3-Remoteserver her.
  2. Er lädt alle Nachrichten für dieses E-Mail-Konto auf den Windows Small Business Server-Computer herunter.
  3. Er verschiebt diese Nachrichten in den SMTP-Ordner "PickUp" (Simple Mail Transfer Protocol, SMTP), von wo die Nachrichten anschließend an das Postfach des jeweiligen Benutzers übermittelt werden.
Wenn bei Verwendung des POP3-Connectors E-Mail-Übermittlungsprobleme auftreten, müssen Sie zunächst einmal feststellen, welcher Abschnitt bzw. welche Abschnitte des Nachrichtenübermittlungsprozesses nicht erfolgreich ausgeführt wird bzw. werden. Nachdem Sie festgestellt haben, welcher Abschnitt des Nachrichtenübermittlungsprozesses nicht erfolgreich ausgeführt wird, können Sie spezielle Problembehandlungsschritte ausführen, um das Problem mit der Nachrichtenübermittlung zu beheben.

Einführung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie Probleme mit dem Herunterladen und Übermitteln von E-Mail-Nachrichten beheben, die auftreten können, wenn Sie den POP3-Connector in Windows Small Business Server 2003 verwenden.

Warnung: Wenn Sie das Verfahren zur Behebung von Problemen mit der POP3-Connector-E-Mail-Übermittlung durchführen, können E-Mail-Nachrichten verloren gehen. Wenn Sie die E-Mail-Nachricht nicht an den in diesem Artikel beschriebenen Standorten finden können, kann die Nachricht eventuell nicht wiederhergestellt werden.

Überblick über den POP3-Connector

Wenn Sie den POP3-Connector zum Abrufen von E-Mail-Nachrichten verwenden, finden die folgenden Vorgänge statt:
  1. Der Dienst "Connector für POP3-Postfächer" stellt die Verbindung zum POP3-Remoteserver her und meldet sich bei diesem Server an.
  2. Der Dienst "Connector für POP3-Postfächer" lädt alle E-Mail-Nachrichten herunter und speichert sie im folgenden Ordner:
    %PROGRAMME%\Microsoft Windows Small Business Server\\Networking\POP3\Incoming Mail
  3. Wenn alle E-Mail-Nachrichten vom POP3-Remoteserver heruntergeladen wurden, ruft CDO (Collaborative Data Objects) auf dem Windows Small Business Server-Computer die E-Mail-Nachrichten aus dem Ordner "Incoming Mail" (Posteingang) ab. Die Kopfzeilen dieser E-Mail-Nachrichten werden geändert, um darauf hinzuweisen, dass die E-Mail-Nachrichten an ein lokales Exchange-Postfach weitergeleitet und anschließend im folgenden Ordner gespeichert werden:
    %PROGRAMME%\Exchsrvr\Mailroot\vsi 1\PickUp
  4. Wenn CDO eine E-Mail-Nachricht nicht in den Ordner "PickUp" (Abruf) verschieben kann, wird die E-Mail-Nachricht stattdessen im folgenden Ordner abgelegt:
    %PROGRAMME%\Microsoft Windows Small Business Server\\Networking\POP3\Failed Mail
  5. Wenn eine E-Mail-Nachricht beschädigt ist, wird sie eventuell nicht in den Ordner "Failed Mail" (Fehlgeschlagene E-Mail) verschoben. In diesem Szenario verbleibt die beschädigte E-Mail-Nachricht im Ordner "Incoming Mail".
  6. Alle im Ordner "PickUp" abgelegten E-Mail-Nachrichten werden vom lokalen SMTP-Dienst verarbeitet und an den entsprechenden Empfänger übermittelt.
Wenn Sie den POP3-Connector zum Abrufen von E-Mail-Nachrichten verwenden, werden diese E-Mail-Nachrichten nicht von den folgenden Komponenten von Microsoft Exchange Server 2003 verarbeitet:
  • Empfängerfilterung
  • Absenderfilterung
  • Verbindungsfilterung
  • Add-In "Intelligenter Nachrichtenfilter"
Da der POP3-Connector die E-Mail-Nachrichten mit CDO in den SMTP-Ordner "PickUp" überträgt, umgehen diese E-Mail-Nachrichten die in Exchange 2003 enthaltenen Filtermechanismen.

Verwenden von Outlook Express zum Überprüfen der Konnektivität zum POP3-Server

Sie können Microsoft Outlook Express auf dem Windows Small Business Server-Computer für den Abruf von E-Mail-Nachrichten konfigurieren. Wenn Sie Outlook Express nicht zum Abrufen von E-Mail-Nachrichten verwenden können, besteht auch nicht die Möglichkeit, den POP3-Connector zum Abrufen dieser E-Mail-Nachrichten zu verwenden. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Outlook Express zu konfigurieren:
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, und klicken Sie auf Outlook Express.
  2. Wenn Sie Outlook Express erstmals gestartet haben und der Outlook Express-Assistent für den Internetzugang angezeigt wird, fahren Sie mit dem Schritt 5 fort.
  3. Klicken Sie im Menü Extras auf Konten, und klicken Sie danach auf die Registerkarte E-Mail.
  4. Klicken Sie auf Hinzufügen, und klicken Sie anschließend auf E-Mail.
  5. Geben Sie im Feld Anzeigename Ihren Namen in dem Format ein, in dem er den E-Mail-Empfängern angezeigt werden soll, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  6. Geben Sie im Feld E-Mail-Adresse Ihren E-Mail-Alias ein, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  7. Lassen Sie in der Liste Der Posteingangsserver ist ein den Eintrag POP3 ausgewählt, und geben Sie anschließend den vollqualifizierten Domänennamen des POP3-Remoteservers im Feld Posteingangsserver (POP3, IMAP oder HTTP) ein. Geben Sie beispielsweise pop.fabrikam.com ein.
  8. Geben Sie im Feld Postausgangsserver (SMTP) den vollqualifizierten Domänennamen Ihres Windows Small Business Server-Computers ein. Geben Sie beispielsweise mail.contoso.local ein.
  9. Klicken Sie auf Weiter, geben Sie den Namen Ihres POP3-E-Mail-Kontos im Feld Kontoname ein, geben Sie das Kennwort für den Zugriff auf den POP3-Remoteserver im Feld Kennwort ein, klicken Sie auf Weiter, und klicken Sie anschließend auf Fertig stellen.
  10. Klicken Sie auf das gerade erstellte Konto, und klicken Sie auf Eigenschaften.
  11. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Erweitert das Kontrollkästchen Kopie aller Nachrichten auf dem Server belassen, und klicken Sie anschließend auf OK.
  12. Klicken Sie auf Schließen, um das Dialogfeld Internetkonten zu schließen.
  13. Zeigen Sie im Menü Extras auf Senden und empfangen, und klicken Sie anschließend auf das gerade erstellte POP3-E-Mail-Konto.

Konfigurieren des Diagnoseprotokolls für den POP3-Connector

Erhöhen Sie die Diagnoseprotokollierungsstufe des POP3-Connectors, und geben Sie anschließend ein Exchange-Postfach an, an das nicht zustellbare E-Mail-Nachrichten gesendet werden sollen. Nachdem Sie diese Konfigurationsschritte ausgeführt haben, versuchen Sie, mit dem POP3-Connector E-Mail-Nachrichten vom POP3-Remoteserver herunterzuladen, und überprüfen Sie anschließend die in der Ereignisanzeige protokollierten Ereignisse. Durchsuchen Sie die Microsoft Knowledge Base (KB), um festzustellen, ob eine bekannte Lösung für die angezeigten Fehlerereignisse existiert. Besuchen Sie dazu die folgende Microsoft-Website:
http://support.microsoft.com
Gehen Sie folgendermaßen vor, um diese Elemente zu konfigurieren:
  1. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Serververwaltung.
  2. Erweitern Sie die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf POP3-Connector-Manager.
  3. Klicken Sie im rechten Fensterbereich auf POP3-Connector-Manager öffnen.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Problembehandlung, und klicken Sie anschließend in der Liste Protokollierungsstufe auf Maximal.
  5. Klicken Sie in der Liste Exchange-Postfach auf ein Postfach, an das unzustellbare E-Mail-Nachrichten gesendet werden sollen, und klicken Sie auf OK.
  6. Klicken Sie auf Ja, wenn die folgende Meldung angezeigt wird:
    Die an der Protokollierungsstufe vorgenommenen Änderungen werden erst wirksam, nachdem der Dienst "Microsoft-Connector für POP3-Postfächer" neu gestartet wurde. Der Dienstneustart unterbricht den E-Mail-Download vorübergehend. Klicken Sie auf "Ja", um den Dienst jetzt neu zu starten. Klicken Sie andernfalls auf "Nein".
  7. Klicken Sie auf POP3-Connector-Manager öffnen, und klicken Sie danach auf die Registerkarte Zeitplanerstellung.
  8. Klicken Sie auf Jetzt abrufen, und klicken Sie auf OK, wenn die folgende Meldung angezeigt wird:
    Der Microsoft-Connector für POP3-Postfächer wird jetzt E-Mail downloaden und übermitteln. Der Download kann einige Minuten dauern.
  9. Klicken Sie auf OK.
  10. Erweitern Sie im linken Fensterbereich unter Erweiterte Verwaltung die Verzweigung Computerverwaltung, erweitern Sie Systemprogramme, erweitern Sie Ereignisanzeige, und klicken Sie anschließend auf Anwendung.
  11. Zeigen Sie die Ereignisse in der Spalte Quelle an, in denen die Angabe POP3-Connector erscheint, um festzustellen, ob der E-Mail-Übermittlungsvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde.

Beheben von Problemen mit dem POP3-Connector-E-Mail-Übermittlungsvorgang

Nachdem Sie Outlook Express verwendet haben, um die Verfügbarkeit des POP3-Remoteservers zu überprüfen, stellen Sie nun anhand der Ereignisinformationen in der Anwendungsprotokollierung die Ursache für das Fehlschlagen der E-Mail-Zustellung fest. Wenn Sie die Ursache nicht ermitteln können, versuchen Sie, festzustellen, welcher Abschnitt des POP3-Connector-E-Mail-Übermittlungsvorgangs nicht erfolgreich ausgeführt wird. Der POP3-Connector-E-Mail-Übermittlungsprozess beinhaltet im Wesentlichen die drei folgenden Abschnitte:
  • Downloadvorgang
  • CDO-Übermittlungsvorgang
  • SMTP-Übermittlungsvorgang
Gehen Sie folgendermaßen vor, um festzustellen, welcher Vorgang bzw. welche Vorgänge der E-Mail-Übermittlung erfolgreich ausgeführt wurde bzw. wurden:
  1. Starten Sie das Serververwaltungstool. Klicken Sie hierzu auf Start und anschließend auf Serververwaltung.
  2. Erweitern Sie die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie Computerverwaltung, erweitern Sie Dienste und Anwendungen, und klicken Sie anschließend auf Dienste.
  3. Klicken Sie im rechten Fensterbereich mit der rechten Maustaste auf Simple Mail Transfer Protocol (SMTP), und klicken Sie auf Anhalten.
  4. Klicken Sie im linken Fensterbereich auf POP3-Connector-Manager, und klicken Sie anschließend auf POP3-Connector-Manager öffnen.
  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Zeitplanerstellung, klicken Sie auf Jetzt abrufen, und klicken Sie auf OK, wenn die folgende Meldung angezeigt wird:
    Der Microsoft-Connector für POP3-Postfächer wird jetzt E-Mail downloaden und übermitteln. Der Download kann einige Minuten dauern.
  6. Klicken Sie auf OK.
  7. Zeigen Sie den Inhalt des Ordners "PickUp" an, um festzustellen, ob Dateien hier angezeigt werden. Diese Dateien sind die E-Mail-Nachrichten, die der POP3-Connector vom POP3-Remoteserver abruft. Sie besitzen die Dateinamenerweiterung ".eml". Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie %Programme%\exchsrvr\mailroot\vsi 1\pickup ein, und klicken Sie anschließend auf OK, um den Inhalt des Ordners "PickUp" anzuzeigen. Öffnen Sie die Dateien mit einem Texteditor (z. B. Editor). Überprüfen Sie, ob diese Dateien gültige E-Mail-Nachrichten sind, und ermitteln Sie die Empfänger der einzelnen E-Mail-Nachrichten.
Wenn die E-Mail-Nachrichten im Ordner "PickUp" angezeigt werden, haben die E-Mail-Nachrichten die beiden folgenden Vorgänge des E-Mail-Übermittlungsprozesses erfolgreich durchlaufen:
  • Downloadvorgang
  • CDO-Übermittlungsvorgang
In diesem Szenario müssen Sie eine Problembehandlung für den dritten Vorgang des E-Mail-Übermittlungsprozesses, dem SMTP-Übermittlungsvorgang, ausführen.

Wenn die E-Mail-Nachrichten nicht im Ordner "PickUp" angezeigt werden, haben die E-Mail-Nachrichten die beiden ersten Vorgänge des E-Mail-Übermittlungsprozesses nicht erfolgreich durchlaufen. In diesem Szenario müssen Sie eine Problembehandlung für den ersten Vorgang des E-Mail-Übermittlungsprozesses, dem Downloadvorgang, ausführen.

Beheben von Problemen mit dem Downloadvorgang

Der POP3-Connector lädt die E-Mail-Nachrichten eventuell nicht vom POP3-Remoteserver herunter. Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Problem in diesem Szenario zu beheben:
  • Starten Sie den Dienst "Microsoft-Connector für POP3-Postfächer", sofern er noch nicht ausgeführt wird. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Starten Sie das Serververwaltungstool. Klicken Sie hierzu auf Start und anschließend auf Serververwaltung.
    2. Erweitern Sie die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie Computerverwaltung, erweitern Sie Dienste und Anwendungen, und klicken Sie anschließend auf Dienste.
    3. Klicken Sie im rechten Fensterbereich auf Microsoft-Connector für POP3-Postfächer.
    4. Wenn in der Spalte Status nicht Gestartet angezeigt wird, klicken Sie auf Starten.
  • Verwenden Sie das Tool Telnet, um eine Verbindung zum POP3-Remoteserver herzustellen und um festzustellen, ob E-Mail-Nachrichten zum Download zur Verfügung stehen. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie auf dem Windows Small Business Server-Computer auf Start und auf Ausführen, geben Sie cmd ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
    2. Geben Sie telnet VollqualifizierterDomänennameDesRemoteservers 110 ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE]. Beispiel: Geben Sie telnet pop.fabrikam.com 110 ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE]. Es werden Informationen angezeigt, die den folgenden ähneln:
      +OK mail-host.fabrikam.com server type and version server ready
      Hinweis: Dieses Banner sieht eventuell je nach dem Typ des POP3-Servers, zu dem Sie eine Verbindung herstellen, anders aus. Der POP3-Remoteserver sollte zumindest die Antwort +OK zurückgeben.

      Wenn Sie keine Verbindung zum Remoteserver herstellen können, werden Informationen angezeigt, die den folgenden ähneln:
      Connecting to mail-host.fabrikam.com... Could not open connection to the host on port 110: Connect failed.
      Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie mit dem Telnet-Befehl keine Verbindung zum POP3-Remoteserver herstellen können:
      1. Prüfen Sie, ob Sie den richtigen Hostnamen bzw. die richtige IP-Adresse für den Remotecomputer eingegeben haben.
      2. Vergewissern Sie sich, ob der Anschluss 110 des Windows Small Business Server-Computers ausgehenden Verkehr zulässt.
      3. Stellen Sie sicher, dass ausgehender Verkehr an Anschluss 110 bei allen Firewalls oder Routern zulässig ist, die zwischen Ihrem Windows Small Business Server-Computer und dem POP3-Remoteserver existieren.
    3. Geben Sie user Benutzername ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE]. (Benutzername ist das Konto, das Sie für den Zugriff auf das POP3-Remotepostfach verwenden.) Der POP3-Remoteserver gibt die folgende Antwort zurück:
      +OK
    4. Geben Sie pass Kennwort ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE]. Kennwort ist hierbei das richtige Kennwort für das POP3-Remotepostfach. Der POP3-Remoteserver gibt Informationen zurück, die etwa so aussehen:
      +OK User successfully logged on.
      Wenn Sie einen falschen Benutzernamen bzw. ein falsches Kennwort angeben, gibt der POP3-Remoteserver Informationen zurück, die in etwa so aussehen:
      -ERR Logon failure: Unknown user name or bad password.
      Überprüfen Sie in diesem Szenario den Benutzernamen und das Kennwort des POP3-Kontos. Geben Sie diese neuen Kontoinformationen im POP3-Connector an.
    5. Um festzustellen, ob dieses POP3-Postfach E-Mail-Nachrichten enthält, geben Sie stat ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE]. Der POP3-Remoteserver gibt die folgenden Informationen zurück:
      +OK <number of messages>   <total size of messages in bytes>
      Diese Ausgabe wird als "Dropliste" bezeichnet. Wenn keine E-Mail-Nachrichten auf dem POP3-Remoteserver zum Download zur Verfügung stehen, sind beide Werte in der Dropliste gleich Null. Die Dropliste sieht beispielsweise folgendermaßen aus:
      +OK 0 0
      Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn die Werte der Dropliste gleich Null sind, in diesem Postfach jedoch E-Mail-Nachrichten vorhanden sein müssten:
      1. Stellen Sie sicher, dass die E-Mail-Adresse beim POP3-Remoteserver korrekt ist, und dass Sie auf das richtige Postfach für diese E-Mail-Adresse zugreifen.
      2. Stellen Sie sicher, dass kein weiterer POP3-Client auf dieses Postfach zugreift. Es könnte sein, dass ein anderes POP3-Clientprogramm die E-Mail-Nachrichten herunterlädt und entfernt, bevor der POP3-Connector von Windows Small Business Server die E-Mail-Nachrichten abrufen kann.
      3. Trennen Sie die Telnet-Sitzung, und stellen Sie einige Minuten später erneut eine Verbindung her, um festzustellen, ob neue E-Mail-Nachrichten in diesem Posteingang vorhanden sind.
    6. Geben Sie quit ein, und drücken Sie anschließend die [EINGABETASTE], um die Telnet-Verbindung mit dem POP3-Remoteserver zu beenden. Der POP3-Remoteserver gibt eine Antwort zurück, die etwa so aussieht:
      +OK Connection to host lost.

Beheben von Problemen mit dem CDO-Übermittlungsvorgang

Der POP3-Connector lädt eventuell E-Mail-Nachrichten vom POP3-Remoteserver herunter, diese Nachrichten werden jedoch möglicherweise nicht an die Benutzer übermittelt. In diesem Szenario können die beiden folgenden Ereignisse in der Anwendungsprotokollierung angezeigt werden, wenn Sie die Diagnoseprotokollierungsstufe auf "Maximal" einstellen:

Ereignis 1

Quelle: POP3-Connector
Kategorie: Übermittlung
Ereignis-ID: 1046
Datum: Datum
Uhrzeit: Uhrzeit
Typ: Fehler
Benutzer: Nicht zutreffend
Computer: Computername
Beschreibung: Beim Abrufen von Nachrichten von der Warteschlange für eingehende Nachrichten zum Übermitteln ist ein Fehler aufgetreten. Der Fehlercode ist -2147467259.



Ereignis 2

Quelle: POP3-Connector
Kategorie: Übermittlung
Ereignis-ID: 1048
Datum: Datum
Uhrzeit: Uhrzeit
Typ: Fehler
Benutzer: Nicht zutreffend
Computer: Computername
Beschreibung: Die Übermittlung wurde mit mindestens einem Fehler fertig gestellt.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Problembehandlung in einem Szenario durchzuführen, in dem der POP3-Connector die E-Mail-Nachrichten nicht erfolgreich überträgt:
  1. Starten Sie den Windows-Explorer, und überprüfen Sie, ob die Ordner "Failed Mail" und "Incoming Mail" im folgenden Verzeichnispfad existieren:
    %PROGRAMME%\Microsoft Windows Small Business Server\\Networking\POP3
    Wenn einer oder beide Ordner nicht existieren, erstellen Sie diese Ordner. Nachdem Sie diese Ordner erstellt haben, prüfen Sie, ob durch diese Maßnahme das Problem behoben wird. Wenn das Problem weiterhin besteht, fahren Sie mit Schritt 2 fort.
  2. Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Dateien im Ordner "Incoming Mail" existieren:
    1. Halten Sie den Dienst "Microsoft-Connector für POP3-Postfächer" an.
    2. Kopieren Sie alle Dateien im Ordner "Incoming Mail", und fügen Sie die Dateien anschließend im Ordner "PickUp" ein, um festzustellen, ob die Dateien an den Benutzer übermittelt werden. Standardmäßig befindet sich der Ordner "PickUp" im folgenden Verzeichnispfad:
      %PROGRAMME%\Exchsrvr\Mailroot\vsi 1\
    Wenn die E-Mail-Nachrichten erfolgreich übermittelt werden, funktioniert der SMTP-Übermittlungsvorgang ordnungsgemäß. In diesem Szenario könnte ein Problem mit dem CDO-Übermittlungsvorgang vorliegen, das darin besteht, dass CDO die E-Mail-Nachrichten nicht erfolgreich aus dem Ordner "Incoming Mail" in den Ordner "PickUp" verschiebt. Wenn die E-Mail-Nachrichten erfolgreich übermittelt werden, nachdem Sie sie in den Ordner "PickUp" kopiert haben, starten Sie den Dienst "Microsoft-Connector für POP3-Postfächer", und fahren Sie mit Schritt 3 fort.
  3. Registrieren Sie den POP3-Connector-Ereignisempfänger erneut in Microsoft Internet Information Services (IIS). Klicken Sie hierzu auf Start und auf Ausführen, geben Sie %Programme%\microsoft windows small business server\networking\pop3\imbreg.exe ein, und klicken Sie anschließend auf OK. Um festzustellen, ob der POP3-Connector-Ereignisempfänger erfolgreich registriert wurde, führen Sie das Ereignisverwaltungsskript "Smtpreg.vbs" auf dem Windows Small Business Server-Computer aus. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Besuchen Sie die folgende Microsoft-Website:
      Ereignisverwaltungsskript "smtpreg.vbs"
    2. Kopieren Sie den auf dieser Webseite angezeigten Code in eine Datei namens "Smtpreg.vbs". Speichern Sie diese Datei im folgenden Ordner:
      %SYSTEMLAUFWERK%\InetPub\AdminScripts
    3. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie cmd ein, und klicken Sie auf OK.
    4. Wechseln Sie zum Verzeichnis "AdminScripts".
    5. Geben Sie den folgenden Befehl ein, und drücken Sie danach die [EINGABETASTE]:
      cscript smtpreg.vbs /enum > eventsinks.txt
    6. Geben Sie notepad eventsinks.txt ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE].
    7. Durchsuchen Sie die Datei "Eventsinks.txt" nach der Angabe "POP3". Wenn der POP3-Connector-Ereignisempfänger registriert ist, werden die folgenden Bindungsinformationen für den POP3-Ereignisempfänger in dieser Datei angezeigt:
       ---------
      | Binding |
       ---------
                  Event: SMTP Transport OnSubmission
                     ID: {66F4180A-627E-4073-8D31-51F628AA8366}
                   Name: POP3 Connector Event Sink
              SinkClass: Imbdlvres.IMBDeliveryEventSink
                Enabled: True
       SourceProperties: {
                          rule = RCPT TO=*mspop3connector.*
                          priority = 0
                         }
  4. Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn das Problem mit der E-Mail-Übermittlung nach der Neuregistrierung des POP3-Connector-Ereignisempfängers nicht behoben ist:
    1. Halten Sie den Dienst "Microsoft-Connector für POP3-Postfächer" an.
    2. Verschieben Sie alle im Ordner "Incoming Mail" enthaltenen Dateien an einen temporären Ordnerstandort.
    3. Kopieren Sie nur einige E-Mail-Nachrichten in den Ordner "Incoming Mail", und starten Sie anschließend den Dienst "Microsoft-Connector für POP3-Postfächer".
    4. Starten Sie das Serververwaltungstool, öffnen Sie das Tool POP3-Connector-Manager, klicken Sie auf die Registerkarte Zeitplanerstellung, und klicken Sie anschließend auf Jetzt abrufen.
    5. Sehen Sie sich die Dateien im Ordner "Incoming Mail" an, um festzustellen, welche Dateien in den Ordner "PickUp" verschoben werden, und welche Dateien im Ordner "Incoming Mail" verbleiben. Existieren eine oder mehrere beschädigte E-Mail-Nachrichten im Ordner "Incoming Mail", kann dies dazu führen, dass CDO keine E-Mail-Nachrichten in den Ordner "PickUp" verschieben kann.
    6. Verbleiben einige Dateien im Ordner "Incoming Mail", müssen Sie diese Dateien an einen temporären Verzeichnisstandort verschieben.
    7. Führen Sie die Schritte c bis f aus, um alle E-Mail-Nachrichten zu übermitteln, die CDO erfolgreich in den Ordner "PickUp" verschieben kann, und um E-Mail-Nachrichten zu entfernen, die CDO nicht erfolgreich verschieben kann.
    8. Überprüfen Sie bei allen Dateien, die CDO nicht erfolgreich in den Ordner "PickUp" verschieben kann, die Dateinamenerweiterungen. Die beschädigten E-Mail-Nachrichten haben eventuell andere Dateinamenerweiterungen als die Dateien, die erfolgreich in den Ordner "PickUp" verschoben wurden. Es besteht eventuell ein Umstand, durch den ein Programm, etwa ein Antivirenprogramm, die E-Mail-Nachrichtendatei geändert hat.

      Versuchen Sie alternativ dazu, die Dateien in einem Texteditor (z. B. dem Microsoft-Editor) zu öffnen. Manchmal wird eine Fehlermeldung "Zugriff verweigert" angezeigt, wenn Sie versuchen, diese Dateien zu öffnen, auch wenn Sie die richtigen Berechtigungen für den Zugriff auf diese Dateien besitzen. Lassen sich diese E-Mail-Nachrichten anzeigen, dann können Sie die Nachrichten an den Empfänger übermitteln, indem Sie die Nachricht an eine andere E-Mail-Nachricht anhängen. Wenn Sie die E-Mail-Nachrichten nicht mit einem Texteditor anzeigen können, löschen Sie sie.
  5. Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn das Problem nicht behoben wurde:
    1. Benennen Sie alle folgenden Dateien auf dem Windows Small Business Server-Computer um, und ersetzen Sie sie durch die Dateien von der Windows Small Business Server 2003-CD:
      • %WINDIR%\System32\Inetcomm.dll
      • %WINDIR%\System32\Inetres.dll
      • %WINDIR%\System32\Msdart.dll
      • %WINDIR%\System32\Msoert2.dll
      • %PROGRAMME%\Gemeinsame Dateien\System\Ole DB\Oledb32.dll
    2. Registrieren Sie die ersetzten Dateien mithilfe des Befehls regsvr32. Klicken Sie hierzu auf Start und auf Ausführen, geben Sie nacheinander die folgenden Befehle ein, und klicken Sie auf OK:
      • regsvr32 %WINDIR%\System32\Inetcomm.dll
      • regsvr32 %WINDIR%\System32\Inetres.dll
      • regsvr32 %WINDIR%\System32\Msdart.dll
      • regsvr32 %WINDIR%\System32\Msoert2.dll
      • regsvr32 "%PROGRAMME%\Gemeinsame Dateien\System\Ole DB\Oledb32.dll"
  6. Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn keine Dateien im Ordner "Incoming Mail" existieren:
    1. Zeigen Sie den Inhalt des Ordners "Failed Mail" an. Wenn die E-Mail-Nachrichten nicht vom Ordner "Incoming Mail" in den Ordner "PickUp" verschoben werden können, werden die Nachrichten stattdessen in den Ordner "Failed Mail" verschoben.
    2. Wenn Dateien im Ordner "Failed Mail" vorhanden sind, öffnen Sie sie mithilfe eines Texteditors (z. B. Editor). Versuchen Sie festzustellen, warum die einzelnen E-Mail-Nachrichten nicht übermittelt werden konnten. Prüfen Sie beispielsweise, ob die E-Mail-Nachricht eine gültige E-Mail-Adresse besitzt.

Beheben von Problemen mit dem SMTP-Übermittlungsvorgang

Der POP3-Connector lädt eventuell E-Mail-Nachrichten vom POP3-Remoteserver herunter, diese Nachrichten werden jedoch möglicherweise nicht an die Benutzer übermittelt. In diesem Szenario verbleiben keine Dateien im Ordner "Incoming Mail" oder im Ordner "Failed Mail". Gehen Sie folgendermaßen vor, um dieses Problem zu beheben:
  1. Überprüfen Sie den Inhalt des Ordners "PickUp". Wenn in diesem Ordner keine Dateien angezeigt werden, hat Windows versucht, die E-Mail-Nachrichten an die Empfänger zu übermitteln. An dieser Stelle befindet sich die E-Mail-Nachricht außerhalb der Grenzen des POP3-Connectors. Gehen Sie in diesem Szenario folgendermaßen vor:
    1. Überprüfen Sie die SMTP-Warteschlangen auf dem Windows Small Business Server-Computer. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
      835734 In der SMTP-Warteschlange in Small Business Server 2003 werden unerwarteterweise viele ausgehende E-Mail-Nachrichten angezeigt
    2. Aktivieren Sie die E-Mail-Nachrichtenverfolgung auf dem Windows Small Business Server-Computer. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
      821910 Wie Beheben für Transportprobleme von Exchange Server 2003
    3. Überprüfen Sie, ob die Empfänger existieren, und ob diese Empfänger interne E-Mail-Nachrichten empfangen können, die an die Internet-E-Mail-Adresse des Benutzers adressiert sind. Senden Sie hierzu eine E-Mail-Nachricht an den Benutzer. Wählen Sie den Benutzer jedoch nicht in der Globalen Adressliste (GAL) aus. Geben Sie die E-Mail-Adresse des Benutzers stattdessen manuell ein.
    4. Zeigen Sie den Inhalt des Ordners "Badmail" an, um festzustellen, ob der Ordner E-Mail-Nachrichten enthält. Standardmäßig befindet sich dieser Ordner an folgendem Speicherort:
      %PROGRAMME%\Exchsrvr\mailroot\vsi 1\Badmail
      Hinweis: Der Ordner "Badmail" ist in Microsoft Exchange Server 2003 Service Pack 1 (SP1) deaktiviert.
  2. Wenn sich Dateien im Ordner "PickUp" befinden und die Anzahl der Dateien in diesem Ordner kontinuierlich zunimmt, überprüfen Sie, ob der SMTP-Dienst ausgeführt wird, und stellen Sie sicher, dass der virtuelle SMTP-Standardserver gestartet wurde. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Erweitern Sie im Serververwaltungstool die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie Computerverwaltung, erweitern Sie Dienste und Anwendungen, und klicken Sie anschließend auf Dienste.
    2. Wenn der SMTP-Dienst nicht ausgeführt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Simple Mail Transfer Protocol (SMTP), und klicken Sie anschließend auf Starten.
    3. Erweitern Sie im Serververwaltungstool unter Erweiterte Verwaltung die Verzweigung SBS (Exchange), erweitern Sie Server, erweitern Sie Ihren Server, erweitern Sie Protokolle, und erweitern Sie anschließend SMTP.
    4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Virtueller Standardserver für SMTP, und klicken Sie auf Starten.

      Hinweis: Wenn der Befehl Starten nicht verfügbar ist, wurde der virtuelle SMTP-Standardserver bereits gestartet.
  3. Zeigen Sie die Eigenschaften des Benutzerkontos an, das keine E-Mail-Nachrichten empfängt, um festzustellen, ob dieses Konto für die Weiterleitung von E-Mail-Nachrichten an einen anderen Benutzer konfiguriert ist. Wenn das betreffende Benutzerkonto für die Weiterleitung von E-Mail-Nachrichten an einen anderen Benutzer konfiguriert ist, aber keine Kopien der E-Mail-Nachrichten für dieses Konto gespeichert werden, erscheinen die E-Mail-Nachrichten nicht im Postfach des betreffenden Benutzers auf dem Windows Small Business Server-Computer. Gehen Sie folgendermaßen vor, um diese Information zu überprüfen:
    1. Erweitern Sie im Serververwaltungstool die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie Ihre Domäne, erweitern Sie Mein Unternehmen, erweitern Sie Benutzer, erweitern Sie SBS-Benutzer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Benutzer, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

      Hinweis: Wenn sich das Benutzerkonto in einem anderen Container als der Organisationseinheit SBS-Benutzer befindet, passen Sie diesen Schritt entsprechend an.
    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Exchange - Allgemeine Einstellungen, und klicken Sie anschließend auf Zustelloptionen.
    3. Prüfen Sie unter Weiterleitungsadresse, ob die Option Weiterleiten an aktiviert ist. Wenn zwar die Option Weiterleiten an, nicht jedoch das Kontrollkästchen Nachrichten an Weiterleitungsadresse und Postfach übermitteln aktiviert ist, kann es zu den folgenden Verhaltensweisen kommen:
      • E-Mail-Nachrichten werden an die Weiterleitungsadresse übermittelt.
      • E-Mail-Nachrichten werden nicht im Postfach des Benutzers gespeichert.
    4. Klicken Sie zweimal auf OK.
  4. Prüfen Sie, ob das Postfachkontingent, das für den Postfachspeicher auf dem Windows Small Business Server-Computer definiert ist, für das Postfach des betreffenden Benutzers überschritten wurde. In Windows Small Business Server 2003 kann ein Benutzer standardmäßig keine E-Mail-Nachrichten senden oder empfangen, wenn das Postfach des Benutzers eine Größe von 200.000 KB erreicht. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Größe des Postfachs des Benutzers anzuzeigen:
    1. Erweitern Sie im Serververwaltungstool die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie SBS (Exchange), erweitern Sie Server, erweitern Sie Ihren Server, erweitern Sie Erste Speichergruppe, erweitern Sie Postfachspeicher (Servername), und klicken Sie anschließend auf Postfächer.
    2. Zeigen Sie im rechten Fensterbereich das Postfach des Benutzers an, um die Größe des Postfachs zu ermitteln.
    Wenn das Postfach des Benutzers voll ist, entfernen Sie einige Objekte daraus. Leeren Sie beispielsweise den Ordner "Gelöschte Objekte" mit Outlook. Sie können dieses Benutzerkonto auch so konfigurieren, dass die Standardeinstellungen für das Postfachkontingent überschrieben werden. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Erweitern Sie im Serververwaltungstool die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie Ihre Domäne, erweitern Sie Mein Unternehmen, erweitern Sie Benutzer, erweitern Sie SBS-Benutzer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Benutzer, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

      Hinweis: Wenn sich das Benutzerkonto in einem anderen Container als der Organisationseinheit SBS-Benutzer befindet, passen Sie diesen Schritt entsprechend an.
    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Exchange - Allgemeine Einstellungen, und klicken Sie auf Speichergrenzwerte.
    3. Deaktivieren Sie unter Speichergrenzwerte das Kontrollkästchen Standardwerte für Postfachspeicher verwenden. Wenn Sie Grenzwerte für dieses Postfach definieren möchten, aktivieren Sie eines oder mehrere der folgenden Kontrollkästchen, und geben Sie anschließend die gewünschten Grenzwerte für das Postfach ein:
      Warnmeldung senden ab (KB)
      Senden verbieten ab (KB)
      Senden und Empfangen verbieten ab (KB)
    4. Klicken Sie zweimal auf OK.
    Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Postfachspeichergrenzwerte für alle Benutzer in Ihrer Exchange-Umgebung zu ändern:
    1. Erweitern Sie im Serververwaltungstool die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie SBS (Exchange), erweitern Sie Server, erweitern Sie Ihren Server, erweitern Sie Erste Speichergruppe, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Postfachspeicher (Servername), und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Grenzwerte, und ändern Sie anschließend die Werte in den beiden folgenden Feldern:
      Warnmeldung senden ab (KB)
      Senden und Empfangen verbieten ab (KB)
    3. Klicken Sie auf OK, und starten Sie anschließend den Dienst "Microsoft Exchange-Informationsspeicher" neu.
  5. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Standardempfängerrichtlinie die richtige E-Mail-Domäne enthält. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    842293 Mit dem SBS 2003 Connector für POP3 Mailboxes wird das Ereignis 1070 protokolliert und E-Mail-Nachrichten werden nicht versendet
  6. Stellen Sie fest, ob im Outlook-Clientprogramm des betreffenden Benutzers Regeln existieren. Es ist eventuell eine Regel definiert, durch die E-Mail-Nachrichten automatisch verschoben werden, wenn sie im Postfach des Benutzers eingehen. Klicken Sie im Menü Extras auf Regeln und Benachrichtigungen, um die Regeln in Outlook anzuzeigen.
  7. Stellen Sie fest, ob der anonyme Zugriff auf den virtuellen SMTP-Standardserver auf dem Windows Small Business Server-Computer deaktiviert wurde. Wenn der anonyme Zugriff deaktiviert wurde und Sie die Diagnoseprotokollierungsstufe des POP3-Connectors auf "Maximal" einstellen, wird eventuell das folgende Ereignis in der Anwendungsprotokollierung der Ereignisanzeige protokolliert:

    Quelle: POP3-Connector
    Kategorie: Download
    Ereignis-ID: 12052
    Datum: Datum
    Uhrzeit: Uhrzeit
    Typ: Fehler
    Benutzer: Nicht zutreffend
    Computer: Computername
    Beschreibung: POP3: Während einer POP3-Transaktion auf Hostname des POP3-Remoteservers für den Benutzer Benutzername ist ein Fehler aufgetreten. Der Fehler ist 86.

    Gehen Sie folgendermaßen vor, um den anonymen Zugriff auf den virtuellen SMTP-Standardserver zu aktivieren:
    1. Erweitern Sie im Serververwaltungstool die Verzweigung Erweiterte Verwaltung, erweitern Sie SBS (Exchange), erweitern Sie Server, erweitern Sie Ihren Server, erweitern Sie Protokolle, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Postfachspeicher (Servername), und erweitern Sie anschließend SMTP.
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Virtueller Standardserver für SMTP, und klicken Sie auf Eigenschaften.
    3. Klicken Sie auf die Registerkarte Zugriff und anschließend auf Authentifizierung.
    4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Anonymer Zugriff, und klicken Sie zweimal auf OK.
  8. Stellen Sie sicher, dass der Ordner "PickUp" auf dem Windows Small Business Server-Computer nicht von einem Antivirenprogramm überprüft wird. Sie müssen den Ordner "Mailroot" und alle seine Unterordner von der Virensuche ausschließen.

    Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    823166 Überblick über Exchange Server 2003 und Antivirus-Software

Informationsquellen

Weitere Informationen zu POP3 finden Sie in den folgenden RFC-Dokumenten:
RFC 1725
RFC 1734
RFC 1939
Besuchen Sie hierzu die folgende Website der Internet Engineering Task Force (IETF):
http://www.ietf.org/rfc/

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
262986 Exchange Server RFC- und Lernziel-Kompatibilität
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Eigenschaften

Artikel-ID: 885685 - Geändert am: Montag, 3. Dezember 2007 - Version: 2.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Small Business Server 2003 Premium Edition
  • Microsoft Windows Small Business Server 2003 Standard Edition
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