Artikel-ID: 892199 - Geändert am: Mittwoch, 23. Mai 2007 - Version: 10.3

Sie können die Windows Firewall in Windows XP Service Pack 2 nicht starten

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
892199  (http://support.microsoft.com/kb/892199/EN-US/ ) You cannot start the Windows Firewall service in Windows XP Service Pack 2
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Sie müssen wissen, wie die Registrierung wiederhergestellt werden kann, wenn ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986  (http://support.microsoft.com/kb/256986/DE/ ) Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Problembeschreibung

Sie können nach der Installation von Windows XP Service Pack 2 (SP2) die Windows Firewall nicht starten. Sie stellen möglicherweise eines oder mehrere der folgenden Symptome fest:
  • Wenn Sie in der Systemsteuerung auf Windows Firewall klicken, erhalten Sie folgende Fehlermeldung:
    Die Windows-Firewalleinstellungen können nicht ausgeführt werden, da der zugehörige Dienst nicht ausgeführt wird. Möchten Sie den Dienst Windows-Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) starten?
    Wenn Sie auf Ja klicken, wird die folgende Fehlermeldung angezeigt:
    Windows kann den Dienst Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (Internet Connection Sharing, ICS) nicht starten.
  • Wenn Sie versuchen, die Windows Firewall manuell über Dienste zu starten, erhalten Sie möglicherweise folgende Fehlermeldung:
    Windows Firewall/Internet Connection Sharing (ICS) Service konnte nicht auf dem lokalen Computer gestartet werden.
    Fehler 0x80004015: Die Klasse wurde so konfiguriert, dass sie unter einer anderen Sicherheitskennung als der Aufrufer ausgeführt werden kann.
    Hinweis: Um "Dienste" zu öffnen, klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Verwaltung, und doppelklicken Sie anschließend auf Dienste. Für Informationen zur Nutzung der Option "Dienste" klicken Sie im Menü Dienste auf Aktion und dann auf Hilfe.
  • Die folgenden Ereignisse erscheinen möglicherweise im Systemereignisprotokoll:

    Ereigniskennung: 7036
    Ereignisquelle: Dienststeuerungs-Manager
    Typ: Information
    Kategorie: Keine
    Beschreibung:
    Der Dienst Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) ist in den gestoppten Status übergegangen.

    Ereigniskennung: 7023
    Quelle: Dienststeuerungs-Manager
    Typ: Fehler
    Beschreibung:
    Der Dienst Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Die Klasse ist darauf konfiguriert, als Sicherheits-ID ausgeführt zu werden, die sich vom Aufrufer unterscheidet.

  • Wenn Sie den Befehl "SC Query" verwenden, um den Status des Dienstes Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung abzufragen, erhalten Sie folgende Ausgabe:
    C:\>sc query sharedaccess 
    SERVICE_NAME: sharedaccess 
    TYPE : 20 WIN32_SHARE_PROCESS 
    STATE : 1 STOPPED 
    (NOT_STOPPABLE,NOT_PAUSABLE,IGNORES_SHUTDOWN) 
    WIN32_EXIT_CODE : -2147467243 (0x80004015) 
    SERVICE_EXIT_CODE : 0 (0x0) 
    CHECKPOINT : 0x0 
    WAIT_HINT : 0x0
  • Wenn Sie versuchen, den Dienst Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) in der Befehlszeile über den Befehl net start sharedaccess zu starten, erhalten Sie folgende Ausgabe:
    C:\>net start sharedaccess 
    Der Dienst Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) wird gestartet. 
    Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) konnte nicht gestartet werden. 
    Ein Systemfehler ist aufgetreten. 
    Systemfehler 16405 ist aufgetreten. 
    Das System hat keinen Meldungstext für die Meldungsnummer 0x4015 in der Meldungsdatei für BASE gefunden.
    
Hinweis: Das Feature "Windows-Firewall" von Windows XP SP2 ersetzt die Internetverbindungsfirewall (Internet Connection Firewall/ICF) aus früheren Versionen von Windows XP.

Ursache

Dieses Problem kann auftreten, wenn bestimmte administrative Vorlagen des Windows XP-Sicherheitshandbuches angewandt wurden, bevor Windows XP installiert wurde. Dieses Problem wird von einigen Sicherheitsvorlagen ausgelöst, die als Teil des Windows XP-Sicherheitshandbuches veröffentlicht wurden.

Windows XP SP2 führt den Remoteprozeduraufruf (RPC) mithilfe des Kontos "NT Autorität\NetworkService" aus. Die Standardsicherheitsbeschreibung für Dienste in Windows XP SP2 vergibt einen Lesezugang an die Gruppe "Authentifizierte Benutzer". Dieser beinhaltet das Konto "NT Autorität\NetworkService".

Lösung

Wenden Sie eine der folgenden Methoden an, um dieses Problem zu beheben.

Methode 1: Stellen Sie die Standardsicherheitsbeschreibung für den Dienst SharedAccess wieder her.

Der Dienst, der die Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS) steuert, wird SharedAccess genannt. Die Standardsicherheitsbeschreibung erteilt LESEZUGRIFF für Nutzer der Gruppen "Lokales System" (LocalSystem/(SY), "Hauptbenutzer" (PowerUsers/PU) und "Authentifizierte Benutzer" (AuthenticatedUsers/AU). Administratoren erhalten Vollzugriff auf "Administratoren (BA)" (Administrators (BA)).

Um die Standardsicherheitsbeschreibung (SD) von SharedAccess aufzurufen, geben Sie in die Eingabeaufforderung SC sdshow SharedAccess ein, drücken Sie dann die [EINGABETASTE]. Die Standardsicherheitsbeschreibung wird mit etwa folgendem Inhalt angezeigt:
D:(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWLOCRRC;;;AU)(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;PU)
Hinweis: Weitere Informationen zur Interpretation dieser Zeichenfolgen finden Sie auf der folgenden MSDN-Website, wenn Sie dort nach SDDL oder "ACE Strings" suchen: http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa374928.aspx (http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa374928.aspx)
Hinweis: Um die Eingabeaufforderung zu öffnen, klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Ausführen, geben Sie CMD in das Feld Öffnen ein, und klicken Sie dann auf OK.
Wenn Sie eine andere Ausgabe als in diesem Beispiel dargestellt erhalten, können Sie die Standardsicherheitsbeschreibung (SD) zurücksetzen. Verwenden Sie hierfür den Befehl SC mit der Option sdset. Um die Standardsicherheitsbeschreibung (SD) für den Dienst SharedAccess wiederherzustellen, geben Sie den folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung ein, und drücken Sie die EINGABETASTE:
SC sdset SharedAccess D:(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWLOCRRC;;;AU)(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;PU)
Weitere Informationen über den Befehl SC sdset finden Sie in der Windows-Hilfe.

Methode 2: Stellen Sie die Standardsicherheitsbeschreibung für den Dienst SharedAccess wieder her.

Warnung: Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung mithilfe des Registrierungseditors oder einer anderen Methode können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Diese Probleme können eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht dafür garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Änderungen in der Registrierung geschehen auf eigene Verantwortung.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Standardsicherheitsbeschreibung (SD) für die SharedAccess-Dienste wiederherzustellen:
  1. Klicken Sie auf Start und danach auf Ausführen. Geben Sie in das Feld Öffnen den Namen regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Security
  3. Löschen Sie den Registrierungsunterschlüssel Sicherheit, falls dieser vorhanden ist.
  4. Beenden Sie den Registrierungseditor. Starten Sie anschließend den Computer neu.
Hinweis: Es ist wichtig, dass Sie den Registrierungsunterschlüssel "Security" löschen, falls dieser vorhanden ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Standardsicherheitsbeschreibung beim Start der Windows-Firewall benutzt wird, wenn der Computer neu gestartet wird.

Wenn Sie die Anwendungen Microsoft Component Object Model (COM), DCOM oder Microsoft COM+ ausführen, um den Dienst "Windows-Firewall" zu steuern, müssen Sie auch die folgenden Schritte durchführen:
  1. Klicken Sie auf Start und danach auf Ausführen. Geben Sie in das Feld Öffnen den Namen regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\AppID\{ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180}
  3. Klicken Sie im Menü Datei auf Exportieren.
  4. Geben Sie in das Feld Dateiname die Zeichenfolge C:\reg_AppID_CLSID.reg ein. Klicken Sie auf Speichern, um die Registrierungsdatei zu speichern.
  5. Löschen Sie den Registrierungsunterschlüssel {ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180}.
  6. Klicken Sie im Menü Datei auf Importieren.
  7. Geben Sie in das Feld Dateiname C:\reg_AppID_CLSID.reg ein, und klicken Sie dann auf Öffnen.
  8. Klicken Sie auf OK, und beenden Sie den Registrierungseditor.
  9. Starten Sie den Dienst Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (Internet Connection Sharing, ICS). Um dies zu tun, geben Sie in der Eingabeaufforderung NET START SharedAccess ein, und drücken Sie dann die [EINGABETASTE].
Hinweis: Diese Schritte können alle über die Eingabeaufforderung ausgeführt werden. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Geben Sie die folgenden Befehle ein, und drücken Sie nach jedem Befehl die [EINGABETASTE]:
    REG DELETE HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Security /f
    REG DELETE HKLM\SOFTWARE\Classes\AppID\{ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180} /f
    Das Löschen des Registrierungsunterschlüssels {ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180} im dritten Befehl dieser Serie ist ein wichtiger Schritt. Dieser Schritt stellt sicher, dass die Standardsicherheitsbeschreibung beim Re-Import angewendet wird.
  2. Starten Sie den Computer neu.

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich hierbei um ein Problem bei den in diesem Artikel genannten Microsoft-Produkten handelt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Windows Firewall in Windows XP SP2 finden Sie auf folgender Website von Microsoft: http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/support/wftshoot.mspx (http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/support/wftshoot.mspx)

Weitere Informationen zum Windows XP-Sicherheitshandbuch finden Sie auf folgender Website von Microsoft: http://www.microsoft.com/germany/technet/sicherheit/prodtech/windowsxp/secwinxp/xpsgch04.mspx (http://www.microsoft.com/germany/technet/sicherheit/prodtech/windowsxp/secwinxp/xpsgch04.mspx)

Das Dienstprogramm SC.exe (Service Controller)

Das Dienstprogramm SC.exe kommuniziert mit dem Dienstcontroller und den installierten Diensten. SC.exe ruft Steuerinformationen zu Diensten ab und legt diese fest. Sie können SC.exe verwenden, um Dienstprogramme zu testen und zu debuggen. Über die Diensteigenschaften in der Registrierung kann gesteuert werden, wie Dienstanwendungen beim Start gestartet und als Prozesse im Hintergrund ausgeführt werden. Über die Parameter von SC.exe kann ein bestimmter Dienst konfiguriert sowie der aktuelle Status eines Dienstes abgefragt werden. Außerdem können Dienste gestoppt und gestartet werden. Sie können Batchdateien erstellen, die mehrere SC.exe-Befehle aufrufen, um den Start oder das Beenden von Diensten zu automatisieren. SC.exe bietet ähnliche Möglichkeiten wie die Dienste, die Sie in der Systemsteuerung unter Dienste im Element Verwaltung finden.

Weitere Informationen zum Dienstprogramm SC.exe finden Sie auf folgender Website von Microsoft: http://technet2.microsoft.com/WindowsServer/de/Library/0a658e97-51d5-4109-b461-a474c799964e1031.mspx?mfr=true (http://technet2.microsoft.com/WindowsServer/de/Library/0a658e97-51d5-4109-b461-a474c799964e1031.mspx?mfr=true)

Sicherheitsvorlagen

Weitere Informationen zu Sicherheitsvorlagen finden Sie unter "Data Security and Data Availability for End Systems" auf folgender Website von Microsoft: http://www.microsoft.com/technet/Security/bestprac/bpent/sec3/datavail.mspx (http://www.microsoft.com/technet/Security/bestprac/bpent/sec3/datavail.mspx)

Weitere Informationen zum Windows XP Sicherheitshandbuch (Version 2) finden Sie auf der folgenden Website von Microsoft: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=2D3E25BC-F434-4CC6-A5A7-09A8A229F118&displaylang=en (http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=2D3E25BC-F434-4CC6-A5A7-09A8A229F118&displaylang=en)

Mit dem Sicherheitsvorlagen-Snap-In können Sie eine Sicherheitsvorlage erstellen und definieren. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Ausführen, geben Sie mmc ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  2. Klicken Sie im Fenster "Konsole1" auf das Menü Datei, dann auf Snap-In hinzufügen/entfernen.
  3. Klicken Sie im Dialogfeld Snap-In hinzufügen/entfernen auf Hinzufügen.
  4. Klicken Sie im Dialogfeld Eigenständiges Snap-In hinzufügen auf Sicherheitsvorlagen, anschließend auf Hinzufügen und auf Schließen.
  5. Klicken Sie im Dialogfeld Snap-In hinzufügen/entfernen auf OK.
  6. Erweitern Sie im Fenster "Konsole 1" den Knoten Sicherheitsvorlagen. Erweitern Sie den Knoten \Systemstammverzeichnis\Sicherheit\Vorlagen, um sich eine Liste der verfügbaren Vorlagen anzeigen zu lassen.
  7. Erweitern Sie den Knoten \Systemstammverzeichnis\Sicherheit\Vorlagen\securews\. Klicken Sie auf Systemdienste, doppelklicken Sie auf Windows Firewall/Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung (ICS), um diese Richtlinieneinstellung in der Vorlage zu definieren.

Programmatisches Zuweisen von Berechtigungen

Ein Beispiel für DCOMperm und weitere Informationen dazu, wie Sie programmgesteuert Berechtigungen für den Registrierungseintrag "LaunchPermission" oder "AccessPermission" zuweisen können, finden Sie auf der folgenden MSDN-Website: Berechtigungen für einen COM-Server Code: http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa242178(VS.60).aspx (http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa242178(VS.60).aspx)

Der Registrierungseintrag "AccessPermission" legt eine DACL (Discretionary Access Control List) fest, die über den Zugang bestimmt. Der Registrierungseintrag "LaunchPermission" legt eine DACL (Discretionary Access Control List) fest, die festlegt, welcher Benutzer eine Anwendung starten darf.

Der Registrierungseintrag "LaunchPermission" lautet REG_BINARY. Wenn eine lokale oder eine Remote-Anfrage eingeht, um den Server dieser Klasse zu starten, wird die durch diesen Wert beschriebene DACL überprüft, während die Identität des Clients angenommen wird. Dies entscheidet über die Erlaubnis oder das Verbot den Server zu starten. Wenn dieser Wert nicht existiert, wird standardmäßig der Standardeintrag DefaultLaunchPermission überprüft, um festzustellen, ob der Klassencode gestartet werden kann.

Der Registrierungswert für "LaunchPermission" ist REG_BINARY. Dieser enthält Daten, die die DACL der Principals beschreiben, die auf Instanzen dieser Klasse zugreifen können. Wenn die Anfrage eingeht, sich mit einem existierenden Objekt dieser Klasse zu verbinden, wird die DACL von der Anwendung überprüft, während die Identität des Aufrufers übernommen wird. Wenn die Zugangsüberprüfung fehlschlägt, wird die Verbindung nicht erlaubt. Wenn der benannte Wert nicht existiert, wird standardmäßig die Standard-DACL "DefaultAccessPermission" überprüft, um zu ermitteln, ob die Verbindung erlaubt ist.

Rufen Sie die Dienstberechtigungseinstellungen in der DCOMcnfg-GUI (Graphical User Interface/Grafische Benutzeroberfläche) auf

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Dienstberechtigungseinstellungen in der DCOMcnfg-GUI einzusehen:
  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Ausführen, geben Sie DCOMCNFG in das Feld Öffnen ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  2. Erweitern Sie die folgenden Knoten:
    Komponentendienste
    Computer
    Arbeitsplatz
    DCOM-Konfiguration
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf SharedAccess, und klicken Sie danach auf Eigenschaften.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Allgemein, überprüfen Sie, ob die folgenden Einstellungen konfiguriert sind:
    Anwendungsname: SharedAccess
    Anwendungs-ID: {ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180}
    Anwendungstyp: Lokaler Dienst
    Authentifizierungsebene: Standard
    Dienstname: SharedAccess
  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Identität, und überprüfen Sie, ob Systemkonto (Nur für Dienste) markiert ist.
  6. Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit.
  7. Klicken Sie im Bereich Start- und Aktivierungsberechtigungen auf Anpassen, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.
  8. Klicken Sie im Feld Gruppen oder Benutzernamen auf Administratoren (COMPUTERNAME\Administratoren). Überprüfen Sie, ob das Kontrollkästchen Lokale Aktivierung in der Spalte Zulassen ausgewählt ist, und klicken Sie dann auf OK.
  9. Klicken Sie im Bereich Zugriffsberechtigungen auf Anpassen, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Überprüfen Sie, ob die folgenden Einstellungen konfiguriert sind:
    • Klicken Sie im Feld Gruppen oder Benutzernamen auf Administratoren (COMPUTERNAME\Administratoren). Überprüfen Sie, ob das Kontrollkästchen bei Lokaler Zugriff in der Spalte Zulassen markiert ist. Klicken Sie auf OK.
  10. Klicken Sie im Bereich Konfigurationsberechtigungen auf Anpassen, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Überprüfen Sie, ob die folgenden Einstellungen konfiguriert sind:
    • Klicken Sie im Feld Gruppen oder Benutzernamen auf Administratoren (COMPUTERNAME\Administratoren). Dann überprüfen Sie, ob die Kontrollkästchen Vollzugriff und Lesen in der Spalte Zulassen markiert sind.
    • Klicken Sie im Feld Gruppen oder Benutzernamen auf Ersteller-Besitzer. Überprüfen Sie, ob das Kontrollkästchen bei Lesen in der Spalte Zulassen markiert ist.
    • Klicken Sie im Feld Gruppen oder Benutzernamen auf SYSTEM. Dann überprüfen Sie, ob die Kontrollkästchen Vollzugriff und Lesen in der Spalte Zulassen markiert sind.
    • Klicken Sie im Feld Gruppen oder Benutzernamen auf Benutzer. Überprüfen Sie, ob das Kontrollkästchen bei Lesen in der Spalte Zulassen markiert ist. Klicken Sie zweimal auf OK.

Registrierungswerte (Beispiele)

Um den Registrierungseintrag zu exportieren, geben Sie den folgenden Befehl in die Eingabeaufforderung ein, und drücken Sie dann die [EINGABETASTE]:
REG EXPORT HKLM\SOFTWARE\Classes\AppID\{ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180} C:\reg_AppID_CLSID.txt
Die Ausgabedatei "C:\reg_AppID_CLSID.txt" enthält Text etwa folgenden Wortlauts:
Windows-Registrierungs-Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\AppID\{ce166e40-1e72-45b9-94c9-3b2050e8f180}] 
@="SharedAccess" 
"LocalService"="SharedAccess" 
"AccessPermission"=hex:01,00,14,80,34,00,00,00,50,00,00,00,00,00,00,00,14,00,\ 
00,00,02,00,20,00,01,00,00,00,00,00,18,00,03,00,00,00,01,02,00,00,00,00,00,\ 
05,20,00,00,00,20,02,00,00,01,05,00,00,00,00,00,05,15,00,00,00,59,51,b8,17,\ 
66,72,5d,25,64,63,3b,0b,7f,a9,28,00,01,05,00,00,00,00,00,05,15,00,00,00,59,\ 
51,b8,17,66,72,5d,25,64,63,3b,0b,7f,a9,28,00 
"LaunchPermission"=hex:01,00,04,80,34,00,00,00,50,00,00,00,00,00,00,00,14,00,\ 
00,00,02,00,20,00,01,00,00,00,00,00,18,00,09,00,00,00,01,02,00,00,00,00,00,\ 
05,20,00,00,00,20,02,00,00,01,05,00,00,00,00,00,05,15,00,00,00,a0,5f,84,1f,\ 
5e,2e,6b,49,ce,12,03,03,f4,01,00,00,01,05,00,00,00,00,00,05,15,00,00,00,a0,\ 
5f,84,1f,5e,2e,6b,49,ce,12,03,03,f4,01,00,00
Ein ähnliche Ausgabedatei für den Registrierungsunterschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess enthält Text etwa folgenden Wortlauts:
Windows-Registrierungs-Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\system\currentcontrolset\services\SharedAccess] 
"DependOnGroup"=hex(7):00,00 
"DependOnService"=hex(7):4e,00,65,00,74,00,6d,00,61,00,6e,00,00,00,57,00,69,00,\ 
6e,00,4d,00,67,00,6d,00,74,00,00,00,00,00 
"Description"="Provides network address translation, addressing, name resolution and/or intrusion prevention services for a home or small office network." 
"DisplayName"="Windows Firewall/Internet Connection Sharing (ICS)" 
"ErrorControl"=dword:00000001 
"ImagePath"=hex(2):25,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,52,00,6f,00,6f,00,\ 
74,00,25,00,5c,00,73,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,33,00,32,00,5c,00,73,\ 
00,76,00,63,00,68,00,6f,00,73,00,74,00,2e,00,65,00,78,00,65,00,20,00,2d,00,\ 
6b,00,20,00,6e,00,65,00,74,00,73,00,76,00,63,00,73,00,00,00 
"ObjectName"="LocalSystem" 
"Start"=dword:00000002 
"Type"=dword:00000020

[HKEY_LOCAL_MACHINE\system\currentcontrolset\services\SharedAccess\Epoch] 
"Epoch"=dword:0000073e

[HKEY_LOCAL_MACHINE\system\currentcontrolset\services\SharedAccess\Parameters] 
"ServiceDll"=hex(2):25,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,52,00,6f,00,6f,\ 
00,74,00,25,00,5c,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,33,00,32,00,5c,00,\ 
69,00,70,00,6e,00,61,00,74,00,68,00,6c,00,70,00,2e,00,64,00,6c,00,6c,00,00,\ 
00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\system\currentcontrolset\services\SharedAccess\Enum] 
"0"="Root\\LEGACY_SHAREDACCESS\\0000" 
"Count"=dword:00000001
"NextInstance"=dword:00000001

Informationsquellen

828758  (http://support.microsoft.com/kb/828758/DE/ ) Verfügbarkeit des Rollup Package Windows 6 XP COM+ 1.5
875357  (http://support.microsoft.com/kb/875357/DE/ ) Beheben von Problemen mit Einstellungen der Windows-Firewall in Windows XP Service Pack 2
892504  (http://support.microsoft.com/kb/892504/DE/ ) Windows-Firewall-Dienst in Windows XP Service Pack 2, Windows XP Professional x64 Edition, Windows Server 2003 SP1 und in x64-Versionen von Windows Server 2003 kann nicht gestartet werden, wenn der Dienst für den DCOM-Server-Prozessstart deaktiviert ist
Microsoft Windows XP Professional-Produktdokumentation MSDN Windows XP Professional SP2 auf der Website von Microsoft

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
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kberrmsg kbtshoot KB892199
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