Unter Windows XP Service Pack 2 kann es bei Multiprozessor-Computern mit Energieverwaltungsfunktionen zu verminderter Leistung kommen

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Problembeschreibung

Für Computer mit mehreren Prozessoren, die Funktionen zur Prozessor-Energieverwaltung unterstützen, wie beispielsweise ACPI-Prozessorleistungszustände (ACPI = Advanced Configuration and Power Interface), wird Microsoft Windows XP Service Pack 2 (SP2) benötigt. Weitere Updates stehen zur Verfügung, um die Leistung und das Verhalten von Computern zu verbessern, auf denen Windows XP SP2 ausgeführt wird. Ohne diese Updates kann es bei Computern, die mit energieoptimierten Mobile-Dual-Kern-Prozessoren ausgestattet sind, zu verminderter Leistung oder unerwartetem Verhalten kommen.

Hinweis Das Problem betrifft auch die x64-Versionen von Microsoft Windows Server 2003. Die Informationen und der spezifische Hotfix in diesem Artikel sind jedoch nicht dafür gedacht, Timingprobleme in Spielen und sonstigen Anwendungen auf Computern mit AMD Dual-Kern-Prozessoren zu lösen. Weitere Informationen zu Leistungsproblemen auf Dual-Kern-Computern finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
909944 Spielleistung auf einem Computer mit Windows XP und Dual-Core-Prozessor ist möglicherweise unzureichend

Lösung

Informationen zum Update

Die folgende Datei steht im Microsoft Download Center zum Download zur Verfügung:

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Download
Paket "WindowsXP-KB896256-v4-x86-DEU.exe" jetzt herunterladen

Veröffentlichungsdatum: 19.12.2006

Weitere Informationen zum Herunterladen von Microsoft Support-Dateien finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
119591 So erhalten Sie Microsoft Support-Dateien im Internet
Microsoft hat diese Datei auf Viren überprüft. Microsoft hat dazu die neueste Software zur Virenerkennung verwendet, die zum Zeitpunkt der Bereitstellung verfügbar war. Die Datei befindet sich auf Servern mit verstärkter Sicherheit, wodurch nicht autorisierte Änderungen an der Datei weitestgehend verhindert werden.

Voraussetzungen

Keine

Neustart

Sie müssen den Computer nach der Installation des Updates neu starten.

Ersetzte Updates

Dieses Update ersetzt keine anderen Updates.

Dateiinformationen

Die englische Version dieses Updates weist die in der nachstehenden Tabelle aufgelisteten Dateiattribute (oder höher) auf. Datums- und Uhrzeitangaben für diese Dateien sind in der "Universal Time Coordinated" (UTC) angegeben. Wenn Sie die Dateiinformationen anzeigen, werden diese Angaben in die Ortszeit konvertiert. Den Unterschied zwischen UTC-Zeit und Ortszeit können Sie in der Systemsteuerung unter "Datum und Uhrzeit" mithilfe der Angaben auf der Registerkarte Zeitzone ermitteln.
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
File nameFile versionFile sizeDateTimePlatformSP requirement
Halmacpi.dll5.1.2600.3023134,40030-Oct-200611:27x86SP2
Ntkrnlmp.exe5.1.2600.30232,137,60030-Oct-200612:11x86SP2
Ntkrnlpa.exe5.1.2600.30232,059,26429-Oct-200619:27x86SP2
Ntkrpamp.exe5.1.2600.30232,017,28030-Oct-200611:27x86SP2
Ntoskrnl.exe5.1.2600.30232,182,01630-Oct-200612:13x86SP2

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich hierbei um ein Problem bei den in diesem Artikel genannten Microsoft-Produkten handelt.

Weitere Informationen

Windows XP SP2 wird für die Computer benötigt, die mehrere CPUs besitzen, die den ACPI-Prozessorleistungszustand unterstützen. Diese Anforderung beinhaltet Computer, die die folgenden Elemente unterstützen:
  • Mehrere physische Sockets
  • Systeme mit mehreren Prozessorkernen
  • Mehrere logische Threads, beispielsweise Hyper-Threading-Technologie von Intel
Da Windows XP ursprünglich nicht darauf ausgelegt war, Prozessorleistungszustände auf Multiprozessorkonfigurationen zu unterstützen, sind Änderungen nötig, damit dies auf Multiprozessorsystemen korrekt unterstützt wird. Windows XP Service Pack 2 beinhaltet die notwendigen Änderungen an der Energieverwaltung des Kernels. Diese Änderungen stellen sicher, dass Windows XP auf Multiprozessorsystemen mit der Funktion "Prozessorleistungszustände" ordnungsgemäß funktioniert.

Dieser Hotfix bezieht sich auch auf folgende Probleme auf Computern, die über mehrere Prozessoren verfügen und Prozessorleistungszustände unterstützen.
  • Mögliche Leistungsabnahme bei Single-Thread-Arbeitslasten, wenn die Prozessorleistungszustände mit dynamischer Leistungsregelung (Demand-based Switching, DBS) arbeiten
  • Bei der Synchronisierung des Time Stamp Counters (TSC) des Prozessors erfolgt eine prozessorübergreifende Registrierung, wenn Sie den ACPI-Energieverwaltungszeitgeber auf Systemen mit mehreren Prozessoren verwenden
  • Probleme mit der ACPI C-Status-Herauf- und Herabstufung in der Energieverwaltung des Kernels

Details zum Update

Mögliche Leistungseinbußen während der dynamischen Leistungsregelung

Bei der dynamischen Leistungsregelung (Demand-Based Switching, DBS) werden ACPI-Prozessorleistungszustände (dynamische Spannung und Frequenzskalierung) als Reaktion auf Systemarbeitslasten eingesetzt. Die Prozessor-Energieverwaltungsfunktion von Windows XP verwendet zur dynamischen Leistungsregelung die adaptive Prozessordrosselungsrichtlinie. Diese Richtlinie passt den aktuellen Prozessorleistungszustand ohne Eingreifen des Benutzers dynamisch und automatisch an die Prozessorbelastung an.

Wenn Single-Thread-Arbeitslasten auf Multiprozessorsystemen verarbeitet werden, die Dual-Kern-Konfigurationen enthalten, können die Arbeitslasten auf die verfügbaren CPU-Kerne übergehen. Dieses Verhalten resultiert aus der Art und Weise, wie Windows Rechenvorgänge über verfügbare CPU-Ressourcen verteilt. Auf Systemen mit Prozessorleistungszuständen, die unter der adaptiven Prozessordrosselungsrichtlinie ausgeführt werden, kann es vorkommen, dass diese Threadübergabe dazu führt, dass die Energieverwaltung des Kernels von Windows die optimale Zielleistung für den Prozessor falsch berechnet. Dies kann auftreten, da ein einzelner logischer oder physischer Prozessorkern weniger ausgelastet erscheinen kann, als das gesamte Prozessorpaket tatsächlich ist. Bei Leistungsbenchmarks, die Single-Thread-Arbeitslasten verwenden, kann sich dies in Form von reduzierten Leistungsergebnissen oder großen Unterschieden zwischen aufeinander folgenden identischen Benchmarktests widerspiegeln.

Dieser Hotfix enthält Änderungen an der Energieverwaltung des Kernels, um die Prozessornutzung prozessorpaketübergreifend zu verfolgen. Diese Änderungen ermöglichen Einblicke in den tatsächlichen Aktivitätsgrad eines CPU-Komplexes und helfen so, einen erhöhten Zielleistungszustand korrekt zu berechnen.

Hinweis Diese Lösung gibt Leistungsverbesserungen den Vorzug gegenüber Energieeinsparungen. Dabei werden Leistungsbenchmarkergebnisse möglicherweise verbessert, die Batterielebensdauer jedoch negativ beeinflusst. Entsprechend kann diese Kernelrichtlinienänderung durch einen Registrierungsschlüssel geändert werden, um maximale Flexibilität zu gewährleisten.

So deaktivieren Sie das neue Verhalten der Leistungszustandsrichtlinie

Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756 Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows


Nachdem Sie den in diesem Artikel beschriebenen Hotfix installiert haben, können Sie die Registrierungseinstellungen verwenden, um das neue Verhalten der Leistungszustandsrichtlinie zu deaktivieren.

Wenn Sie das neue Verhalten der Leistungszustandsrichtlinie automatisch deaktivieren lassen möchten, lesen Sie den Abschnitt "Problem automatisch beheben". Wenn Sie das Problem lieber selbst beheben möchten, lesen Sie den Abschnitt "Problem manuell beheben".

Problem automatisch beheben



Um das Problem automatisch zu beheben, klicken Sie auf die Fix it-Schaltfläche oder den Link Problem beheben. Klicken Sie im Dialogfeld Dateidownload auf Ausführen, und befolgen Sie die Schritte im Fix it-Assistenten.


Problem beheben
Microsoft Fix it 50608

Hinweise
  • Installieren Sie den in diesem Artikel beschriebenen Hotfix, bevor Sie dieses Paket ausführen.
  • Dieser Assistent ist möglicherweise nur in Englisch verfügbar. Die automatische Korrektur funktioniert aber auch für andere Sprachversionen von Windows.
  • Wenn Sie sich nicht an dem Computer befinden, auf dem das Problem auftritt, speichern Sie die Fix it-Lösung auf einem USB-Speicherstick oder einer CD, und führen Sie sie anschließend auf dem vom Problem betroffenen Computer aus.

Lesen Sie anschließend den Abschnitt "Wurde das Problem behoben?".



Problem manuell beheben

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das neue Verhalten der Leistungszustandsrichtlinie zu deaktivieren:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Schlüssel.
  3. Geben Sie Throttle als neuen Schlüsselnamen ein.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Schlüssel Throttle, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie anschließend auf DWORD-Wert.
  5. Geben Sie für den Wertnamen PerfEnablePackageIdle ein.
  6. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf PerfEnablePackageIdle. Klicken Sie dann auf Ändern.
  7. In das Feld Wert geben Sie 0 ein. Vergewissern Sie sich, dass Hexadezimal im Dialogfeld DWORD-Wert bearbeiten markiert ist, und klicken Sie dann auf OK.

    Hinweis Im Feld Wert können Sie 1 eingeben, um das neue Verhalten der Leistungszustandsrichtlinie zu aktivieren.
  8. Beenden Sie den Registrierungs-Editor.

Wurde das Problem behoben?

  • Testen Sie, ob das Problem behoben ist. Wenn das Problem beseitigt ist, sind Sie mit diesem Abschnitt fertig. Wenn das Problem noch nicht behoben ist, wenden Sie sich an den Support.
  • Ihr Feedback ist uns wichtig. Um uns Ihr Feedback zu übermitteln oder uns über Probleme mit dieser Lösung zu informieren, schreiben Sie einen Kommentar im "Fix it for me"-Blog, oder senden Sie uns eine E-Mail-Nachricht.

Korrekte TSC-Synchronisierung

Auf manchen Betriebssystemen kann der Prozessor-TSC (Target System Controller) die Frequenz ändern, in der er zählt. Zusätzlich kann es vorkommen, dass der TSC aufhört zu zählen, wenn bestimmte Prozessor-Energieverwaltungsfunktionen verwendet werden. Auf Computern, die mehrere Prozessoren verwenden, ist der TSC normalerweise der Hardwarezeitgeber des Betriebssystems, der die Kernelfunktion KeQueryPerformanceCounter aufruft. Wenn der TSC nicht monoton erhöht wird, arbeiten Systemkomponenten unter Umständen nicht korrekt, die die Kernelfunktion KeQueryPerformanceCounter verwenden. Um dieses Problem zu beheben, ermöglicht es Microsoft, dass der ACPI-Energieverwaltungszeitgeber als Zeitgeber für das Betriebssystem arbeitet, der die Kernelfunktion KeQueryPerformanceCounter unterstützt. Es kann aber vorkommen, dass Programme die APIs des Windowszeitgebers umgehen und direkt auf den TSC zugreifen. Die HAL (Hardware Abstraction Layer) für mehrere Prozessoren stellt sicher, dass die TSC-Register aller Prozessoren auf einem Computer mit mehreren Prozessoren eng synchronisiert bleiben. Daher werden Zugriffe auf Systemsoftware, die an unterschiedliche Prozessoren weitergeleitet werden, keine unterschiedlichen Ergebnisse liefern. Diese Änderung stellt sicher, dass die HAL für mehrere Prozessoren die TSCs auf einem Computer weiterhin prozessorübergreifend synchronisiert, auch wenn der Zeitgeber für die ACPI-Energieverwaltung als Hardwarezeitgeber für das Betriebssystem verwendet wird.

Korrekte C-Status Herauf- und Herabstufung

Diese Änderung korrigiert Probleme der Energieverwaltung des Kernels mit der korrekten Herauf- und Herabstufung des C-Status der Prozessor-ACPI auf Systemen mit mehreren Prozessoren.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu einem verwandten Thema finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
835730 In Windows XP oder Windows 2000 kann Sound langsam abgespielt oder Musik nicht kontinuierlich wiedergegeben werden
Weitere Informationen zu der von Microsoft verwendeten Standardterminologie bei Microsoft-Softwareupdates finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
824684 Erläuterung von Standardbegriffen bei Microsoft-Softwareupdates
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Eigenschaften

Artikel-ID: 896256 - Geändert am: Montag, 10. Juni 2013 - Version: 9.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
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