Leistungstipps zu Virtual Server 2005

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Artikel-ID: 903748 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
903748 Virtual Server 2005 performance tips
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Die Computerhardwarevirtualisierung ist ein leistungsstarkes Feature, mit dem Sie die Anzahl physischer Server reduzieren können. Wenn dieses Feature korrekt verwendet wird, können durch die Hardwarevirtualisierung die beiden folgenden Vorteile erzielt werden:
  • Die Hardware wird effizienter ausgeführt.
  • Die Hardware benötigt weniger physischen Speicher und weniger Strom.
Die Virtualisierung hat jedoch auch Nachteile. Virtualisierungstechnologie wirkt sich negativ auf die Leistung aus. Aufgrund der Virtualisierung werden Programme langsamer ausgeführt.

Bei der Virtualisierung handelt es sich um den Prozess des Aufteilens eines physischen Servers derart, dass er mehr Arbeitslast ausführen kann. Aus diesem Grund wird die Hardware aufgrund der Virtualisierung effizienter. Wenn Sie sich jedoch entschließen, die Arbeitslasten mehrerer physischer Server auf einem einzigen physischen Server zu konsolidieren, auf dem Virtualisierungstechnologie ausgeführt wird, gibt es einen Nachteil. Diese Server verfügen nicht mehr über dedizierte E/As für CPU, Speicher, Festplatte und Netzwerkressourcen. Stattdessen nutzen die Server den gleichen E/A gemeinsam. In diesem Fall kann es zu Ressourcenengpässen kommen.

Ressourcenengpässe können auftreten, wenn Sie Virtualisierungstechnologie verwenden, moderne Computerhardware ist jedoch im allgemeinen so schnell, dass diese Leistungsprobleme minimiert werden. Einer der Schlüssel zur erfolgreichen Verwendung von Virtualisierungstechnologie liegt jedoch darin, diese Ressourcenengpässe zu verstehen und zu vermeiden.

Einführung

In diesem Artikel werden Tipps und Methoden zur Optimierung der Leistung virtueller Computer beschrieben, wenn Sie Gastbetriebssysteme in Microsoft Virtual Server 2005 ausführen.

Weitere Informationen

Um die Leistung virtueller Computer zu optimieren, auf denen Virtual Server 2005 ausgeführt wird, verwenden Sie eine oder mehrere der folgenden Methoden.

Installieren von Microsoft Virtual Server 2005

Es wird empfohlen, dass Sie Microsoft Virtual Server 2005 auf dem Gastbetriebssystem installieren. Dieser Schritt wird häufig übersehen, wenn ein Administrator ein Gastbetriebssystem auf einem virtuellen Computer konfiguriert. Die Features in Virtual Machine Additions wurden entworfen, um die Integration des Gastbetriebssystems in den Hostcomputer zu verbessern. Virtual Machine Additions verbessert auch die Leistung und die Verwaltbarkeit des Gastbetriebssystems. Weitere Informationen zu Virtual Machine Additions erhalten Sie im Thema Installieren von Virtual Machine Additions im Virtual Server-Administratorhandbuch.

Installieren von zusätzlichem RAM auf dem Hostcomputer

Es wird empfohlen, dass Sie so viel RAM wie möglich auf dem Computer installieren, auf dem Virtual Server 2005 ausgeführt wird. Durch die Menge an RAM auf dem Hostcomputer wird, wie von keinem anderen Faktor, die Anzahl virtueller Computer begrenzt, die Sie in Virtual Server 2005 ausführen können. Das Hostbetriebssystem und jeder ausgeführte virtuelle Computer erfordern ausreichend Speicher. Um die Gesamtmenge an Speicher zu berechnen, die Sie benötigen, müssen Sie Folgendes berücksichtigen:
  • Weisen Sie ausreichend Speicher für das Betriebssystem auf jedem virtuellen Computer zu.
  • Weisen Sie ausreichend Speicher für die Programme zu, die auf jedem virtuellen Computer ausgeführt werden.
  • Weisen Sie ausreichend Speicher für das Betriebssystem auf dem Hostcomputer zu.
  • Weisen Sie bis zu 32 Megabyte zusätzlichen RAM auf dem Hostcomputer für jeden ausgeführten virtuellen Computer zu.
In der folgenden Tabelle sind diese Speicherzuweisungen dargestellt.
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
Physischer oder virtueller ComputerBetriebssystemDem Betriebssystem zugewiesener RAMDer Virtualisierung zugewiesener RAM
Benötigter RAM (insgesamt)
HostcomputerWindows Server 2003512 MB512 MB
Virtueller Computer 1Windows NT 4.0 Service Pack 6a128 MB32 MB672 MB
Virtueller Computer 2Windows NT 4.0 Service Pack 6a128 MB32 MB832 MB
Virtueller Computer 3Windows 2000 Service Pack 4256 MB32 MB1120 MB
Virtueller Computer 4Windows 2000 Service Pack 4256 MB32 MB1408 MB
Virtueller Computer 5Windows Server 2003512 MB32 MB1952 MB
Virtueller Computer 6Windows Server 2003512 MB32 MB2496 MB
Virtueller Computer 7Windows Server 2003512 MB32 MB3040 MB
Virtueller Computer 8Windows Server 2003512 MB32 MB3584 MB
Hinweis: Diese Speicherzuweisungswerte sind Empfehlungen. Die Leistung wird verbessert, wenn Sie zusätzlichen Speicher für jeden virtuellen Computer und für das Hostbetriebssystem zuweisen.

Installieren zusätzlicher CPUs auf dem Hostcomputer

Wenn Sie zusätzliche CPUs auf dem Hostcomputer installieren, können Sie mehr virtuelle Computer ausführen. Virtual Server 2005 verfügt über eine hohe Anzahl von Threads, sodass Sie Virtual Server 2005 auf fortschrittlichen Computern skalieren können. Derzeit wird jeder virtuelle Computer als Uniprozessorcomputer ausgeführt. In diesem Fall fungiert ein Thread auf dem Hostcomputer als Prozessor für jeden virtuellen Computer. Wenn Sie mehrere virtuelle Computer ausführen, fungieren mehrere Threads als mehrere virtuelle Prozessoren. Virtual Server 2005 plant diese mehrfachen Threads über alle verfügbaren CPUs auf dem Hostcomputer hinweg. Die Leistung virtueller Computer ist daher auf einem Hostcomputer mit mehreren CPUs besser.

Verwenden eines schnellen Festplattenteilsystems

Wie andere festplattenintensive Programme, profitiert Virtual Server 2005 von einem schnellen Festplattenteilsystem auf dem physischen Server. SATA-Festplatten (Serial ATA) sind schneller als herkömmliche IDE-Festplatten. In der Regel sind SCSI-Festplatten schneller als SATA- und herkömmliche IDE-Festplatten. Die Verwendung einer Stripeset-RAID-Konfiguration bietet noch bessere Leistung und Datenredundanz. Wenn Sie Virtual Server 2005 in einer SAN-Umgebung (Storage Area Network) installieren und virtuelle Computer in einem SAN hosten möchten, sollten Sie Hostbusadapter mit mehreren Fiber Channels in Betracht ziehen. Mit ausreichend virtuellen Computern und Festplattenaktivität können Sie eine Fiber Channel-Verbindung auslasten. Um zu ermitteln, ob eine Fiber Channel-Verbindung ausgelastet ist, überwachen Sie die Leistung des Fiber Channel-Adapters auf dem Hostcomputer.

Bereitstellen virtueller Festplatten auf anderen physischen Laufwerken als der Festplatte, die das Hostbetriebssystem verwendet

Stellen Sie virtuelle Festplatten auf anderen physischen Festplatten als der Festplatte bereit, die das Hostbetriebssystem verwendet. Außerdem sollten Sie virtuelle Festplatten auf anderen physischen Festplatten als auf der Festplatte bereitstellen, auf der sich die Auslagerungsdatei des Hostcomputers befindet.

Verwenden von virtuellen SCSI-Festplatten anstelle von virtuellen IDE-Festplatten

Wenn Sie virtuelle Computer konfigurieren, verwenden Sie SCSI-Festplatten anstelle von virtuellen IDE-Festplatten. Eine virtuelle SCSI-Festplatte kann die Festplattenaktivität um bis zu 20 % verbessern. Eine herkömmliche IDE-Festplatte ist auf jeweils eine Transaktion auf dem Bus beschränkt. Eine SCSI-Festplatte kann mehrere Transaktionen auf dem Bus gleichzeitig verarbeiten. Es wird daher empfohlen, dass Sie, wann immer möglich, virtuelle SCSI-Festplatten verwenden.

Verwenden von virtuellen Festplatten mit fester Größe anstelle von dynamisch erweiterten virtuellen Festplatten

Die beiden häufigsten Arten von virtuellen Festplatten sind virtuelle Festplatten mit fester Größe und dynamisch erweiterte virtuelle Festplatten.

Wenn Sie eine virtuelle Festplatte mit fester Größe erstellen, ist der gesamte Speicherplatz, den die virtuelle Festplatte benötigt, reserviert. Wenn Sie daher eine virtuelle Festplatte mit fester Größe von 100 Gigabyte (GB) erstellen, sind 100 GB auf der physischen Festplatte reserviert. Der Speicherplatz auf einer virtuellen Festplatte mit fester Größe ist mit größerer Wahrscheinlichkeit zusammenhängend als der Speicherplatz auf einer dynamisch erweiterten virtuellen Festplatte. Außerdem muss die Dateigröße einer virtuellen Festplatte mit fester Größe nicht erweitert werden, bevor Daten in eine Datei auf einem virtuellen Computer geschrieben werden. Virtuelle Festplatten mit fester Größe bieten daher im allgemeinen eine bessere Leistung.

Bei einer dynamisch erweiterten virtuellen Festplatte nimmt die Größe der VHD-Datei zu, wenn Daten auf die virtuelle Festplatte geschrieben werden. Virtual Server 2005 erstellt diese Art von virtueller Festplatte standardmäßig. Wenn Sie eine dynamisch erweiterte virtuelle Festplatte erstellen, legen Sie eine maximale Dateigröße fest. Diese Größe begrenzt die Dateigröße der virtuellen Festplatte. Wenn Sie beispielsweise eine dynamisch erweiterte virtuelle Festplatte mit 100 GB erstellen, beträgt die anfängliche Größe der VHD-Datei etwa 3 Megabyte (MB). Wenn der virtuelle Computer die virtuelle Festplatte verwendet, nimmt die Größe der VHD-Datei zu, damit die neuen Daten gespeichert werden können. Da dynamisch erweiterte virtuelle Festplatten nur im erforderlichen Maße wachsen, ist bei einer dynamisch erweiterten virtuellen Festplatte die Wahrscheinlichkeit geringer, dass zusammenhängender Speicherplatz auf der physischen Festplatte des Hostcomputers verwendet wird. Je nachdem, wie stark die physische Festplatte des Hostcomputers fragmentiert ist, kann die Leistung des virtuellen Computers daher abnehmen.

Installieren mehrere Netzwerkadapter auf dem Hostcomputer

Eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, die Leistung virtueller Computer zu verbessern, besteht darin, mehrere Netzwerkadapter auf dem Hostcomputer zu installieren. Anstatt alle virtuellen Computer so zu konfigurieren, dass ein einziger physischer Netzwerkadapter verwendet wird, sollten Sie Gruppen von virtuellen Computern so konfigurieren, dass sie virtuelle Netzwerke verwenden und jedes virtuelle Netzwerk so konfigurieren, dass ein anderer physischer Netzwerkadapter verwendet wird. Durch diese Konfiguration wird der Netzwerkverkehr über mehrere Netzwerkadapter verteilt.

Führen Sie keine anderen Programme auf dem Computer aus, auf dem Virtual Server 2005 ausgeführt wird

Es wird empfohlen, dass Sie keine anderen Programme auf dem Computer ausführen, auf dem Virtual Server 2005 ausgeführt wird. Es kann sein, dass das andere Programm mit Virtual Server 2005 um Ressourcen konkurriert. Virtual Server 2005 verfügt in diesem Fall möglicherweise nicht über ausreichend Ressourcen. Dieses Problem könnte Auswirkungen auf alle ausgeführten virtuellen Computer haben. Obwohl Sie manchmal andere Programme oder Dienste auf dem Hostcomputer von Virtual Server 2005 ausführen müssen, zum Beispiel wenn Sie ein Programm ausführen müssen, das nicht in einer virtuellen Umgebung ausgeführt werden kann, wird empfohlen, dass Sie diese Vorgehensweise, wenn möglich, vermeiden.

Informationsquellen

Weitere Informationen zu Virtual Server 2005 erhalten Sie auf der folgenden Microsoft-Website:
http://www.microsoft.com/germany/virtualserver/default.mspx
Besuchen Sie die folgende Microsoft-Website, um das Virtual Server Migration Toolkit zu erhalten:
http://www.microsoft.com/germany/virtualserver/downloads/vsmt.mspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 903748 - Geändert am: Dienstag, 13. November 2007 - Version: 2.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Virtual Server 2005 Standard Edition
  • Microsoft Virtual Server 2005 Enterprise Edition
Keywords: 
kbhowto kbinfo kbpubtypekc KB903748
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