WLAN mit Windows XP - Teil 1: Einleitung

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Dieser Artikel ist Teil 1 zum Thema WLAN mit Windows XP. Dieser Teil ist eine allgemeine Einleitung zu diesem Thema.

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Folgend sind die Kapitel, die sich mit diesem Thema befassen:
Teil 1: Einleitung 
Teil 2: Windows auf den neuesten Stand bringen 
Teil 3: Den Access Point in Betrieb nehmen
Teil 4: Die Grundeinstellungen vornehmen
Teil 5: Den Datenverkehr verschlüsseln
Teil 6: Die WLAN-Adapter einrichten
Teil 7: Die Verbindung aufnehmen
Teil 8: Den DHCP-Server abschalten
Teil 9: Das Netzwerk weiter absichern
Teil 10: Die Konfiguration testen
Teil 11: Den Internetzugang konfigurieren
Teil 12: Die Reichweite im Netz erhöhen
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Für die Vernetzung Ihrer PCs müssen Sie nicht unbedingt Löcher durch die Wand bohren und Kabel verlegen. Mit einem WLAN (Wireless Local Area Network) erreichen Sie Ihr Ziel wesentlich einfacher und haben dazu auch noch jede Menge Bewegungsfreiheit.


Netz ohne Kabel

Ein Funknetz bietet Ihnen dieselben Möglichkeiten wie ein herkömmliches, fest verkabeltes Netzwerk. Sie können Dateien und Ordner zentral auf einem Rechner ablegen, im Team arbeiten und wichtige Daten für andere freigeben. Natürlich können Sie auch einfach nur im Internet surfen, E-Mails schicken oder den tollen neuen Drucker teilen - alles wie gewohnt, nur eben, dass Sie je nach Lust und Laune auf dem Sofa oder im Garten, im Büro oder im Konferenzraum arbeiten können, ohne gleich über irgendwelche Kabel zu stolpern.

Ein WLAN ist schnell eingerichtet. Typischerweise steht im Zentrum eines jeden drahtlosen Netzwerks ein Access Point. Er arbeitet als Basisstation für die WLAN-Clients und organisiert die Kommunikation. Hierbei lassen sich zwei Typen unterscheiden:
  • reine Access Points
  • und Kombigeräte wie WLAN-Breitband-Router, die nicht nur die Clients vernetzen, sondern sie auch per Kabel oder DSL ins Internet bringen.
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Die Endgeräte bekommen WLAN-Adapter, damit sie den Access Point erreichen. Allerdings ist es auch möglich, dass sie direkt untereinander Kontakt aufnehmen können, wenn ein Access Point im Netzwerk-Design fehlt.

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Hinweis

Die meisten Notebooks, die Sie heute kaufen können, sind schon standardmäßig mit einem WLAN-Adapter ausgestattet. Aber auch wenn Sie ein älteres Modell haben, ist das kein Problem. Jeder Rechner lässt sich recht einfach nachrüsten. Am einfachsten geht das mit einem USB-Adapter, den Sie sowohl am PC wie am Notebook anschließen können, ohne das Gerät öffnen (lassen) zu müssen.


Zwei Designs

Wie eben schon angeklungen ist, gibt es WLANS mit und ohne Access Point. Will man nur mal eben Daten austauschen, ist es am einfachsten, wenn die Endgeräte direkt miteinander kommunizieren. Man spricht dann von einem Ad-hoc-Netzwerk, das sich anschließend wieder auflöst.

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Der Nachteil: Die Reichweite ist gering und auch die Geschwindigkeit lässt mit jeder weiteren Station nach. Das ist für eine Festinstallation denkbar ungeeignet. Stellen Sie sich das Ganze wie eine Podiumsdiskussion ohne Moderator vor. Das geht auf Dauer auch nicht.

Ist mindestens ein Access Point am Werk, handelt es sich um ein sogenanntes Infrastruktur-Netzwerk.

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Es ist nicht nur stabiler und sicherer und kann durch Bridging, Roaming oder Repeating nahezu beliebig ausgedehnt werden, es kann auch mit kabelgebundenen Netzwerken oder Netzwerksegmenten kombiniert werden und ist somit besonders flexibel.


Viele Standards

WLAN ist momentan in mehreren Varianten erhältlich. Es gibt unterschiedliche Übertragungsverfahren in verschiedenen Frequenzbereichen und diversen Geschwindigkeiten. Neben den Hauptstandards, die das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) unter der Bezeichnung 802.11 veröffentlicht, gibt es auch noch Insellösungen einiger Hersteller mit Namenszusätzen wie Plus oder Turbo.

Für den Anwender bedeutet das: Nicht alle auf dem Markt befindlichen Geräte sind zueinander kompatibel. Da heißt es aufpassen, sonst ist der Ärger vorprogrammiert. Nach heutigem Stand der Dinge sind Sie mit dem weitverbreiteten Standard 802.11g erst einmal auf der sicheren Seite.

Die beiden folgenden Tabellen geben Ihnen einen kurzen Überblick:

Aktuelle Übertragungsverfahren
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802.11avon 1999kompatibel zu 802.11h
802.11bvon 1999kompatibel zu 802.11g
802.11gvon 2003kompatibel zu 802.11b
802.11hvon 2003kompatibel zu 802.11a
802.11nin Arbeitsoll zu a/h und b/g kompatibel werden


Aktuelle Geschwindigkeiten
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11 Mbit/s22 Mbit/s54 Mbit/108 Mbit/s125 Mbit/s540 Mbit/s
2,4 GHz802.11b802.11b+802.11g802.11g+802.11n
5 GHz802.11a/h802.11a+802.11n


Das Szenario

Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie sich mit Ihren Freunden in der WG oder der Familie Wireless einen DSL-Anschluss teilen und dabei noch, wenn Sie wollen, bestimmte Ressourcen gemeinsam nutzen.

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Hinweis

Natürlich ist es auch denkbar, Ihr kleines Ethernet-LAN zu Hause oder im Büro um WLAN-Komponenten zu erweitern. Das dazu nötige Know-how ist allerdings zu umfangreich, um auch noch in dieser Anleitung zu Wort zu kommen. Das nachfolgende Design mag Ihnen eine kleine Anregung bieten.

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Die eingesetzte Technologie

Wenn Sie diese Anleitung Schritt für Schritt nachvollziehen wollen, benötigen Sie die folgende Ausstattung:
  • einen DSL-Anschluss
  • einen DSL-Splitter
  • ein externes DSL-Modem
  • einen WLAN-Breitband-Router
  • und WLAN-Adapter für jedes Endgerät

Des weiteren werden während der Konfiguration benötigt:
  • ein Rechner mit Ethernet-Netzwerkkarte und RJ45 Twisted Pair-Kabel zur kabelgebunden Konfiguration des WLAN-Breitband-Routers
  • ein intakter Internetanschluss zum Update-Download
  • z. B. ein USB-Stick zum Verteilen des Updates auf die WLAN-Clients

Natürlich ist es auch möglich, einen reinen Access Point an einen schon vorhandenen kabelgebundenen DSL-Router anzuschließen, statt einen WLAN-Breitband-Router zu kaufen. Oft sind diese Geräte aber genauso teuer wie ein Kombigerät, so dass sich diese Überlegung nicht lohnt.

Auch ein Kombigerät, das noch ein DSL-Modem integriert, ist nur auf den ersten Blick praktischer. Bei einem Upgrade des DSL-Anschlusses auf eine höhere Geschwindigkeit oder bei einem Wechsel von ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) zu SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line), wo Upstream und Downstream gleich dimensioniert sind, brauchen bei Bedarf nur das externe Modem ausgetauscht oder die Konfiguration der Internet-Zugangsdaten angepasst werden. Die übrige Konfiguration bleibt unangetastet, was eine Menge Arbeit erspart.

Diese Anleitung setzt einen Linksys WRT54G-DE WLAN-Breitband-Router ein, der einen Access Point, einen Ethernet-Switch und einen Router kombiniert und passend dazu Linksys WUSB54GC-DE Kompakt Wireless-G USB-Adapter. Doch auch wenn Sie Geräte anderer Hersteller verwenden, können Sie im Großen und Ganzen ähnlich vorgehen. Installation und Konfiguration verlaufen vergleichbar ab.

Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten, dass die Geräte Ihrer Wahl über eine aktuelle Firmware bzw. aktuelle Treiber verfügen, sonst kann es Ihnen passieren, dass wichtige Sicherheitsmerkmale nicht integriert sind. Erkundigen Sie sich also vorher, ob mindestens WPA (Wi-Fi Protected Access), besser noch WPA2 unterstützt werden. WEP (Wired Equivalent Privacy) ist überholt und sollte nicht mehr eingesetzt werden.

Informationsquellen

Die weiteren Teile des Themas WLAN mit Windows XP sind:
Teil 1: Einleitung (dieser Artikel)

Teil 2: Windows auf den neuesten Stand bringen

Teil 3: Den Access Point in Betrieb nehmen

Teil 4: Die Grundeinstellungen vornehmen

Teil 5: Den Datenverkehr verschlüsseln

Teil 6: Die WLAN-Adapter einrichten

Teil 7: Die Verbindung aufnehmen

Teil 8: Den DHCP-Server abschalten

Teil 9: Das Netzwerk weiter absichern

Teil 10: Die Konfiguration testen

Teil 11: Den Internetzugang konfigurieren

Teil 12: Die Reichweite im Netz erhöhen

Eigenschaften

Artikel-ID: 929563 - Geändert am: Freitag, 9. Februar 2007 - Version: 1.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition Service Pack 2 (SP2)
  • Microsoft Windows XP Professional Service Pack 2 (SP2)
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
Keywords: 
kbstepbystep kbhowto KB929563
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