Supportrichtlinien für das Übertragen von Daten aus servergespeicherten Benutzerprofilen nach Windows Vista oder Windows Server 2008

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Artikel-ID: 947025 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
947025 Support guidelines for migrating roaming user profiles data to Windows Vista or to Windows Server 2008
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Einführung

Dieser Artikel behandelt die Supportrichtlinien für das Übertragen von Daten aus servergespeicherten Benutzerprofilen von den folgenden Betriebssystemen nach Windows Vista oder Windows Server 2008 in einer Active Directory-Umgebung:
  • Microsoft Windows 2000
  • Windows XP
  • Windows Server 2003
Der Artikel beschreibt zudem zwei Methoden zum Übertragen von Daten aus servergespeicherten Benutzerprofilen nach Windows Vista oder Windows Server 2008.

Weitere Informationen

Normalerweise sind in Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 erstellte Benutzerprofile nicht mit Benutzerprofilen kompatibel, die in Windows Vista oder Windows Server 2008 erstellt wurden. Diese Inkompatibilität hat ihre Ursache in einem unterschiedlichen Design der Benutzerprofile. Sie können jedoch dieselben Daten, die in servergespeicherten Windows 2000-, Windows XP- oder Windows Server 2003-Benutzerprofilen verfügbar sind, auch in Windows Vista oder Windows Server 2008 verwenden.

Dieser Artikel beschreibt zwei Methoden, mit denen Sie Daten aus servergespeicherten Windows XP- oder Windows Server 2003-Benutzerprofilen in Windows Vista oder Windows Server 2008 verwenden können. Bei diesen Methoden werden die Daten aus dem servergespeicherten Profil auf die neue Version 2 des Benutzerprofilformats übertragen, das auf Computern mit Windows Vista oder Windows Server 2008 verwendet werden kann.

Methode 1: Verwendung des Migrationstools für Benutzerdaten zum Übertragen von Profildaten auf das neue Format (nur Windows Vista)

In den folgenden Szenarien empfiehlt Microsoft zum Übertragen von Profildaten die Verwendung des Migrationstools für Benutzerdaten:
  • Sie verwenden weder servergespeicherte Profile noch die Ordnerumleitung.
  • Sie wünschen eine umfassendere, mehr Funktionen abdeckende Übertragung von Benutzerprofildaten von Windows 2000- oder Windows XP-Systemen auf Windows Vista-Systeme.
Hinweis: Das Migrationstool für Benutzerdaten funktioniert unter Windows Server 2008 nicht.

Das Migrationstool für Benutzerdaten ist in hohem Grade an die Anforderungen des jeweiligen Benutzers anpassbar und ermöglicht eine sehr exakte Kontrolle über die Daten, die auf die neuen Profile übertragen werden sollen. Es kann nicht nur Dateidaten übertragen, sondern auch Registrierungs- und Anwendungseinstellungen sowie die meisten Einstellungen und Benutzereinstellungen für das Betriebssystem.

Das Migrationstool für Benutzerdaten unterstützt zurzeit nur das Übertragen von Profilen von einem Computer auf einen anderen. Es kann daher keine Profile aktualisieren, die an einem zentralen Speicherort gespeichert sind. Außerdem kann es nur auf Clientarbeitsstationen ausgeführt werden. Sie können es daher nicht verwenden, wenn sich Benutzer bei einer Terminalserverfarm anmelden. Gehen Sie folgendermaßen vor, um servergespeicherte Profile mit dem Migrationstool für Benutzerdaten zu übertragen:
  1. Wenden Sie das Tool zunächst auf eine lokal gespeicherte Kopie des Profils an.
  2. Melden Sie sich dann bei dem Computer an, auf dem das übertragene Profil gespeichert ist, um die zentrale Kopie des Profils mit den übertragenen Daten zu aktualisieren.
Weitere Informationen zum Migrationstool für Benutzerdaten finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://technet2.microsoft.com/WindowsVista/de/library/91f62fc4-621f-4537-b311-1307df0105611031.mspx?mfr=true

Methode 2: Verwendung des Features "Ordnerumleitung" zur gemeinsamen Verwendung von Daten in Benutzerprofilen der Versionen 1 und 2

Hinweis: Bei dieser Methode werden nur Daten übertragen. Aufgrund der Unterschiede zwischen den Betriebssystemen findet keine Migration von Desktopeinstellungen (zum Beispiel Hintergrund) statt.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um mit dem Feature "Ordnerumleitung" die gemeinsame Verwendung von Daten in Benutzerprofilen der Versionen 1 und 2 zu ermöglichen:
  1. Vergewissern Sie sich, dass der Pfad des servergespeicherten Profils im Dialogfeld Eigenschaften auf der Registerkarte Profil für das Benutzerkonto definiert ist. Sie finden dieses Dialogfeld im Snap-In Active Directory-Benutzer und -Computer.

    Hinweis: In Windows Vista oder Windows Server 2008 erstellte Benutzerprofile sind nicht mit Benutzerprofilen kompatibel, die in Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 erstellt wurden. Wenn sich ein Benutzer bei einem Computer anmeldet, auf dem Windows Vista oder Windows Server 2008 ausgeführt wird, wird ein neuer Profilordner mit dem Namen "<Benutzername>.V2" erstellt. Dies ist der Ordner, in dem das Windows Vista- oder Windows Server 2008-Profil gespeichert wird. Wenn dieser Ordner nicht existiert oder nicht erstellt wird, können Benutzer ihre Profile auf Systemen mit den Betriebssystemen Windows Vista und Windows Server 2008 nicht speichern.
  2. Verwenden Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole, um ein Gruppenrichtlinienobjekt zu erstellen oder zu bearbeiten und so die Richtlinien für die Ordnerumleitung auf einem Windows XP- oder Windows Server 2003-Computer zu konfigurieren, der Teil der Active Directory-Umgebung ist.
  3. Konfigurieren Sie das Gruppenrichtlinienobjekt auf die Umleitung von Ordnern, die von den Benutzerprofilen und einer Ordnerumleitungsfreigabe gemeinsam genutzt werden sollen. Sie müssen eine Freigabe verwenden, die nicht mit Ihrer Benutzerprofilfreigabe identisch ist.

    Hinweise
    • Die Richtlinien für die Ordnerumleitung sind im Knoten "Benutzerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Ordnerumleitung" eines Gruppenrichtlinienobjekts gespeichert.
    • Leiten Sie nur die Ordner um, die Sie in Ihrer Umgebung benötigen.
    • Vergewissern Sie sich, dass das Kontrollkästchen Dem Benutzer exklusive Zugriffsrechte für <Name des umgeleiteten Ordners> erteilen auf der Registerkarte Einstellungen für das Dialogfeld Eigenschaften des umgeleiteten Ordners nicht aktiviert ist. Wenn dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, kann der umgeleitete Ordner nicht von mehreren Benutzerprofilen verwendet werden.
  4. Speichern Sie die Änderungen, die Sie an dem Gruppenrichtlinienobjekt vorgenommen haben.

    Hinweis: Windows XP unterstützt zwar die Ordnerumleitung, es stehen jedoch nicht alle Ordner aus dem Benutzerprofil für eine Umleitung zur Verfügung. Wenn Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole verwenden, um die Ordnerumleitung in einem Gruppenrichtlinienobjekt auf einem Windows 2000-, Windows XP- oder Windows Server 2003-Computer zu konfigurieren, wird die folgende Datei in dem entsprechenden Gruppenrichtlinienobjekt innerhalb von SYSVOL erstellt:
    Fdeploy.ini
    Der folgende Standarddateiname für die Ordnerumleitung wird verwendet, wenn Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole verwenden, um das Gruppenrichtlinienobjekt aus Windows Vista oder Windows Server 2008 heraus zu bearbeiten:
    Fdeploy1.ini
    Wenn Sie die Ordnerumleitung zuerst mit Windows Vista oder Windows Server 2008 im Gruppenrichtlinienobjekt aktivieren und dann versuchen, die Ordnerumleitung in Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 zu verwenden, funktioniert die Ordnerumleitung nicht. Das Feature funktioniert in diesem Fall nicht, weil Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 die Datei "Fdeploy1.inf" nicht erkennen. In diesem Fall müssen Sie das Gruppenrichtlinienobjekt zunächst mit der Windows XP- oder Windows Server 2003-Version der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole bearbeiten, bevor Sie es mit Windows Vista oder Windows Server 2008 bearbeiten.

    Wenn Sie jedoch das Kontrollkästchen Umleitungsrichtlinie auch auf die Betriebssysteme Windows 2000, Windows 2000 Server, Windows XP und Windows Server 2003 anwenden aktivieren, erstellt die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole sowohl die Datei "Fdeploy1.ini" als auch die Datei "Fdeploy.ini" für das Gruppenrichtlinienobjekt. In diesem Fall müssen Sie das Gruppenrichtlinienobjekt nicht zuerst mit der Windows XP- oder Windows Server 2003-Version der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole bearbeiten. Diese Option ist für Ordner gedacht, die sowohl in Benutzerprofilen der Version 1 als auch in solchen der Version 2 für die Umleitung zur Verfügung stehen. Sie müssen außerdem sicherstellen, dass das Gruppenrichtlinienobjekt Umleitungsrichtlinien-Einstellungen enthält, die nur für solche Ordner konfiguriert wurden, die mit Version 1- und Version 2-Benutzerprofilen gleichermaßen kompatibel sind.
  5. Verwenden Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole auf einem Windows Vista- oder Windows Server 2008-Computer, der Teil der Active Directory-Umgebung ist, um das Gruppenrichtlinienobjekt zu bearbeiten, das Sie in Schritt 2 bearbeitet oder erstellt haben.
  6. Überprüfen Sie die Ordnerumleitungseinstellungen, die in dem Gruppenrichtlinienobjekt für die umgeleiteten Ordner definiert sind.

    Hinweise
    • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Umleitungsrichtlinie auch auf die Betriebssysteme Windows 2000, Windows 2000 Server, Windows XP und Windows Server 2003 anwenden auf der Registerkarte Einstellungen des Dialogfelds Eigenschaften jedes umgeleiteten Ordners.
    • Vergewissern Sie sich, dass das Kontrollkästchen Dem Benutzer exklusive Zugriffsrechte für <Name des umgeleiteten Ordners> erteilen auf der Registerkarte Einstellungen für das Dialogfeld Eigenschaften des umgeleiteten Ordners nicht aktiviert ist. Wenn dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, können die Daten aus dem umgeleiteten Ordner nicht von mehreren Benutzerprofilen verwendet werden.
  7. Nachdem Sie die Änderungen in Schritt 6 vorgenommen haben, stehen die Daten aus dem ursprünglichen Benutzerprofil im Ordner des neuen Benutzerprofils der Version 2 zur Verfügung.

    Hinweis: Wenn Sie Ordner umleiten möchten, die zwar in Windows Vista oder Windows Server 2008 verfügbar sind, nicht jedoch in Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003, erstellen Sie ein zweites Gruppenrichtlinienobjekt. Sie können dann das Gruppenrichtlinienobjekt mit der Windows Vista- oder Windows Server 2008-Version der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole bearbeiten, um die weiteren Version 2-Ordner in das Benutzerprofil der Version 1 umzuleiten.
Hinweis: Die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole ist in Windows Vista Service Pack 1 nicht verfügbar. Zum Modifizieren von Gruppenrichtlinienobjekten mit einem System auf Windows Vista Service Pack 1-Basis in einer Active Directory-Umgebung müssen Sie daher eventuell eine aktualisierte Version der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole verwenden. Alternativ dazu können Sie auch eine aktualisierte Version der Tools zur Bearbeitung von Gruppenrichtlinienobjekten verwenden, die im RSAT (Remote Server Administration Tools)-Kit für Windows Vista enthalten sind.

Informationsquellen

Weitere Informationen zu Benutzerprofilen der Version 2 und den Unterschieden zwischen den Versionen 1 und 2 finden Sie auf der folgenden Microsoft-Website:
http://technet2.microsoft.com/WindowsVista/de/library/fb3681b2-da39-4944-93ad-dd3b6e8ca4dc1031.mspx?mfr=true
Für weitere Informationen zu den empfohlenen Schritten und bestmöglichen Verfahrensweisen zur Verwaltung servergespeicherter Benutzerprofile lesen Sie das Dokument ?Managing Roaming User Data Deployment Guide" (Leitfaden zur Verwaltung von Daten aus servergespeicherten Benutzerprofilen). Dieses Dokument können Sie auf folgender Website von Microsoft herunterladen:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=311f4be8-9983-4ab0-9685-f1bfec1e7d62&DisplayLang=en
Weitere Informationen zur Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/windowsserver2003/gpmc/gpmcintro.mspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 947025 - Geändert am: Montag, 21. April 2008 - Version: 2.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Windows Server 2008 Datacenter
  • Windows Server 2008 Enterprise
  • Windows Server 2008 Standard
  • Windows Vista Enterprise
  • Windows Vista Ultimate
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server SP4
  • Microsoft Windows 2000 Service Pack 4
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
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kbexpertiseinter kbhowto kbinfo KB947025
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