Beschreibung der verbesserten Dienstprogramme "Chkdsk", "Autochk" und "Chkntfs" in Windows 2000

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
218461 Description of Enhanced Chkdsk, Autochk, and Chkntfs Tools in Windows 2000

Zusammenfassung

Die Dienstprogramme "Chkdsk.exe", "Autochk.exe" und "Chkntfs.exe" wurden in Windows 2000 verbessert und erweitert, um Administratoren eine präzisere Kontrolle darüber zu ermöglichen, wann eine Dateisystemüberprüfung für ein Volume erfolgt.

Beachten Sie, dass ein Volume als Partition mit einem Dateisystem definiert ist, auf die über einen Laufwerksbuchstaben/Volumebereitstellungspunkt oder einen "Globally Unique Identifier" (GUID) zugegriffen werden kann.

Weitere Informationen

Das Programm "Autochk.exe" in Windows 2000 unterscheidet zwischen einer manuell geplanten Volumeprüfung und einer automatisch eingeplanten Volumeprüfung, die erfolgt, weil das Dateisystem festgestellt hat, dass das Volume "verunreinigt" ist. In diesem Fall wird eine entsprechende Meldung in das Anwendungsereignisprotokoll geschrieben.


Die folgende Liste der in Windows 2000 enthaltenen Erweiterungen ist keine vollständige Liste aller Befehlszeilenoptionen, die für die einzelnen Dienstprogramme verfügbar sind.



Chkdsk /F: Falls "Chkdsk" das Volume zum Zeitpunkt der Befehlsausführung nicht sperren kann, zeigt es das folgende Dialogfeld an, bevor Sie gefragt werden, ob Sie die Befehlsausführung für den nächsten Neustart des Systems einplanen möchten:

CHKDSK kann nicht ausgeführt werden, weil der Datenträger von einem anderen Prozess verwendet wird. Die Bereitstellung des Volumes muss zuerst aufgehoben werden. ALLE OFFENEN BEZÜGE AUF DIESES VOLUME SIND DANN UNGÜLTIG. Möchten Sie die Bereitstellung des Volumes aufheben? (J/N)
Falls der Administrator die Ausführung des Befehls für den nächsten Neustart des Systems einplant, setzt "Chkdsk" das fehlerhafte Bit auf einem in Gebrauch befindlichen Volume nicht, um das Volume beim nächsten Start zu überprüfen. Stattdessen legt es einen Registrierungseintrag an, um "Autochk" anzuweisen, das betreffende Volume zu überprüfen. Das fehlerhafte Bit wird nur dann durch das Dateisystem selbst gesetzt, wenn es ein Problem entdeckt.


Chkdsk /X: Ein neuer Befehlsparameter, der "Chkdsk /F" ausführt und eine Aufhebung der Bereitstellung des Volumes erzwingt, um alle offenen Bezüge auf einem Nicht-Systemvolume zu schließen und so eine sofortige Überprüfung des Volumes zu ermöglichen. Dadurch ist kein Neustart mehr erforderlich, um "Chkdsk" auszuführen und das Volume zu reparieren.

Chkntfs volume: Bewirkt die Anzeige von Dateisystemtyp, Status des fehlerhaften Bits im Dateisystem und ob "Chkdsk" manuell eingeplant wurde, das Volume beim Start zu überprüfen oder nicht.

Chkntfs /C: Plant für ein Volume eine Überprüfung beim Start ein (die sowieso erfolgen würde, wenn nicht zuvor für das Volume der Befehl "chkntfs /x" ausgeführt worden wäre). "Chkdsk" wird nur ausgeführt, wenn eine Verunreinigung des Volumes festgestellt wurde.

Chkntfs /D: Stellt den Zustand des Computers mit den Standardeinstellungen wieder her und entfernt Registrierungseinträge, die von "Chkdsk /F" oder "Chkntfs /X" erzeugt wurden. Dies bedeutet, dass beim Start alle Laufwerke überprüft werden und "Chkdsk" dann für die Laufwerke ausgeführt wird, auf denen Verunreinigungen festgestellt wurden.

Chkntfs /T:time: Ändert den Zeitüberschreitungswert für "Autochk" in die von Ihnen angegebene Zeitspanne (in Sekunden). Geben Sie keine Zeitspanne an, werden die aktuellen Einstellungen angezeigt. Weitere Informationen zu diesem Feature finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
191603 Ändern des Autochk.exe Time-out Werts
Weitere Informationen zu "Chkntfs" finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
160963 Verwendung und Vorteile von CHKNTFS
Autochk: Sucht einerseits nach dem fehlerhaften Bit auf jedem Volume und andererseits nach Registrierungseinstellungen, die von "Chkdsk /F" und "Chkntfs /X" oder "/C" gesetzt wurden, um zu ermitteln, ob ein Volume überprüft oder übersprungen wird.

Hinweis: Die Befehle "Chkdsk /F" oder "Chkntfs /C" zur Einplanung von "Chkdsk" für ein Volume und "Chkntfs /X", durch den ein Volume von der Überprüfung ausgenommen wird, überschreiben sich gegenseitig. Dadurch hat der Administrator die vollständige Kontrolle darüber, ob "Chkdsk" beim Start für ein bestimmtes Volume bedingungslos, unter bestimmten Bedingungen oder gar nicht ausgeführt wird. Durch den zuletzt verwendeten Befehl werden die Registrierungseinträge entsprechend gesetzt bzw. zurückgesetzt.


Falls Sie die Ausführung von "Chkdsk" beim Start für ein Volume einplanen und sich dann zum Zeitpunkt des Starts dafür entscheiden, "Autochk" durch Drücken einer beliebigen Taste zu überspringen, wird "Autochk" für dieses Volume nicht ausgeführt und der entsprechende Registrierungseintrag wird entfernt, so dass "Autochk" für dieses Volume zukünftig nicht mehr ausgeführt wird.

Wenn "Autochk" beim Start für ein Volume ausgeführt wird, werden die Ergebnisse in einer Datei mit dem Namen "Bootex.log" protokolliert, die sich im Stammordner des überprüften Volumes befindet. Der Winlogon-Dienst verschiebt dann den Inhalt der verschiedenen Dateien mit dem Namen "Bootex.log" in das Anwendungsereignisprotokoll. Für jedes überprüfte Volume wird eine Ereignisprotokollmeldung folgenden Inhalts protokolliert:

Ereigniskennung: 1001
Quelle: Winlogon
Beschreibung: Diese Beschreibung beinhaltet Dateisystemtyp, Laufwerksbuchstaben oder GUID und Namen oder Seriennummer des Volumes, damit Sie feststellen können, für welches Volume "Chkdsk" ausgeführt wurde.
Außerdem darin enthalten ist, ob "Chkdsk" ausgeführt wurde, weil es von einem Benutzer eingeplant wurde, oder weil das fehlerhafte Bit gesetzt wurde.
Die von "Autochk" verwendeten Registrierungseinträge, die festlegen, welche Volumes beim Start überprüft werden, sind:

Hkey_local_machine\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager\ BootExecute:REG_MULTI_SZ: autocheck autochk *
Hinweis: Dies ist die Standardeinstellung für "Autochk" und außerdem das Resultat der Verwendung von "Chkntfs /d" zur Überprüfung aller Volumes beim Start.

Außerdem können in "BootExecute" die folgenden Einträge zu finden sein:

RegistrierungswertFunktion
/P \??\Volume:Plant bedingungslose Ausführung von "Chkdsk" für Volume.
/p \??\VOLUME{GUID}Plant bedingungslose Ausführung von "Chkdsk" für Volumebereitstellungspunkt.
/k:Volume *Schließt Ausführung von "Chkdsk" für ein Volume aus.
/m \??\Volume:Weist "Autochk" an, nur das fehlerhafte Bit auf dem Volume zu prüfen und bei entsprechender Einstellung "Chkdsk" auszuführen.


BeispielbefehlEntsprechender Registrierungseintrag
Chkdsk C: /F Autocheck autochk /p \??\C:
Chkdsk C:\mountpoint /FAutocheck autochk /p \??\VOLUME{GUID}
Chkntfs D: E: /X Autocheck autochk /k:D /k:E *
Chkntfs G: /C Autocheck autochk /m \??\G:


Da "Autochk" durch das Setzen oder Zurücksetzen von Registrierungseinstellungen gesteuert wird, ist es möglich, unter Verwendung von Regini-Skripts Volumes programmatisch für eine Reparatur einzuplanen.

Hinweis: Volumes, die von verschiedenen Serverclusterknoten gemeinsam genutzt werden, auf denen der Clusterdienst ausgeführt wird, erlauben keinen Zugriff auf das Volume durch "Autochk.exe" beim Start. Wenn die Volumes online verfügbar gemacht oder von einem Knoten auf einen anderen verschoben werden, prüft der Clusterdienst, ob das Volume verunreinigt ist. Sollte dies der Fall sein, wird "Chkdsk" für dieses Volume ausgeführt, bevor es online verfügbar gemacht wird. Dabei wird der Registrierungswert "BootExecute" nicht geprüft und daher auch nicht berücksichtigt.

Informationen zum Ausführen von "Chkdsk" auf gemeinsam genutzten Cluster-Datenträgern finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
176970 Wie Ausführen des Befehls "F Chkdsk" auf einem freigegebenen Clusterdatenträger
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
Eigenschaften

Artikelnummer: 218461 – Letzte Überarbeitung: 21.02.2007 – Revision: 1

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