Windows-Kernel-Fehlermeldung (Ereigniskennung 41) „Das System wurde neu gestartet, ohne dass es zuvor ordnungsgemäß heruntergefahren wurde“ in Windows

Gilt für: Windows 10 Pro released in July 2015Windows 8 EnterpriseWindows 8

Problembeschreibung



Unter Windows wird Ihr Computer neu gestartet, und eine kritische Fehlermeldung, die so oder ähnlich lautet, wird im Ereignisprotokoll protokolliert:

Ereigniskennung: 41
Beschreibung: Das System wurde neu gestartet, ohne dass es zuvor ordnungsgemäß heruntergefahren wurde.
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 Hinweis
Die Werte für den Abbruchfehler-BugcheckCode und die BugcheckParameters können sich unterscheiden.

Weitere Informationen


Die Kernelenergie-Fehlermeldung mit der Ereigniskennung 41 ist darauf zurückzuführen, dass der Computer heruntergefahren wird oder unerwartet neu gestartet wird. Wenn ein Computer unter Windows gestartet wird, wird geprüft, ob der Computer ordnungsgemäß heruntergefahren wurde. Falls dies nicht der Fall ist, wird eine Kernelenergie-Ereignismeldung 41 ausgegeben.

Das Ereignis 41 wird verwendet, um zu berichten, dass ein unerwartetes Problem aufgetreten ist, das das ordnungsgemäße Herunterfahren von Windows verhindert hat. Eventuell sind nicht genügend Informationen verfügbar, um festzustellen, was genau passiert ist. Um eine mögliche Problemlösung zu finden, müssen Sie wissen, welche Vorgänge im Computer ausgeführt wurden, als das Ereignis aufgetreten ist.

Wurde das Ereignis 41 protokolliert, weil die Stromversorgung des Computers unterbrochen wurde, könnten Sie sich eventuell eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (UPS) zulegen, z. B. eine zusätzliche Stromversorgung per Akku. Möglicherweise ist das Problem auf einen geringen oder mangelhaften Stromfluss zurückzuführen. Wenn Sie beispielsweise Arbeitsspeicher (RAM), zusätzliche Geräte oder Festplatten hinzugefügt haben, als das Problem aufgetreten ist, könnte deren Stromversorgung die Ursache des Problems sein.


Das Ereignis mit der ID 41 kann insbesondere in folgenden Szenarien auftreten.

Szenario 1: Der Computer wird neu gestartet und in den Ereignisdaten ist ein Abbruchfehler-BugcheckCode vorhanden



Wenn ein Abbruchfehler auftritt, werden die Abbruchfehlerdaten in die Ereigniskennung 41 als Teil der zusätzlichen Ereignisdaten geschrieben. Es kann vorkommen, dass die Abbruchfehlercodedaten nicht gespeichert werden, bevor der Computer neu startet oder herunterfährt. In solchen Fällen hilft Ihnen das Szenario 3 weiter.

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 Hinweis
Die BugcheckCode-Daten im Ereignis werden im Dezimalformat statt im gängigeren Hexadezimalformat gespeichert. Daher sollte der Dezimalwert in einen Hexadezimalwert umgewandelt werden.

Wenn der BugcheckCode-Eintrag für den Abbruchfehler in den Ereigniskennungsdaten nicht Null ist, sollten Sie den BugcheckCode-Wert von dezimal in hexadezimal konvertieren. In den meisten Beschreibungen zu Abbruchfehlercodes werden diese als Hexadezimalwerte statt als Dezimalwerte angegeben. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
  1. Klicken Sie auf Start, und geben Sie dann in das Feld Suche den Befehl calc ein.
  2. Klicken Sie auf Ansicht und anschließend auf Programmierer.
  3. Vergewissern Sie sich, dass das Optionsfeld Dec auf der linken Seite des Rechners aktiviert ist.
  4. Geben Sie den Dezimalwert des BugcheckCode-Werts über die Tastatur ein.
  5. Klicken Sie auf das Optionsfeld Hex auf der linken Seite des Rechners.
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 Hinweis
Der Rechner zeigt nun den Wert im Hexadezimalcode an. Wiederholen Sie diese Schritte für andere Werte, die nicht Null sind.

Das folgende Beispiel enthält einen BugcheckCode-Eintrag eines Abbruchfehlers mit einer Ereigniskennung 41:

EventData
BugcheckCode 159
BugcheckParameter1 0x3
BugcheckParameter2 0xfffffa80029c5060
BugcheckParameter3 0xfffff8000403d518
BugcheckParameter4 0xfffffa800208c010
SleepInProgress false
PowerButtonTimestamp 0Converts to 0x9f (0x3, 0xfffffa80029c5060, 0xfffff8000403d518, 0xfffffa800208c010)


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 Hinweis
Die Nullen vor dem Code werden für gewöhnlich nicht angezeigt. Wenn ein BugcheckCode-Eintrag in ein Hexadezimalformat umgewandelt wird, sollte er aus 8 Zeichen bestehen. Der Eintrag 0x9F wird für gewöhnlich als 0x0000009f dargestellt und 0xA als 0x0000000A. Nachdem Sie den Hexadezimalwert ermittelt haben, besuchen Sie support.microsoft.com, und suchen Sie nach dem konvertierten Hexadezimalcode (0x0000009f) und dem Wort „Bugcheck“.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel des Microsoft TechNet-Blogs:

Szenario 2: Der Computer wird heruntergefahren, indem Sie den Netzschalter gedrückt halten

Der Netzschalter am Computer wird mindestens vier Sekunden lang gedrückt gehalten. Diese Aktion wird in den Ereignisdaten als PowerButtonTimestamp-Eintrag festgehalten, der einen anderen Wert als 0 (Null) hat. Es kann vorkommen, dass die PowerButtonTimestamp-Daten vor dem Neustart oder Herunterfahren des Computers nicht gespeichert werden können. In solchen Fällen hilft Ihnen das Szenario 3 weiter.

Zum Herunterfahren von Windows wird empfohlen, auf das Menü Start zu klicken und anschließend auf eine Option zum Ausschalten oder Herunterfahren des Computers zu klicken. In diesem Fall schließt das Betriebssystem alle Dateien und benachrichtigt alle ausgeführten Dienste und Anwendungen, damit sie die Daten speichern und Cache-Speicher leeren können.

Wenn Sie aufgrund eines Problems, das den ordnungsgemäßen Betrieb des Computers stört, auf den Netzschalter drücken müssen, sollten Sie eine Abfrage zu den aufgetretenen Symptomen ausführen, damit Sie Hilfe bei der Fehlersuche erhalten. Die Schlüsselwörter „hängen“, „reagieren“ oder „leerer Bildschirm“ können Ihnen bei der Suche helfen.

Um weitere Informationen zu einer bestimmten Situation zu erhalten, in der ein Computer nicht mehr reagiert, klicken Sie auf eine der folgenden Artikelnummern. Sie gelangen damit zu den entsprechenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base: 974476 Der Computer reagiert nicht mehr, wenn ein USB-Gerät aus dem Zustand des selektiven USB-Energiesparens in Windows 7 oder in Windows Server 2008 R2 reaktiviert wird

Hilfe zur Problembehandlung finden Sie auf der Microsoft-Website Support für Windows 7.

Szenario 3: Das System wird willkürlich neu gestartet und kein Abbruchfehler-BugcheckCode wird aufgeführt, oder der Computer reagiert überhaupt nicht mehr (völliger Systemstillstand).

Der Abbruchfehlercode und der PowerButtonTimestamp werden als Null aufgeführt. Sehen Sie sich beispielsweise die folgenden Szenarios an:
  • Der BugcheckCode-Wert des Abbruchfehlers wird als Null aufgeführt. Es kann vorkommen, dass die BugcheckCode-Daten des Abbruchfehlers vor dem Neustart oder Herunterfahren des Computers nicht gespeichert werden. In diesem Fall wird ein BugcheckCode-Wert von Null protokolliert. Eventuell ist kein Abbruchfehler aufgetreten und das Herunterfahren wurde durch eine unterbrochene Stromzufuhr verursacht. Bei einem Notebook-Computer könnte das beispielsweise passieren, wenn der Akku entfernt wird oder komplett leer ist. Bei einem Desktop-Computer könnte das bedeuten, dass der Computer von der Netzsteckdose getrennt wurde oder dass der Strom ausgefallen ist.
  • Der PowerButtonTimestamp wird als Null aufgeführt. Es kann vorkommen, dass die PowerButtonTimestamp-Daten vor dem Neustart oder Herunterfahren des Computers nicht gespeichert werden. In diesem Fall wird ein Wert von Null protokolliert. Das kann auftreten, wenn der Netzschalter mindestens vier Sekunden lang gedrückt wird während Windows einen Vorgang ausführt, der verhindert, dass das Ereignis auf der Festplatte gespeichert wird. Dieses Szenario kann ebenfalls auftreten, wenn der Computer „hängt“ und deshalb auf Eingaben nicht reagiert und ausgeschaltet werden muss. Wenn Sie feststellen möchten, ob der Computer nicht mehr reagiert, drücken Sie die FESTSTELLTASTE, um zu sehen, ob die entsprechende LED auf der Tastatur aufleuchtet.
Sie können überprüfen, ob das der Fall ist, indem Sie auf der Tastatur auf die FESTSTELLTASTE drücken. Wenn dabei die LED für die FESTSTELLTASTE auf der Tastatur nicht aufleuchtet, befindet sich der Computer eventuell in einem völligen Systemstillstand.

Dieses Szenario verweist für gewöhnlich auf ein Hardwareproblem. Sie isolieren das Problem, indem Sie folgende Elemente überprüfen:
  1. Übertaktung: Deaktivieren Sie die Übertaktung, um festzustellen, ob das Problem auch auftritt, wenn das System mit der korrekten Geschwindigkeit ausgeführt wird.
  2. Prüfen der Speichermodule: Überprüfen Sie den Arbeitsspeicher mit einem Speicherprüfer. Vergewissern Sie sich, dass jeder Speicherchip über dieselbe Geschwindigkeit verfügt und im System korrekt konfiguriert ist.
  3. Netzteil: Stellen Sie sicher, dass das Netzteil über eine ausreichende Stromzufuhr verfügt, um die installierten Geräte angemessen zu versorgen. Wenn Sie zusätzlichen Arbeitsspeicher, einen neueren Prozessor, zusätzliche Laufwerke oder externe Laufwerke installiert haben, benötigen diese eventuell mehr Energie als die derzeitige Stromversorgung kontinuierlich zur Verfügung stellen kann.
  4. Überhitzung: Überprüfen Sie, ob das System überhitzt, indem Sie die interne Temperatur der Hardware messen.
  5. Standardwerte: Setzen Sie das System auf die Systemstandardwerte zurück, um festzustellen, ob die Probleme auch auftreten, wenn das System mit der Standardkonfiguration ausgeführt wird.

Wenn Sie sehen, dass der Computer einen Abbruchfehler ausgibt, der einen BugcheckCode-Wert enthält, der nicht in einer Ereigniskennung 41 berichtet wird, sollten Sie das Neustartverhalten des Computers ändern. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie auf Eigenschaften.
  2. Klicken Sie auf Erweiterte Systemeinstellungen.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert.
  4. Klicken Sie im Abschnitt Starten und Wiederherstellen auf die Schaltfläche Einstellungen.
  5. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Automatisch Neustart durchführen.