Problembehandlung des Outlook-Offlineadressbuchs in einer Office 365-Umgebung

Zusammenfassung

In diesem Artikel wird die Verwendung des Microsoft Outlook Web App-Clients für die Behandlung der folgenden Probleme mit dem Offlineadressbuchs in Microsoft Outlook in einer Microsoft Office 365-Umgebung beschrieben:
  • Benutzer können das Offlineadressbuch nicht herunterladen.
  • Im Offlineadressbuch treten Synchronisierungsfehler auf.
  • Sie erhalten Unzustellbarkeitsberichte, wenn das Offlineadressbuch zum Senden von E-Mail-Nachrichten an Benutzer verwendet wird.

Weitere Informationen

Der erfolgreiche Download des Offlineadressbuchs hängt davon ab, ob der Outlook-Client eine Verbindung mit dem AutoErmittlungsdienst von Microsoft Exchange Server herstellen kann. Der AutoErmittlungsdienst wird von den Exchange Online-Clientzugriffsservern gehostet und stellt die Dienst-URL bereit, die Outlook für den Download des Offlineadressbuchs verwendet.

Um sicherzustellen, dass die AutoErmittlung ordnungsgemäß funktioniert, lesen Sie den folgenden Artikel:
2259044: Beheben von Problemen, die verhindern, dass Sie die Frei/Gebucht-Informationen anderer Clients in Office Outlook 2007 und Outlook 2010 anzeigen können
Wenn Sie sich vergewissert haben, dass der AutoErmittlungsprozess ordnungsgemäß funktioniert, aber trotzdem weiterhin Probleme mit dem Outlook-Adressbuch auftreten, führen Sie die folgenden Überprüfungsschritte aus:
  • Bestätigen Sie, dass der intelligente Hintergrundübertragungsdienst (Background Intelligent Transfer Service, BITS) gestartet wurde. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
    1. Klicken Sie auf Start, auf Systemsteuerung, auf Verwaltung und dann auf Dienste.
    2. Suchen Sie nach dem Element Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst, und vergewissern Sie sich dann, dass der Status auf Gestartet festgelegt ist.
  • Stellen Sie sicher, dass das aktuellste Microsoft Office Service Pack installiert ist. Wenn Benutzer Microsoft Office Outlook 2007 verwenden, ist mindestens 2007 Microsoft Office System Service Pack 1 erforderlich.
  • Stellen Sie sicher, dass auf der lokalen Arbeitsstation die neueste Version von Office 365-Desktopsetup ausgeführt wurde.
  • Laden Sie die neueste Version des Tools Office 365-Desktopsetup herunter. Rufen Sie dazu die folgende Microsoft-Website auf:
  • Überprüfen Sie die Offlineadressbuch-URL und -GUID mithilfe von Office Outlook. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
    1. Halten Sie die STRG-TASTE gedrückt, und klicken Sie dann mit der rechten Maustaste im Benachrichtigungsbereich auf der rechten Seite der Taskleiste auf das Outlook-Symbol.
    2. Klicken Sie auf E-Mail-AutoKonfiguration testen.
    3. Deaktivieren Sie beide Guessmart-Kontrollkästchen.
    4. Geben Sie die E-Mail-Adresse und das entsprechende Kennwort ein, und klicken Sie dann auf OK.
    5. Nachdem der Test ausgeführt wurde, erfassen Sie die Informationen, die im Ergebnisfeld zurückgegeben werden. Beachten Sie insbesondere die OAB-URL. Die Offlineadressbuch-URL aus Outlook sollte mit dem Offlineadressbuch der Organisation in den Active Directory-Domänendiensten (AD DS) von Microsoft Online Services übereinstimmen.
  • Vergewissern Sie sich, dass Office Outlook und der lokale Computer auf die Offlineadressbuch-Datei zugreifen können, die auf dem Clientzugriffsserver gespeichert ist.

    Dieser Vorgang wird normalerweise von Outlook im Hintergrund oder beim Erzwingen eines Offlineadressbuch-Downloads mithilfe von Outlook durch einen Benutzer ausgeführt. Stellen Sie sicher, dass Sie sich erfolgreich am Office 365-Portal anmelden. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
    1. Klicken Sie im Benachrichtigungsbereich mit der rechten Maustaste auf das Outlook-Symbol.
    2. Klicken Sie auf E-Mail-Autokonfiguration testen.
    3. Klicken Sie auf AutoErmittlung verwenden, und klicken Sie dann auf Testen.
    4. Vergewissern Sie sich, dass Ergebnisse bereitgestellt werden und dass die "https"-URL des Offlineadressbuchs zurückgegeben wird. 
    5. Klicken Sie auf die Registerkarte XML, kopieren Sie den Pfad der Offlineadressbuch-URL, fügen Sie diesen Pfad in das Adressfeld in Windows Internet Explorer ein, und fügen Sie dann /OAB.xml an das Ende der Zeichenfolge an, z. B.:
      https://autodiscover.<contoso>.com/OAB/93179f28-4b4d-4e58-aec1-07bb493be4f4/OAB.xml
    6. Notieren Sie sich die in Internet Explorer angezeigten Ergebnisse. Wenn diese URL vorhanden ist, sollte die Seite eine große Menge an XML-Daten enthalten. Wenn nur zwei oder drei Zeilen mit Informationen oder überhaupt keine XML-Daten vorhanden sind, müssen Sie ggf. einen Hostingfehler melden, um das OAB erneut zu generieren. Die Internet Explorer-Ergebnisse sollten etwa folgendermaßen aussehen:
      https://autodiscover.<contoso>.com/OAB/93179f28-4b4d-4e58-aec1-07bb493be4f4/e93eda95-3ff8-4198-b4f1-92048f76d49f-data-468.lzx
    7. Kopieren Sie den LZX-Pfad, fügen Sie ihn Internet Explorer ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE: Vergewissern Sie sich, dass Sie die LZX-Datei erfolgreich herunterladen können. Dadurch ist sichergestellt, dass das Offlineadressbuch vom Server erfolgreich generiert wurde und Sie über Berechtigungen zum Herunterladen der Datei verfügen.
  • Stellen Sie sicher, dass die globale Adressliste (GAL) aktuell ist.

    Stellen Sie sicher, dass alle Änderungen in der GAL mithilfe von Outlook Web App angezeigt werden. Wenn die Änderungen nicht in der GAL vorhanden sind, werden sie nicht in das Outlook-Offlineadressbuch (OAB) repliziert. Wenn Sie Änderungen an lokalen Active Directory-Domänendiensten vornehmen, und das Verzeichnissynchronisierungstool diese Änderungen nicht richtig synchronisiert, finden Sie im folgenden Artikel weitere Informationen zur Problembehandlung:

  • Stellen Sie sicher, dass Office Outlook für die Verwendung des Exchange-Cache-Modus konfiguriert ist. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
    1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
      • Wenn Sie Outlook 2007 ausführen, klicken Sie auf Extras und dann auf Kontoeinstellungen.
      • Wenn Sie Outlook 2010 ausführen, klicken Sie im Office-Menüband auf Datei, klicken Sie auf Kontoeinstellungen, und klicken Sie dann auf Kontoeinstellungen.
    2. Wählen Sie im Dialogfeld E-Mail-Einstellungen das gewünschte Konto aus, und klicken Sie dann auf Ändern.
    3. Vergewissern Sie sich im Dialogfeld Microsoft Exchange-Einstellungen, dass die Option Exchange-Cache-Modus verwenden ausgewählt ist.
  • Wenn das Problem nach dem Ausführen dieser Schritte noch immer auftritt, versuchen Sie, das Outlook-Profil neu zu erstellen. Wenn das vorhandene Outlook-Profil beschädigt wurde, kann diese Beschädigung die Ursache des Problems sein. Die Beschädigung kann entstanden sein, als der Outlook-Client plötzlich nicht mehr reagierte.
Eigenschaften

Artikelnummer: 2429946 – Letzte Überarbeitung: 21.07.2011 – Revision: 1

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