Die Leistung von Outlook in der Office 365-Umgebung ist schlecht

Dieser Artikel behandelt die Betaversion eines Microsoft-Produkts. Die Informationen in diesem Artikel sind ohne Gewähr und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern.

Problembeschreibung

Wenn Sie versuchen, Microsoft Outlook zusammen mit Microsoft Office 365 zu verwenden, können die folgenden Probleme auftreten:
  • Outlook reagiert beim Versuch, E-Mail-Nachrichten zu öffnen, nur langsam.
  • Wenn Sie eine E-Mail-Nachricht senden, verbleibt sie lange Zeit im Postausgang.
  • Outlook reagiert beim Versuch, eine Anlage einzufügen, nur langsam. Häufig wird die folgende Warnmeldung angezeigt:
    Outlook ruft Informationen vom Server ab.

Ursache

Dieses Problem kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Sie müssen das Problem behandeln, um seine Ursache zu ermitteln.

Lösung

Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756 Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows

Gehen Sie folgendermaßen vor, um dieses Problem zu beheben:
  1. Stellen Sie fest, ob das Problem für Ihre Umgebung spezifisch ist. Wenden Sie sich an den technischen Support von Microsoft Online Services, um in Erfahrung zu bringen, ob ein Microsoft Online Services-Serverproblem vorliegt und andere Kunden ggf. das gleiche Problem haben.
  2. Vergewissern Sie sich, dass keine Netzwerk- oder lokalen Probleme vorliegen, die Ursache für dieses Verhalten sein könnten. Ermitteln Sie, ob das gleiche Problem bei anderen Benutzern im gleichen lokalen Netzwerk aufgetreten ist. Durch diese Maßnahmen können Sie das Problem ggf. isolieren und feststellen, ob das Problem für die Umgebung spezifisch ist, z. B. für das Netzwerk, eine Firewall oder einen Internetdienstanbieter.
  3. Stellen Sie sicher, dass Sie am Microsoft Online-Portal (MOP) angemeldet sind, und klicken Sie dann auf Desktopanwendungen neu konfigurieren.
  4. Vergewissern Sie sich, dass Sie das Offlineadressbuch (OAB) herunterladen können. Gehen Sie zu diesem Zweck folgendermaßen vor:
    1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
      • Wenn Sie Outlook 2007 ausführen, klicken Sie auf im Menü Extras auf Übermittlungseinstellungen, und klicken Sie dann auf Adressbuch herunterladen.
      • Wenn Sie Outlook 2010 ausführen, klicken Sie im Office-Menüband auf Senden/Empfangen, klicken Sie unter der Gruppe Senden/Empfangen auf Senden-Empfangen-Gruppen, und klicken Sie dann auf Adressbuch herunterladen.
    2. Stellen Sie im Bereich Adressbuch auswählen sicher, dass \onsite AL als Option aufgelistet wird.
  5. Stellen Sie fest, ob Outlook einen globalen Microsoft-Onlinekatalogserver (GC) für Suchvorgänge in der globalen Onlineadressliste verwendet. Wenn Outlook nicht auf das Offlineadressbuch (OAB) zugreifen kann, wird standardmäßig die globale Onlineadressliste verwendet. Wenn Sie ermitteln möchten, ob dies die Ursache des Problems ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die globale Adressliste (GAL), und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Wenn der FQDN eines Servers aufgelistet wird, verwendet Outlook die globale Onlineadressliste. Wenn der Pfad der OAB-Datei auf dem Computer aufgelistet wird, verwendet Outlook das OAB, und die Langsamkeit von Outlook wird nicht durch OAB-Probleme verursacht. Wenn Outlook das Onlineadressbuch verwendet, beheben Sie das Problem, indem Sie die im folgenden Artikel der Knowledge Base beschriebenen Schritte ausführen:

    2429946: Problembehandlung des Outlook-Offlineadressbuchs in einer Office 365-Umgebung

    Die Schritte in diesem Artikel dienen als Grundlage, um sicherzustellen, dass der Client das richtige OAB herunterlädt.
  6. Stellen Sie sicher, dass der Exchange-Cache-Modus verwendet wird.
  7. Stellen Sie sicher, dass die aktuellsten Office-Updates und Service Packs auf dem Computer installiert sind.
  8. Deaktivieren Sie Kopfzeilen in Outlook. Gehen Sie zu diesem Zweck folgendermaßen vor:
    1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
      • Wenn Sie Outlook 2007 ausführen, klicken Sie im Menü Datei auf Exchange-Cache-Modus.
      • Wenn Sie Outlook 2010 ausführen, klicken Sie im Office-Menüband auf Senden/Empfangen, und klicken Sie dann unter der Gruppe Einstellungen auf Downloadeinstellungen.
    2. Wählen Sie die folgenden Optionen aus:
      • Kopfzeilen zuerst herunterladen
      • Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen
  9. Deaktivieren Sie Outlook-Add-Ins. Eines der in Outlook verwendeten Add-Ins ist ggf. der Grund, warum Outlook nur langsam reagiert. Klicken Sie zum Deaktivieren von Add-Ins in Outlook im Menü Extras auf Vertrauensstellungscenter, und klicken Sie dann auf Add-Ins. Deaktivieren oder entfernen Sie die betreffenden Add-Ins.
  10. Deaktivieren Sie in Microsoft Lync 2010 die Integration in Outlook. Öffnen Sie zu diesem Zweck Lync 2010, klicken Sie auf das Zahnradsymbol, klicken Sie im Menü Extras auf Persönliche Angaben, und deaktivieren Sie dann im Bereich Personal Information Manager die entsprechenden Kontrollkästchen, um die Integration zu deaktivieren. Starten Sie Outlook und Lync 2010 neu.
  11. Überprüfen Sie den Benachrichtigungsbereich auf der rechten Seite der Taskleiste, und ermitteln Sie, ob E-Mail-Scanner auf dem lokalen Computer ausgeführt werden. Deaktivieren Sie diese Funktionen, um festzustellen, ob die Leistung auf diese Weise verbessert wird. Zeigen Sie außerdem Dienste an, und ermitteln Sie, ob entsprechende Dienste auf dem lokalen Computer ausgeführt werden. Beenden oder deaktivieren Sie alle Dienste, die Outlook ggf. scannen.
  12. Ermitteln Sie die Größe des Postfachs. Dieses Problem kann auftreten, wenn die Offlineordnerdatei (OST-Datei) mindestens 4 GB groß ist. Dieses Problem kann ggf. aufgrund einer potenziell größeren Anzahl von Schreibvorgängen auf dem Laufwerk auftreten, wenn die PST-Datei 4 GB groß oder größer ist. Wenn das Postfach groß ist, können Sie das Update und die Problemumgehungen in Betracht ziehen, die im folgenden Artikel der Knowledge Base beschrieben werden:
    932086: In Outlook 2007 treten beim Arbeiten mit Elementen in einer großen PST- oder OST-Datei u. U. Leistungsprobleme auf
  13. Ermitteln Sie die Anzahl der Elemente im Outlook-Postfach. Die Ordner des kritischen Wegs sollten maximal 2.500 bis 5.000 Nachrichten enthalten. Die Ordner des kritischen Wegs sind die Ordner Kalender, Kontakte, Posteingang und Gesendete Elemente. Im Idealfall sollten die Ordner Posteingang, Kontakte und Kalender höchstens 1.000 Elemente aufweisen.
  14. Ermitteln Sie, ob ein Suchprogramm wie z. B. Google Desktop aktiv und für die Indizierung oder das Durchsuchen des Postfachs konfiguriert ist. Wenn dies der Fall ist, deaktivieren Sie das Programm, und untersuchen Sie dann, ob diese Maßnahme die Leistung verbessert hat.
  15. Melden Sie sich bei Microsoft Outlook Web App an, und untersuchen Sie dann, ob das gleiche Problem auftritt. Wenn das gleiche Problem in Outlook Web App nicht auftritt, ist das Problem für Outlook spezifisch. Starten Sie Outlook, und reproduzieren Sie das Problem dann. Wenn das Problem auftritt, verwenden Sie den Netzwerkmonitor (Netmon.exe), um die Netzwerkaktivitäten zu erfassen. Dieser Vorgang kann Sie bei der Identifizierung unterstützen, ob und wo Pakete bei der Client-/Serverkommunikation verloren gehen.
  16. Beenden Sie Outlook, und starten Sie Outlook dann im abgesicherten Modus (outlook.exe /safe). Untersuchen Sie, ob sich die Leistung verbessert.
  17. Ermitteln Sie, ob für Outlook spezifische Gruppenrichtlinien verwendet werden, die mittels Push an die Benutzer übermittelt werden, bei denen das Problem auftritt. Wenn dies der Fall ist, stellen Sie fest, ob Sie das Problem auf einem Computer reproduzieren können, der nicht für den Empfang dieser Gruppenrichtlinieneinstellung konfiguriert ist.
  18. Entfernen Sie Outlook, und installieren Sie die Anwendung dann neu.
  19. Wenn dem Office 365-Postfach des Benutzers ein weiteres Postfach hinzugefügt wird (z. B. ein freigegebenes oder ein Ressourcenpostfach), reagiert Outlook bei einem Verbindungsversuch mit dem anderen Postfach ggf. langsam. Standardmäßig ist dies eine Onlineverbindung mit den Exchange Online-Servern. Speichern Sie das zusätzliche Postfach zwischen, um die Leistung zu verbessern. Gehen Sie zu diesem Zweck folgendermaßen vor:
    1. Starten Sie den Registrierungs-Editor. Klicken Sie hierzu auf Start, dann auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
    2. Erweitern Sie den folgenden Registrierungsunterschlüssel:
      • Erweitern Sie in Outlook 2007 den folgenden Schlüssel:
        HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\12.0\Outlook
      • Erweitern Sie in Outlook 2010 den folgenden Schlüssel:
        HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\14.0\Outlook
    3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Outlook, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Schlüssel.
    4. Geben Sie Cache-Modus ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE, um den Namen des neuen Schlüssels festzulegen.
    5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Cache-Modus, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf DWORD-Wert.
    6. Geben Sie CacheOthersMail ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE, um den Namen des neuen Werts festzulegen.
    7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf CacheOthersMail, und klicken Sie dann auf Ändern.
    8. Geben Sie in das Feld Wert den Wert 00000001 ein, und klicken Sie dann auf OK.
    9. Beenden Sie den Registrierungs-Editor, und starten Sie dann Outlook.
    10. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
      • Wenn Sie Outlook 2007 ausführen, klicken Sie im Menü Extras auf Kontoeinstellungen.
      • Wenn Sie Outlook 2010 ausführen, klicken Sie im Office-Menüband auf die Registerkarte Datei, klicken Sie auf Kontoeinstellungen, und klicken Sie dann auf Kontoeinstellungen.
    11. Klicken Sie auf das Exchange Server-Konto und dann auf Ändern.
    12. Klicken Sie auf Weitere Einstellungen.
    13. Deaktivieren Sie auf der Registerkarte Erweitert das Kontrollkästchen Freigegebene Ordner herunterladen (E-Mail-Ordner werden ausgeschlossen).
    14. Klicken Sie auf OK, klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen.
  20. Defragmentieren Sie die OST-Datei. Wenn Sie Ausführung im Cache-Modus erfolgt, kann die Clientleistung ein Problem darstellen. Sie sollten die OST-Dateien (den lokalen Datencache) fragmentfrei halten. Verwenden Sie zu diesem Zweck das Contig-Tool, das auf der folgenden Microsoft-Website verfügbar ist:
Eigenschaften

Artikelnummer: 2441551 – Letzte Überarbeitung: 17.01.2011 – Revision: 1

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