Bewährte Verfahren für die NTFS-Komprimierung in Windows

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
251186 Best practices for NTFS compression in Windows

Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die Performance bei der Komprimierung von Dateien und Ordnern in Windows 2000 and Windows NT 4.0.

Weitere Informationen

Die NTFS-Komprimierung kann zwar Festplattenspeicherplatz einsparen, jedoch kann sich die Komprimierung von Daten auch nachteilig auf die Performance auswirken. Die NTFS-Komprimierung besitzt die folgenden Performancemerkmale. Wenn Sie eine komprimierte NTFS-Datei in einen anderen Ordner kopieren oder verschieben, wird die Datei von NTFS dekomprimiert, an den neuen Standort kopiert oder verschoben und dann erneut komprimiert. Dies geschieht auch dann, wenn die Datei in einen anderen Ordner auf demselben Computer kopiert oder verschoben wird. Bei Netzwerkübertragungen werden komprimierte Dateien dekomprimiert, daher spart die NTFS-Komprimierung keine Netzwerkbandbreite ein.

Da die NTFS-Komprimierung sehr prozessorintensiv ist, sind die Performancekosten deutlicher auf Servern spürbar, die oftmals prozessorgebunden sind. Server mit hoher Last und erheblichem Volumen an Schreibzugriffen sind schlechte Kandidaten für die Dateikomprimierung, während die Verschlechterung der Performance bei schreibgeschützten Servern, Servern, auf denen vorwiegend Lesezugriffe stattfinden, oder Servern mit geringer Last möglicherweise unerheblich ist.

Programme, die mit der Transaktionsprotokollierung arbeiten und ständig in eine Datenbank oder in ein Protokoll schreiben, sollten ihre Dateien nicht auf einem komprimierten Volume speichern. Wenn ein Programm Daten über zugeordnete Abschnitte in einer komprimierten Datei ändert, kann es schneller fehlerhafte Seiten erzeugen, als das zugeordnete Schreibprogramm schreiben kann. Wegen dieses Problems funktionieren Programme wie z. B. Microsoft Message Queue (MSMQ) mit NTFS-Komprimierung nicht.

Microsoft empfiehlt, Benutzer-Basisordner und zwischengespeicherte Profile nicht auf ein Volume mit NTFS-Komprimierung zu stellen, da hier eine große Anzahl von Lese- und Schreibzugriffen stattfindet. Einzelne Benutzer können eventuell weiterhin die Komprimierung für ihre Ordner aktivieren, jedoch ist die Anzahl der komprimierten Dateien und Ordnern kleiner. Auf Servern mit komprimierten Datenträgern sollten Sie durch eine sorgfältige Performanceüberwachung feststellen, ob die CPU ausreichend Kapazität für die ausgeführten Komprimierungs- und Dekomprimierungsvorgänge besitzt.

Weitere Informationen finden Sie unter "File and Folder Compression" (Komprimierung von Dateien und Ordnern) und "Compression Performance" (Performance bei der Komprimierung) im Microsoft Windows 2000 Resource Kit.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
Eigenschaften

Artikelnummer: 251186 – Letzte Überarbeitung: 10.01.2017 – Revision: 1

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