Häufig gestellte Fragen zu SQL Server 2000-Servern

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
260418 Frequently asked questions - SQL Server 2000 - Server

Zusammenfassung

Dieser Artikel behandelt die meisten häufig gestellten Fragen zu Servern mit Microsoft SQL Server 2000, Version 8.0.

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Fragen und Antworten

  1. F: Was ist der Unterschied zwischen DBCC INDEXDEFRAG und DBCC DBREINDEX?

    A: Im Gegensatz zu DBCC DBREINDEX oder anderen allgemeinen Indexerstellungen, ist DBCC INDEXDEFRAG eine Onlineoperation, so dass keine langfristigen Sperrungen erfolgen, die laufende Abfragen oder Aktualisierungen blockieren könnten. In Abhängigkeit von dem Grad der Fragmentierung kann DBCC INDEXDEFRAG erheblich schneller sein als das Ausführen von DBCC DBREINDEX. Dies liegt daran, dass ein relativ schwach fragmentierter Index wesentlich schneller defragmentiert als ein neuer Index erstellt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Index bei DBCC INDEXDEFRAG immer verfügbar ist, was bei DBREINDEX nicht der Fall ist. Beachten Sie jedoch, dass ein hoher Fragmentierungsgrad zur Folge haben kann, dass das Ausführen von DBCC INDEXDEFRAG erheblich mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Ausführung von DBCC DBREINDEX, was die Vorzüge der Onlinefähigkeiten des Befehls wieder zunichte machen kann. Außerdem hilft DBCC INDEXDEFRAG nicht, wenn sich zwei Indizes auf dem Datenträger überlappen, da INDEXDEFRAG die Seiten verschiebt. Um das Clustering von Seiten zu verbessern, erstellen Sie den Index neu.
  2. F: Wenn ich eine Tabelle erstelle, wird die folgende Fehlermeldung des Typs 2714 angezeigt:

    Achtung: "%.*ls"-Tabelle wurde erstellt, maximale Zeilenlänge (%d) übersteigt jedoch die maximale Byteanzahl pro Zeile (8060). INSERT oder UPDATE führt für eine Zeile in dieser Tabelle zu einem Fehler, wenn die entstehende Zeilenlänge 8060 Byte übersteigt.
    Die Erstellung der Tabelle ist erfolgreich und Daten können problemlos eingefügt werden. Welche Bedeutung hat diese Fehlermeldung?

    A: Diese Fehlermeldung weist darauf hin, dass sich in Ihrer Tabelle Spalten mit variabler Länge befinden (wie zum Beispiel "nvarchar" oder "varbinary") und dass die Gesamtlänge aller Spalten zusammen mehr als 8060 Byte beträgt. Sie können aber immer noch Zeilen in die Tabelle einfügen, sofern die Gesamtlänge der Daten in den einzelnen Zeilen nicht über 8060 Byte liegt. Ist dies doch der Fall, schlägt der Einfügevorgang fehl, und es wird die folgende Fehlermeldung angezeigt:
    Server: Meldung 511, Ebene 16, Status 1, Zeile 5
    Eine Zeile der Größe <Zeilenlänge> kann nicht erstellt werden, da sie länger als das zulässige Maximum von 8060 wäre.
    Die Anweisung wurde beendet.
  3. F: Eine benutzerdefinierte Funktion gibt eine Tabelle zurück, die über das Schema an zwei Tabellen in meiner Datenbank gebunden ist. Gemäß der Dokumentation können keine Änderungen an den Tabellen, auf die verwiesen wird, durchgeführt werden, bevor die Option der Schemabindung entfernt wird. Ich kann in diesen referenzierten Tabellen jedoch Spalten hinzufügen oder löschen. Sollte in diesem Fall nicht eine Fehlermeldung angezeigt werden?

    A: Es wird keine Fehlermeldung angezeigt, wenn Sie Spalten ändern, auf die nicht von der Funktion verwiesen wird. Sie können keine Spalten einer Tabelle löschen oder ändern, die an der Schemabindung beteiligt sind. Sie können jedoch andere Spalten ändern, bei denen dies nicht der Fall ist. Lassen Sie uns beispielsweise davon ausgehen, dass Sie eine schematisch gebundene Tabelle haben, nämlich Tabelle 1 mit den fünf Spalten c1, c2, c3, c4 und c5. Verweist die Funktion nur auf die Spalten c1 und c3, können auch nur diese Spalten c1 und c3 nicht geändert werden. Die Spalten c2, c4 und c5 können bei Bedarf geändert werden.
  4. F: Wie kann ich für die Datenbank den Einzelbenutzermodus festlegen und den Zugriff auf die DBO-Benutzung beschränken?

    A: In SQL Server 2000 kann sich eine Datenbank nicht im Einzelbenutzermodus mit Beschränkung auf die DBO-Benutzung befinden. Wenn Sie den Befehl ALTER DATABASE verwenden, stehen Ihnen jedoch die folgenden Alternativen zur Verfügung:
    • ALTER DATABASE database SET SINGLE_USER.

      Durch diesen Befehl wird der Zugriff auf die Datenbank auf einen Benutzer beschränkt.
    • ALTER DATABASE database SET RESTRICTED_USER.

      Durch diesen Befehl wird der Zugriff auf die Datenbank auf die Mitglieder der Funktionen "db_owner", "dbcreator" oder "sysadmin" beschränkt.
    • ALTER DATABASE database SET MULTI_USER.

      Durch diesen Befehl werden die Zugriffsbeschränkungen für die Datenbank wieder auf den Normalzustand zurückgesetzt.
  5. F: Kann ich auf einem Computer mehrere Instanzen von SQL Server 2000 gleichzeitig ausführen?

    A: Ja. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Mehrere Instanzen von SQL Server" (Multiple Instances of SQL Server) in der SQL Server-Onlinedokumentation.
  6. F: Werden DB-Library-Anwendungen auch in SQL Server 2000 noch unterstützt?

    A: Ja. DB-Library wurde jedoch für SQL Server 2000 nicht erweitert. DB-Library wird mit denselben Funktionen und Merkmalen ausgeliefert, die bereits in der DB-Library für Microsoft SQL Server 7.0 enthalten waren. Das bedeutet, dass eine DB-Library-Anwendung nur mit einer standardmäßigen Instanz von SQL Server 2000 verbunden werden kann, nicht jedoch mit einer benannten Instanz. Außerdem könnte eine solche Anwendung keine der neuen Funktionen in SQL Server 7.0 und höher verwenden.
  7. F: Muss ich die Mehrfachprotokoll-Netzwerkbibliothek einsetzen, um die Verschlüsselung zu aktivieren?

    A: Nein. Microsoft SQL Server 2000 kann Secure Sockets Layer (SSL) einsetzen, um alle Daten zu verschlüsseln, die zwischen einem Anwendungscomputer und einer SQL Server-Instanz auf einem Datenbankcomputer übertragen werden. Die SSL-Verschlüsselung erfolgt innerhalb der Super Socket-Netzwerkbibliothek ("Dbnetlib.dll" und "Ssnetlib.dll") und gilt für alle Computer verbindenden Protokolle, die von SQL Server 2000 unterstützt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Netzwerkbibliothekverschlüsselung" (Net-Library Encryption) in der SQL Server-Onlinedokumentation.
  8. F: Warum funktioniert meine SQL-Anweisung außerhalb einer benutzerdefinierten Funktion korrekt, innerhalb jedoch nicht?

    A: Sie haben wahrscheinlich eine Anweisung mit Nebeneffekten in den BEGIN-END-Block aufgenommen, was in benutzerdefinierten Funktionen nicht zulässig ist. Als Nebeneffekte einer Funktion gelten alle permanenten Änderungen am Status einer Ressource, die auch außerhalb einer Funktion wirkt. Änderungen dürfen nur an lokalen Objekten, wie zum Beispiel lokalen Cursorn oder Variablen, durchgeführt werden. Folgende Aktionen dürfen in einer Funktion beispielsweise nicht durchgeführt werden: Änderungen an Datenbanktabellen, Operationen in Bezug auf Cursor, die nicht die lokalen Cursor der Funktion sind, Versenden von E-Mails, Änderungen von Katalogen und Erzeugen einer Ergebnismenge, die an den Benutzer zurückgegeben wird.
  9. F: Wie kann ich eine benannte Instanz in einer Abfrage bei einem verknüpften Server qualifizieren?

    A: Sie müssen den Namen des Servers, der mit mehreren Instanzen verknüpft ist, in der vierteiligen Abfrage in eckige Klammern setzen. Beispiel:

    SELECT * FROM [myServer\sql80].northwind.dbo.customers
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Artikelnummer: 260418 – Letzte Überarbeitung: 26.04.2005 – Revision: 1

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