Datenschutz: Personenbezogene Webeinträge mit Bing ermitteln

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Dies ist ein

Schritt-für- Schritt -Artikel.



Problembeschreibung

Ich möchte mich online bei einem großen Unternehmen bewerben. Nun habe ich gehört, dass viele Personalchefs im Internet nach persönlichen Informationen suchen. Wie erfahre ich, welche Informationen über mich im Web gespeichert sind?

Lösung

Mein Image im Internet – Das sollten Sie wissen

Jeder, der das Internet täglich nutzt, hinterlässt unzählige Spuren – nicht nur auf der eigenen Festplatte, sondern auch im Cyberspace auf den unzähligen Webservern, die der Anwender mit seinem Browser ansteuert.

Viele User stellen sich freiwillig eine persönliche Online-Visitenkarte aus, indem sie beispielsweise einen eigenen Internet-Blog pflegen oder eine private Homepage betreiben. Diese Informationen sind selbstverständlich offen zugänglich und lassen sich schnell über Suchmaschinen wie Bing abrufen. Weitere persönliche Daten sind ebenfalls im Web frei verfügbar, ohne dass der jeweilige Anwender davon immer Kenntnis hat.

Deutschlandweit engagieren sich weit über 20 Millionen Anwender in Sozialen Netzen wie Facebook, wo sie meist unter ihrem vollständigen Namen Mitteilungen und Fotos veröffentlichen. Auch diese Einträge lassen sich von anderen schnell im Web auffinden – selbst wenn der Suchende gar nicht bei dem Netzwerk angemeldet ist.

Zudem gibt es zu fast jedem Internetanwender auch zahlreiche versteckte Einträge, beispielsweise Diskussions-Forenbeiträge, die er selbst vor Jahren im Web veröffentlicht, längst aber wieder vergessen hat. Last but not least kursieren im Web auch Meinungen, Berichte und Fotos von Dritten, die ohne Zustimmung und Wissen veröffentlicht wurden.

Falls auch Sie sich über Ihr Image im Web Gedanken machen, weil Sie sich beispielsweise online bewerben möchten und davon ausgehen, dass die Personalabteilung des Unternehmens im Web recherchiert, sollten Sie vorher selbst prüfen, welche Informationen zu Ihrer Person auffindbar sind und unvorteilhafte Einträge gegebenenfalls löschen oder löschen lassen. 



Personenbezogene Daten mit Bing ermitteln – einfache Suche 

Zunächst sollten Sie feststellen, welche Webeinträge unter Ihrem Namen zu finden sind. Vornweg sei aber gesagt, dass die Zahl der Treffer von der Suchmaschine, der Suchstrategie und natürlich auch von Ihrem Namen abhängt. Wenn Sie beispielsweise nach „Thomas Müller“ suchen, werden Sie eine lange Liste mit Treffern erhalten – nicht zuletzt, weil auch ein prominenter Fußballer diesen Namen trägt, zu dem es sehr viele Webverweise gibt. Ist Ihr Name dagegen einzigartig oder selten, ist die Zahl der Treffer geringer und die Gültigkeit sehr viel besser. 

1. Öffnen Sie Bing unter der Webadresse www.bing.de





2. Geben Sie im Suchfeld Ihren kompletten Namen ein, also beispielsweise Max Mustermann. Zunächst benutzen Sie keine einschränkenden Parameter.





3. Drücken Sie dann die [Enter]-Taste, oder klicken Sie auf die Schaltfläche für Suchen.






4. Begutachten Sie nun die Trefferliste. Diese ist nach Relevanz sortiert. Das heißt, die wichtigsten Treffer beziehungsweise die populärsten Seiten mit dem Suchbegriff stehen oben. Im rechten oberen Bereich finden Sie die Gesamtzahl der Treffer. Wenn diese Zahl mit weniger als 10 zu klein oder mit mehr als 2000 viel zu groß ist, sollten Sie die Suchparamater ändern.






5. Um die Zahl der Treffer zu erhöhen, geben Sie nur den Nachnamen als Suchbegriff ein. Unter Umständen erhalten Sie dann aber auch eine große Zahl an irrelevanten Treffern, was die Orientierung erschwert.





6. Um die Suche hingegen sinnvoll einzuschränken, genügt es zunächst, Vor- und Zunamen in Anführungszeichen zu setzen. Etwa „Max Mustermann“. Dadurch werden nur noch Webseiten gefunden, in denen der Vor- und Nachname auch zusammen im Text auftauchen und beiden Begriffe nicht möglicherweise in unterschiedlichen Absätzen vorkommen. Vorteil: Die Relevanz der Treffer ist sehr hoch. Nachteil: Unter Umständen fallen andere Seiten aus der Liste, wenn beispielsweise der Vorname abgekürzt, falsch geschrieben oder gar nicht genannt wurde.







Erweiterte Suche nutzen

Ist die Zahl der Treffer weiterhin sehr hoch, können Sie anhand der bereits vorhandenen Liste die Treffer nach weiteren Kriterien filtern.


1. Klicken Sie im oberen Bereich auf den Eintrag Erweitert.





2. Im folgenden Eingabefeld fügen Sie einen oder mehrere Begriffe hinzu, die vermutlich auf den entsprechenden Webseiten vorkommen, die Sie finden möchten. Beispielsweise nennen Sie Ihren Wohnort oder Ihren Sportverein.





3. Klicken Sie dann auf den Pfeil neben Alle diese Begriffe, um das Auswahlfeld zu öffnen. Indem Sie die Voreinstellung Alle diese Begriffe belassen, werden nur noch Webseiten gelistet, die sämtliche Begriffe beinhalten. Wenn Sie sich stattdessen für Einen dieser Begriffe entscheiden, erhalten Sie alle Treffer zu Webseiten, in denen auch nur einer dieser Begriffe zusätzlich zu Ihrem Namen auftauchen. Und über Keinen dieser Begriffe können Sie bestimmen, dass nur Webseiten gelistet werden, in denen diese Suchbegriffe nicht vorkommen. Das ist sinnvoll, wenn zu Ihrem Namen beispielsweise rein zufällig sehr viele Sportergebnisse eines bestimmten Vereins gelistet werden, weil einer Ihrer Namensvetter dort sehr aktiv ist.






4. Klicken Sie dann auf Der Suche hinzufügen.





5. Unterhalb von Alle Ergebnisse erhalten Sie nun die neue, verkürzte Trefferliste.

Informationsquellen

Weitere nützliche Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:





2617592

Datenschutz: Weitere Tipps für die Personensuche mit Bing
2617613

Datenschutz: Personenbezogene Daten im Web löschen (lassen)
2622848

Datenschutz: Fotos sicher freigeben mit Windows Live SkyDrive
2622870

Datenschutz: Sicheres Surfen mit dem Internet Explorer 9
2622890

Datenschutz: Unerwünschte Werbung und Newsletter aussortieren

Eigenschaften

Artikelnummer: 2617580 – Letzte Überarbeitung: 27.09.2011 – Revision: 1

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