Verbesserungen des Clientprotokolls für SMTP authentifizierte Übermittlung

Gilt für: Exchange Online

Zusammenfassung


In diesem Artikel werden Verbesserungen beschrieben, die am Client-Protokoll für SMTP authentifizierte Übermittlung vorgenommen werden, die ab dem 1. September 2018 eingeführt werden.

Dieses Protokoll wird von Anwendungen, Diensten und Geräten zum automatischen Senden von E-Mail-Nachrichten verwendet.

Änderungen werden umgesetzt


Nachrichten, die im Ordner „Gesendete Objekte“ gespeichert sind

E-Mail-Nachrichten, die versendet wurden, werden im Ordner „Gesendete Objekte“ des verwendeten Postfachs gespeichert. Durch dieses Verhalten kann der Benutzer bestimmen, welche E-Mail-Nachrichten von einem Multifunktionsgerät gesendet werden und die Problembehandlung wird vereinfacht.

Hinweis Beachten Sie, dass der Ordner „Gesendete Objekte“ zur Postfachgröße beiträgt. Wenn das Postfach voll ist, wird das Senden von E-Mail-Nachrichten blockiert. Bei einem Postfach, das eine große Anzahl von E-Mail-Nachrichten sendet, sollte die Aufbewahrungsrichtlinie für den Ordner „Gesendete Objekte“ so festgelegt werden, dass der Ordner geleert wird, bevor das Postfach voll wird.

Je nach der Anwendung oder dem Gerät, welches E-Mail-Nachrichten sendet, tritt möglicherweise einer der folgenden Fehler auf, wenn das Postfach voll wird:


Neues Einschränkungslimit für gleichzeitige Verbindungen, die Nachrichten übermitteln.

Der Dienst hat verschiedene Grenzen, um Missbrauch zu verhindern und eine faire Nutzung sicherzustellen. Ein zusätzliches Limit wird hinzugefügt. Unter dem neuen Limit können bis zu drei gleichzeitige Verbindungen E-Mail-Nachrichten zu selben Zeit senden. Wenn eine Anwendung versucht, mehr als drei Nachrichten gleichzeitig zu senden, indem sie mehrere Verbindungen verwendet, erhält jede Verbindung die folgende Fehlermeldung:


Zusätzliche Drosselgrenzen für das SMTP-Authentifizierungsprotokoll sind:

  • 30 Nachrichten pro Minute
  • Maximale Empfängerrate von 10.000 Empfängern pro Tag

Wenn diese Grenzwerte überschritten werden, wird der folgende Fehler verursacht:


Diese Änderung für gleichzeitige Verbindungen schützt den Dienst besser vor großen Mengen von E-Mail-Nachrichten, die von automatisierten Systemen innerhalb kurzer Zeit gesendet werden. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf die meisten SMTP-authentifizierten Submission-Benutzer, die nur von einem E-Mail-Client oder Multifunktionsgerät für ein bestimmtes Postfach senden.

Falls eine Anwendung oder ein Gerät gedrosselt wird, sollte die Anwendung oder das Gerät so konzipiert sein, dass sie/es erneut versucht, Nachrichten zu senden, um sicherzustellen, dass die Nachrichten gesendet werden. Diese Änderung führt nur zu einer geringen Verzögerung für alle Nachrichten, die gedrosselt werden.

Wenn Sie diese Änderung nicht akzeptieren können, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Verwenden Sie ein anderes Postfach für jede Anwendung oder jedes Gerät.
  • Wenn eine Anwendung Nachrichten wie Newsletter sendet, kann die Batchverarbeitung verwendet werden. Sie können Nachrichten jedoch statt an einzelne Empfänger an eine Verteilerliste senden, da dies wesentlich effizienter ist und eine Drosselung vermieden wird.
  • Wenn die Zeitwahl sehr wichtig ist (zum Beispiel für ein Warn-System, das mehrere Warnungen gleichzeitig generiert), kann in Extremfällen die Verwendung eines E-Mail-Zustelldienstes eines Drittanbieters erforderlich sein.

Neues Verhalten beim Übermitteln von Nachrichten


Diese Änderungen des Protokolls führen dazu, dass Nachrichten über unseren Dienst eine neue Route annehmen. Daher kann es zu geringfügigen Änderungen des Übermittlungsverhaltens kommen, da einige Drucker und Geräte Nachrichten senden, die nicht vollständig dem Industriestandard für E-Mail, RFC 5322, entsprechen.

Das Übermittlungsverhalten kann sich beispielsweise ändern, wenn die Antwort- oder E-Mail-Adresse nicht in spitze Klammern ("<" and ">") eingeschlossen ist oder wenn der Anzeigename des Absenders ein ungültiges Zeichen enthält, zum Beispiel das „at“-Zeichen (@), welches nicht in Anführungszeichen gesetzt ist. Drucker oder Geräte, die den RFC-Standard nicht vollständig erfüllen, können zu Sendefehlern führen.

Dies kann häufig behoben werden, indem die Einstellungen auf dem Gerät oder Drucker aktualisiert werden, indem spitze Klammern ("<" and ">") um die Antwort- oder E-Mail-Adresse hinzugefügt werden.

Außerdem können Nachrichten beim Empfänger mit einem anderen Anzeigenamen ankommen, als vor der Änderung. Nachrichten, die mithilfe des Protokolls für SMTP authentifizierte Übermittlung gesendet werden, verhalten sich jetzt wie andere Übermittlungsprotokolle in Office 365, beispielsweise das Protokoll, welches verwendet wird, wenn E-Mails mithilfe von Outlook im Internet gesendet werden. Als Ergebnis wird der Office 365-Anzeigename des Absenders jetzt als Teil der Von-Adresse angezeigt.

Um den Anzeigenamen des Absenders für die Empfänger der Nachricht zu ändern, können Sie in der Einstellung für den Anzeigenamen in der Mailbox des Absenders den gewünschten Anzeigenamen ändern.

Verweis


Sie finden weitere Informationen zu dieser Änderung im folgenden Artikel des Microsoft Exchange-Teamblogs: 

Änderungen kommen für das Protokoll für SMTP authentifizierte Übermittlung