MS-DOS Config.sys Befehle unter Windows 98


Zusammenfassung


Microsoft Windows 98 Informationsdatei für
              MS-DOS Config.sys-Befehle
April 1998
(c) Copyright Microsoft Corporation, 1998

Dieses Dokument bietet zusätzliche oder neueste Informationen als Nachtrag zur Dokumentation zu Microsoft Windows 98.

So verwenden Sie dieses Dokument

Um die Datei Config.txt im Editor auf dem Bildschirm anzuzeigen, maximieren Sie das Editorfenster. Um Config.txt zu drucken, öffnen Sie die Datei im Editor oder in einem anderen Textverarbeitungsprogramm und klicken im Menü "Datei" auf "Drucken".

In Syntaxzeilen stellt Text in Kleinbuchstaben austauschbare Parameter dar. Text in Großbuchstaben muss genau so eingegeben werden, wie in der Syntax angegeben.

ANMERKUNG: Die Datei Msdosdrv.txt enthält weitere Hilfeinformationen zu MS-DOS-Befehlen. Darüber hinaus können Sie bei der Eingabeaufforderung den Namen des fraglichen Befehls und danach einen Schrägstrich und ein Fragezeichen eingeben (/?). Beispiel: CHKDSK /?

Wenn Sie die Windows 98-CD haben, stehen Ihnen weitere Informationen zu MS-DOS-Befehlen und -Syntax sowie Beispiele zur Verfügung. Laden Sie die MS-DOS 6-Hilfedatei, indem Sie den Ordner \Tools\Oldmsdos durchsuchen und dann auf Help.com klicken.

Inhalt:

ACCDATE

BREAK

BUFFERS/BUFFERSHIGH

DEVICE

DEVICEHIGH

DOS

DRIVPARM

FCBS/FCBSHIGH

FILES/FILESHIGH

INSTALL/INSTALLHIGH

LASTDRIVE/LASTDRIVEHIGH

NUMLOCK

REM

SET

SHELL

STACKS/STACKSHIGH

SWITCHES

ACCDATE

Dieser Befehl gibt für jede Festplatte an, ob das Datum des letzten Zugriffs auf die Dateien aufgezeichnet werden soll. Das Datum des letzten Zugriffs wird für alle Laufwerke deaktiviert, d.h. nicht gespeichert, wenn der Computer im abgesicherten Modus gestartet wird. Für Disketten wird es standardmäßig nicht gespeichert.

Syntax
   ACCDATE=laufwerk1+|- [laufwerk2+|-]...
Parameter
   laufwerk1, laufwerk2...
Gibt den Laufwerkbuchstaben an.
   +|-
Geben Sie ein Pluszeichen (+) an, wenn das Datum des letzten Zugriffs für die Dateien auf dem Laufwerk gespeichert werden soll. Geben Sie ein Minuszeichen (-) ein, wenn dieses Datum nicht aufgezeichnet werden soll.

BREAK

Dieser Befehl aktiviert bzw. deaktiviert die erweiterte Überwachung von STRG+C. Sie können diesen Befehl an der Eingabeaufforderung oder in der Datei Config.sys verwenden.

Sie können STRG+C drücken, um ein Programm oder eine Aktivität, z.B. das Sortieren von Dateien, abzubrechen. MS-DOS prüft auf STRG+C normalerweise nur während des Lesens von der Tastatur oder des Schreibens auf den Bildschirm oder auf einen Drucker. Wenn Sie BREAK auf ON setzen, erweitern Sie die Überwachung auf STRG+C auf andere Funktionen, z.B. auf Lese- und Schreibvorgänge auf Datenträgern.

Syntax
   BREAK [ON|OFF]
Um die aktuelle Einstellung für BREAK an der Eingabeaufforderung anzuzeigen, verwenden Sie folgende Syntax:
   BREAK
In der Datei Config.sys verwenden Sie diese Syntax:
   BREAK=ON|OFF
Parameter
   ON|OFF
Aktiviert bzw. deaktiviert die erweiterte Überwachung von STRG+C.

BUFFERS/BUFFERSHIGH

Dieser Befehl ordnet MS-DOS beim Systemstart Speicher für die angegebene Anzahl an Datenträgerpuffern zu. Mit dem Befehl BUFFERSHIGH laden Sie die Puffer in den oberen Speicherbereich. Sie können diese Befehle nur in der
Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   BUFFERS=n[,m]
BUFFERSHIGH=n[,m]
Parameter
   n
Gibt die Anzahl der Datenträgerpuffer an. Der Wert muss im Bereich von 1 bis 99 liegen. Der Standardwert ist 30.
   m
Gibt die Anzahl der Puffer im sekundären Puffercache an. Der Wert muss im Bereich von 0 bis 8 liegen. Der Standardwert ist 0 (keine sekundären Cachepuffer).

Wenn Sie für n oder m einen unzulässigen Wert eingeben, verwendet BUFFERS die Standardeinstellungen.

DEVICE

Dieser Befehl lädt den angegebenen Gerätetreiber in den Arbeitsspeicher. Sie können diesen Befehl nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   DEVICE=[laufwerk:][pfad]dateiname [dd-parameter]
Parameter
   [laufwerk:][pfad]dateiname
Gibt die Position und den Namen des Gerätetreibers an, der geladen werden soll.
   [dd-parameter]
Gibt Befehlszeileninformationen an, die der Gerätetreiber benötigt.

DEVICEHIGH

Mit diesem Befehl wird der angegebene Gerätetreiber in den oberen Speicherbereich geladen. Dadurch wird mehr konventioneller Speicher für andere Programme frei. Falls kein oberer Speicherbereich verfügbar ist, funktioniert der Befehl DEVICEHIGH wie der Befehl DEVICE.

Sie können diesen Befehl nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   DEVICEHIGH [laufwerk:][pfad]dateiname [dd-parameter]
Um die Speicherbereiche anzugeben, in die der Gerätetreiber geladen werden soll, verwenden Sie folgende Syntax:
   DEVICEHIGH [[/L:bereich1[,mingröße1][;bereich2[,mingröße2] [/S]]=[laufwerk:][pfad]dateiname [dd-parameter]
Parameter
   [laufwerk:][pfad]dateiname
Gibt die Position und den Namen des Gerätetreibers an, der in den oberen Speicherbereich geladen werden soll.
   dd-parameter
Gibt Befehlszeileninformationen an, die der Gerätetreiber benötigt.

Schalter
   /L:bereich1[,mingröße1][;bereich2[,mingröße2]...
Gibt einen oder mehrere Bereiche des Speichers an, in den bzw. die der Gerätetreiber geladen wird. MS-DOS lädt den Gerätetreiber standardmäßig in den größten freien UMB (Upper Memory Block, Block im oberen Speicher) und stellt alle anderen UMBs zur Verwendung durch den Treiber bereit. Verwenden Sie den Schalter /L, um den Gerätetreiber in einen bestimmten Bereich des Speichers zu laden oder um anzugeben, welchen Bereich bzw. welche Bereiche der Treiber verwenden kann. Wenn der Treiber in den größten Block in einem bestimmten Bereich des oberen Speicherbereichs geladen werden soll, geben Sie nach dem Schalter /L die Nummer des Bereichs an. Um den Treiber beispielsweise in den größten freien Block in Bereich 4 zu laden, geben Sie /L:4 ein. Eine Liste der freien Bereiche im Speicher erhalten Sie, indem Sie bei der Eingabeaufforderung MEM /F eingeben. Wird ein Gerätetreiber mit dem Schalter /L geladen, kann er nur den angegebenen Speicherbereich verwenden. Manche Gerätetreiber benötigen mehrere Speicherbereiche. Für solche Treiber können Sie mehrere Bereiche angeben. Um zu ermitteln, welche Bereiche ein bestimmter Gerätetreiber verwendet, geben Sie den Befehl MEM /M mit dem Namen des Gerätetreibers als Argument ein. Zwei oder mehrere Bereiche geben Sie an, indem Sie die Blocknummern durch Semikolons (;) voneinander trennen. Wenn beispielsweise die Blöcke 2 und 3 verwendet werden sollen, geben Sie /L:2;3 ein. MS-DOS lädt einen Treiber in der Regel nur dann in einen UMB im angegebenen Bereich, wenn dieser Bereich einen UMB enthält, der größer ist als die Ladegröße des Treibers (diese entspricht meist der Größe der ausführbaren Datei des Treibers). Benötigt der Treiber bei der Ausführung mehr Speicher als beim Laden, stellen Sie durch den Parameter mingröße sicher, dass der Treiber nicht in einen UMB geladen wird, der zu klein für ihn ist. Wenn Sie für mingröße einen Wert angeben, lädt MS-DOS den Treiber nur dann in diesen Bereich, wenn dieser einen UMB enthält, der größer als die Ladegröße des Treibers und größer als der Wert von mingröße ist.
   /S
Verkleinert den UMB beim Laden des Treibers auf seine Mindestgröße. Bei Verwendung dieses Schalters wird der Speicher am besten genutzt. Dieser Schalter wird in der Regel nur vom Programm MemMaker benutzt. Dieses Programm analysiert die Speichernutzung eines Gerätetreibers und ermittelt, ob der Schalter /S beim Laden des Treibers gefahrlos verwendet werden kann. Diesen Schalter können Sie nur in Verbindung mit dem Schalter /L verwenden. Er wirkt sich nur auf UMBs aus, für die eine Mindestgröße angegeben worden ist.

DOS

Dieser Befehl gibt an, dass MS-DOS entweder eine Verbindung zum oberen Speicherbereich aufrechterhalten oder sich teilweise in den hohen Speicherbereich (HMA, High Memory Area) laden soll oder beides. Diesen Befehl können Sie nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   DOS=HIGH|LOW[,UMB|,NOUMB][,AUTO|,NOAUTO]
DOS=[HIGH,|LOW,]UMB|NOUMB[,AUTO|,NOAUTO]
   DOS=[HIGH,|LOW,][UMB,|NOUMB,]AUTO|NOAUTO
Parameter
   UMB|NOUMB
Gibt an, ob MS-DOS UMBs verwalten soll, die von einer UMB-Unterstützung wie EMM386.exe erstellt worden sind. Der Parameter UMB gibt an, dass MS-DOS UMBs verwalten soll, falls vorhanden. Der Parameter NOUMB gibt an, dass UMBs nicht von MS-DOS verwaltet werden sollen. Die Standardeinstellung ist NOUMB.
   HIGH|LOW
Gibt an, ob MS-DOS versuchen soll, sich teilweise in den HMA zu laden (HIGH) oder vollständig im konventionellen Speicher bleiben soll (LOW). Die Standardeinstellung ist LOW.
   AUTO|NOAUTO
Gibt an, ob MS-DOS automatisch die Treiber Himem.sys, Ifshlp.sys, Dblbuff.sys und Setver.exe laden soll, wenn sie nicht explizit in der Datei Config.sys geladen werden. Bei der Standardeinstellung (AUTO) werden diese Gerätetreiber automatisch geladen. Außerdem werden bei AUTO automatisch die Befehle BUFFERSHIGH, FILESHIGH, FCBSHIGH, LASTDRIVEHIGH und STACKSHIGH verwendet, unabhängig davon, ob die Form -HIGH verwendet wurde. Wenn Sie den Parameter NOAUTO angeben, müssen Sie diese Gerätetreiber laden und die Form -HIGH der obigen Befehle verwenden, damit Sie die Treiber nutzen können.

DRIVPARM

Dieser Befehl definiert Parameter für Geräte wie Festplatten- und Bandlaufwerke, wenn Sie MS-DOS starten. Sie können diesen Befehl nur in der Datei Config.sys verwenden.

Der Befehl DRIVPARM modifiziert die Parameter eines vorhandenen physikalischen Laufwerks. Er erstellt kein neues logisches Laufwerk. Die Einstellungen im Befehl DRIVPARM setzen die Treiberdefinitionen für alle zuvor definierten Blockgeräte außer Kraft.

Syntax
   DRIVPARM=/D:nummer [/C] [/F:faktor] [/H:köpfe] [/I] [/N] [/S:sektoren] [/T:spuren]
Schalter
   /D:nummer
Gibt die Nummer des physischen Laufwerks an. Gültige Werte liegen im Bereich von 0 bis 255. Beispiel: Laufwerknummer 0 = Laufwerk A, 1 = Laufwerk B, 2 = Laufwerk C usw.
   /C
Gibt an, dass das Laufwerk erkennen kann, ob die Laufwerkverriegelung geschlossen ist.
   /F:faktor
Gibt den Laufwerktyp an. Die folgende Tabelle zeigt die gültigen Werte für /F:faktor sowie jeweils eine kurze Beschreibung. Der Standardwert ist 2.
   0        160 KB/180 KB oder 320 KB/360 KB
1 1,2 MB
2 720 KB (3,5-Zoll-Diskette)
5 Festplatte
6 Bandlaufwerk
7 1,44 MB (3,5-Zoll-Diskette)
8 Optischer Schreib-/Lesedatenträger
9 2,88 MB (3,5-Zoll-Diskette)
/H:köpfe

Gibt die maximale Anzahl an Köpfen an. Gültige Werte liegen im Bereich von 1 bis 99. Der Standardwert hängt davon ab, welchen Wert Sie für /F:faktor angegeben haben.
   /I
Gibt ein elektronisch kompatibles 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk an. Verwenden Sie den Schalter /I, wenn das ROM-BIOS Ihres Computers 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke nicht unterstützt.
   /N
Gibt ein nicht austauschbares Blockgerät an.
   /S:sektoren
Gibt an, wie viele Sektoren pro Spur das Blockgerät unterstützt. Gültige Werte liegen im Bereich von 1 bis 99. Der Standardwert hängt davon ab, welchen Wert Sie für /F:faktor angegeben haben.
   /T:spuren
Gibt an, wie viele Spuren pro Seite das Blockgerät unterstützt. Der Standardwert hängt davon ab, welchen Wert Sie für /F:faktor angegeben haben.

FCBS/FCBSHIGH

Dieser Befehl gibt die Anzahl der Dateisteuerblöcke (FCBs, File Control Blocks) an, die in MS-DOS gleichzeitig geöffnet sein können. Mit dem Befehl FCBSHIGH laden Sie die FCBs in den oberen Speicherbereich. Sie können diese Befehle nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   FCBS=x
FCBSHIGH=x
Parameter
   x
Gibt an, wie viele FCBs in MS-DOS gleichzeitig geöffnet sein können. Gültige Werte liegen im Bereich von 1 bis 255. Der Standardwert ist 4.

FILES/FILESHIGH

Dieser Befehl gibt an, auf wie viele Dateien MS-DOS gleichzeitig zugreifen kann. Mit dem Befehl FILESHIGH laden Sie diesen Befehl in den oberen Speicherbereich. Sie können diese beiden Befehle nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   FILES=x
FILESHIGH=x
Parameter
   x
Gibt an, auf wie viele Dateien MS-DOS gleichzeitig zugreifen kann. Gültig sind Werte im Bereich von 8 bis 255. Der Standardwert ist 8.

INSTALL/INSTALLHIGH

Mit diesem Befehl wird beim Starten von MS-DOS ein speicherresidentes Programm in den Arbeitsspeicher geladen. Der Befehl INSTALLHIGH lädt das speicherresidente Programm in den oberen Speicherbereich. Sie können diese Befehle nur in der Datei Config.sys verwenden.

Speicherresidente Programme bleiben im Speicher, so lange der Computer eingeschaltet ist. Sie können auch dann verwendet werden, wenn andere Programme aktiv sind. Sie können den Befehl INSTALL oder INSTALLHIGH verwenden, um speicherresidente MS-DOS-Programme zu laden.

Syntax
   INSTALL=[laufwerk:][pfad]dateiname [befehlsparameter]
INSTALLHIGH=[laufwerk:][pfad]dateiname [befehlsparameter]
Parameter
   [laufwerk:][pfad]dateiname
Gibt die Position und den Namen des speicherresidenten Programms an, das ausgeführt werden soll.
Befehlsparameter

Gibt Parameter für das Programm an, das Sie für dateiname eingegeben haben.

LASTDRIVE/LASTDRIVEHIGH

Dieser Befehl gibt die maximale Anzahl der Laufwerke an, auf die Sie zugreifen können. Verwenden Sie den Befehl LASTDRIVEHIGH, um die LASTDRIVE-Datenstrukturen in den oberen Speicherbereich zu laden. Sie können diese beiden Befehle nur in der Datei Config.sys verwenden.

Der Wert, den Sie angeben, stellt das letzte Laufwerk dar, das von MS-DOS als gültig erkannt werden soll.

Syntax
   LASTDRIVE=x
LASTDRIVEHIGH=x
Parameter
   x
Gibt einen Laufwerkbuchstaben im Bereich von A bis Z an.

NUMLOCK

Dieser Befehl gibt an, ob die NUM-TASTE beim Starten des Computers aktiviert oder deaktiviert sein soll. Sie können diesen Befehl nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   NUMLOCK=[ON|OFF]
Parameter
   ON|OFF
Ist der Befehl auf ON gesetzt, dann ist NUM aktiviert, wenn MS-DOS das Startmenü anzeigt. Ist OFF eingestellt, dann ist NUM deaktiviert.

REM

Dieser Befehl ermöglicht es Ihnen, Kommentare in eine Stapelverarbeitungsdatei oder in die Datei Config.sys einzufügen. Der Befehl REM dient außerdem zum Deaktivieren von Befehlen. In der Datei Config.sys können Sie anstelle des Befehls REM ein Semikolon (;) verwenden, in Stapelverarbeitungsdateien nicht.

Syntax
   REM [zeichenfolge]
Parameter
   zeichenfolge
Steht für eine beliebige Zeichenfolge, z.B. den Befehl, den Sie deaktivieren möchten, oder den Kommentar, den Sie einfügen möchten.

SET

Mit diesem Befehl werden MS-DOS-Umgebungsvariablen angezeigt, eingestellt oder entfernt.

Umgebungsvariablen steuern das Verhalten mancher Stapelverarbeitungsdateien und Programme sowie das Erscheinungsbild und die Funktionsweise von MS-DOS. Der Befehl SET wird häufig in den Dateien Autoexec.bat und Config.sys verwendet, um bestimmte Umgebungsvariablen bei jedem Starten von MS-DOS zu setzen.

Syntax
   SET variable=[zeichenfolge]
Um die aktuellen Einstellungen für Umgebungsvariablen anzuzeigen, geben Sie bei der Eingabeaufforderung folgende Syntax ein:
   SET
Parameter
   variable
Die Variable, die gesetzt oder geändert werden soll.
   zeichenfolge
Steht für die Zeichenfolge, die Sie der angegebenen Variablen zuweisen möchten.

SHELL

Dieser Befehl gibt den Namen und die Position des Befehlsinterpreters an, der von MS-DOS verwendet werden soll. Sie können diesen Befehl nur in der Datei Config.sys verwenden.

Wenn Sie anstelle von Command.com einen eigenen Befehlsinterpreter verwenden möchten, können Sie dessen Namen angeben, indem Sie der Datei Config.sys einen SHELL-Befehl hinzufügen.

Syntax
   SHELL=[[laufwerk:]pfad]dateiname [parameter]
Parameter
   [[laufwerk:]pfad]dateiname
Gibt die Position und den Namen des Befehlsinterpreters an, den MS-DOS verwenden soll.
   parameter
Gibt Befehlszeilenparameter oder -schalter an, die für den angegebenen Befehlsinterpreter verwendet werden können.

STACKS/STACKSHIGH

Dieser Befehl unterstützt den dynamischen Einsatz von so genannten Data Stacks zur Verarbeitung von Hardware-Interrupts. Mit dem Befehl STACKSHIGH laden Sie die Stacks in den oberen Speicherbereich. Sie können diese beiden Befehle nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   STACKS=n,s
STACKSHIGH=n,s
Parameter
   n
Gibt die Anzahl der Stacks an. Gültige Werte sind 0 und Werte von 8 bis 64.
   s
Gibt die Größe der einzelnen Stacks (in Byte) an. Gültige Werte sind 0 und Werte von 32 bis 512.

SWITCHES

Dieser Befehl gibt spezielle Schalter in MS-DOS an. Sie können diesen Befehl nur in der Datei Config.sys verwenden.

Syntax
   SWITCHES= /F /K /N /E[:n]
Schalter
   /K
Erzwingt, dass eine erweiterte Tastatur sich wie eine konventionelle Tastatur verhält.
   /N
Verhindert, dass Sie die Verarbeitung von Startbefehlen mit Hilfe der Tasten F5 und F8 umgehen können. (SWITCHES /N verhindert jedoch nicht, dass Sie durch Drücken von STRG+F5 oder STRG+F8 Drvspace.bin oder Dblspace.bin umgehen können. Dies unterbinden Sie, indem Sie den Befehl D**SPACE /SWITCHES verwenden, um die Einstellung SWITCHES /N in die Datei D**space.ini einzufügen.)
   /E[:n]
Ohne den Parameter :n gibt dieser Schalter an, dass Io.sys das automatische Umlagern von EBIOS unterdrücken soll. (Durch automatisches Umlagern von EBIOS wird der konventionelle Speicher vergrößert, der für MS-DOS-Programme verfügbar ist.) Wird das automatische Umlagern unterdrückt, dann steht MS-DOS-Programmen weniger konventioneller Speicher zur Verfügung. Verwenden Sie den Schalter /E zusammen mit dem Parameter n, um N Byte EBIOS in den unteren Speicherbereich umzulagern, wobei n die Anzahl der umzulagernden Byte ist. Der Mindestwert für n ist 48, der Höchstwert ist 1.024. Die angegebene Zahl wird stets auf das nächstgrößere Vielfache von 16 aufgerundet.