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Unterschiede zwischen manueller und schneller Reparatur in Windows

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D238359
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
238359 Differences Between Manual and Fast Repair in Windows
Zusammenfassung
Windows bietet zwei Reparaturmöglichkeiten: "Manuelle Reparatur" und "Schnelle Reparatur".

Um diese Auswahlmöglichkeiten anzeigen zu lassen, starten Sie das System, vom Windows-Installationsmedium, drücken Sie die Taste [R] für "Reparatur" und dann erneut [R], um die Notfallreparaturkonsole zu verwenden. Wenn Sie dies tun, sehen Sie die folgenden Optionen:
  • Manuelle Reparatur: Drücken Sie die M-TASTE, um eine Reparaturoption manuell auszuwählen.
  • Schnelle Reparatur: Drücken Sie die S-TASTE, um alle Reparaturoptionen durchzuführen.
Die zwei Reparaturauswahlmöglichkeiten bewirken, dass im Rahmen des Reparaturprozesses jeweils unterschiedliche Tasks ausgeführt werden.
Weitere Informationen
Wichtig: Führen Sie die Optionen "Manuelle Reparatur" und "Schnelle Reparatur" nur dann auf einem Domänencontroller aus, wenn Sie über profunde Kenntnisse darüber verfügen, wie eine Sicherungskopie der Active Directory-Datenbank erstellt wird. Wenn Sie diese Optionen auf einem Windows 2000 Server-Domänencontroller anwenden, gehen Sie das Risiko ein, die Active Directory-Datenbank unter "\WINNT\NTDS\ntds.dit" zu überschreiben.

Die Datei "Ntds.dit" enthält Ihre Active Directory-Datenbank (einschließlich Benutzerkonten).

Manuelle Reparatur

Bei der Option "Manuelle Reparatur" haben Sie die folgenden Auswahlmöglichkeiten:
[X]  Untersuchen der Startumgebung[X]  Überprüfen der Windows-Systemdateien[X]  Untersuchen des Startsektors     Fortsetzen <gewählte Vorgänge durchführen>				

Untersuchen der Startumgebung

Diese Option durchsucht den ARC-Pfad in der Datei "Boot.ini" nach einem Pfad zu der Windows-Startpartition und zum Ordner "%SystemRoot%". Hierzu werden die folgenden Werte in der Datei "Setup.log" auf der Notfalldiskette (ERD) gelesen:
[Paths]
TargetDirectory = "\WINNT"
TargetDevice = "\Device\Harddisk1\Partition1"
SystemPartitionDirectory = "\"
SystemPartition = "\Device\Harddisk1\Partition1"
Falls die Datei "Boot.ini" nicht vorhanden ist, wird eine neue Datei mit einem gültigen ARC-Pfad erstellt. Falls eine Datei "Boot.ini" vorhanden ist, wird der ARC-Pfad überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

Überprüfen der Windows-Systemdateien

Bei dieser Auswahlmöglichkeit wird überprüft, ob alle Dateien in der Windows-System-/Startpartition fehlerfrei sind und den ursprünglich installierten Dateien entsprechen. Hierzu zählen zum Beispiel die Dateien "Ntldr", "Ntdetect.com", "Arcsetup.exe" und "Arcldr.exe", die für das Starten mehrerer Computer eingesetzt werden. Die optionale Datei "Ntbootdd.sys" wird in keinem Fall überprüft. Die Reparaturfunktion verwendet dabei die Datei "Setup.log", um die Werte aus der CRC-Prüfung für die einzelnen Dateien miteinander zu vergleichen. Sind Dateien nicht vorhanden oder beschädigt, werden Sie gefragt, ob Sie die betreffende Datei ersetzen oder überspringen möchten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Datei zu ersetzen, benötigen Sie die Windows-Installations-CD-ROM oder eine OEM-Treiberdiskette mit der richtigen Datei.

Untersuchen des Startsektors

Diese Option repariert den Startsektor der aktiven Systempartition und installiert die Bootloader-Funktionalität neu. Falls die Partition das FAT- oder FAT32-Dateisystem verwendet und einen nicht auf Windows basierenden Startsektor enthält, erstellt diese Reparaturoption eine neue Datei "Bootsect.dos", die zum dualen Starten von MS-DOS, Microsoft Windows 95 oder Microsoft Windows 98 verwendet wird, falls diese Betriebssysteme vorher zum Starten zur Verfügung standen. Falls Sie außerdem die Option Untersuchen der Startumgebung auswählen und eine Datei "Bootsect.dos" erstellt wird, fügt die Reparaturfunktion den folgenden Eintrag in die Datei "Boot.ini" ein:
C:\ = "Microsoft Windows"
Beachten Sie , dass Ihnen bei der Option "Manuelle Reparatur" nicht die Möglichkeit zur Reparatur der Windows-Registrierungsdateien angeboten wird.

Schnelle Reparatur

Bei der Option "Schnelle Reparatur" werden die gleichen Reparaturen ausgeführt wie bei der Option "Manuelle Reparatur", Ihnen werden jedoch keine Auswahlmöglichkeiten angeboten. Zusätzlich versucht die Option "Schnelle Reparatur", alle Windows-Registrierungsdateien zu laden (SAM, SECURITY, SYSTEM und SOFTWARE). Falls eine Registrierungsdatei beschädigt ist oder nicht geladen werden kann, kopiert die Reparaturfunktion die fehlende oder beschädigte Registrierungsdatei aus dem Ordner "System-Root-Verzeichnis\Repair" in den Ordner "System-Root-Verzeichnis\System32\Config".

Da die Option "Schnelle Reparatur" Registrierungsdateien durch diejenigen aus dem Ordner "System-Root-Verzeichnis\Repair" ersetzen kann, werden Teile Ihrer Betriebssystemkonfiguration eventuell auf den Zustand zurückgesetzt, der bei der Erstinstallation von Windows herrschte. In einem solchen Fall müssen Sie eine Wiederherstellung auf der Basis der letzten Sicherungskopie des Systemzustands ausführen oder mit der Wiederherstellungskonsole manuell eine aktuellere Version der Registrierungsdateien aus dem Ordner "System-Root-Verzeichnis\Repair\Regback" in den Ordner "System-Root-Verzeichnis\System32\Config" kopieren. Die im Ordner "Regback" gespeicherten Dateien stammen aus der letzten Erstellung einer Notfalldiskette, wenn Sie dabei die Option gewählt hatten, auch eine Sicherungskopie der Registrierungsdateien im Reparaturordner zu speichern.

Allgemeine Informationen

Die Optionen "Manuelle Reparatur" und "Schnelle Reparatur" beginnen gleichermaßen mit einer Dateisystemprüfung der System- oder Startpartition. Werden während dieses Teils des Reparaturvorgangs Dateisystemprobleme entdeckt und behoben, müssen Sie eventuell Ihren Computer neu starten und dann einen weiteren Reparaturvorgang starten, bevor die tatsächlichen Reparaturen ausgeführt werden.

Bei keiner der Reparaturoptionen werden die Dateien in "System-Root-Verzeichnis\System32\Config.nt" oder "Autoexec.nt" ersetzt. Diese Dateien befinden sich zwar auf der Notfalldiskette, werden aber im Rahmen des Reparaturvorgangs nicht überprüft oder ersetzt.

Bei Computern ohne lokales CD-ROM-Laufwerk (falls Windows zum Beispiel mithilfe von RIS (Remote Installation Service) installiert wurde) ist es möglich, die Systemdateien unter Anwendung einer der Methoden zu reparieren, die in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base beschrieben werden:
164471 Ersetzung von Systemdateien mit modifizierter Notfalldiskette
229716 Beschreibung der Windows 2000-Wiederherstellungskonsole
quick erd c218 0xc0000218 0xc218
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
Eigenschaften

Artikelnummer: 238359 – Letzte Überarbeitung: 09/07/2004 14:45:00 – Revision: 3.0

  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
  • kbinfo KB238359
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