Problembehandlung bei nicht mehr reagierenden Windows-basierten Computern

Zusammenfassung
In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie Probleme mit nicht mehr reagierenden Windows-basierten Computern und Servern beheben. Darüber hinaus enthält dieser Artikel Methoden für die Erfassung von Daten, mit deren Hilfe Administratoren oder Softwareentwickler diese Probleme diagnostizieren, identifizieren und beheben können.
Identifizieren des Problems
  • Welcher Computer reagiert nicht mehr? (Beispiel: Beim betroffenen Computer handelt es sich um einen physischen Server, einen virtuellen Server usw.)
  • Welcher Vorgang wurde zu dem Zeitpunkt ausgeführt, als das Gerät nicht mehr reagierte? (Beispiel: Dieses Problem tritt auf, wenn Sie die grafische Benutzeroberfläche (GUI) herunterfahren, einen oder mehrere Vorgänge ausführen usw.)
  • Wie oft treten die Fehler auf? (Beispiel: Dieses Problem tritt jede Nacht um 7 Uhr, jeden Tag gegen 17 Uhr usw. auf.)
  • Auf wie vielen Computern tritt dieses Problem auf? (Beispiel: Alle Computer, nur ein Computer oder 10Computer usw.)
Beheben der Probleme mit nicht reagierenden Geräten
Ziehen Sie für die Behebung der Probleme mit nicht reagierenden Geräten die folgende Tabelle heran, und verwenden Sie eine oder mehrere der vorgeschlagenen Problembehandlungsmethoden.
ComputerzuständeProblembehandlungsmethoden
Ein Computer, der in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wirdVerwenden Sie für einen physischen Server oder eine virtuelle Maschine diese Methoden.
Ein Computer, der nicht mehr reagierteVerwenden Sie für einen physischen Server diese Methoden.

Verwenden Sie für eine virtuelle Maschine diese Methoden.

Für den Computer, der weiterhin nicht reagiert

Wenn der physische Computer oder die virtuelle Maschine weiterhin nicht reagiert, verwenden Sie eine oder mehrere der folgenden Methoden für die Problembehandlung:

  • Versuchen Sie über Remotedesktop, Citrix usw. auf den Computer zuzugreifen.
  • Verwenden Sie das Domänenkonto oder das lokale Administratorkonto zum Anmelden am Computer mithilfe einer der Remotezugriffsfunktionen der physischen Konsole (Remote Physical Console Access), wie beispielsweise Dell Remote Access Card (DRAC), HP Integrated Lights-Out (iLo) oder IBM Remote Supervisor Adapter (RSA).
  • Führen Sie einen Ping-Testbefehl für den Computer aus. Paketverluste und eine hohe Netzwerklatenz können auftreten.
  • Greifen Sie auf administrative Freigaben zu (\\ServerName\c$).
  • Drücken Sie STRG+ALT+ENTF, und prüfen Sie die Reaktion.
  • Versuchen Sie, Remoteverwaltungstools wie etwa Computerverwaltung, Remoteserver-Manager und Wmimgmt.msc zu verwenden.

Für den Computer, der nicht mehr reagierte

Wenn der physische Computer oder die virtuelle Maschine nicht mehr reagierte, nun aber fehlerfrei arbeitet, verwenden Sie eine oder mehrere der folgenden Methoden für die Problembehandlung.

Für einen physischen Computer



  • Prüfen Sie die System- und Anwendungsprotokolle auf dem Computer, bei dem dieses Problem aufgetreten ist. Sie können zunächst die folgenden Ereignis-IDs verwenden:

    Ereignis-ID: 41
    Quelle: Microsoft-Windows-Kernel-Power

    Ereignis-ID: 6008
    Quelle: Ereignisprotokoll

  • Generieren Sie durch Ausführen des Befehls perfmon /report einen Systemdiagnosebericht.

Für eine virtuelle Maschine

  • Prüfen Sie die System- und Anwendungsprotokolle auf dem Computer, bei dem dieses Problem aufgetreten ist. Sie können zunächst die folgenden Ereignis-IDs verwenden:

    Ereignis-ID: 41
    Quelle: Microsoft-Windows-Kernel-Power

    Ereignis-ID: 6008
    Quelle: Ereignisprotokoll

  • Generieren Sie durch Ausführen des Befehls perfmon /report einen Systemdiagnosebericht.
  • Prüfen Sie den Verlauf in virtuellen Verwaltungsüberwachungstools.

Weitere Informationen

Erfassen von Daten für die Probleme mit nicht reagierenden Geräten

Ziehen Sie für die Erfassung von Daten für einen nicht reagierenden Server die folgende Tabelle heran, und verwenden Sie eine oder mehrere der vorgeschlagenen Methoden.
Computertyp und -zustandDatenerfassungsmethode
Ein physischer Computer, der in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wirdVerwenden Sie eine Speicherabbilddatei zum Erfassen von Daten. Verwenden Sie alternativ die Methode 2, 3 oder 4. Diese Methoden finden Sie weiter unten in diesem Abschnitt.
Ein physischer Computer, der nicht mehr reagierteVerwenden Sie die Methode 1, 2, 3 oder 4. Diese Methoden finden Sie weiter unten in diesem Abschnitt. Und verwenden Sie den Poolmonitor zum Erfassen von Daten.
Eine virtuelle Maschine, die in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wirdHyper-V oder VMware:
Verwenden Sie eine Speicherabbilddatei zum Erfassen von Daten für die virtuelle Maschine, die in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wird.

XenServer:
Verwenden Sie die Methode 1, 2, 3 oder 4. Diese Methoden finden Sie weiter unten in diesem Abschnitt.
Eine virtuelle Maschine, die nicht mehr reagierteVerwenden Sie die Methode 1, 2, 3 oder 4. Diese Methoden finden Sie weiter unten in diesem Abschnitt.

Methode 1: Speicherabbild

Wichtig Führen Sie die Schritte in diesem Abschnitt sorgfältig aus. Durch eine fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Sichern Sie die Registrierung, bevor Sie sie ändern, damit Sie sie bei Bedarf wiederherstellen können.

Eine vollständige Speicherabbilddatei zeichnet den gesamten Inhalt des Systemspeichers auf, wenn der Computer wider Erwarten nicht mehr reagiert. Eine vollständige Speicherabbilddatei kann Daten aus Prozessen enthalten, die beim Erfassen der Speicherabbilddatei ausgeführt wurden.

Wenn der Computer nicht mehr reagierte, nun aber fehlerfrei arbeitet, aktivieren Sie anhand der folgenden Schritte das Speicherabbild, damit ein Speicherabbild erfasst wird, wenn der Computer erneut nicht mehr reagiert. Wenn die virtuelle Maschine weiterhin nicht reagiert, führen Sie die folgenden Schritte aus, um das Speicherabbild zu aktivieren und zu erfassen.

Hinweis Wenn auf dem Computer eine Neustartfunktion aktiviert ist, wie beispielsweise die ASR-Funktion (Automatic System Restart) bei Compaq-Computern, dann deaktivieren Sie diese. Diese Einstellung finden Sie in der Regel im BIOS. Wenn diese Funktion aktiviert ist und das BIOS kein Taktsignal des Betriebssystems erkennt, wird der Computer neu gestartet. Durch den Neustart kann der Speicherabbildvorgang unterbrochen werden.

  1. Stellen Sie sicher, dass der Computer so konfiguriert ist, dass eine vollständige Speicherabbilddatei erstellt wird. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Wechseln Sie zu Systemeigenschaften > Erweitert > Einstellungen in Leistung > Erweitert, und prüfen oder ändern Sie dann durch Klicken auf Ändern den virtuellen Arbeitsspeicher.
    2. Wechseln Sie wieder zu Systemeigenschaften > Erweitert > Einstellungen in Starten und Wiederherstellen.
    3. Wählen Sie im Abschnitt Debuginformationen speichern die Option Vollständiges Speicherabbild aus.

      Hinweis Für ältere Windows-Versionen als Windows 8 oder Windows Server 2012 ist der Typ „Vollständiges Speicherabbild“ nicht in der grafischen Benutzeroberfläche verfügbar. Sie müssen dies im Registrierungs-Editor ändern. Dazu ändern Sie den Wert des folgenden CrashDumpEnabled-Registrierungseintrags in 1 (REG_DWORD):
      HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CrashControl\CrashDumpEnabled

    4. Wählen Sie Vorhandene Dateien überschreiben aus.
    5. Stellen Sie sicher, dass auf dem Systemlaufwerk eine Auslagerungsdatei (pagefile.sys) vorhanden ist und dass sie mindestens 100 MB größer als der installierte RAM ist (ursprüngliche und maximale Größe).

      Darüber hinaus können Sie die Problemumgehung für Speicherplatzbeschränkungen auf dem Systemlaufwerk unter Windows Vista oder Windows Server 2008 verwenden.
    6. Stellen Sie sicher, dass auf den Festplattenlaufwerken mehr freigegebener Speicherplatz als physischer RAM vorhanden ist.
  2. Aktivieren Sie den Registrierungswert CrashOnCtrlScroll, um das Generieren einer Abbilddatei mithilfe der Tastatur zu ermöglichen. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Wechseln Sie zum Registrierungs-Editor, und suchen Sie die folgenden Registrierungsschlüssel:
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\i8042prt\Parameters
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\kbdhid\Parameters
    2. Erstellen Sie in den beiden Registrierungsschlüsseln den folgenden CrashOnCtrlScroll-Registrierungseintrag:
      Value Name: CrashOnCtrlScroll   Data Type: REG_DWORD   Value: 1
    3. Beenden Sie den Registrierungs-Editor.
    4. Starten Sie den Computer neu.
  3. Auf manchen physischen Computern können Sie über die Webschnittstellenfunktion (z. B. DRAC, iLo oder RSA) einen NMI (Nonmakeable Interruption) erstellen. Diese Einstellung beendet jedoch standardmäßig das System, ohne ein Speicherabbild zu erstellen.

    Um dem Betriebssystem das Generieren einer Speicherabbilddatei an einem NMI zu gestatten, legen Sie für den Registrierungseintrag NMICrashDump den Wert 1 (REG_DWORD) fest. Starten Sie anschließend den Computer neu, um diese Änderung zu übernehmen.

    Hinweis Dies betrifft nur Windows 7, Windows Server 2008 R2 und frühere Windows-Versionen. Für Windows 8, Windows Server 2012 und neuere Windows-Versionen ist der Registrierungsschlüssel NMICrashDump nicht mehr erforderlich und ein NMI führt zu einem Abbruchfehler im Anschluss an die Datenerfassung für ein Speicherabbild.
  4. Wenn bei dem Computer dieses Problem auftritt, halten Sie die STRG RECHTS-TASTE gedrückt, und drücken Sie zweimal die ROLLEN-TASTE, um eine Speicherabbilddatei zu generieren.

    Hinweis Die Speicherabbilddatei befindet sich standardmäßig im folgenden Pfad:
    %SystemRoot%\MEMORY.DMP

Methode 2: Datenintegritätsprüfung

Verwenden Sie das Hilfsprogramm für die Speicherabbildprüfung (Dumpchk.exe), um eine Speicherabbilddatei zu lesen oder um sicherzustellen, dass die Datei ordnungsgemäß erstellt wurde. Dumpchk können Sie aus den Debugtools für Windows im Windows Software Development Kit (SDK) herunterladen.

Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von „Dumpchk.exe“ zur Überprüfung Ihrer Speicherabbilddateien.

Methode 3: Systemmonitor

Mithilfe des Windows-Systemmonitors können Sie analysieren, wie sich die von Ihnen ausgeführten Programme auf die Leistung Ihres Computers auswirken, und zwar in Echtzeit und durch Erfassen von Protokolldaten für die spätere Analyse. Um Leistungsindikatoren und Ereignisablaufverfolgungsprotokolle auf lokalen Systemen und Remotesystemen zu erfassen, führen Sie an einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten die folgenden Befehle aus:
Logman create counter LOGNAME_Long -u DOMAIN\USERNAME * -f bincirc -v mmddhhmm -max 500 -c "\\COMPUTERNAME\LogicalDisk(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Memory\*" "\\COMPUTERNAME\Network Interface(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Paging File(*)\*" "\\COMPUTERNAME\PhysicalDisk(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Process(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Redirector\*" "\\COMPUTERNAME\Server\*" "\\COMPUTERNAME\System\*" "\\COMPUTERNAME\Terminal Services\*" "\\COMPUTERNAME\Processor(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Cache\*" -si 00:05:00
Logman create counter LOGNAME_Short -u DOMAIN\USERNAME * -f bincirc -v mmddhhmm -max 500 -c "\\COMPUTERNAME\LogicalDisk(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Memory\*" "\\COMPUTERNAME\Network Interface(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Paging File(*)\*" "\\COMPUTERNAME\PhysicalDisk(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Process(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Redirector\*" "\\COMPUTERNAME\Server\*" "\\COMPUTERNAME\System\*" "\\COMPUTERNAME\Terminal Services\*" "\\COMPUTERNAME\Processor(*)\*" "\\COMPUTERNAME\Cache\*" -si 00:00:10

Anschließend können Sie durch Ausführen der folgenden Befehle die Protokollierung starten oder beenden:
logman start LOGNAME_Long / LOGNAME_Shortlogman stop LOGNAME_Long / LOGNAME_Short
Die Protokolldatei des Systemmonitors befindet sich im folgenden Pfad:
C:\PERFLOGS

Methode 4: Microsoft Support-Diagnosen

  1. Geben Sie in das Suchfeld für das Microsoft Support Diagnostics Self-Help Portal die Zeichenfolge Windows-Leistungsdiagnose ein.
  2. Wählen Sie in den Suchergebnissen Windows-Leistungsdiagnose aus, und klicken Sie dann auf Erstellen.
  3. Führen Sie die Schritte für die Diagnose aus.

Zusätzliche Methoden zum Erfassen von Daten

Erfassen von Daten für den physischen Computer, der in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wird, mithilfe eines Speicherabbilds

Wichtig Führen Sie die Schritte in diesem Abschnitt sorgfältig aus. Durch eine fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Sichern Sie die Registrierung, bevor Sie sie ändern, damit Sie sie bei Bedarf wiederherstellen können.

Wenn der physische Computer weiterhin in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wird, führen Sie die folgenden Schritte aus, um das Speicherabbild zu aktivieren und zu erfassen:
  1. Stellen Sie sicher, dass der Computer so konfiguriert ist, dass eine vollständige Speicherabbilddatei erstellt wird und dass Sie über das Netzwerk darauf zugreifen können. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:

    Hinweis Wenn über das Netzwerk kein Zugriff auf den betroffenen Computer möglich ist, versuchen Sie mithilfe der NMI-Funktion eine Speicherabbildatei zu generieren. Möglicherweise wird keine Speicherabbilddatei erfasst, wenn einige der folgenden Einstellungen nicht angegeben sind.

    1. Versuchen Sie, mithilfe anderer Methoden auf den Desktop des Computers zuzugreifen.

      Hinweis Sollte kein Zugriff auf das Betriebssystem möglich sein, versuchen Sie im Remotemodus auf den Registrierungs-Editor auf dem Computer zuzugreifen, um zu prüfen, welche Speicherabbilddatei und welche Auslagerungsdatei aktuell für den Computer konfiguriert sind.
    2. Wechseln Sie auf einem Remotecomputer, der sich vorzugsweise im selben Netzwerk und Subnetz befindet, zu Registrierungs-Editor > Mit Netzwerkregistrierung verbinden. Stellen Sie anschließend eine Verbindung mit dem betroffenen Computer her, und überprüfen Sie die folgenden Einstellungen:
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CrashControl\CrashDumpEnabled

        Stellen Sie sicher, dass der Registrierungseintrag CrashDumpEnabled den Wert „1“ aufweist.
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CrashControl\NMICrashDump

        Auf manchen physischen Servern können Sie, wenn der Registrierungseintrag NMICrashDump vorhanden ist und den Wert „1“ aufweist, NMI über die Remoteverwaltungsfunktionen (z. B. DRAC, iLo oder RSA) verwenden.
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PagingFiles and ExistingPageFiles

        Wenn der Wert des Pagefile-Registrierungseintrags vom System verwaltet wird, wird die Größe nicht in der Registrierung angezeigt (Beispiel: ?:\pagefile.sys).

        Wenn der Pagefile-Registrierungseintrag benutzerdefiniert ist, wird die Größe in der Registrierung angezeigt. Beispielsweise „?:\pagefile.sys 1024 1124“, wobei „1024“ die ursprüngliche Größe und „1124“ die maximale Größe ist.

        Hinweis Wenn die Größe nicht in der Registrierung angezeigt wird, versuchen Sie auf eine administrative Freigabe zuzugreifen, in der sich die Auslagerungsdatei befindet (z. B. „\\ServerName\C$“).
    3. Stellen Sie sicher, dass auf dem Systemlaufwerk des Computers eine Auslagerungsdatei (pagefile.sys) vorhanden ist und dass sie mindestens 100 MB größer als der installierte RAM ist.
    4. Stellen Sie sicher, dass auf den Festplattenlaufwerken des Computers mehr freigegebener Speicherplatz als physischer RAM vorhanden ist.
  2. Aktivieren Sie auf dem Computer den Registrierungswert CrashOnCtrlScroll, um das Generieren einer Abbilddatei mithilfe der Tastatur zu ermöglichen. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
    1. Wechseln Sie auf einem Remotecomputer, der sich vorzugsweise im selben Netzwerk und Subnetz befindet, zu Registrierungs-Editor > Mit Netzwerkregistrierung verbinden. Stellen Sie eine Verbindung mit dem betroffenen Computer her, und suchen Sie die folgenden Registrierungsschlüssel:
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\i8042prt\Parameters
      • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\kbdhid\Parameters
    2. Erstellen Sie in den beiden Registrierungsschlüsseln den folgenden CrashOnCtrlScroll-Registrierungseintrag:
      Value Name: CrashOnCtrlScroll   Data Type: REG_DWORD   Value: 1
    3. Beenden Sie den Registrierungs-Editor.
    4. Starten Sie den Computer neu.
  3. Wenn bei dem Computer dieses Problem auftritt, halten Sie die STRG RECHTS-TASTE gedrückt, und drücken Sie zweimal die ROLLEN-TASTE, um ein Speicherabbild zu generieren.

    Hinweis Die Speicherabbilddatei befindet sich standardmäßig im folgenden Pfad:
    %SystemRoot%\MEMORY.DMP

Erfassen von Daten für den physischen Computer, der nicht mehr reagierte, mithilfe des Poolmonitors

Der Poolmonitor zeigt die Anzahl der Zuordnungen und die ausstehenden Bytes einer Zuordnung nach dem Pooltyp sowie das Tag, das an Aufrufe von ExAllocatePoolWithTag übergeben wird.

Hier finden Sie Informationen zur Verwendung des Poolmonitors sowie zur Verwendung der Daten für die Problembehandlung bei Poollecks.

Erfassen von Daten für die virtuelle Maschine, die in einem nicht reagierenden Zustand ausgeführt wird, mithilfe eines Speicherabbilds

Verwenden Sie eine der folgenden Methoden für die Anwendung, über die die virtuelle Maschine ausgeführt wird.

Microsoft Hyper-V
Wenn die virtuelle Maschine Windows 8, Windows Server 2012 oder eine neuere Version von Windows unter Microsoft Hyper-V Server 2012 ausführt, können Sie die integrierte NMI-Funktion über ein Debug-VM-Cmdlet verwenden, um ein Debugging durchzuführen und ein Speicherabbild zu erstellen.

Zum Debuggen der virtuellen Maschinen unter Hyper-V führen Sie das folgende Cmdlet in Windows PowerShell aus:
Debug-VM -Name "VM Name" -InjectNonMaskableInterrupt -ComputerName Hostname

Hinweis Diese Methode betrifft nur Windows 8, Windows Server 2012 und neuere Versionen von Windows-VMs. Für frühere Windows-Versionen gelten die Methoden 1 bis 4, die weiter oben in diesem Abschnitt beschrieben werden.

VMware
Sie können VMware-Snapshots oder den Standbymodus verwenden und eine Speicherabbilddatei extrahieren, die einer vollständigen Speicherabbilddatei entspricht. Mit dem Checkpoint To Core-Tool (vmss2core) können Sie sowohl Dateien im Standbymodus (.vmss) als auch Snapshotdateien (.vmsn) in eine Abbilddatei konvertieren und anschließend die Datei mithilfe der standardmäßigen Windows-Debugtools analysieren.

Citrix XenServer
Die Speicherabbilddatei wird durch Drücken der Tastenkombination STRG RECHTS+ROLLEN+ROLLEN erstellt, die in Methode 1 und auf der Citrix-Website beschrieben wird.


Speicherplatzbeschränkungen auf dem Systemlaufwerk unter Windows Vista und Windows Server 2008

Unter Windows Vista oder Windows Server 2008 ist möglicherweise nicht genügend freier Speicherplatz vorhanden, um eine vollständige Speicherabbilddatei auf dem Systemvolume zu generieren. Es gibt einen Hotfix, der die Datenerfassung ermöglicht, selbst wenn auf dem Systemlaufwerk nicht genügend Speicherplatz für die Speicherabbilddatei vorhanden ist.

Darüber hinaus gibt es unter Windows Vista und Windows Server 2008 Service Pack (SP2) eine zweite Option, falls auf dem Systemlaufwerk nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist. Sie können nämlich den Registrierungseintrag „DedicatedDumpFile“ verwenden. Informationen zur Verwendung dieses Registrierungseintrags finden Sie unter Neues Verhalten in Windows Vista und Windows Server 2008.

Weitere Informationen finden Sie unter How to use the DedicatedDumpFile registry value to overcome space limitations on the system drive.
Informationen zum Haftungsausschluss von Fremdanbietern

Die in diesem Artikel genannten Drittanbieterprodukte stammen von Herstellern, die von Microsoft unabhängig sind. Microsoft gewährt keine implizite oder sonstige Garantie in Bezug auf die Leistung oder Zuverlässigkeit dieser Produkte.
Properties

Article ID: 3118553 - Last Review: 10/27/2016 07:14:00 - Revision: 4.0

Windows Server 2016, Windows 10, Windows Server 2012 R2 Datacenter, Windows Server 2012 R2 Standard, Windows Server 2012 R2 Foundation, Windows Server 2012 R2 Essentials, Windows 8.1 Enterprise, Windows 8.1 Pro, Windows 8.1, Windows Server 2012 Datacenter, Windows Server 2012 Standard, Windows Server 2012 Essentials, Windows Server 2012 Foundation, Windows 8 Enterprise, Windows 8 Pro, Windows 8, Windows Server 2008 R2 Datacenter, Windows Server 2008 R2 Enterprise, Windows Server 2008 R2 Standard, Windows Server 2008 R2 Foundation, Windows 7 Ultimate, Windows 7 Professional, Windows 7 Enterprise, Windows 7 Home Premium, Windows 7 Home Basic, Windows Server 2008 Datacenter, Windows Server 2008 Enterprise, Windows Server 2008 Standard, Windows Server 2008 Foundation, Windows Vista Ultimate, Windows Vista Enterprise, Windows Vista Business, Windows Vista Home Premium, Windows Vista Home Basic

  • kbprb kbtshoot kbexpertiseadvanced kbsurveynew KB3118553
Feedback