Datensicherung mit Windows XP Home Teil 5

Der Support für Windows XP wurde eingestellt

Microsoft stellte am 8. April 2014 den Support für Windows XP ein. Diese Änderung wirkt sich auf Ihre Softwareupdates und Sicherheitsoptionen aus. Erfahren Sie, was das für Sie bedeutet und wie Sie Ihren Schutz aufrechterhalten können.

Zusammenfassung
Dieser Artikel ist Teil 5 zum Thema Datensicherung mit Windows XP Home Edition. Teil 5 zeigt auf, wie Sie ein Image erstellen können.
Um die anderen Kapitel aufzurufen, nutzen Sie bitte die Links am Ende des Artikels.

Folgend sind die Kapitel, die sich mit diesem Thema befassen:

Teil 1:  EinleitungTeil 2:  Methoden der DatensicherungTeil 3:  Die Datensicherung vorbereitenTeil 4:  Backup und RestoreTeil 5:  Ein Image erstellenTeil 6:  Kopien auf CD schreiben oder ins Netzwerk stellenTeil 7:  Daten retten


Nicht nur Backup-Software eignet sich für die Datensicherung. Sie können auch ein Image erstellen. Image-Tools legen exakte Abbilder kompletter Partitionen oder Festplatten an und speichern diese in sogenannten Image-Dateien.

Auf diese Weise können Sie nicht nur bequem Ihre Daten sichern, sondern ohne großen Aufwand auch das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme mit allen Einstellungen, die Sie im Laufe der Zeit eingerichtet haben.

Der Vorteil: Bei einem Systemcrash spielen Sie einfach das letzte Image zurück und schon ist der alte Zustand wiederhergestellt - ohne lästige Neuinstallation und Neukonfiguration.

Der Nachteil: Sie benötigen zusätzliche Software (wie z.B. DriveImage von Powerquest, jetzt Symantec), die nicht im Lieferumfang von Windows enthalten ist.

Am einfachsten gestaltet sich die Sicherung mit Images, wenn Sie Ihre Festplatte bereits in mehrere Partitionen unterteilt haben. Laufwerk C:\ beinhaltet dann Betriebssystem und Anwendungsprogramme und Laufwerk D:\ Ihre persönlichen Daten. So haben Sie die Möglichkeit, beide Laufwerke getrennt zu sichern:

  • das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme vor und nach (gelungenen) Neukonfigurationen
  • die Daten regelmäßig wie auch bei einer normalen Datensicherung

Als Sicherungslaufwerk dient Ihnen ein drittes Laufwerk (hier F:\) das alle Images aufnimmt.



Hinweis

Möglicherweise hat Ihr Rechner nur eine Partition. Sie können das im Arbeitsplatz kontrollieren. Finden Sie dort nur ein Festplattensymbol, haben Sie auch nur eine Festplatte mit einem Laufwerk, das im Ganzen verwaltet wird.

Das ist aber kein Problem. Zum einen gibt es Festplattentools wir z.B. PartitionMagic (ebenfalls Powerquest/Symantec), die auch bei einer bereits mit Daten beschriebenen Festplatte eine nachträgliche Partitionierung ohne Datenverlust ermöglichen, zum anderen kann auch DriveImage in abgespeckter Variante nachträglich neue Partitionen schaffen, ohne dass Daten verloren gehen.

Für Windows 98/Me eignet sich DriveImage 2002, die Nachfolgeversion DriveImage 7 ist für Windows 2000 und Windows XP. In dieser Anleitung wird DriveImage 2002 auch für Windows XP verwendet.

DriveImage installieren

  1. Legen Sie die CD ins CD-Laufwerk. Die Installation startet automatisch. Klicken Sie auf INSTALLIEREN.



  2. Der Installations-Assistent wird vorbereitet ...



  3. ... und begrüßt Sie zur Installation. Klicken Sie auf WEITER.



  4. Geben Sie Ihre Benutzerinformationen ein und klicken Sie auf WEITER.



  5. Akzeptieren Sie den Lizenzvertrag und klicken Sie auf JA.



  6. Geben Sie an, in welchen Ordner DriveImage installiert werden soll und klicken Sie auf WEITER.



  7. Geben Sie nun an, welche Features installiert werden sollen. Hat Ihr Rechner einen CD-Brenner, müssen Sie in der Regel auch die SCSI-Treiber installieren. Klicken Sie dann auf WEITER.



  8. Wählen Sie den Programmordner aus und klicken Sie auf WEITER.



  9. Die Installation beginnt.



  10. Sind alle Dateien kopiert, werden Sie aufgefordert, Notfalldisketten herzustellen. Sie dienen dazu, den Rechner bei einem Systemcrash von Diskette zu starten, um mit der DOS-Version von DriveImage ein intaktes Image wiederherzustellen zu können. Die Disketten lassen sich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einrichten. Deaktivieren Sie das Häkchen und klicken Sie auf WEITER.



  11. Klicken Sie auf FERTIGSTELLEN und dann auf BEENDEN.



  12. DriveImage ist nun einsatzbereit. Starten Sie das Programm über START - ALLE PROGRAMME - POWERQUEST DRIVE IMAGE 2002- DRIVE IMAGE 2002.
  13. Klicken Sie auf NICHT MEHR ANZEIGEN und auf OK.




Eine Backup-Partition erstellen

Image-Dateien sind in der Regel recht groß, insbesondere wenn Sie Ihr komplettes System sichern möchten. Daher empfiehlt es sich, Images auf Festplatten zu schreiben. Das geht am schnellsten und dort ist am meisten Platz. Allerdings können Sie die Image-Datei nicht einfach auf dem Laufwerk speichern, das sie gerade sichern. Sie benötigen also eine zweite Festplatte in Ihrem Rechner oder, wenn die nicht zur Verfügung steht, eine weitere Partition auf Ihrer Festplatte.

DriveImage kann diese Partition anlegen, ohne dass Daten von Ihrer Festplatte gelöscht werden. Es nimmt von jeder bereits vorhandenen Partition ein Stück weg und hat so Platz für die neue Partition.

Hinweis

Ist Ihre Festplatte zu klein für eine Backup-Partition, können Sie Ihr Image auf einen Netzwerkrechner schreiben, der eine größere Festplatte hat. Unter Umständen können Sie das Image auch direkt auf eine CD-R schreiben.

  1. Wollen Sie eine zusätzliche Backup-Partition einrichten, klicken Sie auf DATENTRÄGERVORGÄNGE.



  2. Hier sind alle für DriveImage relevanten Laufwerke aufgelistet. Klicken Sie auf NEUE PARTITION ERSTELLEN.



  3. Übernehmen Sie den Vorschlag und klicken Sie auf WEITER.



  4. Die Auswirkungen werden Ihnen vorab angezeigt. Klicken Sie auf FERTIG STELLEN, wenn Sie die neue Partition erstellen wollen oder auf ABBRECHEN, wenn Sie doch lieber ins Netzwerk sichern wollen.




Hinweis

Dieser Rechner hat bereits genügend Partitionen, so dass hier das Erstellen einer neuen Partition nicht nötig ist.

Ein Image auf der lokalen Festplatte erstellen

  1. Schließen Sie alle Dateien und Programme und starten Sie DriveImage.
  2. Klicken Sie auf IMAGE ERSTELLEN. Hier finden Sie derzeit ausgewählte Einstellungen. Da es Ihr erstes Image ist, sind die meisten Optionen noch nicht eingetragen.



  3. Klicken Sie auf LAUFWERKE AUSWÄHLEN. Markieren Sie das Laufwerk, das Sie sichern wollen.



  4. Klicken Sie auf ZIEL AUSWÄHLEN. Markieren Sie Ihr Backup-Laufwerk und geben Sie der Image-Datei einen aussagekräftigen Namen. Fügen Sie, wenn Sie wollen, noch einem Kommentar hinzu.



  5. Klicken Sie auf OPTIONEN. Wählen Sie die gewünschten Einstellungen aus.



  6. Klicken Sie anschließend auf ÜBERSICHT. Überprüfen Sie noch einmal alles.



  7. Klicken Sie anschließend auf FERTIG STELLEN.



  8. Klicken Sie auf JA.



  9. Das Image wird erstellt und überprüft.



  10. Das wars schon. Das Fenster schließt von alleine. Sie müssen nur noch DiveImage beenden.

Ein Image auf einem Netzwerklaufwerk erstellen

Wollen Sie das Image auf einem Netzlaufwerk erstellen, gehen Sie im Prinzip genauso vor. Sie müssen jedoch zuvor einige Vorbereitungen treffen.

  1. Legen Sie auf dem Netzwerkrechner einen Ordner an, der die Image-Datei enthalten soll.
  2. Geben Sie diesen Ordner frei.
  3. Stellen Sie auf Ihrem Rechner eine permanente Netzwerkverbindung her, indem Sie dem Netzwerkordner einen Laufwerksbuchstaben zuordnen. Damit wird er auch für DriveImage ansprechbar.
  4. Öffnen Sie dazu den Windows-Explorer. Wählen Sie EXTRAS - NETZWERLAUFWERK VERBINDEN.



  5. Wählen Sie einen freien Buchstaben für das Laufwerk aus und geben Sie den Pfad ein. Benutzen Sie die Schreibweise

    • \\RECHNERNAME\FREIGABENAME


    Hinweis

    In dieser Anleitung heißt der Ordner auf dem Netzwerkrechner DATEN VON MERCEDES und liegt auf Laufwerk G:\. Der Freigabename ist DATENSICHERUNG, der Computername BMW. Also heißt der Pfad zum Netzwerkordner

    • \\BMW\DATENSICHERUNG




  6. Aktivieren Sie ggf. das Häkchen VERBINDUNG BEI ANMELDUNG WIEDERHERSTELLEN und klicken Sie auf FERTIG STELLEN.



  7. Automatisch wird die Verbindung angezeigt.
  8. Nun können Sie das Image schreiben. Der Netzwerkordner erscheint jetzt auch als ein mögliches Ziel.




Image wiederherstellen

Im Falle eines Falles ist es genauso einfach, ein Image wiederherzustellen.

  1. Starten Sie DriveImage und klicken Sie auf IMAGE WIEDERHERSTELLEN.



  2. Als erstes sehen Sie wieder die Übersicht, die jedoch noch keine Auswahl Ihrerseits enthält.



  3. Klicken Sie auf IMAGE-DATEI AUSWÄHLEN und markieren Sie die entsprechende Image-Datei.



  4. Klicken Sie auf ZIEL AUSWÄHLEN und aktivieren Sie das Kontrollkästchen AN DEN URSPRÜNGLICHEN SPEICHERORTEN WIEDERHERSTELLEN.



  5. Klicken Sie auf ÜBERSICHT, um alles zu prüfen und dann auf FERTIGSTELLEN.



  6. Anschließend werden alle Dateien wiederhergestellt. Klicken Sie auf JA, um den Vorgang zu starten.



  7. Klicken Sie noch einmal auf JA.



  8. Danach startet der Vorgang. Sie können den Fortschritt wie beim Sichern mitverfolgen.

Einzelne Dateien extrahieren

Suchen Sie nach einer einzelnen verlorenen oder defekten Datei, müssen Sie nicht das ganze Image zurückspielen. Möglicherweise haben Sie seit dem Erstellen der Image-Datei bereits viele Daten verändert. Alle diese Änderungen wären beim Zurückspielen der kompletten Image-Datei wieder hinfällig, denn es werden ja alle Dateien auf den gesicherten Stand zurückgeschrieben.

  1. Starten Sie DriveImage und klicken Sie auf IMAGE-EXPLORER.



  2. Es startet der IMAGE-EXPLORER. Mit ihm können Sie die einzelnen Ordner und Dateien innerhalb der Image-Datei ansehen wie mit dem WINDOWS-EXPLORER die Originaldateien.



  3. Klicken Sie die gewünschte Datei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie WIEDERHERSTELLEN.





  4. Geben Sie den Ordner an, in dem die Datei wiederhergestellt werden soll und klicken Sie auf WIEDERHERSTELLEN.



  5. Anschließend steht die Datei wieder zur Verfügung.

Hinweis

Das Image vom Netzwerkrechner läßt sich nicht so einfach wiederherstellen. DriveImage macht Sie darauf aufmerksam, dass ein Neustart erforderlich ist. Nach dem Neustart steht das Netzwerk aber nicht mehr zur Verfügung, da eine DOS-Version von DriveImage zum Einsatz kommt.



Brechen Sie den Vorgang ab und erstellen Sie eine Netzwerk-Startdiskette.

Netzwerk-Startdiskette erstellen

  1. Starten Sie DriveImage und klicken Sie auf DISK BUILDER STARTEN.



  2. Klicken Sie auf WEITER.



  3. Geben Sie Ihren Benutzernamen und die Arbeitsgruppe an. Tragen Sie außerdem die Netzwerkverbindung ein, die Sie auch beim Erstellen des Images verwendet haben. Klicken Sie auf WEITER.



  4. Wählen Sie Ihre Netzwerkkarte aus und klicken Sie auf WEITER.



  5. Ist sie nicht in der Liste, können Sie den entsprechenden Eintrag ergänzen. Klicken Sie in diesem Fall auf HINZUFÜGEN.



  6. Legen Sie die Treiberdiskette bzw.-CD ein und klicken Sie auf die Schaltfläche mit den 3 Punkten. Suchen Sie die entsprechende .INF-Datei, markieren Sie sie und klicken Sie auf ÖFFNEN.



  7. Klicken Sie auf WEITER.



  8. Markieren Sie Ihre Netzwerkkarte und klicken Sie auf WEITER.



  9. Suchen Sie nun den DOS-Treiber für Ihre Netzwerkkarte.



  10. Markieren Sie ihn und klicken Sie auf ÖFFNEN.



  11. Klicken Sie auf FERTIG STELLEN.



  12. Von jetzt an steht auch Ihre Netzwerkkarte in der Liste. Klicken Sie auf WEITER.



  13. Klicken Sie auf DISKETTE und auf FERTIGSTELLEN. Halten Sie 2 Disketten bereit. Die erste Diskette enthält den DOS-Client zur Netzwerkanbindung, die 2. Diskette enthält die DOS-Version von DriveImage.



  14. Legen Sie die erste Diskette ein und klicken Sie auf OK.



  15. Der Kopiervorgang beginnt.



  16. Legen Sie die 2. Diskette ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden und klicken Sie auf OK.



  17. Das Kopieren wird fortgesetzt.



  18. Ist alles fertig, erhalten Sie eine entsprechende Nachricht. Klicken Sie auf NEIN, um den Vorgang abzuschließen.



  19. Klicken Sie auf BEENDEN.

Hinweis

Die Vergabe der IP-Adressen wird über DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) konfiguriert. Haben Sie Ihr Netzwerk z.B. für die Verwendung von ICS (Internet Connection Sharing - Internetverbindungsfreigabe) eingerichtet, ist das genau richtig. Benutzen Sie in Ihrem Netzwerk jedoch feste IP-Adressen, müssen Sie noch eine Kleinigkeit ändern.

  1. Legen Sie die erste Diskette ein und öffnen Sie den Ordner A:\NET. Doppelklicken Sie auf PROTOCOL.INI.



  2. Suchen Sie den Abschnitt [TCPIP].



  3. Tragen Sie eine gültige IP Adresse und die Subnetzmaske ein und deaktivieren Sie DHCP. Gültige Einträge hierfür sind z.B.

    • SUBNETMASK0=255 255 255 000
    • IPADDRESS0=192 168 000 200
    • DISABLEDHCP=1

    Ergänzen Sie PROTOCOL.INI entsprechend und speichern Sie die Änderung.



  4. Legen Sie anschließend die 1. Netzwerk-Startdiskette in das Diskettenlaufwerk und starten Sie Ihren Rechner neu. Folgen Sie den Anweisungen zu Benutzername und Kennwort. Nach dem Aufbau der Netzwerkverbindung legen Sie die 2. Diskette ein und warten auf den Start von DriveImage . Alle lokalen Laufwerke und das angegebene Netzwerklaufwerk stehen zur Verfügung.

Systempartition sichern und wiederherstellen

Wollen Sie auch Ihr Windows-System mit einem Image schützen, gehen Sie genau so vor wie beim Sichern und Wiederherstellen der Datenpartition. DriveImage startet auch hierbei den Rechner neu und benutzt den DOS-Modus, da die Sicherung oder Wiederherstellung im laufenden Betrieb nicht möglich ist.

Das gleiche gilt, wenn Sie System, Anwendungsprogramme und Daten auf einer Partition verwalten (nicht zu empfehlen).

Hinweis

Zur Sicherheit sollten Sie auch Notfalldisketten anlegen. Klicken Sie dazu auf START - PROGRAMME - POWERQUEST DRIVE IMAGE 2002 - NOTFALLDISKETTEN ERSTELLEN und folgen Sie den Anweisungen. So können Sie das System auch nach einem Systemcrash ans Laufen bringen. Mit den Notfalldisketten stehen jedoch nur die lokalen Laufwerke zur Verfügung.

INFORMATIONSQUELLEN

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Teil 1 Datensicherung mit Windows XP Home Edition (842149)
Einleitung

Teil 2 Datensicherung mit Windows XP Home Edition (842150)
Methoden der Datensicherung

Teil 3 Datensicherung mit Windows XP Home Edition (842151)
Die Datensicherung vorbereiten

Teil 4 Datensicherung mit Windows XP Home Edition (842152)
Backup und Restore

Teil 5 Datensicherung mit Windows 98 SE (842153)
Ein Image erstellen

Teil 6 Datensicherung mit Windows XP Home Edition (842154)
Kopien auf CD schreiben oder ins Netzwerk stellen

Teil 7 Datensicherung mit Windows XP Home Edition (842155)
Daten retten

Eigenschaften

Artikelnummer: 842153 – Letzte Überarbeitung: 07/04/2006 08:48:40 – Revision: 1.7

Microsoft Windows XP Home Edition

  • kbhowto kbstepbystep KB842153
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