Ihr Computer kann manche oder alle Dateien auf CDs oder DVDs nicht lesen, die unter Verwendung des OSTA-UDF-Dateisystemstandards aufgezeichnet wurden (OSTA = Optical Storage Technology Association, UDF = Universal Disk Format). Folgende Symptome können auftreten:
Der Datenträger wird nicht erkannt und wird leer angezeigt.
Wenn Sie versuchen, im Windows Explorer auf Dateien zuzugreifen, werden Fehlermeldungen wie "Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar" angezeigt.
Manche Teile eines DVD-Videos funktionieren eventuell nicht richtig (bitte beachten Sie, dass das auch an einem Problem mit den DVD-Videodaten oder der Playersoftware liegen kann, was nicht Thema dieses Artikels ist).
Dieses Problem kann aus einem der folgenden Gründe auftreten:
Ihre Version von Microsoft Windows unterstützt möglicherweise die auf dem Datenträger verwendete UDF-Version nicht. Die meisten DVD-ROMs/-Videos mit UDF 1.02-CD- oder DVD R/RW-Inhalten, die mit "Drag&Drop"-Software aufgezeichnet wurden, enthalten UDF 1.5 oder eine höhere Version. Windows XP unterstützt UDF 1.02, 1.5 und 2.01.
Die Aufzeichnungssoftware, die zur Erstellung des Datenträgers verwendet wurde, hat möglicherweise ungültige Strukturen (Strukturen, die nicht mit dem Standard übereinstimmen) auf dem Datenträger erzeugt. Diese Strukturen können von anderen UDF-Lesern wie z.B. denen, die in Windows XP integriert sind, nicht gelesen werden. Manche "gepressten" DVD-ROMs und DVD-Videos können ebenfalls Fehler enthalten. (Im Abschnitt "Informationsquellen" wird auf ein UDF-Validierungstool verwiesen, das nach Fehlern auf dem Datenträger suchen kann).
Bestimmte "Drag&Drop"-Aufzeichnungsprogramme (z.B. das Adaptec/Roxio-Programm "DirectCD") ermöglichen eine "Komprimierung" bei der Formatierung von Datenträgern. Eine Komprimierung ist im OSTA-UDF-Standard nicht vorgesehen, und Datenträger mit Komprimierung sind eventuell nur für UDF-Leser des jeweiligen Softwareanbieters lesbar.
CD-Rs und DVD-Rs können "offen" sein. Bevor Sie den Datenträger auf Computern verwenden können, auf denen die Aufzeichnungssoftware nicht installiert ist, muss er fertig gestellt (geschlossen) werden.
Das Laufwerk kann den Medientyp nicht lesen. Beispielsweise können nicht alle DVD-ROM-Laufwerke DVD-Rs lesen. Viele DVD-ROM-Laufwerke können keine DVD-RAMs lesen. Die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu beheben, ist das Ersetzen des Laufwerks oder die Verwendung eines anderen Medientyps.
Der Datenträger kann "schlecht gebrannt" sein. Manche Kombinationen von Recorder/Medienfabrikat/Leser sind nicht kompatibel.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um dieses Problem zu umgehen:
Stellen Sie sicher, dass Sie das neueste Windows Service Pack installiert haben. Suchen Sie auf der Microsoft-Website nach Hotfixes, die eventuell nach der Freigabe des letzten Service Pack für den Microsoft-UDFS-Dateisystemtreiber zur Verfügung gestellt worden sind.
Wenn es sich bei dem Datenträger um einen kommerziellen Titel handelt und Ihre Windows-Version UDF unterstützt, wenden Sie sich an den Anbieter des Titels.
Wenn Ihre Windows-Version die UDF-Version auf dem Datenträger unterstützt und der Datenträger eine "Bridge Disc" ist, die ISO9660 oder Joliet enthält (DVD-ROM-Datenträger sind in der Regel "Bridge Discs"), versuchen Sie, Windows Media Player zu öffnen, während der Datenträger sich im Laufwerk befindet. Windows Media Player sendet eine bestimmte Art von Dateisystemanforderung, die manchmal bewirken kann, dass der Datenträger über das CDFS-Dateisystem sichtbar wird.
Wenn Sie den Datenträger selbst aufzeichnen, stellen Sie sicher, dass die folgenden Bedingungen gegeben sind:
Sie haben die aktuellen Updates für Ihre Aufzeichnungssoftware.
Sie haben (sofern verfügbar) keine Komprimierung in der Aufzeichnungssoftware ausgewählt.
Der Datenträger wurde für die Verwendung auf anderen Computern vorbereitet (sofern möglich), bevor Sie ihn aus dem Recorder entfernen.
Die UDF-Version, die Sie erstellen, wird in der Windows-Version unterstützt, die Sie zum Lesen des Datenträgers verwenden.
Wenn der Datenträger kein kommerzieller Titel ist, wenn Sie ihn nicht selbst aufzeichnen oder er einige Zeit zuvor aufgezeichnet wurde und der Inhalt anderweitig nicht verfügbar ist, gehen Sie folgendermaßen vor:
Kontaktieren Sie den Anbieter der Aufzeichnungssoftware, die zum Erstellen des Datenträgers verwendet wurde. Manche Anbieter stellen kostenlos UDF-Lesesoftware zur Verfügung (siehe Abschnitt "Weitere Informationen"), die vom Standard abweichende Erweiterungen für UDF unterstützt, die vom Anbieter verwendet wurden (z.B. Komprimierung) und Datenträgerformatierungsfehler ignorieren, die durch Fehler in der Software des Anbieters verursacht wurden.
Wenn die von Ihnen verwendete Windows-Version UDF nicht unterstützt oder die benötigte Version nicht unterstützt, verwenden Sie die zuvor beschriebene Umgehungsmöglichkeit.
UDF ist am häufigsten in folgenen Fällen anzutreffen (Liste ist nicht vollständig):
DVD-ROM oder DVD-Video.
CD-Rs oder DVDs, die auf bestimmten Unterhaltungselektronik-Geräten (wie DVD-VCRs oder digitalen Kameras) aufgezeichnet wurden.
CD-R/RWs, die auf einem Computer über eine Drag&Drop"-Aufzeichnungssoftware aufgezeichnet wurden.
DVD-R/RWs oder DVD+R/RWs oder DVD-RAMs, die auf einem Computer aufgezeichnet wurden.
Einige häufig verwendete Drag&Drop"- oder "Drive Letter Access"-Softwarepakete (mit Zugriff über Laufwerkbuchstaben), die Datenträger im UDF-Format erzeugen können:
B's Clip (von BHA)
DirectCD (von Adaptec/Roxio)
InCD (von Ahead)
PacketCD (von CeQuadrat)
RecordNow MAX, MyCD, PrimoCD und PrimoDVD (von Veritas)
Write DVD! (von Software Architects)
UDF-Datenträger können auch mit "Mastering"-Software erstellt werden, die von vielen dieser Softwareanbieter erhältlich ist. Die in Windows XP integrierte Funktionalität für das Brennen von CDs (IMAPI) erzeugt kein UDF-Format.
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