Optimieren von Windows für bessere Leistung

Hier finden Sie einige Tipps, mit denen Sie Windows 7 im Sinne einer besseren Leistung optimieren können.

Ausführen der Leistungsproblembehandlung

Als Erstes können Sie die Leistungsproblembehandlung ausführen, um Probleme automatisch zu finden und zu beheben. Bei der Leistungsproblembehandlung wird nach Problemen gesucht, die die Leistung Ihres Computers beeinträchtigen können, z. B. die Anzahl der aktuell am Computer angemeldeten Benutzer und der gleichzeitig ausgeführten Programme.

Öffnen Sie die Leistungsproblembehandlung, indem Sie auf die Schaltfläche Start

Abbildung der Schaltfläche „Start“
und anschließend auf Systemsteuerung klicken. Geben Sie im Suchfeld den Text Problembehandlung ein und klicken Sie dann auf Problembehandlung. Klicken Sie unter System und Sicherheit auf Nach Leistungsproblemen suchen.

Löschen nicht verwendeter Programme

Viele PC-Hersteller installieren auf neuen Computern Programme, die Sie nicht bestellt haben und möglicherweise nicht wünschen. Dazu zählen häufig Test- und zeitlich begrenzte Programmversionen, von denen die Softwarehersteller hoffen, dass Sie sie testen, für sinnvoll erachten und für ein Upgrade auf neuere oder Vollversionen bezahlen. Wenn Sie diese nicht möchten, kann das Beibehalten der Software Ihren Computer verlangsamen, da sie wertvollen Arbeitsspeicher und Speicherplatz sowie Rechenleistung beansprucht.

Es empfiehlt sich, alle Programme zu deinstallieren, die Sie nicht verwenden möchten. Dies sollte sowohl für vom Hersteller als auch für selbst installierte Software gelten, die Sie nicht mehr benötigen – insbesondere Hilfsprogramme zum Verwalten und Optimieren der Computerhardware und Software. Hilfsprogramme wie z. B. Virenscanner sowie Datenträgerbereinigungs- und Sicherungstools werden häufig automatisch beim Hochfahren gestartet und unsichtbar im Hintergrund ausgeführt. Viele Benutzer wissen gar nicht, dass diese Programme ausgeführt werden.

Auch ältere PCs können vom Hersteller installierte Programme enthalten, die Sie noch nie bemerkt oder längst vergessen haben. Es ist nie zu spät, diese zu entfernen und dadurch Systemressourcen freizugeben. Möglicherweise wollten Sie die Software zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, haben dies jedoch nie getan. Deinstallieren Sie diese Software und überprüfen Sie, ob Ihr Computer schneller läuft.

Begrenzen der Anzahl der beim Start ausgeführten Programme

Viele Programme werden beim Starten von Windows automatisch gestartet. Softwarehersteller konfigurieren ihre Programme häufig so, dass sie unsichtbar im Hintergrund ausgeführt werden, damit sie beim Klicken auf die Symbole sofort geöffnet werden. Dies ist für häufig verwendete Programme hilfreich. Bei Programmen, die Sie selten oder nie verwenden, wird dadurch jedoch wertvoller Arbeitsspeicher verschwendet und für das Starten von Windows wird mehr Zeit benötigt.

Entscheiden Sie selbst, ob ein Programm beim Start ausgeführt werden soll.

Wie können Sie feststellen, welche Programme beim Start automatisch ausgeführt werden? In einigen Fällen ist dies offensichtlich, da die Anwendung dem Infobereich auf der Taskleiste ein Symbol hinzufügt, sodass die Anwendung als ausgeführt erkennbar ist. Sehen Sie dort nach, um festzustellen, ob Programme ausgeführt werden, die nicht automatisch gestartet werden sollen. Zeigen Sie auf die einzelnen Symbole, um die Programmnamen anzuzeigen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ausgeblendete Symbole einblenden, um sicherzustellen, dass Sie keine Symbole übersehen.

Auch nachdem Sie den Infobereich überprüft haben, können noch Programme vorhanden sein, die beim Start automatisch ausgeführt werden. AutoRuns für Windows, ein kostenloses Tool, das Sie von der Microsoft-Website herunterladen können, zeigt alle Programme und Prozesse an, die beim Starten von Windows ausgeführt werden. Sie können das automatische Ausführen eines Programms beim Start von Windows beenden, indem Sie das Programm AutoRuns for Windows öffnen und dann das Kontrollkästchen neben dem Namen des zu beendenden Programms deaktivieren. AutoRuns für Windows ist für erfahrene Benutzer gedacht.

Defragmentieren der Festplatte

Die Fragmentierung verursacht Ihrer Festplatte zusätzliche Arbeit, die Ihren Computer verlangsamen kann. Bei der Defragmentierung werden fragmentierte Daten neu angeordnet, sodass die Festplatte effizienter arbeiten kann. Die Defragmentierung wird regelmäßig ausgeführt, Sie können die Festplatte jedoch auch manuell defragmentieren.

Bereinigen der Festplatte

Nicht benötigte Dateien auf der Festplatte belegen Speicherplatz und können den Computer verlangsamen. Die Datenträgerbereinigung löscht temporäre Dateien, leert den Papierkorb und entfernt verschiedene Systemdateien und andere Elemente, die Sie nicht mehr benötigen.

Weniger Programme gleichzeitig ausführen

Manchmal kann eine Veränderung Ihrer Arbeitsweise großen Einfluss auf die Leistung Ihres PCs haben. Wenn Sie der Typ von PC-Benutzer sind, der gerne acht Programme und ein Dutzend Browserfenster gleichzeitig geöffnet hat – und gleichzeitig mit Freunden chattet – dürfen Sie nicht überrascht sein, wenn Ihr PC langsamer wird. Auch eine große Anzahl geöffneter E-Mail-Nachrichten kann Arbeitsspeicher beanspruchen.

Wenn sich Ihr PC verlangsamt, sollten Sie sich fragen, ob Sie wirklich alle Programme und Fenster gleichzeitig geöffnet haben müssen. Suchen Sie eine bessere Möglichkeit, sich an das Beantworten von E-Mails zu erinnern, als alle zu öffnen.

Stellen Sie sicher, dass nur ein Antivirenprogramm ausgeführt wird. Auch das Ausführen mehrerer Antivirenprogramme kann Ihren Computer verlangsamen. Glücklicherweise benachrichtigt Sie das Info-Center, wenn mehr als ein Antivirenprogramm ausgeführt wird, und Sie können das Problem beheben.

Deaktivieren visueller Effekte

Wenn Windows langsam ist, können Sie es beschleunigen, indem Sie einige der visuellen Effekte deaktivieren. Es geht darum, Darstellung und Leistung abzuwägen. Möchten Sie, dass Windows schneller ausgeführt wird oder besser aussieht? Wenn Ihr PC schnell genug ist, müssen Sie diesen Kompromiss nicht eingehen. Aber wenn Ihr Computer kaum leistungsfähig genug für Windows 7 ist, kann es sinnvoll sein, auf den visuellen Schnickschnack zu verzichten.

Sie können die zu deaktivierenden visuellen Effekte selbst einzeln auswählen oder dies Windows überlassen. Sie können unter 20 visuellen Effekten auswählen, z. B. die transparente Ansicht, die Art, wie Menüs geöffnet oder geschlossen werden, und die Anzeige von Schatten.

So passen Sie alle visuellen Effekte im Sinne einer optimalen Leistung an:

  1. Öffnen Sie „Leistungsinformationen und -tools“, indem Sie auf die Schaltfläche Start 
    Abbildung der Schaltfläche „Start“
    und anschließend auf Systemsteuerung klicken. Geben Sie im Suchfeld den Text Leistungsinformationen und -tools ein und klicken Sie in der Ergebnisliste auf Leistungsinformationen und -tools.
  2. Klicken Sie auf Visuelle Effekte anpassen
    Administratorberechtigung erforderlich
    . Geben Sie bei entsprechender Aufforderung das Administratorkennwort oder die Bestätigung ein.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Visuelle Effekte, auf Für optimale Leistung anpassen und dann auf OK. (Eine weniger drastische Option ist Optimale Einstellung automatisch auswählen.)


Regelmäßiges Neustarten

Dieser Tipp ist fast trivial. Starten Sie Ihren PC mindestens einmal pro Woche neu, insbesondere, wenn Sie ihn häufig verwenden. Das Neustarten des PCs ist eine gute Möglichkeit, den Arbeitsspeicher zu löschen und sicherzustellen, dass alle versehentlich gestarteten Prozesse und Dienste beendet werden.

Beim Neustart wird die gesamte auf dem PC ausgeführte Software geschlossen – nicht nur die auf der Taskleiste aufgeführten Programme, sondern auch Dutzende von Diensten, die von verschiedenen Programmen gestartet und nie beendet wurden. Ein Neustart kann unerklärliche Leistungsprobleme beheben, deren genaue Ursache schwer zu lokalisieren ist.

Wenn Sie so viele Programme, E-Mails und Websites geöffnet haben, dass Sie einen Neustart für lästig halten, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie den PC neu starten sollten. Je mehr Inhalte geöffnet sind und je länger diese ausgeführt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr PC langsamer wird und irgendwann der Arbeitsspeicher knapp wird.

Hinzufügen von zusätzlichem Arbeitsspeicher

Dies ist keine Anleitung zum Kaufen von Hardware, die die Geschwindigkeit Ihres Computers erhöht. Aber keine Diskussion über ein schnelleres Ausführen von Windows wäre komplett, ohne zu erwähnen, dass Sie Ihrem PC möglicherweise mehr Arbeitsspeicher (RAM) hinzufügen sollten.

Wenn ein Computer unter Windows 7 als zu langsam erscheint, liegt dies in der Regel daran, dass der PC nicht über genügend Arbeitsspeicher verfügt. Wenn Sie mehr hinzufügen, wird er automatisch schneller.

Windows 7 kann auf einem PC mit 1 GB Arbeitsspeicher ausgeführt werden, läuft jedoch besser mit 2 GB. Erweitern Sie den Arbeitsspeicher für eine optimale Leistung auf 3 GB oder mehr.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Speicher mithilfe von Windows ReadyBoost zu vergrößern. Mit diesem Feature können Sie den verfügbaren Speicherplatz auf Wechseldatenträger wie z. B. USB-Speichersticks auslagern, um Ihren Computer zu beschleunigen. Es ist einfacher, einen Stick in den USB-Anschluss zu stecken, als das PC-Gehäuse zu öffnen und Speichermodule in die Hauptplatine einzubauen.

Überprüfen auf Viren und Spyware

Wenn Ihr PC langsam ist, kann es sein, dass er mit einem Virus oder mit Spyware infiziert ist. Dies ist nicht so häufig der Fall wie die anderen Probleme, muss jedoch berücksichtigt werden. Bevor Sie sich zu viele Gedanken machen, sollten Sie Ihren PC mit Antispyware- und Antivirenprogrammen prüfen.

Ein häufiges Anzeichen für eine Vireninfektion ist eine bedeutend langsamere Computerleistung als gewöhnlich. Weitere Anzeichen sind unerwartete auf dem PC angezeigte Nachrichten, automatisch gestartete Programme oder das Geräusch einer unablässig arbeitenden Festplatte.

Spyware wird in der Regel ohne Ihr Wissen installiert, um Ihre Aktivitäten im Internet zu beobachten. Sie können mit Windows Defender oder anderen Antispywareprogrammen nach Spyware suchen.

Die beste Art für den Umgang mit Viren ist, eine Infektion von vornherein zu verhindern. Führen Sie stets Antivirensoftware aus und halten Sie sie auf dem neuesten Stand. Trotz solcher Vorsichtsmaßnahmen ist es jedoch möglich, dass Ihr PC infiziert wird.

Überprüfen der Geschwindigkeit des Computers

Wenn Sie diese Tipps umsetzen und Ihr Computer nach wie vor zu langsam ist, benötigen Sie möglicherweise einen neuen PC oder einige Hardwareupgrades, z. B. eine neue Festplatte oder eine schnellere Grafikkarte. Sie müssen die Geschwindigkeit Ihres Computers jedoch nicht erraten. Windows bietet eine Möglichkeit zum Prüfen und Bewerten der Geschwindigkeit Ihres PCs an: den Windows-Leistungsindex.

Der Windows-Leistungsindex bewertet Ihren Computer anhand von fünf Schlüsselkomponenten, für die Sie ebenso wie für die Gesamtbewertung einen Wert erhalten. Die Gesamtbewertung ist immer nur so gut wie der Wert für die schlechteste Komponente. Die Werte liegen derzeit im Bereich von 1 bis 7,9. Wenn Ihr PC mit weniger als 2 oder 3 bewertet wird, sollten Sie abhängig davon, welche Aufgaben Sie erledigen möchten, über den Kauf eines neuen PCs nachdenken.

Ändern der Größe des virtuellen Arbeitsspeichers

Wenn Warnungen angezeigt werden, dass nicht genügend virtueller Arbeitsspeicher verfügbar ist, müssen Sie die Mindestgröße der Auslagerungsdatei erhöhen. Windows legt die anfängliche Mindestgröße der Auslagerungsdatei auf die Größe des auf dem PC installierten Arbeitsspeichers (Random Access Memory, RAM) und die maximale Größe auf das Dreifache der auf dem Computer installierten RAM-Größe fest. Wenn bei diesen empfohlenen Werten Warnungen angezeigt werden, erhöhen Sie die Mindestgröße und die maximale Größe.

  1. Öffnen Sie das System, indem Sie auf die Schaltfläche Start  
    Abbildung der Schaltfläche „Start“
    klicken,
    mit der rechten Maustaste auf Computer und anschließend auf Eigenschaften klicken.
  2. Klicken Sie im linken Bereich auf Erweiterte Systemeinstellungen
    Administratorberechtigung erforderlich
    .
    Geben Sie bei entsprechender Aufforderung das Administratorkennwort oder die Bestätigung ein.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Erweitert unter Leistung auf Einstellungen.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert und anschließend unter Virtueller Arbeitsspeicher auf Ändern.
  5. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten.
  6. Klicken Sie unter Laufwerk [Bezeichnung] auf das Laufwerk, das die zu ändernde Auslagerungsdatei enthält.
  7. Klicken Sie auf Benutzerdefinierte Größe, geben Sie im Feld Anfangsgröße (MB) oder Maximale Größe (MB) eine neue Größe in Megabytes ein, klicken Sie auf „Festlegen“ und dann auf OK.


Eigenschaften

Artikelnummer: 15055 – Letzte Überarbeitung: 14.09.2016 – Revision: 2

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