Desktop-Apps greifen anders als Microsoft Store-Apps auf Daten zu. Sie verwenden keine Eingabeaufforderungen für Windows-Datenschutzberechtigungen und werden nicht auf Seiten mit Datenschutzeinstellungen angezeigt, auf denen Sie den App-Zugriff auf Daten verwalten. Daher steuern die Windows-Datenschutzeinstellungen nicht, wie Desktop-Apps auf personenbezogene Daten auf Ihrem Gerät zugreifen.
Was sind Desktop-Apps?
Sie können aus dem Microsoft Store heruntergeladen, aus dem Internet heruntergeladen oder mit einem bestimmten Medientyp (z. B. einer CD, DVD oder einem USB-Speichergerät) installiert werden. Sie werden mit einer .EXE-, .MSI- oder .DLL-Datei geöffnet und in der Regel auf Ihrem Gerät ausgeführt, im Gegensatz zu webbasierten Apps (die in der Cloud ausgeführt werden).
Warum sagen einige Apps im Microsoft Store vom App-Entwickler "Bereitgestellt und aktualisiert"?
Apps mit dieser Bezeichnung werden von der Website des Entwicklers heruntergeladen und vom Entwickler aktualisiert, anstatt über den Microsoft Store aktualisiert zu werden.
Beziehung zwischen Desktop-Apps und Windows-Datenschutzeinstellungen
Mit den Windows-Datenschutzeinstellungen können Sie steuern, welche Apps auf bestimmte Funktionen (z. B. Standort, Kamera oder Mikrofon) zugreifen können. Desktop-Apps werden nicht immer in diesen Listen angezeigt, und einige Einstellungen wirken sich möglicherweise nicht darauf aus.
So verwalten Sie, worauf eine Desktop-App zugreifen kann:
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Lesen Sie die Datenschutzrichtlinie der App, um zu verstehen, wie personenbezogene Daten gesammelt und verwendet werden, die auf Ihrem Gerät gespeichert sind.
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Überprüfen Sie die eigenen Einstellungen der App. Viele Desktop-Apps bieten Optionen, mit denen Sie den Datenzugriff steuern können.
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Installieren Sie Apps nur aus Quellen, die Sie als vertrauenswürdig verwenden. Dies kann das Risiko eines unerwünschten Datenzugriffs verringern.
Hinweis: Es gibt verschiedene Ausnahmenebenen, die bestimmen, wie eine Desktop-App über die in Windows verfügbaren Datenschutzkontrollen hinaus auf personenbezogene Daten zugreifen und diese verwenden kann.
Ort
Auch wenn Sie die Geräteposition in Windows deaktivieren, können einige Apps und Dienste von Drittanbietern Ihren Standort mithilfe anderer Signale (z. B. Bluetooth, WLAN oder Mobilfunk) schätzen.
Microsoft verlangt von Drittanbieterentwicklern, die Apps im Microsoft Store veröffentlichen (oder Apps mithilfe von Microsoft-Tools erstellen), die Windows-Standorteinstellungen zu respektieren, es sei denn, Sie haben eine gesetzlich vorgeschriebene Zustimmung gegeben, damit der Entwickler Ihren Standort bestimmen kann.
Wenn Sie einen umfassenderen Schutz für Standortdaten wünschen, können Sie funkbasierte Komponenten (z. B. WLAN, Bluetooth, Mobilfunk oder GPS) deaktivieren. Beachten Sie, dass sich dies auf Erfahrungen wie Anrufe (einschließlich Notruf), Messaging, Internetzugriff und Herstellen einer Verbindung mit Peripheriegeräten auswirken kann.
Datenschutzeinstellungen für Kamera, Mikrofon und andere Peripheriegeräte
Einige Desktop-Apps sind möglicherweise nicht betroffen, wenn Sie bestimmte Datenschutzeinstellungen deaktivieren. Wenn eine App beispielsweise einen Treiber installiert, könnte sie direkt mit Kamera- oder Mikrofonhardware interagieren und die Zugriffssteuerung durch Windows umgehen.
Wenn Sie einen umfassenderen Schutz für diese Geräte wünschen, sollten Sie das Gerät trennen oder deaktivieren (z. B. Kamera oder Mikrofon deaktivieren).
Weitere Datenschutzeinstellungen
Für andere Datenschutzeinstellungen, die oben nicht erwähnt wurden, können Sie nicht verhindern, dass Desktop-Apps sie umgehen und unbemerkt auf persönliche Daten zugreifen. Um das zu unterbinden, müssen Sie solche Apps deinstallieren oder nicht verwenden.