Artikel-ID: 308417 - Geändert am: Dienstag, 13. Oktober 2009 - Version: 4.2 So konfigurieren Sie die Leistungsoptionen in Windows XPDieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D308417 Auf dieser SeiteEINFÜHRUNG Windows weist die Systemressourcen auf der Grundlage der bestehenden Einstellungen zu und verwaltet die vorhandenen Geräte und Programme entsprechend. Sie können diese Leistungsoptionen und deren Verwaltung durch Windows aber über das Systemsteuerungselement "System" ändern. In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie die Leistungsoptionen für Ihren Computer durch Herunterladen und Verwenden des interaktiven Begleiters oder mithilfe manueller Schritte festlegen können. Weitere InformationenWenn Sie den interaktiven Begleiter nicht herunterladen oder installieren können, befolgen Sie die in diesem Artikel beschriebenen manuellen Schritte. Manuelle Schritte zum Konfigurieren der Leistungsoptionen in Windows XPWenn Sie den interaktiven Begleiter nicht herunterladen oder installieren möchten, können Sie die Leistungsoptionen in Windows XP auch manuell konfigurieren.Dieser Abschnitt richtet sich an fortgeschrittene Computerbenutzer. Wenn Sie sich bei den Anweisungen für Fortgeschrittene unsicher sind, können Sie sich an den Support wenden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf folgender Website von Microsoft: http://support.microsoft.com/contactus
(http://support.microsoft.com/contactus)
Hinweis Zum Festlegen von vielen dieser Leistungsoptionen müssen Sie bei Windows mit einem Computeradministratorkonto angemeldet sein. Um zu überprüfen, ob Sie bei Windows mit einem Computeradministratorkonto angemeldet sind, öffnen Sie die folgende Microsoft-Website:http://support.microsoft.com/gp/admin
(http://support.microsoft.com/gp/admin)
Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Leistungsoptionen für den Computer manuell zu konfigurieren:Schritt 1: Manuelles Verwalten der ProzessorzeitplanungFür die CPU eines Computers ist nur eine begrenzte Menge an Ressourcen verfügbar. Windows verwaltet diese Ressourcen automatisch und kann Tasks auf die vorhandenen Prozessoren verteilen oder den Ablauf mehrerer Prozesse auf einem einzigen Prozessor steuern. Sie können anpassen, wie Windows diese Ressourcen verwaltet, indem Sie die Ressourcen auf Vordergrundprogramme und Hintergrunddienste nach Priorität aufteilen.Standardmäßig räumt Windows den Programmen im Vordergrund Priorität ein. Durch diese zusätzlichen Verarbeitungsressourcen verkürzt sich die Antwortzeit von Programmen. Wenn aber bestimmte Hintergrunddienste (zum Beispiel Dienste zum Drucken oder zum Erstellen von Sicherungskopien), die ausgeführt werden, während Sie in anderen Programmen arbeiten, schneller reagieren sollen, können Sie Windows so einstellen, dass die Prozessorressourcen gleichmäßig auf Vordergrund- und Hintergrundprogramme verteilt werden. Hinweis Wenn Sie den Windows XP-Computer als Server einsetzen, empfiehlt es sich, den Hintergrunddiensten mehr Ressourcen zuzuweisen. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Leistung von Vordergrund- und Hintergrundprogrammen manuell zu ändern
Schritt 2: Manuelles Verwalten des ComputerspeichersWenn der installierte physikalische RAM Ihres Computers nahezu erschöpft ist, erweitert Windows den RAM mithilfe einer Auslagerungsdatei auf der Festplatte, die auch als virtueller Speicher bezeichnet wird, um physikalischen RAM zu simulieren. Die Standardgröße für die Auslagerungsdatei des virtuellen Speichers, die während der Installation erstellt wird, ist 1,5 mal so groß wie der auf dem Computer verfügbare physikalische RAM. Somit verfügt ein Computer mit einem installierten 1 GB RAM über einen virtuellen Speicher von 1,5 GB.Sie können die Größe der Auslagerungsdatei manuell vergrößern oder verkleinern. Sie können den virtuellen Speicher auch optimieren, indem Sie den zugewiesenen Speicherplatz auf mehrere Laufwerke verteilen und ihn von langsamen oder stark beanspruchten Laufwerken entfernen. Um Ihren virtuellen Speicher zu optimieren, verteilen Sie ihn auf möglichst viele physische Festplatten. Bei der Auswahl der Laufwerke sollten Sie die folgenden Richtlinien beachten:
Manuelles Ändern der Größe der Auslagerungsdatei für den virtuellen SpeicherSie müssen als Administrator oder als Mitglied der Gruppe Administratoren angemeldet sein, um das folgende Verfahren durchführen zu können. Wenn Ihr Computer mit einem Netzwerk verbunden ist, verhindern Netzwerkrichtlinieneinstellungen möglicherweise die Durchführung dieser Prozedur.Um die Größe des virtuellen Speichers manuell zu ändern, gehen Sie wie folgt vor:
Hinweise
Manuelle Optimierung der SpeichernutzungSie haben die Möglichkeit, die Speichernutzung auf Ihrem Computer für spezielle Anforderungen zu optimieren. Falls Ihr Computer nicht als Server, sondern als Arbeitsstation eingesetzt wird, können Sie die Leistung steigern, indem Sie mehr Speicherplatz für Ihre Programme reservieren. In diesem Fall arbeiten die Programme schneller, und die Systemcachegröße kann der in Windows XP definierten Standardgröße entsprechen. Sie können auch festlegen, dass mehr Speicherplatz für einen größeren Systemcache genutzt wird, wenn Ihr Computer primär als Server eingesetzt wird oder Sie mit Programmen arbeiten, die einen großen Systemcache erfordern.
Schritt 3: Manuelles Ändern visueller EffekteWindows bietet diverse Optionen, um die visuellen Effekte auf Ihrem Computer nach Ihren Wünschen zu gestalten. Sie können beispielsweise Menüschatten anzeigen oder Windows so konfigurieren, dass der gesamte Inhalt eines Fensters angezeigt wird, während Sie es auf dem Bildschirm bewegen.Hinweis Viele der visuellen Effekte machen die Arbeit am Computer zwar unterhaltsamer, indem sie die Oberfläche attraktiver gestalten, können den Computer aber auch langsamer machen. Windows bietet Möglichkeiten, alle visuellen Effekteoptionen zu aktivieren, alle Optionen zu deaktivieren oder sie zu automatisieren. Außerdem können Sie die Standardeinstellungen wiederherstellen oder eigene, benutzerdefinierte Optionen festlegen, indem Sie die gewünschten visuellen Effekte einzeln auswählen. Gehen Sie folgendermaßen vor, um visuelle Effekte zu ändern:
GlossarHintergrundprogramm Ein Programm, das ausgeführt wird, während der Benutzer an einer anderen Aufgabe arbeitet. Der Mikroprozessor des Computers weist Hintergrundprogrammen weniger Ressourcen zu als Vordergrundprogrammen.Umgebungsvariable Eine Zeichenfolge, die aus Umgebungsinformationen besteht, wie zum Beispiel Laufwerk, Pfad oder Dateiname, die mit einem symbolischen Namen verknüpft ist, der von Windows verwendet werden kann. Um Umgebungsvariablen zu definieren, verwenden Sie das Dienstprogramm System in der Systemsteuerung oder den Befehl set an einer Eingabeaufforderung. Vordergrundprogramm Das Programm, das im aktiven Fenster ausgeführt wird (dem obersten Fenster mit hervorgehobener Titelleiste). Das Vordergrundprogramm reagiert auf die Befehle und Eingaben des Benutzers. Gespiegeltes Laufwerk Ein fehlertolerantes Laufwerk zum Duplizieren von Daten auf zwei physischen Festplatten. Ein gespiegeltes Laufwerk sorgt für Datenredundanz durch die Verwendung zweier identischer Laufwerke, die man als "Spiegel" oder "Mirror" bezeichnet, und in denen die auf dem Laufwerk enthaltenen Informationen dupliziert werden. Ein Spiegel befindet sich immer auf einer anderen Festplatte als das gespiegelte Volume. Wird eine der physischen Festplatten beschädigt, sind die darauf gespeicherten Daten nicht mehr verfügbar, das System ist über den Spiegel auf der verbleibenden Festplatte jedoch weiter betriebsbereit. Gespiegelte Volumes können nur auf dynamischen Datenträgern erstellt werden. Auslagerungsdatei Eine Auslagerungsdatei, allgemein auch als "virtueller Speicher" bezeichnet, ist ein Abschnitt auf einer Festplatte, der als Erweiterung des verfügbaren Arbeitsspeicher dient. Wenn der installierte physikalische RAM Ihres Computers nahezu erschöpft ist, wird die Auslagerungsdatei als "virtueller" Speicher verwendet. Standardmäßig überträgt Windows Daten für Hintergrunddienste und ungenutzte Programme in diese Auslagerungsdatei, um mehr RAM für die aktuell ausgeführten Programme bereitzustellen. Partition Ein Teil einer physischen Festplatte, der so funktioniert, als handle es sich um eine physisch separate Festplatte. Nachdem Sie eine Partition erstellt haben, müssen Sie diese formatieren und ihr einen Laufwerksbuchstaben zuweisen, bevor Sie Daten darauf speichern können. Partitionen auf Basisdatenträgern werden als Basisvolumes bezeichnet. Auf Basisvolumes können sich primäre Partitionen und logische Laufwerke befinden. Partitionen auf dynamischen Datenträgern werden als dynamische Volumes bezeichnet. Dynamische Datenträger sind zum Beispiel einfache Datenträger, übergreifende Datenträger, Stripesetdatenträger, gespiegelte Datenträger und RAID-5-Datenträger. RAID-5-Volume Ein RAID-5-Volume ist ein fehlertolerantes Volume, dessen Daten auf eine Anordnung von mindestens drei Festplatten verteilt werden. Bei der Parität handelt es sich um einen berechneten Wert, der verwendet wird, um Daten nach einer Fehlfunktion wiederherstellen zu können. Tritt ein Fehler an einem Teil einer physischen Festplatte auf, kann Windows die Daten, die sich sich auf diesem Teil befinden, aus den verbleibenden Daten und der Parität wiederherstellen. RAID-5-Volumes können nur auf dynamischen Festplatten erstellt werden. RAID-5-Volumes können nicht gespiegelt oder erweitert werden. NÄCHSTE SCHRITTEWenn diese Methoden Ihnen nicht weitergeholfen haben, suchen Sie auf der Microsoft Support Services-Website nach anderen Lösungen für das Problem. Auf der Microsoft Support Services-Website werden unter anderem folgende Dienste angeboten:
http://support.microsoft.com/contactus
(http://support.microsoft.com/contactus)
Informationsquellen
Weitere Informationen zum Verschieben der Auslagerungsdatei finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
307886
(http://support.microsoft.com/kb/307886/
)
SO WIRD'S GEMACHT: Verschieben der Auslagerungsdatei in Windows XP
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