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Artikel-ID: 308417 - Geändert am: Mittwoch, 24. Mai 2006 - Version: 3.4

SO WIRD'S GEMACHT: Festlegen der Leistungsoptionen in Windows XP

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D308417
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
308417  (http://support.microsoft.com/kb/308417/EN-US/ ) How to set performance options in Windows XP
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Einführung

Windows weist die Systemressourcen auf der Grundlage der bestehenden Einstellungen zu und verwaltet die vorhandenen Geräte entsprechend. Mit dem Dienstprogramm "System" in der Systemsteuerung können Sie die Leistungsoptionen ändern, die steuern, wie Programme den vorhandenen Speicher nutzen. Ändern können Sie zum Beispiel die Größe der Auslagerungsdatei oder die Umgebungsvariablen, durch die Ihr Computer weiß, wo bestimmte Typen von Informationen zu finden sind.

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie die Leistungsoptionen für Ihren Computer festlegen können.



Weitere Informationen

Verwaltung der Prozessorzeit

Windows verwaltet das System, indem es Tasks auf die vorhandenen Prozessoren verteilt oder den Ablauf mehrerer Prozesse auf einem einzigen Prozessor steuert. Sie können jedoch festlegen, dass Windows dem Programm, das Sie gerade ausführen, mehr Prozessorzeit zuweist. Dadurch können Sie die Antwortzeit von Programmen verkürzen. Falls Sie mit Hintergrundprogrammen arbeiten (zum Beispiel zum Drucken oder zum Erstellen von Sicherungskopien), die ausgeführt werden sollen, während Sie in anderen Programmen arbeiten, können Sie Windows so einstellen, dass die Prozessorressourcen gleichmäßig auf Vordergrund- und Hintergrundprogramme verteilt werden.

Hinweis: Um im Dienstprogramm "System" bestimmte Änderungen vornehmen zu können, müssen Sie als Administrator an dem lokalen Computer angemeldet sein oder aber über entsprechende Netzwerkberechtigungen verfügen.

Ändern der Leistung von Vordergrund- und Hintergrundprogrammen

  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, und geben Sie dann sysdm.cpl in das Feld Öffnen ein.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Erweitert unter Systemleistung auf Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert und gehen Sie dann unter Prozessorzeitplanung folgendermaßen vor:
    • Klicken Sie auf Programme, um dem Vordergrundprogramm mehr Prozessorressourcen zuzuweisen als dem Hintergrundprogramm.
    • Klicken Sie auf Hintergrunddienste, um die Prozessorressourcen gleichmäßig auf alle Programme zu verteilen.
Hinweise
  • Wenn Sie auf Programme klicken, bewirken Sie dadurch eine gleichmäßigere und kürzere Antwortzeit für Ihr Vordergrundprogramm. Falls ein Hintergrundprogramm, wie zum Beispiel ein Programm zum Erstellen von Sicherungskopien, schneller ausgeführt werden soll, klicken Sie auf Hintergrunddienste.
  • Mit der Option Programme weisen Sie laufenden Programmen kurze, variable Zeitabschnitte (Quantumlängen) zu, während bei der Option Hintergrunddienste längere, festgelegte Quantumlängen zugewiesen werden.

Verwaltung des Computerspeichers

Wenn der RAM-Speicher auf Ihrem Computer begrenzt ist und sofort mehr RAM benötigt wird, verwendet Windows Festplattenspeicher, um RAM zu simulieren. Dieser simulierte Speicher ist als "Virtueller Speicher" bekannt und wird häufig auch als "Auslagerungsdatei" bezeichnet. Diese Datei ähnelt der "swapfile" in UNIX. Die Standardgröße für die Auslagerungsdatei des virtuellen Speichers (mit dem Namen "Pagefile.sys"), die während der Installation erstellt wird, ist 1,5 Mal die Menge an RAM, die auf Ihrem Computer verfügbar ist.

Sie können den virtuellen Speicher optimieren, indem Sie den Speicherplatz auf mehrere Laufwerke verteilen und ihn von langsamen oder stark beanspruchten Laufwerken entfernen. Um Ihren virtuellen Speicher zu optimieren, verteilen Sie ihn auf möglichst viele physische Festplatten. Bei der Auswahl der Laufwerke sollten Sie die folgenden Richtlinien beachten:
  • Die Auslagerungsdatei sollte möglichst nicht auf demselben Laufwerk gespeichert werden wie die Systemdateien.
  • Vermeiden Sie es, Auslagerungsdateien auf fehlertoleranten Laufwerken zu speichern (wie zum Beispiel auf gespiegelten Volumes oder RAID-5-Volumes). Fehlertoleranz ist für Auslagerungsdateien nicht erforderlich. Zudem sind Schreibvorgänge auf fehlertoleranten Systemen zuweilen sehr langsam, da die Daten gleichzeitig an verschiedene Speicherorte geschrieben werden.
  • Speichern Sie nicht mehrere Auslagerungsdateien auf verschiedenen Partitionen, die sich auf derselben physischen Festplatte befinden.

Ändern der Größe der Auslagerungsdatei für den virtuellen Speicher

Sie müssen als Administrator oder als Mitglied der Gruppe Administratoren angemeldet sein, um das folgende Verfahren durchführen zu können. Wenn der Computer mit einem Netzwerk verbunden ist, können Einstellungen für Netzwerkrichtlinien das Ausführen dieses Vorgangs verhindern.
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, und geben Sie dann sysdm.cpl in das Feld Öffnen ein.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Erweitert unter Systemleistung auf Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert, und klicken Sie dann unter Virtueller Arbeitsspeicher auf Ändern.
  4. Unter Laufwerk [Bezeichnung] klicken Sie auf das Laufwerk, das die Auslagerungsdatei enthält, die Sie ändern möchten.
  5. Unter Größe der Auslagerungsdatei für ein bestimmtes Laufwerk klicken Sie auf Benutzerdefinierte Größe, geben Sie eine neue Größe für die Auslagerungsdatei (in MB) in das Feld Anfangsgröße (MB) oder das Feld Maximale Größe (MB) ein, und klicken Sie dann auf Festlegen.
Wenn Sie die Größe für die Auslagerungsdatei in den Feldern Anfangsgröße (MB) oder Maximale Größe (MB) verringern, müssen Sie Ihren Computer neu starten, damit die Auswirkungen dieser Änderungen wirksam werden. Wenn Sie die Größe der Auslagerungsdatei erhöhen, müssen Sie Ihren Computer in der Regel nicht neu starten.

Hinweise
  • Um die optimale Größe für die Auslagerungsdatei von Windows bestimmen zu lassen, klicken Sie auf Größe wird vom System verwaltet. Die empfohlene Mindestgröße ist 1,5 mal die Menge an RAM, die auf dem System verfügbar ist; die empfohlene Maximalgröße beträgt das Dreifache dieser Zahl. Wenn Sie beispielsweise über 256 MB RAM verfügen, beträgt die Mindestgröße 384 MB und die Maximalgröße 1152 MB.
  • Um eine bestmögliche Leistung zu erreichen, legen Sie die Anfangsgröße nicht auf weniger als das empfohlene Minimum unter Gesamtgröße der Auslagerungsdatei für alle Laufwerke fest. Die empfohlene Größe ist 1,5 mal die Menge an RAM, die auf dem System verfügbar ist. Es empfiehlt sich, die empfohlene Größe der Auslagerungsdatei beizubehalten. Sie können sie jedoch vergrößern, wenn Sie regelmäßig Programme mit hohem Speicherbedarf verwenden.
  • Um eine Auslagerungsdatei zu löschen, setzen Sie Anfangsgröße und die maximale Größe auf Null, oder klicken Sie auf die Option Keine Auslagerungsdatei. Microsoft empfiehlt nachdrücklich, die Auslagerungsdatei nicht zu deaktivieren oder zu löschen.

Optimierung der Speichernutzung

Sie haben die Möglichkeit, die Speichernutzung auf Ihrem Computer zu optimieren. Falls Ihr Computer hauptsächlich als Arbeitsstation und nicht als Server eingesetzt wird, können Sie mehr Speicherplatz für Ihre Programme reservieren. In diesem Fall arbeiten Ihre Programme schneller und die Systemcachegröße kann der in Windows XP definierten Standardgröße entsprechen. Sie können auch festlegen, dass mehr Speicherplatz für einen größeren Systemcache genutzt wird, wenn Ihr Computer primär als Server eingesetzt wird oder Sie mit Programmen arbeiten, die einen größeren Systemcache erfordern.
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, und geben Sie dann sysdm.cpl in das Feld Öffnen ein.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Erweitert unter Systemleistung auf Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert und gehen Sie dann unter Speichernutzung folgendermaßen vor:
    • Falls Ihr Computer hauptsächlich als Arbeitsstation und nicht als Server eingesetzt wird, klicken Sie auf Programme, um mehr Speicherplatz für Ihre Programme zu reservieren.
    • Wenn Ihr Computer primär als Server eingesetzt wird oder Sie mit Programmen arbeiten, die einen größeren Systemcache erfordern, klicken Sie auf Systemcache.

Ändern visueller Effekte

Windows bietet diverse Optionen, um die visuellen Effekte auf Ihrem Computer nach Ihren Wünschen zu gestalten. Sie können zum Beispiel unter Menüs Schatteneffekte anzeigen zu lassen, um so einen 3-D-Effekt zu erzielen. Sie können Windows auch so konfigurieren, dass der gesamte Inhalt eines Fensters angezeigt wird, während Sie es auf dem Bildschirm bewegen. Sie können umfangreiche Texte lesbarer gestalten oder die weichen Kanten von Bildschirmschriftarten anzeigen lassen.

Windows bietet Optionen zur Aktivierung all dieser Einstellungen (für ein bestmögliches Erscheinungsbild) oder zur Aktivierung keiner dieser Einstellungen (für eine bestmögliche Computerleistung). Sie können außerdem die ursprünglichen Standardeinstellungen wiederherstellen.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um visuelle Effekte zu ändern:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, und geben Sie dann sysdm.cpl in das Feld Öffnen ein.
  2. Klicken Sie in der Registerkarte Erweitert unter Systemleistung auf Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Visuelle Effekte und führen Sie dann einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicken Sie auf Für optimale Leistung anpassen, um Windows die Einstellungen automatisch für eine bestmögliche Leistung optimieren zu lassen.
    • Klicken Sie auf Für optimale Darstellung anpassen, um Windows die Einstellungen automatisch für ein bestmögliches Erscheinungsbild optimieren zu lassen.
    • Klicken Sie auf Benutzerdefiniert, und aktivieren Sie dann die Kontrollkästchen für die Elemente, die Sie aktivieren möchten. Deaktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Elemente, die deaktiviert werden sollen.

Glossar

Hintergrundprogramm Ein Programm, das ausgeführt wird, während der Benutzer an einer anderen Aufgabe arbeitet. Der Mikroprozessor des Computers weist Hintergrundprogrammen weniger Ressourcen zu als Vordergrundprogrammen.

Umgebungsvariable Eine Zeichenfolge, die aus Umgebungsinformationen besteht, wie zum Beispiel Laufwerk, Pfad oder Dateiname, die mit einem symbolischen Namen verknüpft sind, der von Windows verwendet werden kann. Um Umgebungsvariablen zu definieren, verwenden Sie das Dienstprogramm "System" in der Systemsteuerung oder den Befehl set an einer Eingabeaufforderung.

Vordergrundprogramm Das Programm, das im aktiven Fenster ausgeführt wird (dem obersten Fenster mit hervorgehobener Titelleiste). Das Vordergrundprogramm reagiert auf die Befehle und Eingaben des Benutzers.

Gespiegeltes Laufwerk Ein fehlertolerantes Laufwerk zum Duplizieren von Daten auf zwei physischen Festplatten. Ein gespiegeltes Laufwerk sorgt für Datenredundanz durch die Verwendung zweier identischer Laufwerke, die man als "Spiegel" bezeichnet, und in denen die auf dem Laufwerk enthaltenen Informationen dupliziert werden. Ein Spiegel befindet sich immer auf einer anderen Festplatte als das gespiegelte Volume. Wird eine der physischen Festplatten beschädigt, sind die darauf gespeicherten Daten nicht mehr verfügbar, das System ist über den Spiegel auf der verbleibenden Festplatte jedoch weiter betriebsbereit. Gespiegelte Volumes können Sie nur auf dynamischen Festplatten erstellen.

Partition Ein Teil einer physischen Festplatte, der so funktioniert, als handle es sich um eine physisch separate Festplatte. Nachdem Sie eine Partition erstellt haben, müssen Sie diese formatieren und ihr einen Laufwerksbuchstaben zuweisen, bevor Sie Daten darauf speichern können. Auf Basisfestplatten werden Partitionen auch als Basisvolume bezeichnet, zu denen auch primäre Partitionen und logische Laufwerke gehören. Auf dynamischen Festplatten werden Partitionen auch als dynamische Volumes bezeichnet, zu denen einfache und gespiegelte Volumes sowie Stripesetvolumes und RAID-5-Volumes zählen.

RAID-5-Volume Ein RAID-5-Volume ist ein fehlertolerantes Volume, dessen Daten auf eine Anordnung von mindestens drei Festplatten verteilt werden. Bei der Parität handelt es sich um einen berechneten Wert, der Verwendet wird, um Daten nach einer Fehlfunktion wiederherstellen zu können. Tritt ein Fehler an einem Teil einer physischen Festplatte auf, kann Windows die Daten, die sich sich auf diesem Teil befinden, aus den verbleibenden Daten und der Parität wiederherstellen. RAID-5-Volumes können nur auf dynamischen Festplatten erstellt werden. RAID-5-Volumes können nicht gespiegelt oder erweitert werden.



Informationsquellen

Weitere Informationen zum Verschieben der Auslagerungsdatei finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
307886  (http://support.microsoft.com/kb/307886/DE/ ) SO WIRD'S GEMACHT: Verschieben der Auslagerungsdatei in Windows XP

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
Keywords: 
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