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Eine Microsoft Windows 2000-Version dieses Artikels finden Sie unter 229716.
Wichtiger Hinweis:
Dies ist ein Referenzartikel für Fortgeschrittene, der beschreibt, was die Wiederherstellungskonsole ist und wie sie verwendet wird. Er enthält keine Informationen zur Behandlung bestimmter Probleme.

Um die Wiederherstellungskonsole verwenden zu können, benötigen Sie eine Windows-Installations-CD.

Sie müssen als Administrator oder Mitglied der Administratorengruppe angemeldet sein, um für den Computer die Wiederherstellungskonsole ausführen zu können. Falls der Computer über eine Netzwerkverbindung verfügt, kann es sein, dass die Netzwerkrichtlinieneinstellungen die Durchführung dieses Vorgangs verhindern. Wenden Sie sich an den Netzwerkadministrator, falls dieses Problem auftritt.
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EINFÜHRUNG

Dieser Artikel beschreibt die Funktionen und Beschränkungen der Windows-Wiederherstellungskonsole. Wenn ein Windows XP-Computer nicht startet oder nicht fehlerfrei startet, können Sie in bestimmten Fällen die Windows-Wiederherstellungskonsole verwenden, um die Systemsoftware wiederherzustellen. In diesem Artikel werden die folgenden Themen behandelt:
  • Starten der Wiederherstellungskonsole von der Windows XP-Installations-CD
  • Verwenden der Befehlskonsole
  • Beschränkungen der Windows-Wiederherstellungskonsole
  • Verfügbare Befehle der Windows-Wiederherstellungskonsole

Weitere Informationen

Wenn Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole verwenden, erhalten Sie einen eingeschränkten Zugriff auf NTFS-Dateisystem-, FAT- und FAT32-Volumes, ohne die grafische Benutzeroberfläche (GUI) von Windows zu starten. In der Windows-Wiederherstellungskonsole können Sie die folgenden Aktionen ausführen:
  • Verwenden, Kopieren, Umbenennen oder Ersetzen von Betriebssystemdateien und -ordnern
  • Aktivieren oder Deaktivieren von Dienst- oder Gerätestartvorgängen beim nächsten Starten des Computers
  • Reparieren des Dateisystem-Bootsektors oder des Master Boot Record (MBR).
  • Erstellen und Formatieren von Partitionen auf Laufwerken
Hinweis Nur ein Administrator kann auf die Windows-Wiederherstellungskonsole zugreifen. Dadurch wird verhindert, dass unbefugte Benutzer ein NTFS-Volume verwenden.

Option 1: Wenn die Wiederherstellungskonsole bereits installiert ist

Wenn die Wiederherstellungskonsole bereits installiert ist, können Sie sie beim normalen Starten von Windows auswählen. So führen Sie die Wiederherstellungskonsole aus:
  1. Wählen Sie während des Startvorgangs im Menü mit den Startoptionen die Option Wiederherstellungskonsole.
  2. Falls Sie ein Dualboot- oder Multibootsystem verwenden, wählen Sie die gewünschte Installation aus, auf die Sie mit der Wiederherstellungskonsole zugreifen möchten
  3. Geben Sie das Administratorkennwort ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  4. Geben Sie an der Eingabeaufforderung die Befehle der Wiederherstellungskonsole ein. Sie können dann die Befehle verwenden, die im Abschnitt "Verfügbare Befehle in der Windows-Wiederherstellungskonsole" beschrieben sind.
  5. Sie können jederzeit Help eingeben, um eine Liste der verfügbaren Befehle anzuzeigen.
  6. Sie können jederzeit Help Befehlsname eingeben, um Hilfe für einen bestimmten Befehl zu erhalten. Sie können beispielsweise help attrib eingeben, um die Hilfe zum Befehl "attributes" anzuzeigen.
  7. Sie können die Windows-Wiederherstellungskonsole jederzeit verlassen, indem Sie an der Eingabeaufforderung Exit eingeben.

Option 2: Starten der Windows-Wiederherstellungskonsole von der Windows XP-CD-ROM

Wenn Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole nicht vorinstalliert haben, können Sie die Windows XP-Original-CD verwenden, um den Computer zu starten und die Windows-Wiederherstellungskonsole direkt von der Installations-CD zu verwenden. Falls Windows auf dem Computer bereits gestartet wurde und Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole als Startoption hinzufügen möchten, verwenden Sie dazu die Informationen im nächsten Abschnitt: "Hinzfügen der Windows-Wiederherstellungskonsole als Startoption".
  1. Legen Sie die Installations-CD für Windows XP in das CD-Laufwerk ein, und starten Sie den Computer neu. Wählen Sie Optionen für den Start von der CD aus, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  2. Folgen Sie den Anweisungen, wenn der textbasierte Teil des Setupvorgangs beginnt. Wählen Sie die Option zum Reparieren bzw. Wiederherstellen, indem Sie die R-TASTE drücken.
  3. Falls Sie ein Dualboot- oder Multibootsystem verwenden, wählen Sie die gewünschte Installation aus, auf die Sie mit der Wiederherstellungskonsole zugreifen möchten
  4. Geben Sie das Administratorkennwort ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  5. Geben Sie an der Eingabeaufforderung die Befehle der Wiederherstellungskonsole ein. Sie können dann die Befehle verwenden, die im Abschnitt "Verfügbare Befehle in der Windows-Wiederherstellungskonsole" beschrieben sind.
  6. Sie können jederzeit Help eingeben, um eine Liste der verfügbaren Befehle anzuzeigen.
  7. Sie können auch jederzeit Help Befehlsname eingeben, um Hilfe zu einem bestimmten Befehl zu erhalten. Sie können zum Beispiel help attrib eingeben, um Hilfe zum Befehl attributes anzuzeigen.
  8. Sie können die Windows-Wiederherstellungskonsole jederzeit verlassen, indem Sie an der Eingabeaufforderung Exit eingeben.

Option 3: Hinzfügen der Windows-Wiederherstellungskonsole als Startoption

Wenn der Computer Windows startet, können Sie die Windows XP-Wiederherstellungskonsole in der Windows-Umgebung als Startoption hinzufügen. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Wiederherstellungskonsole als Startoption zu installieren:
  1. Legen Sie die Windows-CD in das CD-Laufwerk ein, während Windows ausgeführt wird.
  2. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Ausführen.
  3. Geben Sie die folgenden Befehle ein (wobei X für den CD-Laufwerksbuchstaben steht), und drücken Sie dann die EINGABETASTE auf der Tastatur.
    X:\i386\winnt32.exe /cmdcons
    Hinweis Beachten Sie das Leerzeichen vor /cmdcons.
  4. Klicken Sie auf OK, und befolgen Sie die Anweisungen, um das Setup abzuschließen.

    Hinweis Die Windows-Wiederherstellungskonsole wird jetzt dem Windows-Ordner Autostart hinzugefügt.
  5. Starten Sie den Computer neu, und wählen Sie in der Liste der verfügbaren Betriebssysteme die Option Wiederherstellungskonsole.
Wichtig Lesen Sie den folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base, falls Sie die Softwarespiegelung verwenden:
229077 Spiegelung verhindert Vorinstallieren der Wiederherstellungskonsole

Einschränkungen und Grenzen der Wiederherstellungskonsole

Von der Windows-Wiederherstellungskonsole aus können Sie nur die folgenden Elemente verwenden:
  • Stammordner
  • Ordner %SystemRoot% und die Unterordner der Windows-Installation, bei der Sie jeweils angemeldet sind
  • Ordner Cmdcons
  • Laufwerke für Wechselmedien wie CD-Laufwerk oder DVD-Laufwerk
Hinweis Wenn Sie versuchen, auf andere Ordner zuzugreifen, wird eine Fehlermeldung "Zugriff verweigert" angezeigt. Dies bedeutet nicht automatisch, dass die in diesen Ordnern enthaltenen Daten nicht vorhanden oder beschädigt sind. Es bedeutet lediglich, dass der Ordner nicht verfügbar ist, während Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole ausführen. Wenn Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole verwenden, können Sie auch keine Dateien von der lokalen Festplatte auf eine Diskette kopieren. Es ist jedoch möglich, eine Datei von einer Diskette oder von einer CD-ROM auf eine Festplatte zu kopieren, und Sie können eine Datei von einer Festplatte auf eine andere kopieren.

Verwenden der Befehlskonsole mit der Windows-Wiederherstellungskonsole

Über die Wiederherstellungskonsole haben Sie nur eingeschränkten Zugriff auf die NTFS-Dateisystem-, FAT- und FAT32-Volumes. Die Wiederherstellungskonsole verhindert, dass die gewohnte grafische Benutzeroberfläche (GUI) von Windows geladen wird, damit Windows-Funktionen repariert oder wiederhergestellt werden können.

Nach dem Starten der Windows-Wiederherstellungskonsole wird die folgende Meldung angezeigt:
Microsoft Windows(R)-Wiederherstellungskonsole

Die Wiederherstellungskonsole bietet Reparatur- und Wiederherstellungsfunktionen.
Geben Sie 'exit' ein, um die Wiederherstellungskonsole zu beenden und den Computer neu zu starten.

1: C:\WINDOWS

Bei welcher Windows-Installation möchten Sie sich anmelden?
Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang abzubrechen.
Geben Sie die Nummer der gewünschten Windows-Installation ein. In diesem Beispiel würden Sie die 1 drücken. Anschließend werden Sie von Windows aufgefordert, das Kennwort des Administratorkontos einzugeben.

Hinweis Wenn Sie dreimal ein falsches Kennwort eingeben, wird die Windows-Wiederherstellungskonsole geschlossen. Falls die Datenbank der Sicherheitskontenverwaltung (Security Accounts Manager, SAM) fehlt oder beschädigt ist, können Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole nicht verwenden, da Sie nicht korrekt authentifiziert werden können. Nachdem Sie das Kennwort eingegeben haben und die Windows-Wiederherstellungskonsole gestartet wurde, geben Sie Exit ein, um den Computer neu zu starten.

Falls Sie Windows XP Professional verwenden, können Sie Gruppenrichtlinien einrichten, um automatische administrative Anmeldungen zu aktivieren. Weitere Informationen zur Einrichtung der Wiederherstellungskonsole für automatische administrative Anmeldungen erhalten Sie, wenn Sie auf die folgende Artikelnummer klicken, um den Artikel der Microsoft Knowledge Base anzuzeigen:
312149 Aktivieren der automatischen Administratoranmeldung in der Wiederherstellungskonsole

Verfügbare Befehle der Windows-Wiederherstellungskonsole

In der Windows-Wiederherstellungskonsole sind die folgenden Befehle verfügbar. Bei den Befehlen müssen Sie die Groß-/Kleinschreibung nicht beachten.

Warnung Einige dieser Befehle können bewirken, dass Ihr System nicht mehr funktionsfähig ist. Lesen Sie jeweils die ganze Erklärung zu einem Befehl, bevor Sie ihn in die Befehlszeile eingeben. Lassen Sie sich von einem Supportmitarbeiter beraten, wenn Sie zu einem Befehl Fragen haben oder die Verwendung nicht klar ist.

HELP

Verwenden Sie den Befehl help, um die folgenden unterstützten Befehle aufzulisten:
   attrib    del        fixboot   more     set
   batch     delete     fixmbr    mkdir    systemroot
   bootcfg   dir        format    more     type
   cd        disable    help      net           
   chdir     diskpart   listsvc   rd            
   chkdsk    enable     logon     ren           
   cls       exit       map       rename  
   copy      expand     md        rmdir
				

ATTRIB

Verwenden Sie den Befehl attrib mit einem der folgenden Parameter, um Attribute einer Datei oder eines Ordners zu ändern:
-R
+R
-S
+S
-H
+H
-C
+C
Hinweise
+ Aktiviert ein Attribut
- Deaktiviert ein Attribut
R Attribut für schreibgeschützte Datei (Read-only)
S Attribut für Systemdatei (System)
H Attribut für ausgeblendete Datei (Hidden)
C Attribut für komprimierte Datei (Compressed)

Sie müssen mindestens ein Attribut aktivieren bzw. deaktivieren.

Um die Attribute anzuzeigen, verwenden Sie den Befehl dir command.

BATCH

batch Eingabedatei [Ausgabedatei]
Verwenden Sie diesen Befehl, um Befehle auszuführen, die in einer Textdatei angegeben sind. In der Befehlssyntax steht Eingabedatei für die Textdatei, in der die Liste der auszuführenden Befehle enthalten ist, und Ausgabedatei für die Datei, die die Ausgabe der angegebenen Befehle enthält. Wenn Sie keine Ausgabedatei angeben, wird die Ausgabe auf dem Bildschirm angezeigt.

BOOTCFG

Verwenden Sie diesen Befehl für die Startkonfiguration und die Wiederherstellung. Der Befehl verfügt über die folgenden Optionen:
bootcfg /add
bootcfg /rebuild
bootcfg /scan
bootcfg /list
bootcfg /disableredirect
bootcfg /redirect [portbaudrate] | [useBiosSettings]
Beispiele:
bootcfg /redirect com1 115200
bootcfg /redirect useBiosSettings
Es stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
/add Fügt eine Windows-Installation zur Startmenüliste hinzu.
/rebuild Durchläuft alle Windows-Installationen, sodass Sie angeben können, welche Installationen hinzugefügt werden sollen.
/scan Durchsucht alle Festplatten nach Windows-Installationen und zeigt die Ergebnisse an, sodass Sie angeben können, welche Installationen hinzugefügt werden sollen.
/default Legt den Standardstarteintrag fest.
/list Listet die Einträge auf, die in der Startmenüliste bereits enthalten sind.
/disableredirect Deaktiviert im Startladeabschnitt die Umleitung.
/redirect Aktiviert die Umleitung im Bootloader mit der angegebenen Konfiguration.

CD and CHDIR

Verwenden Sie die Befehle cd und chdir, um zu einem anderen Ordner zu wechseln. Sie können beispielsweise die folgenden Befehle verwenden:
Geben Sie cd .. ein, um zum übergeordneten Ordner zu wechseln.
Geben Sie cd drive: ein, um den aktuellen Ordner des angegebenen Laufwerks anzuzeigen.
Geben Sie cd ohne Parameter ein, um das aktuelle Laufwerk und den aktuellen Ordner anzuzeigen.
Der Befehl chdir behandelt Leerzeichen als Trennzeichen. Deshalb müssen Sie einen Ordnernamen, der ein Leerzeichen enthält, in Anführungszeichen ("")setzen, wie in folgendem Beispiel:
cd "\windows\profiles\username\programs\start menu"
Der Befehl chdir funktioniert nur innerhalb der Systemordner der aktuellen Windows-Installation, auf Wechselmedien, im Stammordner einer Festplattenpartition oder in den lokalen Installationsverzeichnissen.

CHKDSK

chkdsk Laufwerk /p /r
Der Befehl chkdsk prüft das angegebene Laufwerk und repariert das Laufwerk bzw. stellt es wieder her, falls dies erforderlich ist. Außerdem kennzeichnet der Befehl fehlerhafte Sektoren und stellt lesbare Daten wieder her.

Es stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
/p Führt eine umfassende Überprüfung des Laufwerks durch und behebt mögliche Fehler.
/r Ermittelt fehlerhafte Sektoren und stellt lesbare Daten wieder her.
Hinweis Wenn Sie die Option /r angeben, gilt automatisch auch die Option /p. Der Befehl prüft das aktuelle Laufwerk ohne aktivierte Optionen, wenn Sie den Befehl chkdsk ohne Argumente angeben.

Wenn Sie den Befehl chkdsk ausführen, müssen Sie die Datei Autochk.exe verwenden. CHKDSK sucht nach dieser Datei automatisch im Ordner Autostart. Falls die Befehlskonsole vorinstalliert war, entspricht der Ordner Autostart normalerweise dem Ordner Cmdcons. Wenn der Befehl CHKDSK die Datei "Autochk.exe" im Ordner "Autostart" nicht finden kann, versucht der Befehl, die Windows-Installations-CD zu finden. CHKDSK fordert Sie zur Eingabe des Speicherorts der Datei "Autochk.exe "auf, falls die Installationsmedien nicht gefunden werden können.

CLS

Verwenden Sie diesen Befehl, um den Bildschirm zu löschen.

COPY

copy Quelle Ziel
Verwenden Sie diesen Befehl, um eine Datei zu kopieren. In der Befehlssyntax steht Quelle für die zu kopierende Datei und Ziel für den Ordner- bzw. den Dateinamen der neuen Datei. Sie können keine Sternchen (*) als Platzhalter verwenden, und Sie können keine Ordner kopieren. Wenn Sie eine komprimierte Datei von der Windows-Installations-CD kopieren, wird die Datei beim Kopieren automatisch dekomprimiert.

Bei der Quelle der Datei kann es sich um ein Wechselmedium, einen beliebigen Ordner in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, den Stammordner eines beliebigen Laufwerks, die lokalen Installationsquellen oder den Ordner Cmdcons handeln.

Wenn kein Ziel angegeben wird, wird als Standardziel der aktuelle Ordner verwendet. Ist die Datei bereits vorhanden, werden Sie gefragt, ob Sie die vorhandene Datei mit der kopierten Datei überschreiben möchten. Beim Ziel kann es sich nicht um ein Wechselmedium handeln.

DEL und DELETE

del Laufwerk: Pfad Dateiname
delete Laufwerk: Pfad Dateiname
Verwenden Sie diesen Befehl, um eine Datei zu löschen. In der Befehlssyntax steht Laufwerk: Pfad Dateiname für die Datei, die Sie löschen möchten. Der Befehl delete funktioniert nur in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, für Wechselmedien, im Stammordner einer Festplattenpartition oder in den lokalen Installationsquellen. Für den Befehl delete sind keine Platzhalter zulässig.

DIR

dir Laufwerk: Pfad Dateiname
Verwenden Sie diesen Befehl, um eine Liste der Dateien und Unterordner eines Ordners anzuzeigen. In der Befehlssyntax steht Laufwerk: Pfad Dateiname für das Laufwerk, den Ordner und die Dateien, die aufgelistet werden sollen. Mit dem Befehl dir werden alle Dateien aufgelistet, einschließlich versteckter Dateien und Systemdateien. Dateien können über die folgenden Attribute verfügen:
D Verzeichnis (Directory)
H Ausgeblendete Datei (Hidden)
S Systemdatei (System)
E Verschlüsselt (Encrypted)
R Schreibgeschützte Datei (Read-only)
A Zu archivierende Dateien (Archiving)
C Komprimiert (Compressed)
P Analysepunkt (Reparse point)
Der Befehl dir funktioniert nur in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, für Wechselmedien, im Stammordner einer Festplattenpartition oder in den lokalen Installationsquellen.

DISABLE

disable Dienstname
Verwenden Sie diesen Befehl, um einen Windows-Systemdienst oder -Treiber zu deaktivieren. In der Befehlssyntax steht Dienstname für den Namen des Dienstes oder des Treibers, den Sie deaktivieren möchten.

Verwenden Sie den Befehl listsvc, um alle Dienste oder Treiber anzuzeigen, die deaktiviert werden können. Der Befehl disable gibt den alten Starttyp des Dienstes aus, bevor der Starttyp auf SERVICE_DISABLED zurückgesetzt wird. Notieren Sie den alten Starttyp, falls Sie den Dienst wieder aktivieren müssen.

Der Befehl disable zeigt die folgenden Starttypwerte (start_type) an:
SERVICE_DISABLED
SERVICE_BOOT_START
SERVICE_SYSTEM_START
SERVICE_AUTO_START
SERVICE_DEMAND_START

DISKPART

diskpart /add/deleteGerätename Laufwerkname Partitionsname Größe
Verwenden Sie diesen Befehl, um die Partitionen auf den Festplatten-Volumes zu verwalten. Es stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
/add: Erstellt eine neue Partition.
/delete Löscht eine vorhandene Partition.
Gerätename Der Name des Geräts, das zum Erstellen einer neuen Partition verwendet wird.
Laufwerkname Ein Laufwerkname in Form eines Buchstabens, zum Beispiel "D:".
Partitionsname Der Partitionsname der zu löschenden vorhandenen Partition.
Größe Die Größe der neuen Partition in MB.
Sie können den Gerätenamen anhand der Ausgabe des Befehls map ermitteln. Beispiel: \Device\HardDisk0. Sie können anstelle des Laufwerkname-Arguments auch den Partitionsnamen verwenden. Beispiel: \Device\HardDisk0\Partition1. Wenn Sie keine Argumente verwenden, wird eine Benutzeroberfläche zum Verwalten der Partitionen angezeigt.

Warnung Wenn Sie diesen Befehl auf einer Festplatte mit dynamischer Datenträgerkonfiguration verwenden, kann es sein, dass Sie die Partitionstabelle beschädigen. Ändern Sie die Struktur von dynamischen Datenträgern nicht, es sei denn, Sie verwenden die Datenträgerverwaltung.

ENABLE

enable Dienstname Starttyp
Sie können den Befehl enable verwenden, um einen Windows-Systemdienst oder einen Treiber zu aktivieren.

Verwenden Sie den Befehl listsvc, um alle Dienste oder Treiber anzuzeigen, die aktiviert werden können. Der Befehl enable druckt den alten Starttyp des Dienstes aus, bevor dieser auf den neuen Wert zurückgesetzt wird. Es ist ratsam, den alten Wert zu notieren, falls Sie den Starttyp des Dienstes wiederherstellen müssen.

Als Starttyp sind folgende Optionen zulässig:
SERVICE_BOOT_START
SERVICE_SYSTEM_START
SERVICE_AUTO_START
SERVICE_DEMAND_START
Wenn Sie keinen neuen Starttyp angeben, druckt der Befehl enable den alten Starttyp aus.

EXIT

Verwenden Sie den Befehl exit, um die Wiederherstellungskonsole zu beenden und den Computer neu zu starten.

EXPAND

expand Quelle [/F:filespec] [Ziel] [/y]
expand Quelle [/F:filespec] /D
Verwenden Sie diesen Befehl, um eine Datei zu erweitern. In der Befehlssyntax steht Quelle für den Namen der zu erweiternden Datei und Ziel für den Ordner der neuen Datei. Wenn Sie kein Ziel angeben, verwendet der Befehl standardmäßig den aktuellen Ordner. Sie können keine Platzhalter einfügen.

Es stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
/y Keine Bestätigungsanfrage, bevor eine vorhandene Datei überschrieben wird.
/f:filespec Steht für die Dateien, die erweitert werden sollen.
/d Keine Erweiterung durchführen, sondern nur ein Verzeichnis mit den Dateien der Quelle anzeigen.
Enthält die Quelle mehr als eine Datei, müssen Sie den Parameter /f:filespec verwenden, um die einzelnen zu erweiternden Dateien anzugeben. Sie können Platzhalter einfügen.

Das Ziel kann ein beliebiger Ordner in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, im Stammordner des Laufwerks, in den lokalen Installationsquellen oder im Ordner Cmdcons sein. Beim Ziel kann es sich jedoch nicht um Wechselmedien handeln, und die Zieldatei darf nicht schreibgeschützt sein. Verwenden Sie den Befehl attrib, um das Attribut für den Schreibschutz zu entfernen.

Wenn Sie die Option /y nicht angeben, meldet der Befehl expand, falls die Zieldatei bereits vorhanden ist.

FIXBOOT

fixboot Laufwerkname:
Verwenden Sie diesen Befehl, um den neuen Windows-Startsektorcode für die Systempartition zu schreiben. In der Befehlssyntax steht Laufwerkname für den Buchstaben des Laufwerks, auf dem der Startsektor geschrieben wird. Dieser Befehl behebt Fehler im Windows-Startsektor. Außerdem überschreibt dieser Befehl die Standardeinstellung, die in die Systemstartpartition schreibt. Der Befehl fixboot wird nur auf x86-basierten Computern unterstützt.

FIXMBR

fixmbr Gerätename
Verwenden Sie diesen Befehl, um den MBR (Master Boot Record) der Startpartition zu reparieren. In der Befehlssyntax steht Gerätename für einen optionalen Gerätenamen, der das Gerät angibt, das einen neuen MBR erfordert. Verwenden Sie diesen Befehl, falls ein Virus den MBR beschädigt hat und Windows nicht gestartet werden kann.

Warnung Dieser Befehl kann die Partitionstabellen beschädigen, falls ein Virenbefall vorliegt oder ein Hardwareproblem besteht. Die Verwendung des Befehls kann zu Partitionen führen, auf die Sie nicht mehr zugreifen können. Es wird empfohlen, Antivirussoftware auszuführen, bevor Sie diesen Befehl verwenden.

Sie können den Gerätenamen anhand der Ausgabe des Befehls map ermitteln. Wenn Sie keinen Gerätenamen angeben, wird der MBR des Startgeräts repariert, zum Beispiel:
fixmbr \device\harddisk2
Wenn der Befehl fixmbr eine ungültige oder nicht standardmäßige Partitionstabellensignatur entdeckt, fordert der Befehl fixmbr von Ihnen eine Bestätigung, bevor dieser den MBR umschreibt. Der Befehl fixmbr wird nur auf x86-basierten Computern unterstützt.

FORMAT

format Laufwerk: /Q /FS:file-system
Verwenden Sie diesen Befehl, um das angegebene Laufwerk für das angegebene Dateisystem zu formatieren. In der Befehlssyntax gibt /Q an, dass eine Schnellformatierung des Laufwerks durchgeführt werden soll, Laufwerk steht für den Laufwerkbuchstaben der zu formatierenden Partition und /FS:file-system gibt den zu verwendenden Dateisystemtyp, z. B. FAT, FAT32 oder NTFS an. Wenn Sie kein Dateisystem angeben, wird das vorhandene Dateisystemformat verwendet, falls verfügbar.

LISTSVC

Der Befehl listsvc listet alle verfügbaren Dienste, Treiber und die dazugehörigen Starttypen für die aktuelle Windows-Installation auf. Dieser Befehl eignet sich gut zur Verwendung mit den Befehlen disable und enable.

Die Liste wird aus der Struktur %SystemRoot%\System32\Config\System extrahiert. Wenn die Systemstruktur beschädigt ist oder fehlt, sind die Ergebnisse unvorhersehbar.

LOGON

logon
Der Befehl logon listet alle erkannten Windows-Installationen auf und fordert dann zur Eingabe des lokalen Administratorkennworts für die Windows-Installation auf, bei der Sie sich anmelden möchten. Falls die ersten drei Anmeldeversuche fehlschlagen, wird die Konsole geschlossen und der Computer neu gestartet.

MAP

map arc
Verwenden Sie diesen Befehl, um Laufwerkbuchstaben, Dateisystemtypen, Partitionsgrößen und Zuordnungen zu physischen Geräten aufzulisten. In der Befehlssyntax weist der Parameter arc den Befehl map an, anstelle der Windows-Gerätepfade die ARC-Pfade zu verwenden.

MD und MKDIR

Die Befehle md und mkdir erstellen neue Ordner. Platzhalter werden nicht unterstützt. Der Befehl mkdir funktioniert nur in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, für Wechselmedien, im Stammordner einer Festplattenpartition oder in den lokalen Installationsquellen.

MORE

more Dateiname
Verwenden Sie diesen Befehl, um eine Textdatei auf dem Bildschirm anzuzeigen.

NET

Obwohl die Hilfedatei anderslautende Informationen enthält, können Sie den Befehl net nicht über die Wiederherstellungskonsole verwenden. Der Protokollstapel wird für die Wiederherstellungskonsole nicht geladen. Aus diesem Grund ist keine Netzwerkfunktion verfügbar.

RD und RMDIR

Verwenden Sie die Befehle rd und rmdir, um einen Ordner zu löschen. Diese Befehle funktionieren nur in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, für Wechselmedien, im Stammordner einer Festplattenpartition oder in den lokalen Installationsquellen.

REN und RENAME

Verwenden Sie die Befehle ren und rename, um eine Datei umzubenennen.

Hinweis Sie können für die umbenannte Datei kein neues Laufwerk und keinen neuen Pfad angeben. Diese Befehle funktionieren nur in den Systemordnern der aktuellen Windows-Installation, für Wechselmedien, im Stammordner einer Festplattenpartition oder in den lokalen Installationsquellen.

SET

Sie können den Befehl set verwenden, um vier Umgebungsoptionen anzuzeigen oder zu ändern.
AllowWildCards = FALSE AllowAllPaths = FALSE AllowRemovableMedia = FALSE NoCopyPrompt = FALSE
Weitere Informationen zur Verwendung des Befehls set erhalten Sie, wenn Sie auf die folgende Artikelnummer klicken, um den Artikel der Microsoft Knowledge Base anzuzeigen:
235364 Beschreibung des Befehls "set" in der Wiederherstellungskonsole

SYSTEMROOT

Der Befehl systemroot legt den aktuellen Arbeitsordner auf den Ordner %SystemRoot% der Windows-Installation fest, bei der Sie momentan angemeldet sind.

TYPE

type Dateiname
Geben Sie den Befehl type ein, um eine Textdatei anzuzeigen.

Informationsquellen

Eine Microsoft Windows 2000-Version dieses Artikels finden Sie unter 229716.

Weitere Informationen zur Wiederherstellungskonsole erhalten Sie auf folgender Microsoft-Website:
http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc776139.aspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 314058 - Geändert am: Dienstag, 16. Juli 2013 - Version: 8.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
Keywords: 
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