Änderungen bei benutzerdefinierten Eigenschaften in Outlook

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
907985 Changes to custom properties in Outlook
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Damit die konsistente Verwendung von benutzerdefinierten Eigenschaften (oder Feldern) gewährleistet ist, beschränken Microsoft Office Outlook 2003 Service Pack 2 (SP2) und spätere Versionen von Outlook einige der Möglichkeiten für die Einfügung benutzerdefinierter Eigenschaften in Outlook-Datenspeicher. Benutzerdefinierte Eigenschaften können beispielsweise auf bestimmte Art in Persönliche Ordner-Dateien (.pst) in Outlook eingefügt werden.

Einführung

Dieser Artikel stellt folgende Informationen bereit:
  • Er bietet einen Überblick über benutzerdefinierte Eigenschaften.
  • Er erklärt, wie sich das Verhalten benutzerdefinierter Eigenschaften in Outlook 2003 SP2 und späteren Versionen von Outlook geändert hat.
  • Er erläutert einige der bestmöglichen Verfahrensweisen zum Erstellen neuer Eigenschaften sowie einige Methoden, die nicht zu empfehlen sind.

Weitere Informationen

Allgemeines zu benutzerdefinierten Eigenschaften

Benutzerdefinierte Eigenschaften werden von E-Mail-Programmen wie Outlook verwendet, um zusätzliche Informationen in eine Nachricht einzufügen. Diese zusätzlichen Informationen werden durch das E-Mail-Programm in der Regel für einen bestimmten Zweck verwendet. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, benutzerdefinierte Eigenschaften einzusetzen. Benutzerdefinierte Eigenschaften können zum Beispiel zu Nachrichten oder Elementen hinzugefügt werden, wenn Sie benutzerdefinierte Outlook-Formulare verwenden, die benutzerdefinierte Felder enthalten. Benutzerdefinierte Eigenschaften werden häufig verwendet, um für eine bessere Nachverfolgung zusätzliche Informationen hinzuzufügen. Sie werden jedoch auch eingesetzt, um Daten hinzuzufügen, die ein Benutzer nicht unbedingt sehen muss. Benutzerdefinierte Eigenschaften können auch durch eine benutzerdefinierte Lösung regulären Elementen hinzugefügt werden. Eine benutzerdefinierte Lösung fügt einer Nachricht oder einem Element auf programmatischem Wege benutzerdefinierte Eigenschaften hinzu, ohne dass dafür ein benutzerdefiniertes Formular erforderlich ist.

Benutzerdefinierte Eigenschaften können in den Dateiformaten ".msg" und ".oft" in Outlook dauerhaft angewendet werden. Außerdem können benutzerdefinierte Eigenschaften in E-Mail-Nachrichten dauerhaft verankert werden, die über das Internet versendet werden, wenn der Absender die Option Im Outlook-Rich-Text-Format senden verwendet. Diese Option verkapselt den MAPI-Abschnitt der Nachricht im Transport Neutral Encapsulation Format (TNEF). Die im TNEF-Format versendeten Bestandteile werden decodiert, wenn der Empfänger die Nachricht erhält.

In den folgenden Szenarien kann ein Absender E-Mail-Nachrichten versenden, die benutzerdefinierte Eigenschaften enthalten:
  • Es wird ein benutzerdefiniertes Einzelformular versendet. Bei Einzelformularen (One-off-Formularen) wird das Formular in die Nachricht eingebettet. Das Formular wird an keiner anderen Stelle veröffentlicht. Weitere Informationen zu Einzelformularen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    290657 Beschreibung für Formulardefinitionen und ungelistet Formulare in Outlook 2002
  • Es wird ein veröffentlichtes benutzerdefiniertes Formular versendet. In diesem Fall wird das benutzerdefinierte Formular nicht versendet, weil das Formular nicht in die Nachricht eingebettet ist. In dem Formular enthaltene benutzerdefinierte Eigenschaften sind jedoch in der Nachricht enthalten.
Hinweis: Abhängig vom Kontext, in dem benutzerdefinierte Eigenschaften verwendet werden, gibt es unterschiedliche Bezeichnungen dafür. In der Outlook-Benutzeroberfläche, zum Beispiel in der Feldauswahl, werden benutzerdefinierte Eigenschaften als "benutzerdefinierte Felder" bezeichnet. In der Outlook-Objektbibliothek können benutzerdefinierte Eigenschaften auch als "Benutzereigenschaften" bezeichnet werden (zum Beispiel in der Sammlung UserProperties). In MAPI werden benutzerdefinierte Felder als "benannte Eigenschaften" bezeichnet. MAPI bietet die Möglichkeit, die folgenden Aktionen durchzuführen:
  • Eigenschaften können Namen zugewiesen werden
  • Die Namen können eindeutigen IDs zugeordnet werden
  • Die Zuordnung kann dauerhaft festgelegt werden
Weitere Informationen dazu, wie benannte Eigenschaften in MAPI implementiert werden, finden Sie auf der folgenden MSDN-Website:
http://msdn2.microsoft.com/de-de/library/ms529055.aspx
Hinweis: In einer Exchange-Umgebung bezieht sich der Begriff "Speicher", wie er in diesem Artikel verwendet wird, auf einen gesamten Postfachspeicher (Datenbank). Der Begriff bezieht sich nicht auf den Postfachspeicher eines einzelnen Benutzers. In einer Organisation kann es mehr als eine Exchange-Postfachdatenbank geben.

Änderungen des Verhaltens in Outlook

Die Implementierung von MAPI in Outlook wurde geändert, um zu steuern, wie benutzerdefinierte Eigenschaften erstellt werden können. Benutzerdefinierte Eigenschaften müssen in der Organisation oder auf dem Outlook-Client bereits verwendet werden, um deren konsistenten Einsatz gewährleisten zu können. Sobald benutzerdefinierte Eigenschaften verwendet oder registriert werden, können sie frei auf andere Outlook-Clients oder auf Server übertragen werden, auf denen Exchange Server ausgeführt wird. Benutzerdefinierte Eigenschaften können auch über das Internet versendet werden.

E-Mail-Nachrichten werden in der Regel im MIME-Format über das Internet versendet. Wenn Outlook eine Internet-E-Mail-Nachricht empfängt, wird diese in eine MAPI-Darstellung konvertiert. Es gibt beispielsweise die folgenden Protokolle für Internet-E-Mail-Nachrichten:
  • POP
  • IMAP
  • HTTP (Hotmail)
Standardmäßig ermöglicht Outlook die Erstellung neuer benutzerdefinierter Eigenschaften mithilfe von Internet-E-Mail-Nachrichten nicht mehr. Nur Eigenschaften, die bereits im Standard-E-Mail-Speicher erstellt worden sind, bleiben auch für eingehende E-Mail-Nachrichten erhalten. Diese Änderung betrifft hauptsächlich Nachrichten, die im verkapselten TNEF-Format (Winmail.dat) versendet werden und bei denen der Absender die Option Im Outlook-Rich-Text-Format senden verwendet hat. Davon betroffen sind jedoch auch Internet-Nachrichten, die X-Nachrichtenkopf-Eigenschaften enthalten.

Hinweis: Nachrichten, die benutzerdefinierte Eigenschaften enthalten und in einer Exchange-Organisation versendet werden, sind von diesen Änderungen nicht betroffen.

Benutzerdefinierte Eigenschaften können auch in MST- und OFT-Dateien gespeichert werden. Wenn ein Benutzer eine MST-Datei mit benutzerdefinierten Eigenschaften öffnet, werden diese benutzerdefinierten Eigenschaften nicht im Standardspeicher gespeichert, wenn die Nachricht gespeichert oder weitergeleitet wird. Zur Erstellung von Sicherungskopien benutzerdefinierter Outlook-Formulare werden in der Regel OFT-Dateien verwendet. Bei OFT-Dateien gilt das neue Verhalten für alle Arten von Elementen. Das benutzerdefinierte Formular wird nicht geöffnet. Stattdessen wird die Nachricht im Standardformat für den betreffenden Elementtyp angezeigt.

Diese Änderung des Designs kann also zu zwei Ergebnissen führen:
  • Outlook ignoriert nicht vorhandene benutzerdefinierte Eigenschaften. Wenn eine benutzerdefinierte Eigenschaft im Lieferspeicher nicht vorhanden ist, wird die Eigenschaft nicht erstellt und ihr Wert geht verloren. Wenn die benutzerdefinierte Eigenschaft im Lieferspeicher bereits vorhanden ist, wird deren Wert dauerhaft übernommen. Diese Änderung gilt für die folgenden Elemente:
    • Internet-E-Mail-Nachrichten mit TNEF und eingebetteten Nachrichten.
    • S/MIME-Nachrichten.
    • MSG-Dateien, wenn Sie diese in ein Outlook-Elementfenster einfügen, um die Datei einem anderen Element hinzuzufügen. Diese Änderung betrifft auch MSG-Dateien, wenn Sie diese in das Outlook-Hauptfenster einfügen, um sie einem Ordner hinzuzufügen, oder wenn Sie sie in das Microsoft Word-Fenster einfügen, wenn Sie Word als E-Mail-Editor verwenden.
    • MSG-Dateien, auf die ein Benutzer doppelklickt oder mit der rechten Maustaste klickt, um sie zu öffnen.
  • Outlook ignoriert die Definition des Einzelformulars. Falls ein Einzelformular eine benutzerdefinierte Eigenschaft festlegt, die im Lieferspeicher nicht vorhanden ist, wird das Einzelformular nicht gerendert. Stattdessen sieht der Benutzer das Standardformat für den betreffenden Elementtyp. Diese Änderung betrifft Internet-E-Mail-Nachrichten, die eine Einzelformulardefinition enthalten, die in TNEF verkapselt ist. Außerdem betrifft diese Änderung OST-Dateien, auf die ein Benutzer doppelklickt oder mit der rechten Maustaste klickt, um sie zu öffnen.

Bestmögliche Verfahrensweisen und sonstige Möglichkeiten, neue Eigenschaften zu erstellen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, benutzerdefinierte Lösungen zu entwickeln und zu gestalten. Einige dieser Lösungsansätze werden als so genannte "bestmögliche Verfahrensweisen" betrachtet. Andere Vorgehensweisen funktionieren eventuell ebenfalls, sind jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zu empfehlen.

Bestmögliche Verfahrensweise: Programmatische Hinzufügung benutzerdefinierter Felder

Diverse APIs können verwendet werden, um benutzerdefinierte Felder programmatisch zu Elementen hinzuzufügen. Verwenden Sie hierzu die Methode UserProperties.Add in der Outlook-Objektbibliothek ("Outlook.Application"). Der folgende Code veranschaulicht diese bestmögliche Verfahrensweise.
Set myProp = myItem.UserProperties.Add("MyPropName", olText)
Sie können auch die CDO-Objektbibliothek ("MAPI.Session") verwenden, um benutzerdefinierte Felder hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden MSDN-Website:
http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms527518.aspx
C++-Entwickler können "Extended MAPI" verwenden, um benannte Eigenschaften hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden MSDN-Website:
http://msdn2.microsoft.com/de-de/library/ms529684.aspx

Bestmögliche Verfahrensweise: Verwendung veröffentlichter benutzerdefinierter Formulare, die benutzerdefinierte Felder enthalten

Outlook vertraut veröffentlichten benutzerdefinierten Formularen weitgehend. Nicht veröffentlichten Formularen oder Einzelformularen vertraut Outlook jedoch nicht. Dazu zählen auch OFT-Dateien. Wenn Sie eine benutzerdefinierte Formularlösung entwickeln, sollten Sie daher unbedingt das benutzerdefinierte Formular veröffentlichen. Sie sollten das Formular so gestalten, dass es nicht zu einem Einzelformular wird. Sofern ein Formular veröffentlicht wird, ist es von der Änderung in Outlook nicht betroffen.
Weitere Informationen zu Einzelformularen und wie diese unbeabsichtigt erstellt werden könnten, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
290657 Beschreibung für Formulardefinitionen und ungelistet Formulare in Outlook 2002

Wenn Sie eine OFT-Datei in einem anderen Speicher veröffentlichen, lässt Sie der Standardspeicher Eigenschaften in diesem Speicher erstellen. Wenn Sie ein benutzerdefiniertes Formular erstellen, das benutzerdefinierte Eigenschaften enthält, und es dann in der entsprechenden Formularbibliothek oder dem jeweiligen Ordner veröffentlichen, werden die benutzerdefinierten Eigenschaften in den betreffenden Speichern erstellt.

Bestmögliche Verfahrensweise: Programmatische Bereitstellung benutzerdefinierter Formulare

Wenn Sie ein benutzerdefiniertes Outlook-Formular entwickeln, das auch von anderen Benutzern verwendet wird, gibt es nur wenige mögliche Vorgehensweisen. Welche Vorgehensweise Sie verwenden sollten, ist von diversen Faktoren abhängig. Zu diesen Faktoren zählen der Typ des Formulars, wer das Formular verwenden wird, wo das Formular verwendet werden wird, und so weiter. Wenn ein benutzerdefiniertes Formular von vielen Benutzern verwendet werden wird, sollten Sie das Formular in der Bibliothek für organisatorische Formulare veröffentlichen. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie das Formular jedoch auch in einem freigegebenen Ordner oder in der Bibliothek für persönliche Formulare einiger Benutzer veröffentlichen. Sie können ein benutzerdefiniertes Formular programmatisch installieren, indem Sie mit der Methode CreateItemFromTemplate in der Outlook-Objektbibliothek arbeiten. Sie verwenden die Methode CreateItemFromTemplate, um eine OFT-Datei zu öffnen, und veröffentlichen das Formular anschließend mithilfe der Methode PublishForm. In diesem Fall ist die OFT-Datei nicht von den Änderungen betroffen, die an den benutzerdefinierten Eigenschaften vorgenommen wurden.

Nicht zu empfehlen: Bereitstellung oder Versendung von OFT-Dateien zum Öffnen durch Benutzer

Sie können benutzerdefinierte Outlook-Formulare als OFT-Dateien speichern. Diese Formulare können benutzerdefinierte Felder, Änderungen der Benutzeroberfläche und benutzerdefinierten Microsoft Visual Basic Scripting Edition-Code (VBScript-Code) enthalten, um dem Formular zusätzliche Funktionalität hinzuzufügen. Obwohl Outlook bereits Features enthält, die die Ausführung von VBScript-Code in OFT-Dateien verhindern, beschränkt Outlook jetzt auch die Verwendung von OFT-Dateien. Wenn eine OFT-Datei benutzerdefinierte Eigenschaften enthält, die der Benutzer bisher noch nicht verwendet hat, befinden sich diese benutzerdefinierten Eigenschaften nicht im Standardspeicher dieses Benutzers. Outlook verarbeitet das benutzerdefinierte Formular nicht, wenn der Benutzer auf die Datei doppelklickt. Damit Outlook ein als OFT-Datei gespeichertes benutzerdefiniertes Formular öffnet, klicken Sie auf Datei, klicken Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Formular wählen. Sie können dann den Speicherort zu Vorlagen im Dateisystem ändern und auf Durchsuchen klicken, um die OFT-Datei zu öffnen. Das Formular wird geöffnet, und Sie können die benutzerdefinierten Eigenschaften im Standardspeicher speichern.

Nicht zu empfehlen: Verwendung des Registrierungsschlüssels "AllowNamedProps"

Einige Organisationen können gute Gründe dafür haben, bestimmte benutzerdefinierte Eigenschaften in der gesamten Organisation verfügbar zu machen. Wenn mehrere Speicher verwendet werden, möchten Sie eventuell sicherstellen, dass ein bestimmter Satz benutzerdefinierter Eigenschaften allen Speichern hinzugefügt werden kann. Outlook 2003 SP2 und spätere Versionen unterstützen daher clientseitige Registrierungsschlüssel, die festlegen, welche benutzerdefinierten Eigenschaften erstellt werden können. Benutzerdefinierte Eigenschaften sind unter dem folgenden Registrierungsschlüssel definiert, um festzulegen, welche benutzerdefinierten Eigenschaften aktiviert werden sollten:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\<version>\Outlook\AllowedNamedProps\


Hinweis: In diesem Registrierungsschlüssel ist <Version> ein Platzhalter für die Version von Outlook, die Sie verwenden. Für Outlook 2003 lautet die Versionsnummer 11.0. Outlook 2007 hat die Versionsnummer 12.0. Diese Versionsnummer erhöht sich mit jeder neuen Version von Outlook.

Die Registrierungsschlüssel-Gesamtstruktur für einen Eintrag in der Registrierung sieht wie folgt aus:

<GUID>
<Eigenschaftenname>
"Kind" (dword)
"ID" (dword)
"Type" (dword):
In dieser Registrierungsschlüsselstruktur werden die folgenden Platzhalter verwendet:
  • <GUID>: Enthält den GUID, der den Eigenschaftensatz angibt. Benutzerdefinierte Outlook-Felder oder -Eigenschaften, die Sie auf einem benutzerdefinierten Outlook-Formular verwenden, haben alle den GUID {00020329-0000-0000-C000-000000000046}. In MAPI ist der GUID "PS_PULIC_STRINGS". Benutzerdefinierte MAPI-Programme verwenden jedoch möglicherweise ihre eigenen GUIDs für benutzerdefinierte Eigenschaften.
  • <Eigenschaftenname>: Gibt den Namen der Eigenschaft an. Falls der Name der Eigenschaft eine Zeichenfolge ist, steht der Platzhalter <Eigenschaftenname> für den tatsächlichen Namen der Eigenschaft in Form einer Zeichenfolge. Hat der Name der Eigenschaft die Form einer ID, wird der Wert dieses Registrierungsschlüssels ignoriert. Sie müssen der Eigenschaft jedoch einen eindeutigen Namen geben, damit sie in der Registrierung gespeichert werden kann. Wenn der Schlüssel "Kind" auf 1 oder <> 0 gesetzt ist, wird der Name der Eigenschaft durch den Namen des Registrierungsschlüssels bestimmt. Ist der Wert für den Schlüssel "Kind" nicht 1, wird dieser Registrierungsschlüsselname ignoriert.
  • "Kind" (dword): Legt fest, ob die Eigenschaft durch eine ID oder eine Zeichenfolge benannt wird. Bei einem Wert von 0 wird die Eigenschaft durch eine ID benannt. Der Name ist ein numerischer Wert, der durch eine ID angegeben wird. Bei einem Wert von 1 erfolgt die Benennung der Eigenschaft durch eine Zeichenfolge. Dies ist die Standardeinstellung, wenn der Schlüssel "Kind" nicht vorhanden ist.
  • "ID" (dword): Enthält den ID-Namen einer Eigenschaft, die mithilfe einer ID benannt wird. Diese Information wird benötigt, wenn der Schlüssel "Kind" auf 0 gesetzt ist. Wenn der Schlüssel "Kind" auf 1 gesetzt ist, wird diese Information ignoriert.
  • "Type" (dword): Gibt den Typ der Eigenschaft an.
Dieser Registrierungsschlüssel ist zwar erforderlich, wird derzeit jedoch nicht verwendet. In der folgenden Tabelle sind die möglichen Werte dieses Registrierungsschlüssels auf der Basis des jeweiligen MAPI-Typs aufgelistet.
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
MAPI-Typ Wert Beschreibung
PT_UNSPECIFIED 0 Reserviert für die Verwendung in der Benutzeroberfläche (Typ ist für den Aufrufer nicht von Bedeutung)
PT_NULL 1 Eigenschaftenwert NULL
PT_I2 2 Signierter 16-Bit-Wert
PT_LONG 3 Signierter 32-Bit-Wert
PT_R4 4 4-Byte-Gleitkomma
PT_DOUBLE 5 Gleitkomma doppelt
PT_CURRENCY 6 Signierte 64-Bit-Ganzzahl (dezimal mit 4 Stellen rechts vom Komma)
PT_APPTIME 7 Anwendungszeit
PT_ERROR 10 32-Bit-Fehlerwert
PT_BOOLEAN 11 Boolescher 16-Bit-Wert (ungleich Null wahr)
PT_OBJECT 13 Eingebettetes Objekt in einer Eigenschaft
PT_I8 20 Signierte 8-Byte-Ganzzahl
PT_STRING8 30 Mit Null abgeschlossene 8-Bit-Zeichenfolge
PT_UNICODE 31 Mit Null abgeschlossene Unicode-Zeichenfolge
PT_SYSTIME 64 FILETIME-64-Bit-Ganzzahl mit Anzahl 100-ns-Perioden seit 1. Jan. 1601
PT_CLSID 72 OLE-GUID
PT_BINARY 258 Nicht interpretiert (Array mit abgezählten Bytes)
PT_MV_UNSPECIFIED 4096
PT_MV_NULL 4097
PT_MV_I2 4098
PT_MV_LONG 4099
PT_MV_R4 4100
PT_MV_DOUBLE 4101
PT_MV_CURRENCY 4102
PT_MV_APPTIME 4103
PT_MV_ERROR 4106
PT_MV_BOOLEAN 4107
PT_MV_OBJECT 4109
PT_MV_I8 4116
PT_MV_STRING8 4126
PT_MV_UNICODE 4127
PT_MV_SYSTIME 4160
PT_MV_CLSID 4168
PT_MV_BINARY 4354
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie eine durch eine Zeichenfolge benannte Eigenschaft festlegen:
Name: "MyStringFieldName1"
Typ: PT_LONG
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\AllowedNamedProps\{00020329-0000-0000-C000-000000000046}\MyStringFieldName1] "Type"=dword:00000003
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie eine durch eine ID benannte Eigenschaft festlegen:
ID: 0x0330
Typ: PT_LONG
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\AllowedNamedProps\{00020329-0000-0000-C000-000000000046}\MyMAPIProp1] "Kind"=dword:00000000 "ID"=dword:00000330 "Type"=dword:00000003

Bei diesen beiden Beispielen sieht die Registrierung im Registrierungs-Editor etwa wie folgt aus:

{00020329-0000-0000-C000-000000000046}
MyStringFieldName1
Type = 3

MyStringFieldName2
Type = 3

{00020329-0000-0000-C000-000000000046}
MyMAPIProp1
Kind = 0
ID = 330
Type = 3

MyMAPIProp2
Kind = 0
ID = 331
Type = 3

Nicht zu empfehlen: Wiederherstellung der Möglichkeit, Eigenschaften zu erstellen

Es können drei Registrierungsschlüssel auf Clientcomputern bereitgestellt werden, um die Sperrung benutzerdefinierter Eigenschaften aufzuheben und das vorherige Verhalten von Outlook wiederherzustellen. Diese Registrierungsschlüssel werden durch Gruppenrichtlinien unterstützt. Mit den folgenden Registrierungsschlüsseln kann das vorherige Verhalten von Outlook 2003 wiederhergestellt werden:

Hinweis: Das vorherige Verhalten von Outlook 2007 wird mit diesen Registrierungsschlüsseln nicht wiederhergestellt.
  • AllowTNEFtoCreateProps (
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Options\Mail] "AllowTNEFtoCreateProps"=dword:00000000
    ): Bei dem Wert 0 kann TNEF/MIME keine neuen benutzerdefinierten Nicht-Outlook-Eigenschaften erstellen. Dies ist der Standardwert. Bei dem Wert 1 kann TNEF/MIME neue benutzerdefinierte Nicht-Outlook-Eigenschaften erstellen.
  • AllowMSGFilestoCreateProps: Bei dem Wert 0 können MSG- und OFT-Dateien keine neuen benutzerdefinierten Nicht-Outlook-Eigenschaften erstellen. Dies ist der Standardwert. Bei dem Wert 1 können MSG- und OFT-Dateien neue benutzerdefinierte Nicht-Outlook-Eigenschaften erstellen.
  • DisallowTNEFPreservation: Outlook bewahrt das ursprüngliche TNEF, wenn keine benutzerdefinierten Eigenschaften erstellt werden, um die Migration zu diesem neuen Verhalten zu erleichtern. Das ursprüngliche TNEF wird in einem binären Stream im gespeicherten Element gespeichert. Outlook verwendet den folgenden Eigenschaften-Tag, um den Stream zu speichern:
    PR_TNEF_UNPROCESSED_PROPS PROG_TAG(PT_BINARY, 0x0e9C).
    Die Registrierungseinstellung
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Options\Mail] "DisallowTNEFPreservation "=dword:00000000
    steuert, ob Outlook die Eigenschaft "PR_TNEF_UNPROCESSED_PROPS" erstellt.

    Hinweis: Die Eigenschaft "PR_TNEF_UNPROCESSED_PROPS" wird aus einer Nachricht entfernt, wenn Sie die Nachricht als Anlage in eine andere Nachricht einbetten. Die Eigenschaft "PR_TNEF_UNPROCESSED_PROPS" wird auch entfernt, wenn Sie eine Nachricht weiterleiten oder beantworten.

Eigenschaften

Artikel-ID: 907985 - Geändert am: Dienstag, 11. März 2008 - Version: 4.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Office Outlook 2007
  • Microsoft Office Outlook 2003
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kbinfo KB907985
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