Der im Dialogfeld "Systeminformationen" in Windows Vista gemeldete Arbeitsspeicher ist kleiner als erwartet, wenn 4 GB RAM installiert sind

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
929605 The system memory that is reported in the System Information dialog box in Windows Vista is less than you expect if 4 GB of RAM is installed
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Problembeschreibung

Falls auf einem Computer 4 Gigabyte (GB) Random-Access Memory (RAM) installiert sind, ist die im Dialogfeld Systeminformationen in Windows Vista gemeldete Größe des Arbeitsspeichers geringer als Sie erwarten.

So kann beispielsweise im Dialogfeld Systeminformationen ein Wert von 3.120 Megabyte (MB) für den Arbeitsspeicher eines Computers gemeldet werden, auf dem eigentlich 4 GB (4.096 MB) installiert sind.

Hinweis: Sie können wie folgt auf das Dialogfeld Systeminformationen zugreifen:
  • Klicken Sie auf Start, geben Sie System in das Feld Suchen ein, und klicken Sie dann unter Programme auf System.
  • Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf System.
  • Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  • Klicken Sie im Windows Vista-Begrüßungscenter auf Weitere Details anzeigen.
Hinweis: In Windows Vista Service Pack 1 (SP1) wurde die Art und Weise geändert, wie Komponenten der Benutzeroberfläche Speicher melden. Beispielsweise melden einige Komponenten der Windows Vista SP1-Benutzeroberfläche Speicher nur dann, wenn insgesamt mindestens 4 GB physikalischer Speicher auf dem Computer installiert sind.

Weitere Informationen zu der Art und Weise, wie Speicher in Windows Vista Service Pack 1 gemeldet wird, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
946003 Windows Vista SP1 meldet 4 GB Systemarbeitsspeicher (RAM) bei Systemen, auf denen 4 GB Arbeitsspeicher installiert sind

Ursache

Dieses Verhalten ist bei Vorliegen bestimmter Hardware- und Softwarefaktoren zu erwarten.

Mehrere Geräte in einem typischen Computer erfordern den Zugriff mit zugewiesenem Speicher. Dieser Zugriff wird als "Memory-Mapped I/O" (MMIO) bezeichnet. Damit der MMIO-Speicher 32-Bit-Betriebssystemen zur Verfügung steht, muss der MMIO-Speicher in den ersten 4 GB des Adressbereichs residieren.

Wenn Sie zum Beispiel eine Grafikkarte mit 256 MB Speicher haben, muss dieser Speicher innerhalb der ersten 4 GB des Adressbereichs zugewiesen werden. Wenn bereits 4 GB Arbeitspeicher installiert sind, muss ein Teil dieses Adressbereichs für die Zuweisung von Grafikspeicher reserviert werden. Bei der Zuweisung von Grafikspeicher wird ein Teil des Arbeitsspeichers überschrieben. Dadurch wird die Gesamtmenge an Arbeitsspeicher reduziert, die dem Betriebssystem zur Verfügung steht.

Wie sehr der verfügbare Arbeitsspeicher reduziert wird, hängt davon ab, welche Geräte in dem jeweiligen Computer installiert sind. Um mögliche Probleme mit der Treiberkompatibilität zu vermeiden, begrenzen die 32-Bit-Versionen von Windows Vista die Gesamtmenge des verfügbaren Arbeitsspeichers jedoch auf 3,12 GB. Details zu möglichen Problemen mit der Treiberkompatibilität finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen".

Wenn in einem Computer eine Vielzahl von Geräten installiert ist, kann der verfügbare Arbeitsspeicher auf 3 GB oder weniger reduziert werden. Typischerweise stehen in den 32-Bit-Versionen von Windows Vista jedoch maximal 3,12 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Abhilfe

Damit Windows Vista die gesamten 4 GB Arbeitsspeicher nutzen kann, die auf einem Computer installiert sind, muss der Computer die folgenden Anforderungen erfüllen:
  • Der Chipsatz muss mindestens 8 GB Adressbereich unterstützen. Bei den folgenden Chipsätzen ist dies der Fall:
    • Intel 975X
    • Intel P965
    • Intel 955X auf Socket 775
    • Chipsätze, die AMD-Prozessoren unterstützen, welche die Sockets F, 940, 939 oder AM2 verwenden. Zu diesen Chipsätzen zählen alle Kombinationen aus AMD-Socket und CPU, bei denen der Speichercontroller in der CPU residiert.
  • Die CPU muss den x64-Befehlssatz unterstützen. Die AMD64-CPU und die Intel EM64T-CPU unterstützen diesen Befehlssatz.
  • Das BIOS muss die Speicherneuzuordnung (Memory Remapping) unterstützen. Die Speicherneuzuordnung bietet die Möglichkeit, das Segment des Arbeitsspeichers, das zuvor durch den PCI-Konfigurationsbereich (PCI = Peripheral Component Interconnect) überschrieben wurde, jenseits der ersten 4 GB des Adressbereichs neu zuzuordnen. Dieses Feature muss im BIOS-Konfigurationsprogramm auf dem Computer aktiviert sein. Sehen Sie die Produktdokumentation Ihres Computers nach Anweisungen dazu durch, wie dieses Feature aktiviert werden kann. Viele für den normalen Computerbenutzer entwickelte Computer unterstützen die Speicherneuzuordnung eventuell nicht. In der Dokumentation oder den BIOS-Konfigurationsprogrammen für dieses Feature wird keine Standardterminologie verwendet. Sie müssen daher die Beschreibungen der diversen verfügbaren BIOS-Konfigurationseinstellungen lesen, um zu ermitteln, ob eine dieser Einstellungen die Speicherneuzuordnung aktiviert.
  • Es muss eine 64-Bit-Version (x64) von Windows Vista verwendet werden.
Wenden Sie sich an den Computerhersteller, um zu ermitteln, ob der Computer diese Anforderungen erfüllt.

Hinweis: Wenn der auf dem Computer installierte physische Arbeitsspeicher gleich groß ist wie der durch den Chipsatz unterstützte Adressbereich, ist der für das Betriebssystem verfügbare Arbeitsspeicher immer kleiner als der installierte physische Arbeitsspeicher. Gehen Sie beispielsweise von einem Computer aus, der mit dem Intel 975X-Chipsatz ausgerüstet ist und einen Adressbereich von 8 GB unterstützt. Wenn Sie 8 GB RAM installieren, wird der für das Betriebssystem verfügbare Arbeitsspeicher durch die PCI-Konfigurationsanforderungen reduziert. In diesem Szenario reduzieren die PCI-Konfigurationsanforderungen den für das Betriebssystem verfügbaren Arbeitsspeicher um eine Menge zwischen 200 MB und etwa 1 GB. Wie groß diese Reduzierung ausfällt, ist von der jeweiligen Konfiguration abhängig.

Weitere Informationen

Treiberkompatibilitätsprobleme, die durch den PAE-Modus verursacht werden

Treiberkompatibilitätsprobleme, die mit DEP (Data Execution Prevention/Datenausführungsverhinderung) zusammenhängen, werden in der Regel durch den PAE-Modus (PAE = Physical Address Extension/Physische Adresserweiterung) verursacht.

Hinweis: PAE wird nur auf Computern mit Prozessoren benötigt, die eine durch die Hardware erzwungene Datenausführungsverhinderung (DEP) unterstützen.

Die Datenausführungsverhinderung kann Kompatibilitätsprobleme mit Treibern verursachen, die eine Codegenerierung durchführen oder andere Verfahren zum Generieren von ausführbarem Code in Echtzeit anwenden. Viele Treiber, bei denen derartige Probleme aufgetreten sind, wurden inzwischen entsprechend angepasst. Da die Unterstützung für DEP für Treiber, die in 64-Bit-Versionen von Windows geladen werden, immer aktiviert ist, kam es bei diesen Treibern typischerweise zu Kompatibilitätsproblemen. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass alle Treiber entsprechend aktualisiert wurden, um durch den PAE-Modus verursachte Treiberkompatibilitätsprobleme zu beheben. Es gibt aber nur wenige Treiber, die die fraglichen Techniken verwenden. DEP allein verursacht in der Regel keine Kompatibilitätsprobleme.

Mögliche Hauptprobleme mit der Treiberkompatibilität sind zu beobachten, wenn Sie den PAE-Modus auf 32-Bit-Computern ausführen. Der PAE-Modus versetzt Prozessoren in die Lage, mehr als 4 GB Speicher zu verwenden. Der Hauptunterschied zwischen Paging-Schemata mit und ohne PAE besteht in der zusätzlichen Paging-Stufe, die im PAE-Modus benötigt wird. Der PAE-Modus erfordert drei statt zwei Paging-Stufen.

Einige Treiber werden eventuell nicht geladen, wenn der PAE-Modus aktiviert ist, weil das Gerät eventuell keine 64-Bit-Adressierung durchführen kann. Möglicherweise wurden die Treiber auch in der Annahme geschrieben, dass der PAE-Modus mehr als 4 GB Speicher benötigt. Derartige Treiber werden in der Erwartung geschrieben, dass sie immer im PAE-Modus 64-Bit-Adressen erhalten und sie (bzw. das Gerät) die Adresse nicht interpretieren können.

Andere Treiber werden zwar im PAE-Modus geladen, verursachen aber Systeminstabilitäten, wenn die Seitentabelleneinträge (Page Table Entries = PTEs) des Systems direkt geändert werden. Diese Treiber erwarten 32-Bit-PTEs, erhalten aber im PAE-Modus stattdessen 64-Bit-PTEs.

Das häufigste Treiberkompatibilitätsproblem im PAE-Modus betrifft DMA-Transfers (DMA = Direct Memory Access) und die Reservierung von Zuordnungsregistern. Viele Geräte, die DMA unterstützen, typischerweise 32-Bit-Adapter, können keine physische 64-Bit-Adressierung durchführen. Bei der Ausführung im 32-Bit-Modus können diese Geräte den gesamten physischen Adressraum adressieren. Im PAE-Modus können sich die Daten an einer physischen Adresse oberhalb von 4 GB befinden. Microsoft Windows 2000 Server und spätere Windows-Versionen bieten eine Doppelpufferung für die DMA-Transaktion, damit Geräte mit diesen Einschränkungen in diesem Szenario funktionieren. Dazu stellen Windows 2000 Server und spätere Windows-Versionen eine 32-Bit-Adresse zur Verfügung, die durch ein Zuordnungsregister angegeben wird. Das Gerät kann die DMA-Transaktion für die 32-Bit-Adresse ausführen. Der Kernel kopiert den Speicher in die 64-Bit-Adresse, die dem Treiber übermittelt wird. Wenn der Computer mit deaktiviertem PAE-Modus ausgeführt wird, muss den Mapregistern von Treibern für 32-Bit-Geräte kein Arbeitsspeicher zugewiesen werden. Eine Doppelpufferung ist deshalb nicht notwendig, da alle Geräte und Treiber im 32-Bit-Adressraum enthalten sind. Tests mit Treibern für 32-Bit-Geräte auf Computern mit 64-Bit-Prozessoren haben gezeigt, dass die meisten client-getesteten DMA-fähigen Treiber unbegrenzte Zuordnungsregister erwarten.

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Artikel-ID: 929605 - Geändert am: Samstag, 24. September 2011 - Version: 3.0
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