Wenn Zertifikate für den sicheren Start auf Windows-Geräten ablaufen

Gilt für
Windows 10 Windows 10, version 1607, all editions Win 10 Ent LTSC 2019 Win 10 IoT Ent LTSC 2019 Windows 10 IoT Core LTSC Windows 10 Enterprise LTSC 2021 Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 Windows 10, version 22H2, all editions Windows 11 Home and Pro, version 21H2 Windows 11 Enterprise Multi-Session, version 21H2 Windows 11 Enterprise and Education, version 21H2 Windows 11 IoT Enterprise, version 21H2 Windows 11 Home and Pro, version 22H2 Windows 11 Enterprise Multi-Session, version 22H2 Windows 11 Enterprise and Education, version 22H2 Windows 11 IoT Enterprise, version 22H2 Windows 11 SE, version 23H2 Windows 11 Home and Pro, version 23H2 Windows 11 Enterprise and Education, version 23H2 Windows 11 Enterprise Multi-Session, version 23H2 Windows 11 SE, version 24H2 Windows 11 Enterprise and Education, version 24H2 Windows 11 Enterprise Multi-Session, version 24H2 Windows 11 Home and Pro, version 24H2 Windows 11 IoT Enterprise, version 24H2 Windows Server 2012 ESU Windows Server 2012 R2 ESU Windows Server 2016 Windows Server 2019 Windows Server 2022 Windows Server 2025

Hinweis

  • Ursprüngliches Veröffentlichungsdatum: Dienstag, 10. Februar 2026
  • KB-ID: 5079373

Durch den sicheren Start wird sichergestellt, dass Ihr Gerät mit vertrauenswürdiger Software beginnt. Die ursprünglich im Jahr 2011 ausgestellten Microsoft Secure Boot-Zertifikate laufen im Juni 2026 ab. Um den Schutz vor neuen Bedrohungen auf Startebene aufrechtzuerhalten, aktualisiert Microsoft Geräte mit einem neuen Satz von 2023-Zertifikaten. Die meisten Geräte erhalten diese Updates automatisch, einige Systeme erfordern jedoch möglicherweise zusätzliche Firmwareupdates.

Was geschieht, wenn die Zertifikate ablaufen?

Wenn Ihr Gerät das Ablaufdatum ohne die neuen Zertifikate erreicht, wird es weiterhin normal gestartet und funktioniert. Standard Windows-Updates werden weiterhin installiert. Das Gerät kann jedoch keine neuen Sicherheitsmechanismen für den frühen Startvorgang mehr erhalten. Dazu gehören Updates für den Windows-Start-Manager, Datenbanken und Sperrlisten für den sicheren Start sowie Korrekturen für neu entdeckte Sicherheitsrisiken in der Startkette.

Mit dem Auftauchen neuer Bedrohungen wird ein Gerät in diesem abgelaufenen Zustand zunehmend weniger geschützt. Szenarien, die auf der Vertrauensstellung des sicheren Starts beruhen (z. B. BitLocker-Härtung, Codeintegrität auf Startebene oder Bootloader von Drittanbietern und Option-ROMs), können ebenfalls betroffen sein, wenn sie eine aktualisierte Vertrauensstellung des sicheren Starts erfordern.

Was weiterhin funktioniert

  • Das Gerät startet weiterhin normal.
  • Windows-Updates werden weiterhin installiert, mit Ausnahme von bootbezogenen Sicherheitskomponenten, die die aktualisierten Zertifikate erfordern.
  • Die tägliche App-Nutzung, das Netzwerken, das Browsen und die meisten Betriebssystemfunktionen bleiben unverändert.

Was nicht mehr funktioniert

  • Neue Schutzmaßnahmen für den sicheren Start und den Start-Manager können nicht angewendet werden.
  • Sicherheitsrisikobehebungen für die frühe Startumgebung – z. B. BitLocker-Umgehungsminderungen oder Sperrungen für den sicheren Start – sind nicht verfügbar.
  • Einige Komponenten von Drittanbietern, die auf der Vertrauensstellung Microsoft Secure Boot basieren, können möglicherweise nicht aktualisiert werden, wenn sie neuere Zertifikateinträge erfordern.

So bleiben Sie geschützt

Die meisten persönlichen Windows-Geräte erhalten automatisch die neuen Zertifikate für den sicheren Start über von Microsoft verwaltete Updates. Bei Geräten, die von einer Organisation verwaltet werden, sollten IT-Administratoren die Anleitung zum Aktualisieren von Zertifikaten für den sicheren Start von Microsoft befolgen. Einige Geräte erfordern möglicherweise ein OEM-Firmwareupdate, um die neuen Zertifikate ordnungsgemäß anzuwenden. Wenden Sie sich bei jedem Gerät, ob privat oder von der organization verwaltet, an Ihren OEM, um Informationen über erforderliche Firmwareupdates zu erhalten. Beachten Sie dabei, dass solche Updates möglicherweise nur für Geräte verfügbar sind, die sich noch im Supportzeitraum befinden. Wenn Sie Ihr Gerät auf dem neuesten Stand halten, wird sichergestellt, dass es weiterhin den vollständigen Schutz erhält, den der sichere Start bietet.

Hinweis: Der sichere Start sollte nicht deaktiviert werden, um den Ablauf des Zertifikats zu umgehen. Das Deaktivieren des sicheren Starts verringert den Geräteschutz erheblich, entfernt Schutzmaßnahmen gegen Schadsoftware auf Startebene und kann neue Sicherheits- und Compliancerisiken schaffen. Der empfohlene Weg besteht darin, sicherzustellen, dass Ihr Gerät die aktualisierten 2023 Secure Boot-Zertifikate und alle erforderlichen OEM-Firmwareupdates erhält.